Siemensbahn-Vorfreude vor dem Baustart

28. April 2026

Vorfreude. So konnte man die Grundstimmung auf der Infoveranstaltung zum i2030-Projekt der Reaktivierung der Siemensbahn am besten beschreiben. Am 27.04. fand im Ernst-von-Siemens-Saal im 11. Stock des Panorama Congress Center mit direkten Blickt auf das Viadukt die zweite große Infoveranstaltung statt.

Über 200 Gäste waren vor Ort, um die Neuigkeiten zur Reaktivierung zu erfahren. Die erste gute Nachricht lautet: Ab Mai 2026 gibt es was zu sehen, wenn am Viadukt am Wernerwerk die ersten Arbeiten beginnen. Ziel ist es das ambitionierte Inbetriebnahmedatum weiter zu halten. 2029 sollen die ersten S-Bahnen auf der historischen Strecke bis Jungfernheide und dann weiter bis Hauptbahnhof rollen.

Alexander Kaczmarek (Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern), Ute Bonde (Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt), Thorsten Schatz (Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Natur- und Umweltschutz im Bezirk Spandau), Christoph Heuing (Geschäftsführer vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) verfolgten die Ausführung von Thomas Rüffer (Projektleiter der DB InfraGO AG für die Reaktivierung der Siemensbahn) zum aktuellen Planungsstand.

Die Siemensbahn wird größtenteils innerhalb des Bestands saniert, damit bestehe Bestandsschutz und Planrecht für die Strecke. Das ermöglicht die beschleunigte Umsetzung des Projektes. Trotzdem gibt es allerhand zu tun, wie

    • Verlegen neuer Gleise, Weichen und Installation neuer Signaltechnik
    • Instandsetzung von Eisenbahnüberführungen
    • Sanierung des Stahlviadukts
    • Barrierefreie Erschließung und denkmalgerechte Instandsetzung der Stationen

Damit die Abstimmungen der Planungen und der verschiedenen Gewerke gut verzahnt werden, arbeiten die beteiligten Firmen seit Ende 2025 in einem Allianzmodell zusammen mit einem Gemeinschaftsbüro am Berliner Hauptbahnhof.

In der anschließenden Fragerunde gab es u.a. zahlreiche Fragen zum Lärmschutz. Hier erklärte Herr Kaczmarek, dass moderne S-Bahnen mit maximal 60 km/h unterwegs sein werden. Es wird alles getan, um Lärmbelastung zu mindern. Als Beispiel nannte er Schmiereinrichtungen, die Räderquietschen verhindern und besohlte Schwellen auf dem Viadukt, die den Schall dämpfen.

Gleichzeitig bezeugten viele Anwohner, dass sie sich auf die verbesserte Anbindung mit der S-Bahn in ihrem Bezirk freuen. Zusammen mit der neuen Siemensstadt Square werden 55.000 auf 69.000 Fahrgäste pro Tag erwartet. Die Anwohner werden nun beobachten, wie das Baugeschehen auf der Trasse in den kommenden Monaten vorbereitet und durchgeführt wird.