Infoveranstaltungen in Vetschau und Kolkwitz

In Vetschau und Kolkwitz fanden Infoveranstaltungen zum Ausbaukorridor Lübbenau - Cottbus statt. Insgesamt gab es eine positive Resonanz.

Infoveranstaltungen in Vetschau und Kolkwitz

In Vetschau und Kolkwitz fanden Infoveranstaltungen zum Ausbaukorridor Lübbenau - Cottbus statt. Insgesamt gab es eine positive Resonanz.

Beim i2030-Teilprojekt zweigleisiger Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus starten dieses Jahr die Bauarbeiten zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2026. 

Zu der Baumaßnahme, den laufenden Vorbereitung und den Schienenersatzverkehren während der Vollsperrung auf der Strecke informierte die DB InfraGO AG.

Die beiden Informationsveranstaltungen stießen auf großes Interesse. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger informierten sich am 16. Juni in Vetschau  2026, in Kolkwitz am 24. Juni 2026 folgten etwa 140 Gäste der Einladung. 

Als Referenten standen Peter Nußbaum, Projektleiter der DB InfraGO, Carsten Pröber, Baulärmverantwortlicher der DB Engineering & Consulting, Hagen Byhain, Projektleiter der ausführenden Arbeitsgemeinschaft (ARGE), sowie der Stakeholdermanager der DB InfraGO Rede und Antwort. Hier können Sie die gezeigte Präsentation einsehen. 

Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen zum Ersatzverkehr, Bahnübergangssperrungen, Schrankenschließzeiten sowie zu den Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort.

Baustart für Siemensbahn rückt näher

Start der Sanierungsarbeiten am Stahlviadukt beim i2030-Projekt Siemensbahn, Foto VBB GmbH, Stapf

Baustart für Siemensbahn rückt näher: Sanierung des Stahlviadukts startet

29. Juni 2026

Die Reaktivierung der Siemensbahn nimmt Formen an. Am Montag begannen erste Arbeiten. Dabei geht es zunächst um die Sanierung des
Stahlviadukts. Das symbolische Startsignal hierfür gaben am Vormittag DB-Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek, Verkehrssenatorin Ute Bonde, VBB-Chef Christoph Heuing und Spandaus Bezirksstadtrat Thorsten Schatz.

Die ersten Arbeiten laufen auf einem Testfeld, an dem zentrale Verfahren für die Instandsetzung des Stahlviadukts untersucht werden. Das denkmalgeschützte Viadukt stammt aus dem Jahr 1928 und besteht aus insgesamt 71 Einzelbauwerken.

Nach jahrzehntelanger Stilllegung gibt es umfangreiche Schäden. Dazu zählen Verformungen, Korrosionsschäden, beschädigte Lager sowie Defizite bei Entwässerung und Tragwerk. Die gesammelten Erkenntnisse im Testfeld sind Grundlage für den anschließenden Bauablauf des Gesamtprojekts.
Im Zuge der Ertüchtigung des Stahlviadukts bleibt ein Großteil der historischen Substanz erhalten und wird denkmalgerecht instandgesetzt. Die bestehenden Unterbauten werden weitgehend weitergenutzt. Gleichzeitig wird die Strecke für einen modernen Bahnbetrieb hergerichtet – mit zwei Gleisen und zeitgemäßer technischer Ausstattung.

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter: „Nun geht es los. Mit der Siemensbahn binden wir Siemensstadt und Spandau direkt an den Berliner S-Bahnring an. Das schafft nachhaltige Mobilität. Das heutige Startsignal zeigt, dass wir die Reaktivierung der rund 4,5-Kilometer langen Strecke engagiert vorantreiben.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Die Siemensbahn kehrt zurück – und mit ihr eine direkte  Schienenverbindung für ein Stadtquartier, das Arbeiten, Forschen und Wohnen neu zusammendenkt. Das denkmalgeschützte Viadukt wird sorgfältig saniert und gleichzeitig für einen modernen Bahnbetrieb hergerichtet. Was heute hier beginnt, ist der erste sichtbare Schritt zu einer der bedeutendsten Streckenreaktivierungen der Stadt seit Jahrzehnten.”

Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg: „Städtebau und ÖPNV-Ausbau greifen an diesem Ort vorbildlich ineinander. Während nebenan der neue Wohn- und Innovationsstandort Siemensstadt Square entsteht, startet hier am Viadukt ein neuer Meilenstein im Projekt i2030 für die Reaktivierung der Siemensbahn. Perfekt für die Menschen, die dann eine S-Bahnanbindung im 10-Minuten-Takt u.a. zur Ringbahn und zum Hauptbahnhof bekommen.”

Thorsten Schatz, Bezirksstadtrat Spandau, Abteilung Bauen, Planen, Umwelt-und Naturschutz: „Die Reaktivierung der Siemensbahn ist ein Glücksfall für Spandau. Sie verbessert die Mobilität, stärkt den Zukunftsstandort Siemensstadt und bringt eine traditionsreiche Strecke zurück ins Berliner S-Bahn-Netz. Mit dem heutigen Baustart wird sichtbar: Die Siemensbahn kommt zurück. Darauf haben viele Menschen in unserem Bezirk lange gewartet.“

Die Reaktivierung der Siemensbahn bewegt auch die Schülerinnen und Schüler im Bezirk. So gibt es am Dienstag, 30. Juni, an der Spandauer Robert-Reinick-Grundschule einen Projekttag zur Siemensbahn. Die Schüler treffen sich dazu am Vormittag an der Eisenbahnüberführung am Rohrdamm 82. Anschließend begeben sich die Kinder auf eine Zeitreise an einem scheinbar verlorenen Ort. Sie schauen sich um und halten fotografisch fest, was sie sehen. Vor langer Zeit kamen und gingen hier Menschen. Sie stiegen ein, sie fuhren ab, sie kamen an und gingen nach Hause. Wie sahen sie aus? Wo gingen sie hin? Wer waren sie? Das soll an diesem Tag erarbeitet werden.

Check i2030

CHECK

i2030

HINGESCHAUT UND NACHGEFRAGT

Was tut sich entlang der i2030-Strecken, hinter Bauzäumen oder in den Planungsunterlagen?

Wir sind vor Ort unterwegs, erklären welche Untersuchungen gerade anstehen und machen Hintergründe und Zusammenhänge verständlich. So machen wir sichtbar, wie Schritt für Schritt neue Schieneninfrastruktur entsteht von der Idee bis zur ersten Zugeinfahrt. 

        • i2030 Spotlight: Hier checken wir vor Ort, was auf Baustellen passiert oder welche Fachprüfungen durchgeführt werden.
        • i2030 Real Talk: Hier liegt der Fokus auf den Austausch mit den Experten, strategischen Köpfen und Machern hinter i2030.
        • i2030 Inside: Hier vermitteln wir Hintergrundwissen und sind mittendrin bei Bürgerdialogen oder öffentlichen Veranstaltungen

Stammstrecke der HeiDekrautbahn

i2030 inside: Fahrt auf der Reaktivierungsstrecke mit dem Wasserstoffzug

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu 125 Jahre Niederbarnimer Eisenbahn gab es eine Sonderfahrt mit dem Wasserstoffzug auf der historischen Stammstrecke der Heidekrautbahn.

Mit dem Projekt i2030 soll die Heidekrautbahn in den kommenden Jahren wieder für den Personenverkehr reaktiviert werden.

Mehr Infos unter: www.i2030.de/nord

Schienenausbau

i2030 inside: Warum brauchen Schienenprojekte so lange?

Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gemeinsam den Ausbau der Schieneninfrastruktur in acht Ausbaukorridoren und einem Maßnahmenpaket für das S-Bahnnetz. Die Umsetzung der Vorhaben entfaltet eine hohe Wirksamkeit im Schienennetz der Zukunft.

Das geschieht nicht von heute auf morgen: Der Ausbau von Eisenbahninfrastruktur ist ein Marathon und braucht einen langen Atem.

Dennoch: Die i2030-Planungen schreiten voran und erste Ergebnisse sind sichtbar. Eine gesicherte Finanzierung und erfolgreiche Baugenehmigungen sowie eine gelungene Akzeptanzkommunikation sind die Grundpfeiler für erfolgreiche Projekte.

Weitere Infos unter: www.i2030.de/hintergrund

Stammstrecke der heidekrautbahn

i2030 spotlight: Baustelle Wilhelmsruh, Stammstrecke der Heidekrautbahn Part 1

Ein Tag auf der Baustelle in Berlin-Wilhelmsruh im Mai 2026, wo ein neuer Regionalbahnsteig entsteht.

Schwere Maschinen, Lärm, Staub – hier entstand ein neuer Gleisabschnitt. i2030-Content-Creator nimmt euch mit vor Ort: Helme auf, los geht’s.

Die Arbeiten sind Teil der Reaktivierung der Heidekrautbahn-Stammstrecke – ein Projekt von i2030, in dem die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der NEB und dem VBB die Schieneninfrastruktur im Raum Berlin-Brandenburg weiterentwickeln.

Weitere Projektinfos: www.i2030.de/nord/

i2030 spotlight: Baustelle Wilhelmsruh, Stammstrecke der Heidekrautbahn Part 2

Ein Tag auf der Baustelle in Berlin-Wilhelmsruh im Mai 2026, wo ein neuer Regionalbahnsteig entsteht.

Schwere Maschinen, Lärm, Staub – hier entstand ein neuer Gleisabschnitt. Diesmal ist die Stopfmaschiene auf der Baustelle im Einsatz. i2030-Content-Creator nimmt euch mit vor Ort: Helme auf, los geht’s.

Die Arbeiten sind Teil der Reaktivierung der Heidekrautbahn-Stammstrecke – ein Projekt von i2030, in dem die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der NEB und dem VBB die Schieneninfrastruktur im Raum Berlin-Brandenburg weiterentwickeln.

Weitere Projektinfos: www.i2030.de/nord/

Siemensbahn

i2030-inside: Die Geister der Siemensbahn

Die historische Siemensbahn wurde 1929 in Betrieb genommen und 1981 eingestellt.

Im Rahmen vom Projekt i2030 beginnt in 2026 die Reaktivierung der historischen Strecke mit dem Ziel 2029 dort wieder S-Bahnen fahren zu lassen.

Also genau die richtige Zeit die Geister der Vergangenheit zu verabschieden.

Weitere Projektinfos: www.i2030.de/siemensbahn

RE1-Bahnsteigverlängerungen

i2030 spotlight: RE1 Bahnsteigverlängerung an der Station Park Sanssouci

Um auf die steigende Nachfrage zu reagieren, wurde das Angebot auf dem RE1 bereits 2022 im Rahmen des Verkehrsvertrags Elbe-Spree deutlich ausgeweitet. Seither fahren zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) in der Hauptverkehrszeit drei Züge pro Stunde – zwei davon mit sechs Wagen, ein dritter mit acht. Letzterer hält jedoch nur an größeren Bahnhöfen, denn viele Stationen verfügen noch nicht über ausreichend lange Bahnsteige.

Im Sommer 2025 wurden die Bauarbeiten an der Station Potsdam Park Sanssouci abgeschlossen. In den kommenden Jahren sollen insgesamt neun Stationen neue, längere Bahnsteige erhalten.

Weitere Infos: www.i2030.de/westost

i2030-Informationsveranstaltungen in Vetschau/Spreewald und Kolkwitz im Juni 2026

Informationsveranstaltung „i2030-Korridor: Prignitz-Express / Velten“

i2030-Informationsveranstaltungen in Vetschau/Spreewald und Kolkwitz im Juni 2026

Informationsveranstaltung „i2030-Korridor: Prignitz-Express / Velten“

Die 1867 in Betrieb genommene „Görlitzer Bahn“ (Berlin – Görlitz) ist seit 1945 auf dem Teilstück Lübbenau – Cottbus eingleisig. Es ist vorgesehen, bis Ende 2027 ein zweites elektrifiziertes Gleis zu bauen.

Vor Beginn der Hauptarbeiten ab Ende 2026 möchten wir Sie im Juni 2026 in Vetschau/Spreewald (mit Fokus auf den Abschnitt Lübbenau – Vetschau/Spreewald) und in Kolkwitz (mit Fokus auf den Abschnitt Vetschau/Spreewald – Cottbus) über den Stand der Planungen und den Ablauf der Bauarbeiten informieren.

Die erste Informationsveranstaltung führen wir am Dienstag, 16. Juni 2026, von 17 bis 19 Uhr im Bürgerhaus Vetschau (August-Bebel-Straße 9, 03226 Vetschau/Spreewald) durch.

Die zweite Veranstaltung folgt am Mittwoch, 24. Juni 2026, von 17 bis 19 Uhr in der Aula im Kolkwitz-Center (Karl-Liebknecht-Straße 8, 03099 Kolkwitz).

Mehr Kapazität für den RE1 – ODEG stellt neuen Desiro HC 8-Teiler vor

v.l.n.r.: Lars Gehrke, Geschäftsführer der ODEG; Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB; Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin; Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg; Stefan Neubert, Geschäftsführer der ODEG; Evelyn Gollasch, DB InfraGO AG / i2030, Foto: ODEG

Mehr Kapazität für den RE1 – ODEG stellt neuen Desiro HC 8-Teiler vor

20. Mai 2026

Längere Züge und ausgebaute Bahnsteige erhöhen die Leistungsfähigkeit des Regionalverkehrs in der Hauptstadtregion.

Die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH hat heute gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Aufgabenträgern und Partnern die nächste Entwicklungsstufe im Netz Elbe-Spree vorgestellt: den neuen Desiro HC 8-Teiler für die Linie RE1. Im Rahmen einer Sonderfahrt ab Potsdam Hauptbahnhof nach Brandenburg an der Havel und zurück konnten geladene Gäste sowie Medienvertreterinnen und Medienvertreter das neue Kapazitätskonzept erstmals erleben.

Zwei 4-teilige Desiro HC fahren künftig in Doppeltraktion als rund 210 Meter langer 8-Teiler und schaffen damit deutlich mehr Platz für die Fahrgäste zwischen Brandenburg an der Havel, Berlin und Frankfurt (Oder). Der neue Zugverband verfügt über rund 800 Sitzplätze und bietet damit über 30 Prozent mehr Kapazität auf einer der wichtigsten Regionalexpress-Linien Deutschlands. Künftig können somit in den Hauptverkehrszeiten zwei von drei stündlichen Fahrten des RE1 mit den kapazitätsstarken Zügen ausgestattet werden.

Die Kapazitätserweiterung erfolgt im Rahmen des Verkehrsvertrags „Netz Elbe-Spree“. Dafür werden bestehende 6-teilige Desiro-HC-Fahrzeuge zu 4-teiligen Einheiten umgebaut, die anschließend in Doppeltraktion verkehren können. Insgesamt entstehen aus sieben 6-Teilern künftig 14 vierteilige Fahrzeuge. Gleichzeitig zeigt das Projekt das enge Zusammenspiel aus Verkehrsvertrag, moderner Fahrzeugtechnik, Betrieb und Infrastruktur-Ausbau.

Mit an Bord waren unter anderem Robert Crumbach, seit März amtierender Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin, sowie Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. ODEG-Geschäftsführer Lars Gehrke steuerte den Sonderzug persönlich. Gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem VBB zeigte die ODEG, wie moderne Fahrzeuge und leistungsfähige Infrastruktur zusammenwirken, um den Regionalverkehr in der Hauptstadtregion weiter zu stärken.

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin: „Für viele Berlinerinnen und Berliner sowie Pendlerinnen und Pendler aus Brandenburg ist der RE1 ein fester Bestandteil des Alltags. Mehr Platz und Komfort machen den öffentlichen Verkehr attraktiver. Der 8-Teiler ist deshalb ein Gewinn für die Fahrgäste und ein starkes Signal für klimafreundliche Mobilität in der Hauptstadtregion.“

Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Der RE1 ist eine der wichtigsten Bahnlinien in Brandenburg und die zentrale Ost-West-Verbindung durch die Hauptstadtregion. Die steigende Nachfrage auch auf dem RE1 zeigt, wie stark die Hauptstadtregion weiterhin wächst. Mit längeren Zügen mit rund 800 Sitzplätzen schaffen wir mehr Kapazität auf der meistgenutzten Linie im Land, flankiert durch die Infrastrukturmaßnahmen an den Verkehrsstationen im Rahmen von i2030. Die erheblichen Investitionen in die Kapazitätserhöhung des RE1 sind ein wichtiger Baustein für einen leistungsfähigeren Regionalverkehr.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB): „Die Entwicklung auf dem RE1 zeigt, wie wichtig zusätzliche Kapazitäten und abgestimmte Planung im Regionalverkehr sind. Mit dem Desiro HC 8-Teiler reagieren Länder, ODEG und VBB gemeinsam auf die stark wachsende Nachfrage, kombiniert mit den Bahnsteigverlängerungen im Projekt i2030. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Fahrzeugkonzept, Infrastruktur und Betrieb – damit mehr Leistung zuverlässig bei den Fahrgästen ankommt.“

4+4 = Mehr Platz

Der RE1 zählt zu den zentralen Regionalexpress-Verbindungen in Berlin und Brandenburg. Die Nachfrage auf der Linie ist hoch – entsprechend groß ist der Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten. Mit dem neuen Desiro HC 8-Teiler wird genau darauf reagiert: Zwei 4-teilige Fahrzeuge werden zu einem längeren Zugverband kombiniert und bieten dadurch rund 800 Sitzplätze.

„Die Nachfrage auf dem RE1 wächst – und wir als ODEG wachsen mit“, sagt Lars Gehrke, Geschäftsführer der ODEG. „Mit den vielen Doppeltraktionen als 8-Teiler und dem hohen Takt, haben wir betrieblich und instandhaltungstechnisch große Herausforderungen zu meistern. Aber genau das ist unser Anspruch: zuverlässig mehr Kapazität auf die Schiene zu bringen. Ich fahre die modernen Triebfahrzeuge auch, kenne also die spitzen Fahrzeuge nicht nur vom Schreibtisch, sondern auch aus dem Führerstand.“

Für die Fahrgäste bedeutet das vor allem mehr Raum, mehr Komfort und bessere Voraussetzungen für eine entspannte Fahrt im Berufs-, Freizeit- und Ausflugsverkehr. Die Sonderfahrt von Potsdam Hauptbahnhof nach Brandenburg an der Havel und zurück machte erlebbar, welche Rolle längere Züge künftig auf dem RE1 spielen können. Während der Fahrt informierten ODEG, VBB und die beteiligten Partner über das Fahrzeug, die Kapazitätserweiterung und den weiteren Ausbau im Netz Elbe-Spree. In der 1. Klasse fanden Pressestatements, Hintergrundgespräche sowie der Austausch mit Politik, VBB und ODEG statt.

Moderne Fahrzeuge brauchen passende Infrastruktur

Damit die künftig bis zu 210 Meter langen Züge zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) eingesetzt werden können, werden im Rahmen des Infrastrukturprojekts i2030 die Bahnsteige an mehreren Stationen verlängert. Dazu zählen unter anderem Götz, Groß Kreutz, Potsdam Park Sanssouci, Hangelsberg, Berkenbrück, Briesen (Mark), Jacobsdorf (Mark), Pillgram und Ziltendorf.

Die heutige Fahrt zeigte damit auch: Mehr Kapazität auf der Schiene entsteht nicht durch eine einzelne Maßnahme, sondern durch das Zusammenwirken von Fahrzeugen, Infrastruktur, Betrieb und abgestimmter Planung.

Bereits seit Dezember 2025 ermöglicht ein Übergangsfahrplan den schrittweisen Einsatz der umgebauten Fahrzeuge. Seither werden unter anderem Potsdam Park Sanssouci und Potsdam Charlottenhof von den längeren Zügen bedient.

Die Umbauten der Fahrzeuge erfolgen bei Siemens Mobility im Prüf- und Validierungscenter Wegberg-Wildenrath. Der Umbau eines Fahrzeugs dauert rund vier Wochen. Der Abschluss des letzten Umbaus ist für August 2026 vorgesehen.

Der neue 8-Teiler steht damit sinnbildlich für die Weiterentwicklung des Regionalverkehrs in der Hauptstadtregion. Er schafft mehr Platz dort, wo die Nachfrage besonders hoch ist, und stärkt den Schienenverkehr als attraktive Alternative zum Auto. Für die ODEG ist die Vorstellung des neuen Zugverbands ein weiterer Schritt, um den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen zwischen Brandenburg und Berlin gerecht zu werden.

„Der heutige Tag ist eine klare Weichenstellung“, so Stefan Neubert, Geschäftsführer der ODEG. „Mehr Kapazität, Komfort und Qualität im Regionalverkehr sind entscheidend, damit noch mehr Menschen auf die Schiene umsteigen. Das ‚Mehr‘ bedeutet auch mehr Verantwortung – für unsere Fahrgäste und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieser Verantwortung stellen wir uns: mit starkem Teamgeist, hoher Einsatzbereitschaft und dem klaren Anspruch, den Fahrgästen Tag für Tag ein verlässliches Angebot zu machen.“

Im Jahr 2025 nutzten rund 23,81 Millionen Fahrgäste den RE1. Nach Fertigstellung der Bahnsteigverlängerungen können auf der Linie perspektivisch jährlich rund 28,41 Millionen Fahrgäste befördert werden.

Die heutige Sonderfahrt wurde begleitet von Vertreter/-innen aus Politik, Verkehrsbranche und Eisenbahnwirtschaft, darunter:

    • Ute Bonde,
      Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin
    • Robert Crumbach,
      Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
    • Christoph Heuing,
      Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB)
    • Lars Gehrke und Stefan Neubert,
      Geschäftsführer der ODEG

Weitere Informationen zum Projekt sowie ein Erklärfilm zum Umbau der Fahrzeuge finden Interessierte auf der Landingpage: 4+4=Mehr Platz: Website.

ODEG-Faktenblatt zum Thema: Klicken Sie hier!

 

Stammstrecke Heidekrautbahn: Erneute Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens

Die Stammstrecke der Heidekrautbahn wartet auf ihre Reaktivierung, Foto: VBB/Stapf

Stammstrecke Heidekrautbahn: Erneute Bürgerbeteiligung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens

18. Mai 2026

Im Rahmen des Infrastrukturprojektes „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ arbeitet die Niederbarnimer Eisenbahn-AG gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem VBB an der Reakti­vierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn zwischen Berlin-Wilhelms­ruh und dem Abzweig Schönwalde in Brandenburg. Da im Projekt zwei Bundesländer betroffen sind, die jeweils für die Planfeststellungen zustän­dig sind, wird auch die Planung in einen Berliner und einen Brandenburger Teil aufgeteilt. Infolge der ersten Auslegung bzw. Erörterungen der Pla­nungs­unterlagen im Jahr 2023 waren Anpassungen an den Unterlagen notwendig geworden. Diese wurden durch die NEB in Absprache mit den Partnern und Beteiligten vor Ort überarbeitet und Ende des vergangenen Jahres für den Berliner Planfeststellungsabschnitt fertiggestellt und an die zuständige Behörde übergeben.

Die wesentlichen Änderungen am Vorhaben betreffen die Umplanungen am neuen Bahnhof Rosenthal und darauffolgend am Bahnübergang Wil­helmsruher Damm (zweigleisig statt eingleisig), sowie die Umplanung/ Verschiebung des Haltepunkts Blankenfelde. Weiterhin wurden bestehen­de Durchlässe neu geplant. Die schalltechnische Untersuchung wurde überarbeitet und neue Lärmschutzmaßnahmen (Lärmschutzwände) geplant. Im Jahr 2024 wurde zudem die Biotop- und Nutzungskartierung aktualisiert. In Summe erforderte dies eine umfassende Überarbeitung sowie Neuerstellung der naturschutzfachlichen Gutachten inkl. der Eingriffsbewertung und der Ausgleichskonzeption. Es wurde auch ein Brand- und Katastrophenschutzkonzept erstellt.

Mit dem Berliner Planfeststellungsverfahren erfolgt nun vom 18.05.2026 bis zum 18.06.2026 die erneute Bürgerbeteiligung für den Berliner Abschnitt. Die Unterlagen für den Berliner Teil des Bauvorhabens werden in dieser Zeit im Internet unter www.berlin.de/sen/uvk/ mobilitaet-und-verkehr/verkehrsplanung/planfeststellungen/bekanntmachungen/ heidekrautbahn-1669612.php bereitgestellt. Ein weiterer Zugang besteht über das UVP-Portal der Länder für umweltverträglich­keitsprüfungspflichtige Vorhaben (www.uvp-verbund.de). Zusätzlich dazu erfolgt die Auslegung der Planungsunterlagen in Berlin-Pankow, und in der Gemeinde Mühlenbecker Land. Für die Einsichtnahme vor Ort wird in der Regel eine vorherige Termin­vereinbarung erbeten (alle Informationen finden sich auf der Webseite, siehe oben).

Die Ankündigung über die Auslegung der Planungsunterlagen erfolgte ebenso über das Berliner Amtsblatt (Ausgabe: 76. Jahrgang Nr. 20 vom 15. Mai 2026). Dort finden sich Informationen zu den entsprech­enden Orten und Zeiten der Einsichtnahme in die Planungsunterlagen, die Adressaten für Einwendungen sowie weitere für das Anhörungsverfahren wichtige Mitteilungen.

Wenn darüber hinaus Erläuterungen und Auskünfte zu den Planunterlagen gewünscht werden, besteht die Möglichkeit, sich bei der Vertreterin der Niederbarnimer Eisenbahn-AG – Frau Kilian – während des Auslegungs­zeitraumes, am Dienstag und Donnerstag von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr unter der Telefon­nummer 030 814596399 zu informieren.

Nach der Auslegung erhält jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden die Möglichkeit, innerhalb einer Frist Bedenken und Hinweise bis zum 20.07.2026 einzureichen. Die Anhörungsbehörde legt anschließend das weitere Verfahren fest mit dem Ziel am Ende des Prozesses den Planfeststellungsbeschluss zu erlassen, damit die Nieder­barnimer Eisenbahn-AG ihre Baugenehmigung für das Vorhaben erhält.

Für den Brandenburger Abschnitt des Reaktivierungsvorhabens soll die Übergabe der überarbeiteten Planungsunterlagen im Herbst 2026 erfolgen.

Da sich aufgrund von Einwendungen bis zum Planfeststellungsbeschluss noch Änderungen an den Planungen ergeben können, wird erst im An­schluss an den Beschluss der endgültige Finanzierungsrahmen sowie der finale Schlussbericht der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) erstellt. Nach vorläufigem Schlussbericht ist das Vorhaben zur Reaktivierung der Stammstrecke Heidekrautbahn aber bereits aus gesamtwirtschaftlicher Sicht förderfähig. Die final abgeschlossene NKU bildet dann die Grundlage der Antragsstellung für die Finanzierung über das Gemeindeverkehrs­finanzierungsgesetz (GFVG) des Bundes.

Siemensbahn-Vorfreude vor dem Baustart …

Zur neuen Siemensbahn Infoveranstaltung kamen über 200 interessierte Gäste, Foto DB InfraGO AG

Siemensbahn-Vorfreude vor dem Baustart

28. April 2026

Vorfreude. So konnte man die Grundstimmung auf der Infoveranstaltung zum i2030-Projekt der Reaktivierung der Siemensbahn am besten beschreiben. Am 27.04. fand im Ernst-von-Siemens-Saal im 11. Stock des Panorama Congress Center mit direkten Blickt auf das Viadukt die zweite große Infoveranstaltung statt.

Über 200 Gäste waren vor Ort, um die Neuigkeiten zur Reaktivierung zu erfahren. Die erste gute Nachricht lautet: Ab Mai 2026 gibt es was zu sehen, wenn am Viadukt am Wernerwerk die ersten Arbeiten beginnen. Ziel ist es das ambitionierte Inbetriebnahmedatum weiter zu halten. 2029 sollen die ersten S-Bahnen auf der historischen Strecke bis Jungfernheide und dann weiter bis Hauptbahnhof rollen.

Alexander Kaczmarek (Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern), Ute Bonde (Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt), Thorsten Schatz (Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Natur- und Umweltschutz im Bezirk Spandau), Christoph Heuing (Geschäftsführer vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) verfolgten die Ausführung von Thomas Rüffer (Projektleiter der DB InfraGO AG für die Reaktivierung der Siemensbahn) zum aktuellen Planungsstand.

Die Siemensbahn wird größtenteils innerhalb des Bestands saniert, damit bestehe Bestandsschutz und Planrecht für die Strecke. Das ermöglicht die beschleunigte Umsetzung des Projektes. Trotzdem gibt es allerhand zu tun, wie

    • Verlegen neuer Gleise, Weichen und Installation neuer Signaltechnik
    • Instandsetzung von Eisenbahnüberführungen
    • Sanierung des Stahlviadukts
    • Barrierefreie Erschließung und denkmalgerechte Instandsetzung der Stationen

Damit die Abstimmungen der Planungen und der verschiedenen Gewerke gut verzahnt werden, arbeiten die beteiligten Firmen seit Ende 2025 in einem Allianzmodell zusammen mit einem Gemeinschaftsbüro am Berliner Hauptbahnhof.

In der anschließenden Fragerunde gab es u.a. zahlreiche Fragen zum Lärmschutz. Hier erklärte Herr Kaczmarek, dass moderne S-Bahnen mit maximal 60 km/h unterwegs sein werden. Es wird alles getan, um Lärmbelastung zu mindern. Als Beispiel nannte er Schmiereinrichtungen, die Räderquietschen verhindern und besohlte Schwellen auf dem Viadukt, die den Schall dämpfen.

Gleichzeitig bezeugten viele Anwohner, dass sie sich auf die verbesserte Anbindung mit der S-Bahn in ihrem Bezirk freuen. Zusammen mit der neuen Siemensstadt Square werden 55.000 auf 69.000 Fahrgäste pro Tag erwartet. Die Anwohner werden nun beobachten, wie das Baugeschehen auf der Trasse in den kommenden Monaten vorbereitet und durchgeführt wird.  

Projekt Potsdamer Stammbahn+: Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen werden durchgeführt

Bohrsondierungen mit kleinem Bohrgerät für 8 m Tiefe

Projekt Potsdamer Stammbahn+: Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen werden durchgeführt

Im Rahmen der Vorplanung werden Baugrunduntersuchungen durchgeführt, um eine Aussage über die Beschaffenheit des Bodens treffen zu können und um die richtige Wahl der Gründungen für Brücken und Bahnsteige zu treffen. Dafür kommen unterschiedliche Bohrverfahren zum Einsatz. Es erfolgen Sondierungen, die mit kleinerem Gerät durchgeführt werden, in eine Tiefe von 8-12 m Bohren haben; Diese Arbeiten dauern in der Regel nur wenige Stunden. An anderen Stellen werden Bohrungen bis zu 25 m Tiefe durchgeführt, hier beläuft sich der Zeitaufwand für die Arbeiten auf ungefähr eine Woche pro Bohrung. Des Weiteren sind auch Kenntnisse über die Grundwasserstände erforderlich. Für diesen Zweckwurden Grundwassermessstellen installiert, über die die Entwicklung des Grundwasserstandes über circa eineinhalb Jahre beobachtet wird. 

Neben Kenntnissen über den Grundwasserstand der Bodenschichtung gehören zu Baugrunderkundungen auch Dichtemessungen des Bodens. Diese werden mit einem speziellen Gerät durchgeführt. Um den Boden und vor allem darin lebende Tiere zu schützen, werden im Waldbereich Lastverteilplatten unter das Dichtemessgerät gelegt, da dieses ein Gewicht von ca. 16 Tonnen hat. 

Die Baugrunduntersuchungen entlang der Trasse der Potsdamer Stammbahn sind in vollem Gange, seit Ende 2025 finden Untersuchungen statt. Begonnen wurde im Bereich Griebnitzsee, von wo aus sich stadteinwärts voran gearbeitet wird.

Informationsveranstaltung zur Verlängerung der Bahnsteige in Briesen

Informationsveranstaltung zu RE1-Bahnsteigverlängerung in Briesen, Foto: DB InfraGO AG

Informationsveranstaltung zu Verlängerung der Bahnsteige in Briesen vom 28. April 2026

Informationsveranstaltung zu RE1-Bahnsteigverlängerung in Briesen, Foto: DB InfraGO AG

Das Projekt „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ plant den Ausbau der Schieneninfrastruktur für Regionalverkehr und S-Bahn im Metropolraum Berlin-Brandenburg für die kommenden Jahre.

Der Regionalexpress RE1 ist die stärkste Linie im VBB-Land und die Ost-West-Verbindung durch die Hauptstadtregion. Damit auf dem RE1 längere Züge auf der Strecke fahren und auch halten können, müssen die Bahnsteige in den kommenden Jahren an verschiedenen Stationen auf 220 Meter verlängert werden. Für die Station Briesen wird gegenwärtig die Genehmigungsplanung für diesen Ausbau erstellt.

In Abstimmung mit dem Amt Odervorland und der Gemeinde Briesen fand am 28. April 2026 eine Infoveranstaltung Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Briesen statt, um einen Überblick zum Stand der Planungen für Briesen zu geben, Fragen zu beantworten und Anregungen entgegenzunehmen.

Beim Termin standen i2030-Vertreter der Deutschen Bahn als Ansprechpartner zur Verfügung.

Hier finden Sie gezeigte Präsentation und weitere Rückfragen können Sie jederzeit stellen an: DB InfraGO AG, Infrastrukturprojekte (T4), Caroline-Michaelis-Str. 5-11, 10115 Berlin und bauprojekte.ost@deutschebahn.com.

Die bestehenden Bahnsteige sollen auf 220 Meter verlängert werden, um zukünftig längere Züge an den RE1-Stationen halten zu lassen, Foto DB InfraGO AG
Die bestehenden Bahnsteige sollen auf 220 Meter verlängert werden, um zukünftig längere Züge an den RE1-Stationen halten zu lassen, Foto DB InfraGO AG

Projekt i2030 übergibt Trikotset an die Fußballspieler vom FC Neuenhagen 1913 e.V.

Übergabe der i2030-Trikots an den FC Neuenhagen e.V. zusammen mit dem Bürgermeister Ansgar Scharnke, Foto: VBB GmbH

Projekt i2030 übergibt Trikotset an die Fußballspieler vom FC Neuenhagen 1913 e.V.

24. März 2026

Im letzten Jahr war es soweit und das jahrelange „Nebeneinanderher“ von zwei Fußballvereinen in Neuenhagen fand sein Ende. Mit der Fusion entstand nun der FC Neuenhagen 1913 e.V. mit einem neuen Vereinslogo. Das verlangt natürlich nach neuen Trikots für die Spieler. Die B2-Juniorenmannschaften bekam jetzt ein neues Mannschaftset vom Projekt „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ feierlich überreicht. Ansgar Scharnke, gerade wiedergewählter Bürgermeister von Neuenhagen, begleitete die Übergabe und schaut positiv in die Zukunft. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren viel erreicht, auch in Sachen Mobilität, wie die neue VBB-RadPark Anlage am S-Bahnhof beweist. So unterstützt er als Botschafter ebenso den Ausbau für den 10-Minuten-Takt der S-Bahn.

Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der Deutschen Bahn und dem VBB den langfristigen Infrastrukturausbau im Regional- und S-Bahnverkehr. Schienenprojekte bedeuten allerdings viele Jahre der Planung, bevor der Bau starten kann.  Neben Zeit und Geld ist gleichwohl die breite Zustimmung der Menschen vor Ort wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Vorhaben. Darum kooperiert das Projekt i2030 mit aktiven Vereinen aus der Region, um die die geplanten Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr bekannt zu machen.

Ein Teilprojekt innerhalb des Maßnahmenpakets für die S-Bahn ist die Erweiterung des 10-Minutentaktes auf der S5 Richtung Strausberg. Heute führt der 10-Minuten-Takt bis nach Hoppegarten. Die laufenden Planungen untersuchen, welcher Infrastrukturausbau nötig ist, um alle 10 Minuten bis nach Strausberg zu fahren. Die laufende Vorplanung wird durch die Länder Berlin und Brandenburg finanziert und durch die Deutsche Bahn durchgeführt. Mit den Ergebnissen soll eine Vorzugsvariante festgelegt werden. Sie bildet die Grundlage für die weitere Planung und Finanzierung. In den Prozess werden die Kommunen an der Strecke rechtzeitig eingebunden. 

Bürgermeister Ansgar Scharnke setzt sich als i2030-Botschafter (www.i2030.de/botschafter-in) für den besseren Takt bei der S-Bahn ein. Täglich nutzen zahlreiche Pendler*innen die S-Bahnverbindung, um zu ihrem Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu kommen. Die Gemeinde erhofft sich durch den Ausbau den Nahverkehr weiter zu stärken und damit den Straßenverkehr zu entlasten.

„Wenn die Taktverdichtung kommt, freuen wir uns natürlich für alle Neuenhagener, die dann noch schneller reisen können. Wir müssen jedoch auch den innerörtlichen Verkehr mitdenken und etwa durch Schienenunterführungen lange Schrankenstandzeiten verhindern. Nur so stärken wir die ganzheitliche Akzeptanz solcher Infrastrukturprojekte. Die Trikots der Fußballer helfen dabei und machen das i2030-Projekt und die damit verbundenen Herausforderungen noch bekannter“, ergänzt Bürgermeister Ansgar Scharnke.

Weitere Kooperationen mit Sportvereinen befinden sich in Abstimmung mit Kommunen und Bezirken, die eng bei der Erweiterung der Schieneninfrastruktur mit dem Projekt i2030 zusammenhängen.

Mehr Infos zum Verein FC Neuenhagen e.V.: https://www.fc-neuenhagen-1913.de

Mehr Infos zum S-Bahn-Maßnahmenpaket: https://www.i2030.de/sbahn/

Gemeinde Neuenhagen: neuenhagen-bei-berlin.de/startseite-de/aktuelles/2026/trikotset-an-die-fussballspieler-vom-fc-neuenhagen-1913-e-v/