35 MASSNAHMENPAKETE;Streckenausbau

Berliner S-Bahn

S-Bahn verlässt den Ostbahnhof
Umstiegsmöglichkeit zwischen S- und U-Bahn in Wuhletal
Ringbahn fährt in Ostkreuz ein
Ringbahn und Berliner City
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Die Berliner S-Bahn ist von zentraler Bedeutung für den öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt und dem nahegelegenen Umland. Um den stetig mehr werdenden Fahrgästen auch zukünftig ein stabiles und leistungsfähiges Angebot zu geben, soll das System mit 35 Maßnahmenpaketen fit für die Zukunft gemacht werden. Dazu gehört auch die Einführung von 10-Minuten-Takten, unter anderen nach Oranienburg, Bernau und Strausberg.

Ausgangslage

Als ÖPNV-Säule spielt die Berliner S-Bahn in der Hauptstadtregion eine entscheidende Rolle. Sie ist komplett elektrifiziert und fährt bald vollständig mit Ökostrom. Damit leistet die S-Bahn einen wichtigen Beitrag für eine klimafreundliche Mobilität in der Stadt und im nahegelegenen Umland.

Die Fahrgäste profitieren von kurzen Fahrzeiten durch die in der Fläche ausgedehnte Stadt mit den historische bedingten zwei Stadtzentren. Die S-Bahn verbindet City West und Ost sowie den Innenstadtbereich mit dem Speckgürtel und bringt 1,5 Millionen Menschen täglich von A nach B. Von 2012 bis 2018 sind die Fahrgastzahlen der S-Bahn um 21 Prozent gestiegen.

Die meisten Fahrgäste sind auf der östlichen Stadtbahn und auf dem östlichen Ring unterwegs, besonders die Strecke zum Flughafen Schönefeld verzeichnet große Zuwächse. Der Nahverkehrsplan rechnet mit einer weiteren Nachfragesteigerung zwischen 15 und 42 Prozent für die öffentlichen Verkehrsangebote bis 2030.

Von besonderer Bedeutung sind dabei die bereits jetzt stark ausgelasteten Strecken wie der Ring und die Stadtbahn. Im Innenstadtbereich bestehen Engpässe in der Infrastruktur die dichtere Takte erschweren und Verspätungsübertragungen zur Folge haben. Mehr Signale, Bahnsteige und Abstellgleise würden zu einem deutlich stabileren Betrieb führen und die benötigten Kapazitätssteigerungen ermöglichen.

Ebenso wirksam ist der Ausbau der bestehenden eingleisigen Abschnitte, die noch an vielen Punkten im Netz bestehen. Damit kann auch die Zielstellung für die 10-Minuten-Takte in die Außenäste der S-Bahn-Linien umgesetzt werden.

Das Berliner S-Bahnnetz büßte mit den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und dem Mauerbau an Leistungsfähigkeit ein. Seit der Deutschen Einheit wurde mittels hoher Investitionen ein Großteil der Strecken wiederaufgebaut, jedoch nicht alle.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Streckenausbau für Angebotsausweitung (neue Strecken und zweigleisiger Ausbau eingleisiger Abschnitte, zusätzliche Haltepunkte)
  • Ermöglichung zusätzlicher Verkehrsleistungen (zusätzliche Abstellkapazitäten, dritte Bahnsteigkanten, Ausbau von Abstellanlagen)
  • Verbesserung der Pünktlichkeit und der Zuverlässigkeit (zusätzliche Weichen, Ausbau für höhere Geschwindigkeiten, Beseitigung eingleisiger Streckenabschnitte)

Ergebnisstand

  • Die Handlungsschwerpunkte im S-Bahnnetz sind identifiziert und die Randbedingungen für weitere Untersuchungen sind festgelegt.
  • Aktuell sind 35 Maßnahmenpakete identifiziert, die zur Bestellung zusätzlicher Verkehrsleistungen und zur Verbesserung der Betriebsqualität im Berliner S-Bahnnetz erforderlich sind.
  • Die Priorisierung für die zügige Weiterentwicklung wird vorgenommen.

Presse S-Bahn

Presse - S-Bahn | Märkische Oderzeitung vom 16.01.2020
Prüfung des Zehn-Minuten-Takt der S2 läuft
S-Bahn Halt in Bernau (Foto: VBB)
S-Bahn Halt in Bernau (Foto: VBB)
Presse - S-Bahn | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 06.08.2019
Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S‑Bahn-Netz
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
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