Prignitz-Express / Velten KOPIE

Bahnübergang Gorkistraße
Prignitz-Express-Halt in Hennigsdorf
Regionalhalt in Velten
Bahnhof Rheinsberger Tor
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Der Prignitz-Express (RE6 und RB55) fährt derzeit ab Hennigsdorf einen Umweg über Spandau nach Gesundbrunnen. Die Direktanbindung nach Berlin und ein 30-Minuten-Takt bringen Pendler*innen einen echten Zeitgewinn und macht das Nahverkehrsangebot attraktiver. Darüber hinaus soll im Rahmen von i2030 die Stadt Velten an das Berliner S-Bahn-Netz angeschlossen sowie bis Berlin-Tegel einen 10-Minuten-Takt untersucht werden.

Ausgangslage

Die direkte Anbindung der Prignitz über Neuruppin ins Berliner Zentrum, die bereits Teil des Konzeptes Zielnetz 2000 war, wurde nie vollständig realisiert. Eine Direktverbindung würde die Reisezeit nach Berlin verkürzen und die Attraktivität Neuruppins und der Gemeinden an der Strecke weiter verstärken.

Gleich zwei Regionale Wachstumskerne liegen an diesem Streckenabschnitt: Die Fontanestadt Neuruppin hat als Mittelzentrum eine besondere Funktion für die nähere Umgebung, ist ein wichtiger Tourismusstandort und profiliert sich mit den Clustern Kunststoff/Chemie, Gesundheitswirtschaft, Ernährungswirtschaft sowie Metall. Velten und Hennigsdorf bilden gemeinsam mit Oranienburg unter anderem Deutschlands wichtigsten Bahnindustriestandort und haben hohe Ein- und Auspendleranteile in beide Richtungen.

Neuruppin wurden lange Zeit schrumpfende Einwohnerzahlen prognostiziert, diese Vorhersage hat sich nicht bewahrheitet. Aktuell zieht Neuruppin zahlreiche Hausbauer an. Die Grundstückspreise liegen unter denen in Berlin und im Speckgürtel, stiegen aber ebenso in den vergangenen Jahren.

In der Region werden mehr Einwohner dazukommen, denn entlang der Bahnstrecke Hennigsdorf – Kremmen wird gemäß des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) bis Oberkrämer Siedlungswachstum ermöglicht.

Die Züge sind bereits heute gut gefüllt, die Fahrgastzahlen steigen stetig, von 2013 bis 2030 um voraussichtlich 24 Prozent. Die Infrastruktur hält keine Kapazitätsreserven bereit. Das alles macht den Ausbau besonders dringlich.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellungen

  • Fahrzeitverkürzung durch Direkteinbindung des Prignitz-Express (RE6 und RB55) nach Berlin Gesundbrunnen
  • Taktverdichtung der S-Bahn und des Regionalverkehrs
  • Der Abschnitt Velten bis Neuruppin soll teilweise zweigleisig ausgebaut werden, um einen 30-Minuten-Takt beim RE6/RB55 zu ermöglichen.
  • Zwischen Velten und Hennigsdorf wird ein zweigleisiger Mischbetrieb mit Regionalverkehr und S-Bahn untersucht mit einem Zusatzhalt in Hennigsdorf Nord.
  • Der zweigleisige Ausbau zwischen Schönholz-Tegel mit einem Zusatzhalts Borsigwalde wird angestrebt. Die S-Bahn soll dann im 10-Minuten-Takt fahren.
  • Untersuchung alternativer Antriebe auf der Strecke, damit statt Dieselzügen zukünftig umweltfreundlichere Züge mit Batterie- oder Wasserstofftechnologie zum Einsatz kommen

Ergebnisstand

Teilabschnitt Velten – Neuruppin

  • Finanzierungsvereinbarung für Entwurfs- und Genehmigungsplanung abgeschlossen
  • Planungsleistungen in Ingenieurbüro vergeben
  • Abschluss der Nutzen-Kosten-Untersuchung zur volkswirtschaftliche Bewertung des Vorhabens
  • Sicherung Baufinanzierung und Antragsstellung für Bundesförderung (GVFG) vorbereiten

Teilabschnitt Schöhnholz – Velten

  • Verkehrstechnische Untersuchungen zum Bahnübergang Gorkistraße durchgeführt, i2030-Partner streben die Auflösung des Übergangs an
  • Trassierungsstudie Schönholz – Hennigsdorf abgestimmt
  • Machbarkeitsstudie zur Entflechtung für Nordbereich des Bahnhofs Hennigsdorf erstellt
  • Ersteinschätzung der Nutzen-Kosten-Untersuchung in Erarbeitung
Aktuelles - Nord-West | 25/03/2021
Stand der i2030-Finanzierungsvereinbarungen Anfang 2021, Grafik: VBB GmbH
Stand der i2030-Finanzierungsvereinbarungen Anfang 2021, Grafik: VBB GmbH

Hintergrund Nord-West

Metropolraumstudie

Metropolraumstudie
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Neben der Festlegung auf acht Ausbaukorridore und dem Maßnahmenpaket für die Berliner S-Bahn umfasst das Projekt i2030 auch eine Gesamtnetzstudie für die Hauptstadtregion – die sogenannte Metropolraumstudie.

Ausgangslage

Bis neue Infrastruktur in Betrieb genommen wird und die fertigen Fahrpläne für Bahnen und Busse stehen, wird im Vorfeld ein komplexer Planungsprozess durchlaufen, der verschiedenste Rahmenbedingungen berücksichtigt. Auf Grundlage der verkehrlichen Vorgaben der Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bedürfnisse der Kommunen und Fahrgäste werden aufeinander abgestimmte Konzepte zum Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots erstellt.

In diesem Planungsprozess wird die Verkehrsnachfrage mittels Prognosen ermittelt, um das zukünftige Mobilitätsverhalten der Menschen in der Region einzuschätzen. Darüber hinaus werden Annahmen zum Aus- und Neubau der Infrastruktur getroffen und Fahrplanuntersuchungen zur Überprüfung der Qualität und Robustheit der Konzepte durchgeführt. 

Dabei wird das Ziel verfolgt, die bestehende und stetig wachsende Infrastruktur aus Gleisen, Weichen und Bahnhöfen sowie zur Verfügung stehende Züge und Fahrzeuge möglichst optimal auszulasten.

Kurz gesagt: Die Beschaffung von Zügen sowie die Erstellung von Fahrplänen sind das Ergebnis intensiver Planungen. Mit Unterstützung von Verkehrsmodellen können Angebotsplaner die Einflussfaktoren aufeinander abstimmen und die Fahrpläne der Zukunft konzipieren. Die dafür in laufender Aktualisierung befindliche Metropolraumstudie für das Verbundgebiet des VBB soll darüber hinaus Engpässe im Schienennetz aufzeigen und Entscheidungsgrundlagen für den weiteren Infrastrukturausbau in der Region liefern.

Zielstellung und Ergebnisstand

Aus den Zielkonzepten der Länder Berlin und Brandenburg (dem ÖPNV-Konzept 2030, der Mobilitätsstrategie Brandenburg, dem StEP Mobilität und Verkehr Berlin, der Nahverkehrspläne der Länder und dem Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg) wird in der Metropolraumstudie ein Zielnetz für den Schienenpersonennahverkehr in der Region Berlin und Brandenburg definiert. Auf Basis des Zielnetzes kann eine Gesamtnetzbetrachtung durchgeführt werden. Dabei werden die Wechselwirkungen der verschiedenen Infrastrukturprojekte im Eisenbahnnetz der Hauptstadtregion unter Berücksichtigung regionaler und überregionaler Einflussfaktoren überprüft und bewertet. Alle zukünftigen Planungen von Fern-, Nah- und Güterverkehr werden in die umfassende Betrachtung einbezogen. Relevant sind hierbei insbesondere die i2030-Projekte, die Ausbaustrecke Berlin-Dresden und die Berliner S21 sowie weitere Konzepte für den Schienenverkehr (z.B. Deutschlandtakt).

Das Zielnetz umfasst entsprechend folgende Grundlagen:

  • Verkehrsmodell mit langfristigen Verkehrs- und Fahrplankonzepten
  • Bestellungen von Verkehrsunternehmen für Trassen und Abstellung von Fahrzeugen
  • sowie Annahmen zum Aus- und Neubau der Eisenbahninfrastruktur.

Als wesentlicher Baustein der Metropolraumstudie fungiert das bestehende Verkehrsmodell des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). Hierbei werden folgende Arbeitsschritte durchgeführt: 

  • Nachfrageanalyse erstellen,
  • Bewertungsschema erarbeiten,
  • Engpässe identifizieren,
  • Lösungsvarianten diskutieren und abschichten,
  • Maßnahmen gesamthaft priorisieren und
  • Ergebnisse für die Öffentlichkeit aufbereiten.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Metropolraumstudie sind die Fahrplanuntersuchungen.

Dabei wird überprüft, ob die geplanten Fahrplan- und Betriebskonzepte sowohl auf der neuen Infrastruktur als auch im Bestandnetz der Hauptstadtregion stabil und zuverlässig erbracht werden können. Aus den bereits durchgeführten Fahrplanuntersuchungen können schon jetzt erste Einzelmaßnahmen für die Schieneninfrastruktur im Berliner Innenstadtbereich abgeleitet werden:

  1. Zusätzliches Gleis im Abschnitt zwischen Berlin-Spandau und dem Berliner Innenring inklusive Blockverdichtung bis Moabit
  2. Erweiterung der Infrastruktur am Bahnhof Berlin Jungfernheide
  3. Zusätzliches Kehrgleis am Bahnhof Berlin Gesundbrunnen (Machbarkeitsuntersuchung)
  4. Gleisteilungen, Blockverdichtungen und zusätzliche Fahrmöglichkeiten im Nord-Süd-Tunnel (Machbarkeitsuntersuchung).

Diese Infrastrukturmaßnahmen im innerstädtischen Schienennetz sind erforderlich, um die mit den Aus- und Neubauplanungen geplanten Verkehrsmehrungen in der gebotenen Qualität auf die Schiene zu bringen. Auch die Bestandsverkehre werden von der Erhöhung der Infrastrukturleistungsfähigkeit profitieren. Die Planung der aufgeführten Maßnahmen wird in den Rahmenvertrag für das Projekt i2030 integriert und in die Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1) überführt.

In die Metropolraumstudie fließen zudem weitere Grundlagenuntersuchungen, z. B. die Berechnungen aus den noch durchzuführenden Nutzen-Kosten-Untersuchungen aus den einzelnen i2030-Korridoren ein. Damit bündelt die Metropolraumstudie eine Vielzahl von Untersuchungsergebnissen, auf deren Basis ein umfassendes Bild über den Aus- und Neubaubedarf im Eisenbahnnetz der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg erzeugt wird.

Siemensbahn

Alte Gleise der Siemensbahn
Bahnhof Siemenstadt heute
Unterzeichung zur Finanzierungsvereinbarung der Siemensbahn
Bahnhof Wernerwerk heute
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Als größte Einzelinvestition in der Konzerngeschichte, plant Siemens die Errichtung des Innovationsstandorts Siemensstadt² bis zum Jahr 2030. Zur Erschließung des neuen Berliner Stadtteils soll die Siemensbahn auf dem historischen Streckenverlauf bis zur Eröffnung des neuen Stadtteils wieder fahren. Die S-Bahnverbindung ermöglicht schnelle Anschlüsse zum Hauptbahnhof und zum BER.

Ausgangslage

Die von 1927 bis 1929 erbaute Siemensbahn ist eine S-Bahn-Strecke in Berlin und verläuft auf 4,5 Kilometern von Jungfernheide bis Gartenfeld. Die Strecke erschließt dabei die Siemensstadt auf dem Schienenweg. Seit dem Eisenbahnerstreik im September 1980 ist sie außer Betrieb. Mit der Entscheidung der Siemens AG, das Areal auf dem Industriegelände in Berlin-Spandau neu zu gestalten, ist auch geplant, die Verbindung bis Ende 2029 zu reaktivieren. Das großflächige Industrieareal wird zu einem innovativen, vielfältigen und urbanen Stadtteil ausgebaut.

In den nächsten Jahren entstehen dort circa 10.000 neue Wohnungen. Gleichzeitig werden im Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft Schlüsseltechnologien und Innovationsfelder gestärkt. Dafür möchte die Siemens AG Forschungs-, Fach- und Gründungszentren ansiedeln – ebenso wie außeruniversitäre und wissenschaftliche Einrichtungen sowie deren Partnerunternehmen. Für dieses Entwicklungsgebiet ist eine gute Verkehrsanbindung entscheidend.

Die Planungen hierfür sind jedoch sehr anspruchsvoll. Insbesondere sind dabei Auflagen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Der Bahnhof Jungfernheide erhält außerdem zum Anschluss an die Ringbahn eine dritte Bahnsteigkante.

Des Weiteren muss eine rund 70 Meter lange Brücke über die Spree gebaut werden. Die vorhandene Trasse der Siemensbahn wird mit den gegebenen Trassierungsparametern von maximal 60 km/h reaktiviert. Beim notwendigen Neubau der Strecke zwischen dem Bahnhof Jungfernheide und der zweiten Spreequerung wird im gegebenen Linienverlauf eine Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke von 80 km/h angestrebt.

Für die Reaktivierung der Siemensbahn müssen rund zehn Kilometer Gleise verlegt und neue Weichen eingebaut werden. Außerdem ist die Installation neuer Signaltechnik notwendig. Weiterhin ist geplant, die historischen Verkehrsstationen Gartenfeld, Wernerwerk und Siemensstadt wieder in Betrieb zu nehmen.

Neben der Erschließung der neuen Siemensstadt bietet die Reaktivierung dieser S-Bahnlinie auch die schnelle Anbindung zum Berliner Hauptbahnhof und zum Flughafen Berlin (BER). Außerdem finden Machbarkeitsuntersuchungen für eine Streckenverlängerung statt. Diese Untersuchung ist für die s-bahnseitige Erschließung weiterer neuer Wohngebiete westlich der Insel Gartenfeld durch die S-Bahn notwendig.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Verkehrliche Erschließung der Siemensstadt² und Absicherung einer schnellen Anbindung an den Hauptbahnhof und den Flughafen BER (Anschluss an FEX)
  • Untersuchung von Verlängerungsmöglichkeiten zur Erschließung weiterer neuer Wohngebiete westlich der Insel Gartenfeld

Ergebnisstand

  • Finanzierungsvereinbarung für die Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Wiederaufbau der Siemensbahn abgeschlossen und Planungsleistungen vergeben
  • Machbarkeitsuntersuchung zur Streckenverlängerung über Gartenfeld hinaus abgeschlossen
  • Abschätzung der Nutzen-Kosten-Untersuchung in Erarbeitung

Weitere Informationen finden Sie auf dem Bauinfoportal der Deutschen Bahn: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/siemensbahn-reaktivierung

Aktuelle Planungen

Für die gesamte Strecke werden verschiedene technische Lösungsmöglichkeiten untersucht und analysiert. Im Fokus steht dabei, welche Bauwerke instandgesetzt und weiterverwendet werden können beziehungsweise welche Bauwerke neu gebaut werden müssen. Das i2030-Projekt gliedert sich in drei Projektabschnitte:

1. Projektabschnitt Bahnhof Jungfernheide – Querung Altarm Spree

Der überwiegend in Dammlage verlaufende Streckenabschnitt von Jungfernheide über die Spree bis ans Spandauer Ufer wird komplett neu geplant. Folgende Arbeiten sind in Planung:

  • Anpassung der Eisenbahnüberführung (EÜ) „Lise-Meitner-Straße“
  • Anordnung einer Kehranlage zwischen Jungfernheide und der Lise-Meitner-Straße
  • Bau einer dritten Bahnsteigkante inklusive Bahnsteigüberdachung, Zugangsbauwerken und barrierefreier Erschließung des neuen Bahnsteigs
  • Errichtung erforderlicher Stützbauwerke und Verlängerungen der bestehenden Personenunterführung (Richtung Nordwesten) am Bahnhof Jungfernheide
  • Herstellung eines dritten S-Bahn-Gleises im Umkreis des Bahnhofs Jungfernheide sowie eine Ein- und Ausfädelung der Siemensbahn aus der Ringbahn
  • Rückbau des Gleichrichterunterwerks „Jungfernheide“ und Wiederaufbau am neuen Standort
  • Neubau der EÜ „Tegeler Weg“ und „Obere Spreequerung“, nach Möglichkeit unter Weiterverwendung der historischen Pfeiler
  • Neubau der EÜ „Untere Spreebrücke “
  • Verlegen neuer Gleise, Weichen und Installation neuer Signaltechnik

2. Projektabschnitt Altarm Spree – Popitzweg (Historisches Stahlviadukt)

Zentral in diesem Abschnitt ist das markante historische Stahlviadukt. Folgende Arbeiten sind in Planung:

  • Instandsetzung beziehungsweise Ertüchtigung des historischen Stahlviadukts
  • Verlegen neuer Gleise, Weichen und Installation neuer Signaltechnik
  • barrierefreie Erschließung und Instandsetzung der Station Wernerwerk inklusive Bahnsteigüberdachung und Zugangsbauwerken

3. Projektabschnitt Popitzweg –Bahnhof Gartenfeld (Historischer Bahndamm)

Dieser Abschnitt umfasst den historischen Bahndamm vom Popitzweg über den Bahnhof Siemensstadt bis zum Bahnhof Gartenfeld. Folgende Arbeiten sind in Planung:

  • Instandsetzung des historischen Bahndamms
  • Verlegen neuer Gleise, Weichen und Installation neuer Signaltechnik
  • Instandsetzung oder Erneuerung einer Fußgängerunterführung sowie der folgenden EÜ:
    • Jungfernheideweg
    • Quellweg
    • Lehnter Steig
    • Rohrdamm
    • über die Straße am Schaltwerk
  • Errichtung einer viergleisigen Abstellanlage am Bahnhof Gartenstadt
  • barrierefreie Erschließung und Instandsetzung der Stationen Siemensstadt und Gartenfeld inklusive neuer Bahnsteigüberdachungen und Zugangsbauwerke

Presse Siemensbahn

Projekttagebucheintrag vom 30. Juni 2022
Viadukt der Siemensbahn heute, Foto: VBB, Sebastian Elm
Viadukt der Siemensbahn heute, Foto: VBB, Sebastian Elm
Pressemitteilung vom 12. Januar 2022
Übersicht der Varianten zur möglichen Verlängerung der Siemensbahn, Grafik: VBB
Übersicht der Varianten zur möglichen Verlängerung der Siemensbahn, Grafik: VBB
Presse - Siemensbahn | Tagesspiegel vom 25.09.2020
Die alten Holzschwellen vom Viadukt der Siemensbahn haben ausgedient (Foto: DB AG)
Die alten Holzschwellen vom Viadukt der Siemensbahn haben ausgedient (Foto: DB AG)
Presse - Siemensbahn | Siemens Presse vom 08.01.2020
Siegerentwurf für Siemensstadt 2.0 (Foto: Siemens)
Siegerentwurf für Siemensstadt 2.0 (Foto: Siemens)
Presse - Siemensbahn | Berliner Zeitung vom 28.06.2019​
Siemensbahn zwischen Station Wernerwerk und Siemensstadt (Foto: VBB)
Siemensbahn zwischen Station Wernerwerk und Siemensstadt (Foto: VBB)
Presse - Siemensbahn | Berliner Morgenpost vom 01.02.2019
Siemensbahn soll so schnell wie möglich wieder fahren
Gemäß Berliner Morgenpost soll die Siemensbahn, die 1980 stillgelegt wurde, zum Vorzeigeprojekt werden
Presse - Siemensbahn | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 11.06.2019
Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Hintergrund Siemensbahn

Hintergrund - Siemensbahn
Die Siemensbahn - Texte und Bilder zusammengestellt von Dr. Andreas Jüttemann
"Siemensbahn, so heißt der heute stillgelegte Streckenstumpf der Berliner S-Bahn, der zwischen 1929 und 1980 als Anbindung der Siemenswerke an die Ringbahn (S41/42) in Betrieb war und dessen Bau zu großen Teilen vom Elektrokonzern SIEMENS finanziert wurde. Für eine Bahnstrecke, die zu elektrotechnischen Fabriken führt, war es natürlich ein Muss, gleich zu Eröffnung elektrifiziert zu werden." (Foto: A. Jüttemann)
Hintergrund - Siemensbahn
Der Flächennutzungsplan hat viel vor mit der Siemensbahn
Der Flächennutzungsplan ist der vorbereitende Bauleitplan in Berlin und wird vom Parlament beschlossen. Er gibt einen Überblick über die wichtigsten Planungsziele der Stadt und wird durch Änderungsverfahren ständig aktuell gehalten. (Bildausschnitt: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen)

Berliner S-Bahn

S-Bahn verlässt den Ostbahnhof
Umstiegsmöglichkeit zwischen S- und U-Bahn in Wuhletal
Ringbahn fährt in Ostkreuz ein
Ringbahn und Berliner City
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Die Berliner S-Bahn ist von zentraler Bedeutung für den öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt und dem unmittelbaren Brandenburger Umland. Wir möchten immer mehr Fahrgästen auch zukünftig ein stabiles und leistungsfähiges Angebot bieten. Daher bauen wir das System mit einem Paket von rund 35 Einzelmaßnahmen aus und machen es fit für die Zukunft. Dazu schaffen wir die Voraussetzungen für die Einführung von 10-Minuten-Takten, wie etwa auf den Strecken nach Oranienburg, Bernau und Strausberg, aber auch die Erweiterung des S-Bahnnetzes durch Streckenneubauten bzw. -reaktivierungen und die Errichtung neuer Stationen.

Ausgangslage

Die S-Bahn leistet einen wichtigen Beitrag für eine klimafreundliche Mobilität in der Stadt und auf den Siedlungsachsen im nahegelegenen Umland. Sie ist komplett elektrifiziert und fährt schon bald vollständig mit Ökostrom. Die Fahrgäste profitieren von einem gut ausgebauten Netz und kurzen Fahrzeiten durch die großflächige Stadt. Die S-Bahn schafft stabile Ost-West Verbindungen und verbindet den Innenstadtbereich mit den Umlandgemeinden.

Die Berliner S-Bahn bringt bereits heute täglich etwa 1,5 Millionen Menschen von A nach B. Seit Jahren entscheiden sich immer mehr Menschen für die S-Bahn. So stiegen die Fahrgastzahlen von 2012 bis 2018 um 21 Prozent. Der aktuelle Berliner Nahverkehrsplan rechnet bis 2030 mit einer weiteren Nachfragesteigerung von bis zu 42 Prozent für die öffentlichen Verkehrsangebote.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Das i2030-Maßnahmenpaket ermöglicht folgende Ziele:

  • Mehr Züge: Angebotsausweitung und mehr Kapazität
  • Ausweitung des 10-Minuten-Taktes auf Außenästen
    des Netzes
  • Verbesserung der Pünktlichkeit und der
    Zuverlässigkeit
  • Erweiterung des Netzes durch Strecken- und
    Stationenneubauten bzw. -reaktivierungen
  • Veränderung des Modal Split zu Gunsten des ÖPNV
    und damit Senkung des CO2-Ausstoßes

Was läuft aktuell?

  • Sammelvereinbarung im Februar 2021 abgeschlossen, darin werden alle Maßnahmen der Vor- bis hin zur Genehmigungsplanung geregelt.
  • Im ersten Teilpaket stehen mit der Finanzierungsvereinbarung insgesamt 30 Millionen Euro zur Weiterführung der Konzeption von zehn Einzelmaßnahmen bereit.
  • Die Mittel werden in den kommenden Jahren für die Vorbereitung weiterer Schritte innerhalb der Sammelvereinbarung aufgestockt.
  • Erstellung von eisenbahnbetrieblichen Untersuchungen, Fahrplanstudien und weitere verkehrliche und betriebliche Betrachtungen laufen weiter.
  • Für die Gleisverbindung am Hauptbahnhof ist die Finanzierungsvereinbarung für die Vorplanung bis zur Genehmigungsplanung vor dem Abschluss.

Welche Maßnahmen umfasst das Paket?

Aktuell sind rund 35 einzelne infrastrukturelle Maßnahmen zwischen den i2030-Partnern verabredet, die zur Bestellung zusätzlicher Verkehrsleistungen, zur Verbesserung der Betriebsqualität und für die geplanten Streckenerweiterungen im Berliner S-Bahnnetz erforderlich sind. Darunter befinden sich:

  • Schaffung zusätzlicher Abstellkapazitäten

Im Zuge der S-Bahnausschreibung wird die Zugflotte in den kommenden Jahren mit mindestens 1.308 neuen S-Bahn-Wagen ausgebaut. Für die Reinigung, Wartung und Reparatur der zusätzlichen Wagen werden mehr Kapazitäten für Abstellanlagen und Werkstätten benötigt. Die zusätzliche Infrastruktur wird innerhalb von i2030 geplant und umgesetzt.

  • Verlängerung der S75 von Wartenberg zum Karower Kreuz (nördlicher Abschnitt der Nahverkehrstangente)

Mit der Verlängerung der heutigen S75 über Wartenberg hinaus zum neuen Turmbahnhof Karower Kreuz (Umsteigebahnhof) und der Durchbindung in Richtung Hohen Neuendorf wird eine neue Verbindung im Nordosten Berlins geschaffen. Mit diesem Neubau und den neuen Stationen (Karower Kreuz, Sellheimbrücke, Malchow Nord und Bucher Straße) werden zahlreiche neue Siedlungsgebiete im Nordosten Berlins erschlossen.  

  • 10 Minuten-Takt auf den Außenästen:

Die Nahverkehrspläne der Länder Berlin und Brandenburg sehen vor, die Voraussetzungen für 10-Minuten-Takte auf bestehenden Außenästen der S-Bahn zu schaffen. Pendler*innen erhalten so weiter attraktive Verbindungen, damit zukünftig noch mehr Menschen die umweltfreundliche Schiene für ihre tägliche Mobilität nutzen. Dazu gehören:

    • Hoppegarten – Strausberg
    • Buch – Bernau
    • Frohnau – Oranienburg
    • Zeuthen – Königs Wusterhausen (einschließlich Bahnhofsumbau Königs Wusterhausen)
    • Weitere 10-Minuten-Takte werden innerhalb von Streckenverlängerungen der S-Bahn in den anderen i2030-Korridoren angestrebt.
  • Zusätzliche Signale für Taktverdichtungen

Moderne Leit- und Sicherungstechnik auf den Strecken schafft die Voraussetzung für mehr Züge pro Stunde. Sie wird innerhalb von i2030 vor allem auf dem Südring, dem Ostring und in den Abschnitten Ostbahnhof – Ostkreuz sowie Altglienicke – Schönefeld errichtet und dient den im Nahverkehrsplan Berlin vorgesehenen Angebotsverdichtungen.

  • Zusätzliche Gleisverbindungen

Damit die S-Bahn noch flexibler auf Störungen oder Bauarbeiten reagieren kann, werden zusätzliche Weichen an mehreren Stellen im Netz ergänzt. Unter anderem im Bereich der Stationen:

    • Hauptbahnhof
    • Ostkreuz
    • Treptower Park
  • Stationen:

Rund um die S-Bahnstationen werden infrastrukturelle Anpassungen untersucht, die Angebotsverbesserungen bewirken und das Netz flexibler gestalten.

1. Errichtung neuer Stationen

Die Bevölkerung Berlins und des direkten Umfelds wächst in den kommenden Jahren weiter*. Für die Menschen in den wachsenden Siedlungsgebieten sollen zusätzliche S-Bahnstationen geschaffen werden. Dazu gehören:

    • Kamenzer Damm
    • Charlottenburger Chaussee
    • Malchow Nord
    • Sellheimbrücke
    • Karower Kreuz
    • Bucher Straße
    • Weitere neue Stationen werden in den anderen i2030-Korridoren betrachtet.

2. Betriebsstabilisierung Ringbahn

Für mehr Betriebsstabilität soll eine Anzahl von Bahnhöfen eine dritte Bahnsteigkante erhalten. Dadurch können unter anderem ganztägig im Kreis verkehrende Ringbahnzüge bei Bedarf einfacher ausgetauscht werden. Dazu gehören:

  • Halensee
  • Messe Nord/ICC
  • Jungfernheide
  • Westhafen

3. Infrastruktur für Express-S-Bahnen

Die geplanten Untersuchungen geben Aufschluss darüber, auf welchen Strecken im eng aufeinander abgestimmten Bahnnetz perspektivisch sogenannte Express-S-Bahnen zum Einsatz kommen können und welche infrastrukturellen Voraussetzungen dafür zu schaffen sind. Dafür wird unter anderem untersucht, wie Fahrten mit weniger Haltepunkten und höheren Geschwindigkeiten umgesetzt werden können.

4. Untersuchung für ein Havariekonzept

Derzeit werden bei Bau- und Störungsfällen die Takte ausgedünnt oder Schienenersatzverkehre eingerichtet. Für das Havariekonzept wird untersucht, welche zusätzlichen Gleisverbindungen nötig sind, um einen 10-Minuten-Takt bei eingleisiger Betriebsführung aufrecht zu erhalten.

  • Gesamtbetrachtung Energieversorgung S-Bahnnetz

Eine stabile Energieversorgung ist die Grundvoraussetzung, um zukünftig noch mehr S-Bahnzüge einsetzen zu können. Dafür wird im Rahmen einer Studie ermittelt, welche energieseitigen Maßnahmen im Bestandsnetz und an den auszubauenden und neu zu errichtenden Strecken erforderlich sind.

Auch in anderen i2030-Teilprojekten wird der Ausbau des S-Bahnnetzes mit neuen Halten mitgeplant und untersucht.

Presse S-Bahn

Presse - S-Bahn | Neues Deutschland vom 29.10.2020
S-Bahn nimmt mit i2030 Kurs Richtung Zukunft auf
Erweiterte Infrastruktur und neue Züge, Foto: Deutsche Bahn
Erweiterte Infrastruktur und neue Züge, Foto: Deutsche Bahn
Presse - S-Bahn | Märkische Oderzeitung vom 15.09.2020
Brandenburg will 10-Minuten-Takt bei Berliner S-Bahn prüfen lassen
S-Bahn Halt in Bernau (Foto: VBB)
S-Bahn Halt in Bernau (Foto: VBB)
Presse - S-Bahn | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 06.08.2019
Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S‑Bahn-Netz
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Magdeburg – Berlin – Eisenhüttenstadt

RE1 auf der Stadtbahn
Güterzug am Bahnhof Frankfurt/Oder
RE1 am Bahnhof Fürstenwalde
Regional- und Güterverkehr im Bahnhof Frankfurt/Oder
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Der Regionallinie RE1 ist die stärkste Linie im VBB-Land und die Ost-West-Verbindung durch die Hauptstadtregion. Damit längere Züge auf der Strecke fahren können und mehr Menschen profitieren, müssen die Bahnsteige in den kommenden Jahren an den steigenden Bedarf angepasst werden.

Ausgangslage

Der RE1 bringt wichtige Städte Brandenburgs und Berlin näher zusammen: Er verbindet in nur 25 Minuten Potsdam und Berlin und bewältigt schon alleine damit einen Großteil der Pendlerbeziehungen in der Hauptstadtregion. 

Auch die anderen Städte auf der Linie sind auf den RE1 angewiesen. In gut 45 Minuten Fahrzeit verbindet er Berlin und den regionalen Wachstumskern Brandenburg an der Havel. Der Hochschulstandort Frankfurt (Oder) ist per RE1 in rund 70 Minuten von Berlin aus erreichbar. Alle Gemeinden entlang der Strecke profitieren von ihrem Anschluss an die schnelle und dicht getaktete Verbindung.

Das Werk des E-Automobilbauers Tesla in der Nähe des Bahnhofs Fangschleuse befindet sich in der finalen Bauphase. Fachkräfte aus der ganzen Hauptstadtregion und Polen können hier Arbeit finden und auf der RE1-Verbindung zur Arbeit pendeln.

Das Angebot wird mit dem neuen Verkehrsvertrag Elbe-Spree ab Ende 2022 in der Hauptverkehrszeit zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) mittels Taktverdichtung und mehr Sitzplätzen in den Fahrzeugen um bis zu 55 Prozent erhöht. Die Züge fahren dann alle 20 Minuten und mit bis zu sechs Wagen. Das ist einmalig für eine RE-Strecke in Deutschland. 

Entlang der Strecke befinden sich einige Halte mit Bahnsteigen, die kürzer als 220 Meter sind. Die Verlängerung dieser Bahnsteige ermöglicht den Einsatz der zusätzlichen Wagen.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Verlängerung der Bahnsteige an den relevanten Verkehrsstationen entlang der Linie RE1, um Sitzplatzkapazitäten auf der Strecke des RE1 nachhaltig zu erhöhen

Ergebnisstand

  • Ziellösung und Aufgabenstellung je Station erarbeitet
  • Finanzierung für die Planung gesichert und Planungsleistungen für 1. und 2. Baustufe vergeben
  • Bauausführung ab September 2022 für 1. Baustufe
  • Abschätzung der Nutzen-Kosten-Untersuchung in Erarbeitung

Presse West-Ost

Presse - West-Ost | Tagesspiegel vom 25.01.2019
ODEG und Deutsche Bahn gewinnen VBB-Ausschreibung
Netz-Elbe-Spree vergeben (Grafik: VBB)
Netz-Elbe-Spree vergeben (Grafik: VBB)
Presse - West-Ost | Magdeburger Volksstimme vom 08.02.2019
Neuer Betreiber ODEG auf Linie Magdeburg-Berlin
Die ODEG fährt ab 2022 auf der RE1 (Foto: ODEG)
Die ODEG fährt ab 2022 auf der RE1 (Foto: ODEG)
Presse - West-Ost | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 13.04.2019
RE 1 – die Mutter aller Regionalexpresse braucht Verstärkung
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Hintergrund West-Ost

Potsdamer Stammbahn

Noch existierende Gleise der alten Stammbahn
S-Bahnhof Teltow Stadt
Regionalbahn in Potsdam
Regionalbahn fährt in Potsdam ein
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Die Pendlerzahlen zwischen den beiden Landeshauptstädten belegen in der Region den Spitzenplatz. Mit der geplanten Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn entsteht eine alternative Verbindung über den Südwesten Berlins, die gleichzeitig die Wachstumsgebiete zwischen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf anbindet. Die mit untersuchte S-Bahnverlängerung bis Stahnsdorf vollendet die Erschließung des Südwestens an die Schiene.

Ausgangslage

Die Landeshauptstadt Potsdam nimmt als Wissenschafts-, Medien- und Tourismusstandort unter den regionalen Wachstumskernen Brandenburgs einen herausragenden Platz ein. Potsdam ist mit hohem Abstand die Pendlerhochburg Nummer 1 in Brandenburg. Die Stadt belegt sowohl bei den Aus- als auch bei den Einpendlern den Spitzenplatz. Deswegen ist die Nachfrage nach schnellen und zuverlässigen Zugverbindungen groß. Die Anbindung über die Berliner Stadtbahn ist stark ausgelastet.

Die Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn würde eine Ergänzung und Alternative über den Südwesten Berlins darstellen und dabei noch die Anbindung weiterer Wachstumsgebiete ermöglichen. Der sich dynamisch entwickelnde Europarc Dreilinden an der Autobahn 115 an der Berliner Stadtgrenze in Kleinmachnow etwa, in dem mehr als 3.500 Beschäftigte arbeiten, ist bisher noch nicht ans Schienennetz angebunden.

Auf Drängen der Länder Berlin und Brandenburg ist die Potsdamer Stammbahn in den zweiten Gutachterentwurf des Deutschlandtaktes wiederaufgenommen worden. Mit einer Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn werden sich die Reisezeiten für bestimmte Verbindungen mit der Stammbahn stark verkürzen. Derart attraktive Verbindungen sind geeignet, Pendler von der Schiene zu überzeugen.

Die Potsdamer Stammbahn, Preußens erste Eisenbahnlinie, 1838 eröffnet, ist seit 1945 zwischen Berlin-Düppel und Griebnitzsee unterbrochen, seit 1980 gibt es auch keinen S-Bahnbetrieb mehr zwischen Zehlendorf und Berlin-Düppel.

Im Umfeld der Potsdamer Stammbahn befinden sich mit Kleinmachnow die Gemeinde mit den höchsten Immobilienpreisen im Land Brandenburg. Die drei Orte Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf haben zusammen bereits fast 62.000 Einwohner. Allein die Stadt Teltow hat seit 1990 rund 11.000 Einwohner dazugewonnen und wird 2030 mit 30.000 Einwohnern mehr als doppelt so viele haben wie 1990. Die Stadt erhielt 2005 den Anschluss ans S-Bahnnetz, die Fahrgastzahlen haben sich seitdem gut entwickelt. Daher hat auch die Nachbargemeinde Stahnsdorf großes Interesse daran, ebenfalls von der schnellen S-Bahnverbindung ins Berliner Zentrum zu profitieren.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Neue Zielvariante der Länder Berlin und Brandenburg, die im i2030-Lenkungskreis am 27.06.2022 beschlossen wurde:

Beim Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn haben sich die i2030-Partner für die Lösung als elektrifizierte, zweigleisige Strecke für Regionalzüge zwischen Griebnitzsee, Zehlendorf und Potsdamer Platz verständigt. Gegenüber einer S-Bahnlösung wird mit der Nutzung als Eisenbahnverbindung eine überregionale Wirkung erzielt. Allerdings werden nicht alle auf der Potsdamer Stammbahn geplanten Verkehre in den Nord-Süd-Fernbahntunnel geführt werden können, da er schon heute als überlasteter Schienenweg gilt. Stattdessen wird geprüft, auch Verbindungen über die „Kurve Schöneberg“ und den Berliner Innenring Richtung Berlin Ostkreuz zu führen. Zwischen Schöneberg und Treptow muss die Strecke dafür elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden. Halten sollen die Züge in diesem Bereich am Südkreuz sowie gegebenenfalls in Neukölln oder an der Hermannstraße. Mit dieser zusätzlichen Erweiterung der Schieneninfrastruktur wird gleichzeitig der Ausbau des Bahnknoten Berlin weiter vorangetrieben.

  • Schaffung einer Alternativstrecke zwischen Potsdam und Berlin mit vier Regionalzügen je Stunde
  • Erschließung von Düppel-Kleinmachnow und Europarc-Dreilinden per Schiene
  • Ausbau der S-Bahnhöfe Zehlendorf, Rathaus Steglitz und Schöneberg als Regionalverkehrshalte
  • Weiterführung der Züge in den Nord-Süd-Tunnel bzw. über den Berliner Innenring mit Halten in Südkreuz sowie gegebenenfalls Neukölln oder Hermannstraße und damit weitere Leistungssteigerung des Bahnknotens Berlin

Ergebnisstand

Teilprojekt Potsdamer Stammbahn

  • Mögliche Untersuchungsvarianten für Start der Vorplanung aufbereitet
  • Durchführung vorläufiger Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen für Regionalverkehrs- und S-Bahn-Lösung

Teilprojekt S25 Süd

  • Untersuchung für ein Bus-Konzept in der Region durchgeführt, um optimale Verknüpfungspunkte mit der S-Bahnverlängerung S25 Süd zu finden
  • Mit Kommunen Detailklärungen bezüglich der Verkehrsstationen durchgeführt
  • Finanzierungsvertrag zur Erstellung der Vorplanung für den Teilabschnitt Teltow Stadt – Stahnsdorf sowie Südende – Lichterfelde Ost in Zeichnung

Presse Süd-West

Pressemitteilung | 23.05.2022
Berlin und Brandenburg einigen sich auf Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express
Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express präsentiert von Senatorin Jarasch und Minister Beermann, Foto: VBB
Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express präsentiert von Senatorin Jarasch und Minister Beermann, Foto: VBB
Presse - Süd-West | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 11.06.2019
Dornröschen 4.0
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Hintergrund Süd-West

Hintergrund | Tagesspiegel vom 29.10.2018:
Vor 180 Jahren fuhr die erste Bahn zwischen Berlin und Potsdam
Potsdamer Bahnhof in Berlin um 1843 (Zeichnung)
Potsdamer Bahnhof in Berlin um 1843 (Zeichnung)
Hintergrund | Bürgerinitiative Stammbahn:
Geschichte der Stammbahn
Ehemalige Stammbahn kurz vor Zehlendorf (Foto: Christian Liebscher / CC BY-SA 3.0)
Ehemalige Stammbahn kurz vor Zehlendorf (Foto: Christian Liebscher / CC BY-SA 3.0)

Berlin – Dresden / Rangsdorf

S-Bahn hält im Bahnhof Blankenfelde
Zugang Bahnhof Blankenfelde
Park and Ride am Bahnhof Blankenfelde
Regionalbahngleise Bahnhof Rangsdorf
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In puncto Wirtschaftskraft ist Teltow-Fläming der stärkste Landkreis in den neuen Bundesländern. Grund genug neben den laufenden Ausbauarbeiten für die Dresdner Bahn, die Region mit einer S-Bahnverlängerung nach Rangsdorf weiter zu erschließen. Mit drei neuen Stationen bekommen Pendler eine Anbindung im komfortablen S-Bahn-Takt. Und das Gewerbegebiet Dahlewitz, unter anderem mit Firmensitz des Turbinenhersteller Rolls-Royce, wird an das Schienennetz angebunden.

Ausgangslage

Der Korridor liegt auf der historischen Dresdner Bahn, die die entscheidende Verbindung von Berlin nach Süden darstellt. Und er gehört zum europäischen Bahnkorridor 7, der die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer verbindet.

Blankenfelde-Mahlow und Rangsdorf sind typische Gemeinden, die das Beste aus beiden Welten bieten: Urbanes Flair in der nur 15 Kilometer entfernten Großstadt Berlin und naturnahes Wohnen im Grünen mit attraktiven Freizeitmöglichkeiten vom Seebad bis zum Golfplatz direkt vor der Haustür.

Deshalb ziehen auch immer mehr Menschen hierher und die Bevölkerung wird bis 2030 weiterwachsen. Prognostiziert werden für Rangsdorf ein Plus von 4,7 Prozent zu 2016 und in Blankenfelde-Mahlow sogar 6,7 Prozent. Der gesamte Landkreis Teltow-Fläming entwickelt sich seit Jahren sehr dynamisch und verzeichnet zweistellige Zuwachsraten bei den Arbeitsplätzen.

Die Pendlerzahlen sind dementsprechend hoch, sowohl was Aus- als auch Einpendler betrifft. Täglich verlassen 9617 Blankenfelde-Mahlower ihren Wohnort, um zur Arbeit zu fahren, 6627 kommen aus anderen Gemeinden zu ihrem Arbeitsplatz in Blankenfelde-Mahlow. In Rangsdorf stehen 3847 Auspendler 2227 Einpendlern gegenüber.

Die Streckenachse nach Blankenfelde-Mahlow profitiert derzeit von der guten Anbindung an den ÖPNV mit S- und Regionalbahn. Die Auslastung wird weiter steigen, denn im Gewerbegebiet Dahlewitz sitzt unter anderem der Turbinenhersteller Rolls-Royce. Das Unternehmen hat inzwischen mehr als 2000 Beschäftigte. Gerade entsteht ein neues Bürogebäude mit Platz für 400 Mitarbeiter. 

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Anbindung des Gewerbebiet Dahlewitz und des südliches Berliner Umfelds mit einem dichten und zuverlässigen S-Bahntakt
  • Der zusätzliche Regionalhalt Buckower Chaussee wird in den Untersuchungen mitbetrachtet

Ergebnisstand

  • Planungsleistungen für Leistungsphasen 2-4 vergeben
  • Durchführung der Planungsleistungen der Vorplanung u.a.  Baugrunderkundungen und Detailabstimmungen mit den Gemeinden Blankenfelde und Rangsdorf
  • Abschätzung der Nutzen-Kosten-Untersuchung in Erarbeitung

Presse Süd

Presse - Süd | Tagesspiegel vom 05.02.2019
Endlich nach 20 Jahren: Baustart für Dresdner Bahn
Dresdner Bahn Bauabschnitte (Grafik: Deutsche Bahn)
Dresdner Bahn Bauabschnitte (Grafik: Deutsche Bahn)
Presse - Süd | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 13.04.2019
Die Roll "S"-Royce-Bahn kommt!
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
Presse - Süd | Märkische Allgemeine vom 15.12.2018
Büroneubau von Rolls-Royce in Dahlewitz feiert Richtfest
Rolls Royce Neubau (Foto: Rolls Royce)
Presse - Süd | Berliner Woche vom 04.09.2018
Die Herausforderungen beim Ausbau der Dresdner Bahn
Dresdner Bahn Baustart (Foto: Deutsche Bahn)
Dresdner Bahn Baustart (Foto: Deutsche Bahn)

Hintergrund Süd

Berlin – Cottbus / Bahnhof Königs Wusterhausen

Bahnhof Königs Wusterhausen
Bike and Ride auf dem Bahnhofsvorplatz Cottbus
Bahnhofsgebäude Königs Wusterhausen
Bahnhof in der Nähe von Tropical Island
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Von einem besseren Verkehrsangebot profitieren Pendler*innen und Tourist*innen, die sich im berlinnahen Tropical Island oder im Spreewald erholen wollen. Und die Lausitz bekommt eine Infrastruktur, die der regionalen Wirtschaft hilft. Für eine bessere Anbindung ist der zweigleisige Ausbau geplant. Zudem gilt es den Bahnhof Königs Wusterhausen als Nadelöhr auf der Strecke zu modernisieren.

Ausgangslage

Der Korridor verbindet Berlin mit dem boomenden Landkreis Dahme-Spreewald und der durch den Strukturwandel betroffenen Lausitz und dem Oberzentrum Cottbus. Von 2013 bis 2030 werden abschnittsweise doppelt so viele Fahrgäste erwartet.

Im Landkreis Dahme-Spreewald sorgen der Flughafen BER und der Regionale Wachstumskern Schönefelder Kreuz (Wildau, Königs Wusterhausen, Schönefeld) für eine rasante wirtschaftliche Entwicklung. Der Prognos Zukunftsatlas listet ihn 2019 unter den Top 10-Aufsteigern auf. Die Arbeitsplatzdichte ist in Wildau, Königs Wusterhausen und Schönefeld zwischen 2006 und 2016 um 29 Prozent gestiegen.

Die Einwohnerzahlen entwickeln sich stetig nach oben. Zum Beispiel wird Königs Wusterhausen bis 2030 voraussichtlich 9,2 Prozent mehr Einwohner als noch 2016 haben. Aktuell pendeln 78,9 Prozent der erwerbstätigen Einwohner in andere Gemeinden zur Arbeit und 68,8 Prozent kommen aus einer anderen Gemeinde nach Königs Wusterhausen.

Über die Bahnhöfe Lübben und Lübbenau haben Touristen Zugang zur beliebten Spreewaldregion. Das Tropical Island nahe des Bahnhofs Brand Tropical Island lockt Gäste aus dem In- und Ausland an.

Die Lausitz durchläuft mit dem Ausstieg aus der Braunkohleförderung einen massiven Transformationsprozess. Die Ansiedlung von Wissenschaft, Verwaltung und zukunftsfähigen Wirtschaftsclustern wie „Erneuerbare Energien“ und „Luft- und Raumfahrtechnik“ soll diesen Prozess unterstützen. Der Bund hat im Rahmen des „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ insgesamt 10,3 Milliarden Euro Förderung zugesagt.

Um die steigende Nachfrage bewältigen zu können, sind bereits für die Betriebsaufnahme des Verkehrsvertrages Netz Elbe-Spree Kapazitätsverbesserungen durch die Länder geplant: Zusätzlich zu RE2 und RE7 (dem künftigen Ersatzangebot für die heutige RB24 auf diesem Abschnitt) wird in der Hauptverkehrszeit das Angebot zwischen Berlin und Lübbenau auf drei Züge pro Stunde verdichtet.

Auf 29 Kilometern zwischen Lübbenau und Cottbus ist die Strecke nur eingleisig ausgebaut. Dies führt häufig zu Verspätungsübertragungen auf die Gegenrichtung und setzt dem Einsatz zusätzlicher Züge enge Grenzen.

Der Bahnhof Königs Wusterhausen ist mit nur einem durchgehenden Hauptgleis für den Regionalverkehr ein ausgewiesener Flaschenhals. Die Gleisverläufe behindern die reibungslosen Betriebsabläufe zwischen Regionalverkehr und S-Bahn.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Bau eines zweiten Gleises zwischen Lübbenau, Vetschau und Cottbus für einen stabilen Halbstundentakt
  • Bau eines Kehrgleises in Königs Wusterhausen zum Abstellen der dort endenden Züge der RB22
  • Umbau des Bahnhofs Königs Wusterhausen für eine durchgehende Zweigleisigkeit der Fernbahn und separaten Gleisen für die S-Bahn

Ergebnisstand

Teilabschnitt Lübbenau – Cottbus

  • Durchführung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung
  • Finanzierung aus dem Investitionsgesetz Kohleregion ab Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung) in Abstimmung
  • Bestandkräftiges Planrecht wird zu 2024 angestrebt

Teilprojekt Bahnhof Königs Wusterhausen

  • Fertigstellung Kehrgleis im Frühjahr 2022
  • Für den Umbau des Nordbereichs ist das Planrechtsverfahren eingeleitet
  • Untersuchungsumfang für gesamthaften Umbau des Bahnhofs definiert
  • Laufende Verhandlungen zur Finanzierung von Nordkopf und Südkopf (740m-Gleis) aus dem Investitionsgesetz Kohleregion ab Leistungsphase 5

Presse Süd-Ost

Presse - Süd-Ost | Berliner Morgenpost vom 29.07.2019
Bahn: Lübbenau-Cottbus soll ab 2027 zweigleisig sein
Bahnhof Cottbus (Foto: VBB)
Bahnhof Cottbus (Foto: VBB)
Presse - Süd-Ost | Radio Eins vom 06.05.2019
Brandenburg hofft auf Strukturhilfen für die Bahnstrecken in der Lausitz
Brandenburgs Ministerpräsident Woidke kämpft für Geld vom Bund und der EU für den Strukturwandel in der Lausitz – um ihn „abzufedern“. Projekte wie der Ausbau von 5G oder eine bessere Infrastruktur sollen die Region attraktiver machen. Sogenannte Leuchtturmprojekte sind laut Staatskanzlei der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Lübbenau-Cottbus, die Ansiedlung von Forschungsinstituten, der Aufbau einer Medizinausbildung an der BTU Cottbus-Senftenberg, der Aufbau des Mobilfunkstandards 5G für die BASF Schwarzheide und für autonomes Fahren am Lausitzring. (Foto: Brandenburger Staatskanzlei)
Presse - Süd-Ost | Lausitzer Rundschau vom 15.3.2018
Verkehrsministerin Schneider im Interview: „Der Spreewald kriegt den Pendelzug“
Kathrin Schneider im Interview (Foto: VBB)
Kathrin Schneider im Interview: "Zwischen Lübben und Cottbus soll alle zwei Stunden ein 70 Plätze umfassender Triebwagen der ODEG pendeln und an allen Unterwegsbahnhöfen, also auch in Raddusch, Kolkwitz und Kunersdorf, halten. Wir wollen diesen Zug jetzt für ein Jahr testen – und wenn er gut genutzt wird, bleibt er dauerhaft bestehen." (Foto: VBB)
Presse - Süd-Ost | Lausitzer Rundschau vom 05.01.2018
Regionaler Bahnverkehr in der Region soll besser werden
RE2 ODEG (Foto: ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH)
RE2 ODEG (Foto: ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH)
Presse - Süd-Ost | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 13.04.2019
Königliches Nadelöhr Wusterhausen
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Hintergrund Süd-Ost

Nordbahn / Heidekrautbahn

Stammstrecke am Märkischen Viertel
Historische Lage des Bahnhof Rosenthal
Alter Bahnhof in Schildow
Stammstrecke, Abzweig Schönwalde
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Mit der Reaktivierung der alten Stammstrecke wird eine nördliche Siedlungsachse mit der Schiene erschlossen. Gleichzeitig können Erholungssuchende mit der Nordbahn schnell beliebte Ausflugsziele wie den Wandlitzsee oder die Schorfheide erreichen. Zusammen mit der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) wird die direkte Verbindung von Basdorf nach Berlin Gesundbrunnen angestrebt und es sollen acht neue Haltepunkte entstehen.

Ausgangslage

Die sogenannte Heidekrautbahn (RB27) verbindet seit 1901 Berlin mit den Gemeinden in den heutigen Landkreisen Barnim und Oberhavel. Ihr Name illustriert die Bedeutung als Ausflugslinie für die Großstädter. Zudem wird sie täglich von tausenden Berufspendlern genutzt.

Derzeit fährt die Linie RB27 von Berlin-Karow nach Groß Schönebeck/Schmachtenhagen. Seit 2011 werden zusätzlich Verstärkerfahrten nach Berlin Gesundbrunnen angeboten. Ursprünglich startete die Heidekrautbahn jedoch in Berlin-Wilhelmsruh. Dieser Teil der Strecke wurde mit dem Mauerbau gekappt. Eine direkte Anbindung in die Berliner Innenstadt, wie sie früher bestand, nutzt zehntausenden Menschen im wachsenden Speckgürtel sowie im Berliner Norden mit dem Märkischen Viertel.

Seit der Wende verzeichnet die Gemeinde Mühlenbecker Land einen Bevölkerungszuwachs von 130,6 Prozent. Und der Zuzug nördlich von Berlin hält an. Der fehlende Anschluss an den Schienenverkehr ist ein ernstes Problem, da auch die Straßeninfrastruktur vor allem im Berufsverkehr an ihre Grenzen gerät. Mit der Reaktivierung der Stammstrecke kann die neue Siedlungsachse weiterentwickelt und den Zuzügler eine attraktive Nahverkehrsverbindung geboten werden. 

Möglich wird so auch die Erschließung des Gewerbegebietes PankowPark für den Schienenpersonennahverkehr. Auf dem Gelände sitzen rund 80 Unternehmen, unter anderem der Schienenfahrzeugspezialist Stadler oder die Black Box Music GmbH, eine bekannte Firma für Veranstaltungstechnik.

Für die Siedlungsachse aus dem Nordosten Berlins nach Wandlitz erarbeiten die Gemeinden und der Berliner Bezirk Pankow ein gemeinsames Achsenentwicklungskonzept Nord-Ost-Raum.

Die NEB strebt zusammen mit den Ländern an, wasserstoffbetriebene Fahrzeuge auf dem Streckennetz der RB27 anstelle der bisherigen Diesel-Triebwagen einzusetzen. Damit soll ein zusätzliches Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Direkteinbindung der Heidekrautbahn über Karower Kreuz bzw. Berlin-Wilhelmsruh nach Berlin Gesundbrunnen
  • Verbesserung der Erschließung berlinnaher Siedlungsflächen per Schiene
  • Prüfung des Einsatzes von Wasserstofffahrzeugen und die Errichtung entsprechender Infrastruktur
  • Untersuchung Umbau Bahnhof Birkenwerder: Trennung der Linienläufe der S- und Fernbahn und energetische Trennung

Ergebnisstand

Teilabschnitt Stammstrecke Heidekrautbahn

  • Durchführung  der Entwurfsplanung und Vorbereitung zur Einreichung der Planfeststellungsunterlagen
  • Planfeststellungsbeschluss für Bahnhof Wilhelmsruh (NEB AG) liegt vor, aktuell Ausführungsplanung
  • Anmeldung der Stammstrecke Heidekrautbahn für eine Bundesförderung (GVFG)

Teilabschnitt Nordbahn

  • Finanzierungsvereinbarung zur Vorplanung gezeichnet
  • Trassierungsstudie für Einbindepunkt Wilhelmsruh – Verbindung zwischen historischer Stammstrecke und Nordbahn – erstellt

Teilprojekt Bahnhof Birkenwerder

  • Fahrplanuntersuchungen für Umbau Birkenwerder abgeschlossen
  • Grundlagenermittlung vor Abschluss

Presse Nord

Presse - Nord | Pressemitteilung vom 27.06.2022
Erste Züge mit Wasserstoffantrieb für die Metropolregion Berlin-Brandenburg
Siemens-Züge: Mireo Plus H_Wasserstoffzug beim Halt an der Heidekrautbahn, Fotomontage: NEB/Christian Bedeschinski/Siemens Mobility
Siemens-Züge: Mireo Plus H_Wasserstoffzug beim Halt an der Heidekrautbahn, Fotomontage: NEB/Christian Bedeschinski/Siemens Mobility
Presse - Nord | Tagesspiegel vom 11.12.2020
Berlin und Brandenburg reaktivieren die Heidekrautbahn
Spatenstich-Wilhelmsruh, Foto NEB
Spatenstich-Wilhelmsruh, Foto NEB
Presse - Nord | Berliner Zeitung vom 30.04.2019
Bürger haben keine Angst vor der Heidekrautbahn
Pesa NEB 2
"Berlin und Brandenburg bekommen eine traditionsreiche Bahnverbindung zurück, die es sechs Jahrzehnte gegeben hat – bis sie mit dem Mauerbau 1961 erst unterbrochen und dann immer weiter gekürzt wurde." Grafik: VBB.
Presse - Nord | Berliner Woche vom 17.04.2019
Bis 2023 soll die alte Stammstrecke zwischen Basdorf und Wilhelmsruh reaktiviert werden
"Nach 20 Jahren Diskussionen über dieses Vorhaben unterschrieben Anfang dieses Jahres Brandenburgs Infrastruktur-Ministerin Kathrin Schneider (SPD), Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (für Bündnis 90/Die Grünen) und Detlef Bröcker vom Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB) eine Vereinbarung, damit die konkreten Planungen zur Umsetzung des Projektes endlich beginnen können." Foto: VBB.
Presse - Nord | MOZ.de vom 10.01.2019
Die Heidekrautbahn soll wieder auf ihrer historischen Stammstrecke durch das Mühlenbecker Land fahren. Der Startschuss für die Planungen wurde gegeben.
Unterzeichnung Planungsvereinbarung Heidekrautbahn
"Nach 20 Jahren Diskussionen über dieses Vorhaben unterschrieben Anfang dieses Jahres Brandenburgs Infrastruktur-Ministerin Kathrin Schneider (SPD), Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (für Bündnis 90/Die Grünen) und Detlef Bröcker vom Vorstand der Niederbarnimer Eisenbahn AG (NEB) eine Vereinbarung, damit die konkreten Planungen zur Umsetzung des Projektes endlich beginnen können." Foto: VBB.
Presse - Nord | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 06.01.2019
Morgen statt 2030 – neue alte Wege nach Basdorf
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
Presse - Nord | MOZ.de vom 30.01.2019
Volle Hütte: Mehr als 200 Menschen kamen am Dienstagabend zur Heidekrautbahn-Konferenz in den Schildower Bürgersaal.
"Die Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn, die auch durch Schildow und Mühlenbeck führt, elektrisiert die Massen." Garfik: NEB.

Hintergrund Nord

Berlin-Spandau – Nauen

S-Bahngleis im Bahnhof Berlin Spandau
Bahnhof Berlin Spandau
Regionalzüge im Bahnhof Nauen
Busbahnhof Berlin Spandau
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Das Klimapaket der Bundesregierung sieht hohe Wachstumsziele für alle Schienenverkehre vor. Auf der 23 Kilometer langen Bahnverbindung zwischen Berlin-Spandau und Nauen treffen Regional-, Fern- und Güterverkehre aufeinander und es wird eng auf der Schiene. Deswegen sollen mit i2030 zusätzliche Gleise entstehen, um für die steigenden Pendlerzahlen das Regional- und S-Bahnangebot auszubauen. Parallel wird die Erweiterung des Bahnhofs Spandau geplant.

Ausgangslage

Die Strecke zwischen Spandau und Nauen liegt auf dem transeuropäischen Nordsee-Ostsee-Korridor. Die Hamburger Bahn hat im Fern-, Güter- und Regionalverkehr schon heute eine hohe Bedeutung:

  • Im Schienengüterverkehr dient sie der Güterabfuhr vom Hamburger Hafen Richtung Ostdeutschland, Polen, Tschechien und darüber hinaus.
  • Im Fernverkehr verbindet sie die beiden größten Städte Deutschlands. Der Deutschlandtakt sieht vor, ab den Fahrplanjahr 2022 einen Halbstundentakt zwischen Berlin und Hamburg einzurichten.
  • Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) stellt sie schon jetzt eine stark nachgefragte Achse für die Pendlerverkehre zwischen der Prignitz, dem Havelland und Berlin dar.

In der Zukunft ist mit einem weiteren Anstieg des Schienenverkehrs auf dieser Strecke zu rechnen.

Im SPNV ist nach der Erhöhung der Sitzplatzkapazitäten im Fahrplan 2019 die Einführung einer vierten ganztägigen Linie zwischen Berlin und Nauen im Rahmen des Netzes Elbe-Spree ab Dezember 2022 geplant. Doch der Bedarf steigt weiter.

Die Funkstadt Nauen fungiert als Mittelzentrum im Landkreis Havelland und verzeichnet seit Jahren stetig steigende Bevölkerungszahlen. Von Spandau bis Falkensee markiert der Landesentwicklungsplan entlang der Bahnstrecke einen breiten durchgehenden Streifen als „Gestaltungsraum Siedlung“. Auch Brieselang ist als Gestaltungsraum ausgewiesen. Hier bestehen Potenziale für Wohnungsbau und Gewerbeflächen.

Das Landesamt für Bauen und Verkehr rechnet in seiner Bevölkerungsvorausschätzung von 2016 bis 2030 mit einem Plus von 8,7 Prozent für Falkensee, 5,8 Prozent für Brieselang und 9,4 Prozent für Nauen.

Alle Gemeinden und Städte entlang der Strecke sind ausgesprochene Pendlerorte: 83,5 Prozent der ca. 15.800 sozialversichert Beschäftigen in Falkensee pendeln zur Arbeit in andere Gemeinden (u.a. Amazon und Zalando im Gewerbegebiet GVZ Brieselang) und nach Berlin.

Der Ausbau des Korridors bietet einen echten Qualitäts- und Kapazitätsgewinn für die Nahverkehrspendler.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Kapazitätserweiterung im Bereich des Bahnhof Spandau für Regional-, Güter- und Fernverkehr
  • Einrichtung eines dichten, gleichmäßigen Taktverkehr für alle Halte bis nach Nauen und eine schnelle Express-Verbindung
  • Unabhängigkeit von Fern- und Nahverkehrs schaffen zur Vermeidung von Wartezeiten
  • Verbesserung der verkehrlichen Erschließung des Berliner Stadtbezirks Spandau mit ca. 240.000 Einwohnern (bis 2027 Wachstum auf 275.000 Einwohner)

Ergebnisstand

Teilprojekt Berlin-Spandau – Nauen

  • Finanzierungsvereinbarung zur Vorplanung für die Strecke Berlin-Spandau nach Nauen gezeichnet mit Beteiligung durch die EU
  • Ingenieurleistungen beauftragt und Aufgaben innerhalb Vorplanung in Erstellung
  • 1. Informationsveranstaltung für Bürger*innen durchgeführt
  • Erstellung Fahrplankonstruktion für die S-Bahn-Verlängerung und Fernbahn
  • Qualitätsuntersuchung Fahrplan S-Bahn abgeschlossen
  • Volkswirtschaftliche Bewertung der Varianten
    (NKU) in Erarbeitung

Teilprojekt S-Bahnverlängerung zur Falkenseer Chaussee

  • Finanzierungsvereinbarung zur Vorplanung für S-Bahnverlängerung im Zeichnungslauf

Veranstaltung West

Presse West

Presse - West | Falkensee aktuell vom 09.09.2020
Einfahrt Regionalbahn in den Bahnhof Falkensee, Foto VBB
Einfahrt Regionalbahn in den Bahnhof Falkensee, Foto VBB
Presse - West | Berliner Morgenpost vom 10.01.2020
S-Bahn im Bahnhof Spandau (Foto: VBB)
S-Bahn im Bahnhof Spandau (Foto: VBB)
Presse - West | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 06.01.2019
S3 nach Nauen und/oder Falkenseer Chaussee?
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
Presse - West | Märkische Allgemeine vom 27.10.2018
VBB-Chefin Susanne Henckel im Interview: „Nauen hat eine hohe Priorität“
Susanne Henckel im Interview (Foto: VBB)
Susanne Henckel im Interview (Foto: VBB)

Hintergrund West