S-Bahnverlängerung S25 Süd von Teltow nach Stahnsdorf: Deutsche Bahn informiert zum aktuellen Planungsstand

130 Gäste kamen zur Infoveranstaltung vom i2030-Projekt der S-Bahnverlängerung der S25 nach Stahnsdorf, Foto Gemeinde Stahnsdorf

S-Bahnverlängerung von Teltow nach Stahnsdorf: Deutsche Bahn informiert zum aktuellen Planungsstand

12. + 16. März 2026

Ziemlich genau vor zwei Jahren war die Projektleitung der Deutschen Bahn zum ersten Mal im Stahnsdorfer Rathaus zu Gast. Damals startete die Vorplanung und die Projektidee zur S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf wurde vorgestellt. Heute am 10.03.2026 wurden nun die Ergebnisse der abgeschlossenen Vorplanung vorgestellt.

Die S-Bahnverlängerung hat das Ziel, die wachsende Region um Teltow und Stahnsdorf an das S-Bahnnetz anzuschließen. Schon die Anbindung von Teltow Stadt im Jahre 2005 war ein großer Gewinn für die Fahrgäste, nun soll die S25 im Süden um zwei Stationen wachsen.  

Über 130 Interessierte folgten der Einladung zur Infoveranstaltung und bekamen die Ergebnisvariante für den Ausbau durch Projektleiter Marius Hertzer – beginnend von Teltow Stadt über die neue Station „Iserstraße“ bis zur neuen Endstation „Sputendorfer Straße“ – in mehreren Charts anschaulich erklärt.

Als nächster Schritt folgt nun die Entwurfsplanung, in der die vorliegenden Daten vertieft und bis zur Baureife geführt werden. Dazu gehören unter anderem Gutachten rund um umwelttechnische Fragen sowie zu Schall- und Erschütterungsvorgaben. Darüber hinaus werden auch schon die Baustraßen geplant, um die Bauarbeiten effektiv zu organisieren. Schlussendlich wird es auch bei zusätzlichen Flächenbedarfen, die nicht im Besitz der Deutschen Bahn sind, Gespräche und Vereinbarungen mit Betroffenen geben.

All diese Planungen und Absprachen sind Voraussetzung, um das Projekt beim Eisenbahn-Bundesamt für das Planfeststellungsverfahren einzureichen. Das Amt legt die finalen Planungen öffentlich aus. Für alle Beteiligten ist das die Möglichkeit sich noch einmal mit Ihren Belangen an der Ausgestaltung zu beteiligen.

Im Idealfall sind dann aber schon alle Fragen rund um das Projekt geklärt. Darum kamen im zweiten Teil der Infoveranstaltung die Bürger:innen zu Wort und konnten ihre Fragen stellen und Anliegen übermitteln. Unter anderem gab es Informationsbedarf zu Grundstücksfragen, Lärmschutz, Finanzierung und der Bahnhofsumfeldgestaltung. Je nach Zuständigkeit antworteten neben den Kollegen der Deutschen Bahn auch der Stahnsdorfer Bürgermeister und die anwesenden i2030-Projektpartner vom Brandenburger Verkehrsministerium (MIL) und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

Auch bei der zweiten Infoveranstaltung am 16.03. in Teltow war das Interesse mit 170 Teilnehmer*innen groß. Hier standen diesmal unterstützend Teltows Bürgermeister André Freymuth und die 1. Beigeordnete Beate Rietz für Rückfragen aus dem Publikum bereit. U.a. gab es viele Rückfragen rund um die neue Station Iserstraße, die auch eine neue Straßenführung rund um die S-Bahnstation erfordert. Hierzu wird die Entwurfsplanung entsprechende Untersuchungen durchführen.  

Regelmäßige Informationen wird es nun weiterhin über die S-Bahnausschüsse in Stahnsdorf und Teltow geben. Die gezeigte Präsentation steht hier als Download zur Verfügung. 

Zum Schluss gab Projektleiter Marius Hertzer den Ausblick in zwei Jahren wiederzukommen, um dann im Rahmen von neuen Informationsveranstaltungen die Ergebnisse der Entwurfsplanung zu präsentieren, mit der das Baurecht für die S-Bahnverlängerung beantragt werden kann.

i2030-Aktionstag zur Gestaltung von Zukunftsstationen am Beispiel Düppel-Kleinmachnow (Potsdamer Stammbahn)

Das Team NextStation beim i2030-Aktionstag, Foto: VBB

i2030-Aktionstag zur Gestaltung von Zukunftsstationen am Beispiel Düppel-Kleinmachnow (Potsdamer Stammbahn)

27. Februar 2026

„Wir brauchen neue Formen des Austauschs, um übergreifende Planungen zu koordinieren.“

Mit diesem Ansatz wollen wir neue Wege der Zusammenarbeit finden, die über die klassische Vorgehensweise von Arbeitsgruppen hinausgehen. Dafür hat sich der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg als Organisator des i2030-Aktionstages proaktive Unterstützung an Bord geholt: Zum einen begleitet die DB mindbox, die Innovationen und Start-Ups in der Mobilitätsbranche fördert, bei der Moderation und Koordination. Zum anderen bringt die wissenschaftliche Begleitung der TU Berlin mit den Fachbereichen Bahnbetrieb sowie Stadt- und Regionalplanung neue Impulse in die Diskussion. Gemeinsam werden die Prozesse für eine gelungene Bahnhofsgestaltung angeschoben und alle Beteiligten frühzeitig an einen Tisch gebracht.

Ziel ist es, ein Vorgehen zu entwickeln, damit sich Kommunen und Bezirke frühzeitig auf neue ÖPNV-Verbindungen vorbereiten können, die neue Mobilitätsbeziehungen und veränderte Ortsstrukturen bewirken.

Grafik zu Elementen der Bahnhofsumfeldgestaltung, Foto: VBB GmbH
Grafik zu Elementen der Bahnhofsumfeldgestaltung, Foto: VBB GmbH

Gerade bei der Gestaltung von neuen Stationen gilt es vielfältige Faktoren für alle Beteiligten zu beachten: Einerseits müssen die neuen Linien im Schienennetz mit vorhandenen Fahrplänen und prognostizierten Fahrgastzahlen in Einklang gebracht werden. Andererseits muss der neu entstandene Verkehrsknotenpunkt innerhalb der Stadtplanung eingeordnet und integriert werden, damit zukünftige Fahrgäste einen optimalen Zugang erhalten und ein Ort mit eigener lokaler Identität geschaffen wird. Gleichzeitig sollen unmittelbare Anwohner*innen in ihrer Lebensqualität möglichst wenig eingeschränkt werden.

Mit dem Aktionstag sollen für diese vielen Randbedingungen Absprachen und Lösungen gefunden werden, z.B.:

    • Welche Flächen müssen gesichert werden?
    • Welche Verwaltungsbeschlüsse müssen vorbereitet werden?
    • Wo bestehen Fördermöglichkeiten?
    • Was muss bei Beteiligungsprozessen beachtet werden?

Zweifelsohne gibt es schon eine Menge Expertise in den Kommunen und Bezirken durch die jeweiligen Infrastrukturprojekte vor Ort. Aber gerade an der Schnittstelle zwischen Schienenausbau und Bahnhofsumfeld sind diverse Stakeholder beteiligt, die Berücksichtigung erfordern. Hier liegen einige Herausforderungen in einem demokratischen Prozess eine gemeinsame Einigung für die Umsetzung der neuen Stationen und deren Umfeld zu finden.

Hier setzt der Aktionstag an und will einen praxisnahen Leitfaden entwickeln.

Die Komplexität lässt sich am besten an einem Beispiel nachvollziehen und testen. Nachdem beim letzten i2030-Aktionstag schon einmal die Zukunftsstation Düppel-Kleinmachnow als Vorlage fungierte, haben der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und die Gemeinde Kleinmachnow ihre Initiative verstärkt und sind nun zu treibenden Akteure in dem Prozess geworden. Die Station Düppel-Kleinmachnow ist Teil der Planungen im i2030-Projekt zur Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn. Die Vorplanung (2. Leistungsphase) ist durch die Länder Berlin und Brandenburg finanziell abgesichert und wird durch die Deutsche Bahn aktuell durchgeführt. Flankierend ist das der richtige Zeitpunkt auf kommunaler Ebene die Umfelder der Stationen vorzudenken. Immobilienfragen, Genehmigungen und Beteiligungsprozesse müssen jetzt begonnen werden, auch wenn die vollumfängliche Finanzierung des Streckenausbau noch nicht steht und Planungen sowie Umsetzung noch mehrere Jahre andauern werden.

Ehemalige Endstation Düppel-Kleinmachnow auf der noch bis 1980 die S-Bahn verkehrte, Foto: Rudiger Berg (Sammlung Olaf Hoell)
Ehemalige Endstation Düppel-Kleinmachnow auf der noch bis 1980 die S-Bahn verkehrte, Foto: Rudiger Berg (Sammlung Olaf Hoell)

Am 27. Februar 2026 fanden sich die Beteiligten zum Aktionstag zusammen. Dieser Auftaktworkshop brachte die Gruppe zuerst auf einen gemeinsamen Wissenstand und nach einer Einordnung von Teamrollen wurden die nächsten aktiven Schritte vereinbart.

Komplettiert wurde das „Team NextStation“ durch Vertreter der Deutschen Bahn, der Berliner Senatsverwaltungen „Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen“ und „Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt“, dem Brandenburger Ministerium für „Infrastruktur und Landesplanung“ und der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg.

Aktive Diskussion der nächsten Schritte im Team NextStation, Foto: VBB GmbH
Aktive Diskussion der nächsten Schritte im Team NextStation, Foto: VBB GmbH

Im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit werden weitere Stakeholder und Fachabteilungen definiert und hinzugezogen. Aus den Erfahrungen zur Station Düppel-Kleinmachnow soll Schritt für Schritt eine Blaupause für weitere Stationen entstehen.

Die im ersten Schritt vereinbarten Arbeitspakete sollten möglichst konkret sein und in einem Zeitraum der kommenden 12 Monate realisierbar sein. Hier ein Überblick:

    • Zusammentragung aller Planungsstände und vorliegender Daten zur Station Düppel-Kleinmachnow auf einer Plattform
    • Aufgabenstellung für ein Studierendenprojekt als Vorbereitung für einen Städtebaulichen Ideenwettbewerb
    • Recherche und Festlegung auf ein Modell zur vernetzten Projektdarstellung, z.B. BIM-Modell
    • Aufbereitung eines Organigramms mit allen involvierten und noch benötigten Beteiligten

Für jeden Aufgabe gibt es einen Koordinator, der die Bearbeitung vorantreibt. In weiteren Treffen über das Jahr verteilt, werden die Fortschritte nachgehalten.

Abstimmung zu anstehende Arbeitspaketen in den kommenden Monaten, Foto: VBB GmbH
Abstimmung zu anstehende Arbeitspaketen in den kommenden Monaten, Foto: VBB GmbH

Der Startpunkt ist gesetzt und das Team NextStation muss in den kommenden Monaten beweisen, dass sie mehr bewirkt als ein Arbeitsgruppen-Papier. Wir wollen in konkreten Aufgaben denken, interdisziplinär Arbeiten und Praxiserfahrung sammeln. Wir werden auf Herausforderungen stoßen, Verzögerungen erleben und Fehler machen. Das Resultat ist diesen Aufwand wert: Eine Zukunftsstation Düppel-Kleinmachnow, die Vorlage für weitere i2030-Stationen ist. Ergebnisse folgen. Abgemacht.

Das Team NextStation beim i2030-Aktionstag, Foto: VBB
Das Team NextStation beim i2030-Aktionstag, Foto: VBB

Planungsbüros für die i2030-Projekte PEX-Süd und Elektrifizierung der Strecke Hennigsdorf – Wittenberge gebunden

Die Vorplanung im i2030-Projekt Potsdamer Stammbahn+ startet, Foto DB InfraGO AG/Oliver Lang

Planungsbüros für die i2030-Projekte PEX-Süd und Elektrifizierung der Strecke Hennigsdorf – Wittenberge gebunden

Karte für den i2030-Korridor Nord-West mit Elektrifizierungsstrecke Hennigsdorf – Wittenberge, Grafik: VBB GmbH
Karte für den i2030-Korridor Nord-West mit Elektrifizierungsstrecke Hennigsdorf – Wittenberge, Grafik: VBB GmbH

Sie haben nun die Aufgabe, die Untersuchungen für eine schnelle Regionalverkehrseinbindung des Prignitz-Expresses über den Berliner Außenring in die Berliner Innenstadt einschließlich der „Kurve Hohenschöpping“ und die Verlängerung der S-Bahn von Hennigsdorf nach Velten mit neuem S-Bahnhalt in Hennigsdorf Nord zu vertiefen. Weiterhin gilt es, die Planungen für die Elektrifizierung der rund 140 Kilometer und 22 Verkehrsstationen umfassenden Strecke Hennigsdorf – Wittenberge fortzusetzen.

Bis vsl. Ende 2028 untersuchen und bewerten die Beteiligten im Rahmen der Vorplanung verschiedene Umsetzungsvarianten. Dabei berücksichtigen sie unter anderem Umweltaspekte sowie technische und wirtschaftliche Kriterien. Sie stimmen sich eng mit betroffenen Behörden und Kommunen ab, koordinieren Schnittstellen zu angrenzenden Projekten und erarbeiten erste Kostenschätzungen. Über die Prozessergebnisse wird die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert.

Damit geht es einen wichtigen Schritt voran, um diese beiden Projekte des i2030 Korridors Prignitz-Express/ Velten weiter voranzutreiben.

Hintergrundinfos zu den laufenden Planungen und den weiteren Projekten im i2030-Korridor Nord-West mit dem PEX Nord: Ausbau Velten – Neuruppin und den S-Bahnausbau: Schönholz – Hennigsdorf finden Sie hier https://www.i2030.de/nordwest.

Wiederbelebung der Siemensbahn: Arbeitsgemeinschaft realisiert wichtigen Schritt

Auch neue S-Bahnbrücken über die Spree werden bei der Reaktivierung der Siemensbahn umgesetzt, Grafik: DB InfraGO AG

Wiederbelebung der Siemensbahn: Arbeitsgemeinschaft realisiert wichtigen Schritt

15. Januar 2026

Die Siemensbahn, ein historisches Wahrzeichen der Berliner Verkehrsinfrastruktur, wird nach über 40 Jahren Stillstand reaktiviert. Im Rahmen des Projekts „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ entsteht eine moderne, leistungsfähige Verbindung zwischen Jungfernheide und Gartenfeld. Für die Umsetzung setzt die Deutsche Bahn auf das Partnerschaftsmodell Schiene. Die PORR ist Vertragspartnerin für Vergabepaket 2 „KIB Neubau“.

Bereits 1912/1913 arbeiteten rund 24.000 Menschen in der Siemensstadt – einem der größten Industriestandorte Berlins. Um die Verkehrsanbindung für die Mitarbeitenden von Siemens und die Anwohnenden zu verbessern, wurde 1929 die Siemensbahn eröffnet. Nach den Einschnitten durch den Zweiten Weltkrieg und den im Zuge des Mauerbaus einsetzenden S‑Bahn‑Boykott wurde die Strecke 1980 stillgelegt und blieb jahrzehntelang ungenutzt.

Mit i2030 wird die Verbindung wiederbelebt, um den aktuellen Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden. Mit der Siemensbahn erhält der Innovations- und Wohnstandort Siemensstadt Square eine direkte Anbindung an die Ringbahn – mit schnellen Anschlüssen zum Berliner Hauptbahnhof und zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Die Gesamtmaßnahme verläuft im Nordwesten Berlins auf einer Länge von rund 4,5 Kilometern: von Westhafen über die Jungfernheide durch den Bezirk Charlottenburg und die Siemensstadt bis nach Gartenfeld.

Auftrag „KIB Neubau“

Bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt in der deutschen Hauptstadt verantwortet die ARGE PORR – KEMNA BAU – MCE das Vergabepaket 2 „KIB Neubau“. Es umfasst die Herstellung sämtlicher Ingenieurbauwerke, darunter Eisenbahnbrücken, Bahnhöfe, Fußgängertunnel, Lärmschutzwände und Stützbauwerke im Abschnitt zwischen dem Bahnhof Westhafen und den „Unteren Spreebrücken“ am Übergang zur bestehenden Hochbahnstrecke sowie im Bereich des Bahnhof Gartenfeld. Darüber hinaus beinhaltet das Paket die Leistungen Erdbau und Tiefbau sowie die Erschließung und die Herstellung der Logistikflächen für die Gesamtmaßnahme.

Partnerschaftsmodell Schiene setzt auf Zusammenarbeit

Beim Projekt Siemensbahn kommt das Partnerschaftsmodell Schiene in der Region Ost zum Einsatz. Das Modell setzt auf integrierte Zusammenarbeit: Planung und Umsetzung erfolgen von Beginn an gemeinsam und fachübergreifend. So werden Synergien genutzt, Qualität gesichert und Termine sowie Kosten verlässlich eingehalten. Ziel ist die effiziente und nachhaltige Wiederanbindung der Strecke zwischen Jungfernheide und Gartenfeld – als Beitrag zu einer modernen und umweltbewussten Mobilität in der Hauptstadtregion.

PORR CEO Karl-Heinz Strauss bekräftig: „Wir sind stolz, unser umfassendes Know-how im Bahnbau bei der Umsetzung dieses wichtigen Mobilitätsprojekts einzubringen. Das Partnerschaftsmodell Schiene beschleunigt die Entwicklung von Infrastrukturprojekten und ermöglicht ein besonders zielgerichtetes gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten.“

Herausfordernde Rahmenbedingungen

Die Arbeiten erfolgen im innerstädtischen Bereich, teilweise entlang bestehender und in Betrieb befindlicher Gleisanlagen. Dies erfordert eine präzise Logistikplanung und die Durchführung zahlreicher Leistungen innerhalb enger Sperrpausen der Deutschen Bahn. Hinzu kommen Eingriffe in Bestandsbauwerke mit denkmalpflegerischen Anforderungen sowie Arbeiten im Bereich der Spree. Bereits in der Angebotsphase wurde ein BIM-Modell entwickelt, um die komplexe Logistik frühzeitig zu berücksichtigen und eine effiziente Umsetzung sicherzustellen.

 

S25 Süd: Neue Trikots vom Projekt i2030 für die Tischtennis-Spieler*innen vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.

Der TSV Stahnsdorf Tischtennis kooperiert mit Projekt i2030, Foto: VBB GmbH

S25 Süd: Neue Trikots vom Projekt i2030 für die Tischtennis-Spieler*innen vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.

16. Dezember 2025

Die Abteilung Tischtennis vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V. gehört zu den erfolgreichsten im Land Brandenburg. Zum Jahresabschluss bekamen die Sportler*innen der „Verbandsliga Damen“ und „Landesliga Jugend und Schüler“ neue Trikots mit dem Logo des Projekts „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ feierlich überreicht. Bernd Albers, Bürgermeister der Gemeinde Stahnsdorf, begleitete die Übergabe und kann sich doppelt freuen: Einmal über das erfolgreiche Sportjahr für den Ortsverein und darüber hinaus, dass die geplante S-Bahnverlängerung von Teltow Stadt nach Stahnsdorf die nächste Planungsphase erreicht. Das Engagement bei Vereinen soll die über mehrere Jahre dauernden Schienenprojekte schon heute sichtbar machen.

Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der Deutschen Bahn und dem VBB den langfristigen Infrastrukturausbau im Regional- und S-Bahnverkehr. Bis ein Streckenausbau tatsächlich beginnen kann, braucht es neben Zeit und Geld eine breite Zustimmung der Menschen vor Ort. Mit der Kooperation von aktiven Vereinen aus der Region können die i2030-Projektpartner für die geplanten Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr werben. Ein Teilprojekt ist dabei die S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf mit den zwei neuen Stationen „Iserstraße“ und „Sputendorfer Straße“. Sie sollen die wachsende Region mit einem attraktiven S-Bahntakt an die Hauptstadt anbinden. Das Projekt befindet sich derzeit im Übergang zur dritten Planungsphase, der Entwurfsplanung. Bei durchgehender Finanzierung und schnellen Genehmigungsverfahren könnten erste S-Bahnzüge Ende 2032 fahren. Öffentliche Informationsveranstaltungen zum Stand des S-Bahnprojekts werden für das Jahr 2026 vorbereitet.

Bürgermeister Bernd Albers setzt sich als i2030-Botschafter (www.i2030.de/botschafter-in) für den Ausbau der S-Bahn ein. Die Gemeinde ist enger Begleiter der Planungen und treibt mit großem Engagement die städtebauliche Entwicklung rund um den kommenden Bahnhof „Sputendorfer Straße“ voran. „Ich freue mich darüber, dass sich die i2030-Partner vor Ort engagieren und auf diese Weise gemeinsam mit uns für Akzeptanz werben. Mit der im November unterzeichneten Finanzierungsvereinbarung, die bis zum Abschluss der Genehmigungsplanung reicht, hat Stahnsdorf ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk erhalten. Um in der Sprache des Sportes zu bleiben: Das war ein gelungener Aufschlag für die Vollendung dieses S-Bahn-Projekts. Ein Match besteht aber aus mehreren Sätzen. Es dauert lange und erfordert Durchhaltevermögen. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball“, sagt Bürgermeister Bernd Albers.

„Ich wünsche allen Spielern- und Spielerinnen vom TSV für das kommende Jahr viele sportliche Erfolge und Spaß mit den neuen Trikots.“ ergänzt VBB-Geschäftsführer Christoph Heuing. „Spaß bereitet uns auch gerade das Projekt der S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf. Die nächste Planungsphase beginnt und wir tun mit allen Projektpartnern alles dafür, den S-Bahnanschluss ans Ziel zu bringen.“

Weitere Kooperationen mit Sportvereinen befinden sich in Abstimmung mit Kommunen und Bezirken, die eng bei der Erweiterung der Schieneninfrastruktur mit dem Projekt i2030 zusammenarbeiten.

Mehr Infos zum i2030-Ausbaukorridor: www.i2030.de/sued-west

Mehr Infos zum Verein TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.: tsv-stahnsdorf.de/tischtennis

S25 Süd: Planungen zum möglichen S-Bahnanschluss für Stahnsdorf erreichen nächste Stufe

Blick Richtung Osten auf die künftige Trasse an der Sputendorfer Straße in Stahnsdorf, Foto DB InfraGO AG, Hertzer

S25 Süd: Planungen zum möglichen S-Bahnanschluss für Stahnsdorf erreichen nächste Stufe

26. November 2025

Für die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf wurde die Vorplanung durch die DB InfraGO AG abgeschlossen. Dabei haben sich die i2030-Projektpartner – die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) – auf einen Variantenentscheid für den Ausbau geeinigt. Derzeit laufen die Gespräche zu den Vorplanungsergebnissen mit den Anliegerkommunen Teltow und Stahnsdorf, bevor im nächsten Schritt die Öffentlichkeit Anfang 2026 umfassend informiert wird.

Innerhalb des Infrastrukturprojektes „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ wird die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf geplant. Die Finanzierung des Projektes ist aktuell bis zum Abschluss der Entwurfs- und Genehmigungsplanung aus Finanzmitteln der Länder Brandenburg und Berlin abgesichert. Das Land Brandenburg finanziert die Planung für den Brandenburger Abschnitt von Teltow Stadt nach Stahnsdorf einschließlich der Genehmigungsplanung mit einem Anteil von 27,9 Mio. Euro. Das Land Berlin finanziert für den gleichen Planungszeitraum einen Anteil von 18,8 Mio. Euro für den Berliner Abschnitt von Südende bis Lichterfelde Ost. Für die Finanzierung der anschließenden baulichen Umsetzung ist eine Bundesförderung im Rahmen des GVFG (Gemeindeverkehrs­finanzierungsgesetz) mit Kofinanzierung durch die Länder geplant.

Die Zeitpläne für die weitere Projektumsetzung werden aktuell vor dem Hintergrund des jetzt final abgestimmten Variantenentscheids auf Basis der Vorplanung und Beauftragung der Leistungsphasen 3+4 neu aufgestellt. Der Beginn des Planfeststellungsverfahrens ist für Ende 2027 vorgesehen. 

Beim vorliegenden Variantenentscheid für den Ausbau haben sich die i2030-Projektpartner auf folgende Eckpunkten verständigt:

    • Die Strecke zwischen Teltow Stadt und Stahnsdorf soll durchgehend zweigleisig errichtet werden. Dies ermöglicht auch für diesen Abschnitt einen 10-Minutentakt und bietet die Grundlage für eine stabile Betriebsqualität.
    • Auf dem Gebiet der Stadt Teltow quert die geplante S-Bahnstrecke den Bereich der Ruhlsdorfer/Whitehorsestraße in Teltow mit einer offenen Trasse unterhalb des bestehenden Straßenniveaus. Die Führung des Individualverkehrs wird an dieser Stelle durch die neue Bahnstrecke nicht verändert.
    • Die Iserstraße in Teltow wird nahezu auf Straßenniveau gequert. Hierdurch werden die Eingriffe in das Stadtbild und die Auswirkungen auf die Nachbarschaft minimiert, z.B. durch die Vermeidung einer Errichtung von Stützbauwerken. Personen, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad auf der Iserstraße unterwegs sind, können die S-Bahnstrecke auch zukünftig an dieser Stelle mittels einer Unterführung queren. Der motorisierte Individualverkehr wird künftig über die Biomalzspange geleitet. Diese wird mit einer Überführung die zukünftigen S-Bahngleise überqueren.
    • Zwischen der Iserstraße und der Biomalzspange wird eine S-Bahnstation – vorläufiger Name „Iserstraße“ – errichtet, die von beiden genannten Straßen barrierefrei erreicht werden kann. Durch diese Lage wird ein maximales Fahrgastpotenzial erschlossen.
    • Weiterhin wird in Stahnsdorf als Endpunkt der Streckenverlängerung eine zweite neue Station – vorläufiger Name „Sputendorfer Straße“ – entstehen. Die Gestaltung steht in Einklang mit den Zielen der Gemeinde für die Entwicklung des künftigen Bahnhofsbereichs.
    • In Verbindung mit dem Projekt werden weitere Verbesserungen für die Linie S25 umgesetzt: In Stahnsdorf werden zusätzliche Abstellgleise für vier S-Bahnzüge entstehen. Der gegenwärtig noch eingleisige Berliner Streckenabschnitt zwischen den Stationen Berlin Südende und Berlin-Lichterfelde Ost wird zweigleisig ausgebaut, um eine höhere Betriebsqualität für die S25 / S26 zu ermöglichen.

Derzeit werden die Planungsergebnisse aus der Vorplanung mit den Anliegerkommunen besprochen. Im nächsten Schritt wird die Öffentlichkeit in mehreren Informationsveran­staltungen über die Planungen und das weitere Vorgehen im Detail informiert. Update Januar 2026: Die Termine finden am 10. und 16.03.2026 statt. Hier finden Sie weitere Infos.

Potsdamer Stammbahn: Durchführung von Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen

Baugrunduntersuchungen und Kampfmittelsondierungen werden auf der historischen Potsdamer Stammbahn durchgeführt, Foto: DB InfraGO AG, Nina Herff

Durchführung von Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen

3. November 2025

Im i2030-Teilprojekt Potsdamer Stammbahn+ wird die Wiederinbetriebnahme der historischen Potsdamer Stammbahn untersucht. Die Deutsche Bahn (DB InfraGO AG) führt derzei im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg die Vorplanung (Leistungsphase 2 gemäß HOAI ) durch.

In diesem Zusammenhang werden ab November 2025 Baugrund- und Kampfmittelsondierungen entlang der Trasse zwischen Potsdam-Griebnitzsee und Berlin-Schöneberg stattfinden. Diese Untersuchungen werden sukzessive bis Herbst 2026 erfolgen.

Die Baugrund- und Kampfmittelsondierungen finden wochentags in der Zeit von 07:00 bis 18:00 Uhr statt, insbesondere in der Form von Bohrungen. Im Bereich Arbeiten kann es zu Lärm und Erschütterungen kommen. Die ausführenden Firmen sind bemüht, die von den Arbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Die Eigentümer der Grundstücke wurden, soweit diese auffindbar und erreichbar waren, durch die DB direkt informiert. Wir bitten Sie für die entstehenden Belastungen um Verständnis.

Im Einzelnen werden folgende Abschnitte untersucht:

    • Stadt Potsdam: Griebnitzsee bis Machnower Straße, exklusive Bernhard-Beyer-Straße
    • Gemeinde Kleinmachnow: Teerofenweg bis Benschallee
    • Berlin, Bezirk Steglitz-Zehlendorf: Bernhard-Beyer-Straße, Machnower Straße bis Bereich Teerofenweg und Benschallee bis Friedenauer Brücke
    • Berlin, Bezirk Tempelhof-Schöneberg: Friedenauer Brücke bis Dominicusstraße

Begonnen wird im Bereich Griebnitzsee, die Arbeiten sollen während der Vegetationspause im Düppler Forst beginnen und werden im Laufe des Jahres 2026 stadteinwärts fortgeführt.

Frank Zeugner + Vorsitzender Tourismusverein Raddusch und Umgebung e.V.

i2030-BOTSCHAFTER:IN

Frank Zeugner + Vorsitzender Tourismusverein Raddusch und Umgebung e.V.

 

Frank Zeugner, Vorsitzender des Tourismusvereins Raddusch und Umgebung
e.V

Vor über 100 Jahren warb ein Tourismusunternehmen in Raddusch mit dem Slogan „Von der Bahn in den Kahn“. Frank Zeugner knüpft heute daran an – mit Blick auf die Zukunft: Der zweigleisige Ausbau der RE2-Strecke zwischen Berlin und Cottbus soll mehr Reisende direkt in den Spreewald bringen.

„Wir wünschen uns, dass mehr Touristen von der Straße auf die Bahn umsteigen, ihr Fahrrad mitbringen oder zu Fuß nach Raddusch kommen, um den südlichsten Teil des Spreewalds zu entdecken“, sagt Zeugner. Die Grundlage dafür wird seit Jahren gemeinsam gelegt. Frühzeitig wurden Anwohnende informiert, Hinweise aufgenommen, Flächenbedarfe abgestimmt – vieles davon ist in die Planung eingeflossen.

Auch im weiteren Verlauf sollen Vorschläge aus der Region berücksichtigt werden. Zeugner denkt an gestaltete Lärmschutzwände mit Spreewaldmotiven lokaler Künstler – als Willkommensgruß für Bahnreisende.

Die Strecke hat lange auf Investitionen gewartet – nun ist das zweite Gleis in der Ausführungsplanung. Zeugner weiß, dass Projekte wie i2030 Zeit brauchen. Für ihn zählt: Initiative zeigen, Geduld mitbringen, mitreden – und sich über das Ergebnis freuen.

Botschafter:innen für i2030

Alter Bahnübergang an der RE1 weicht neuer Brücke – Spatenstich für Umgestaltung der L 23 am Bahnhof Fangschleuse

Spatenstich für Umgestaltung der L 23 am Bahnhof Fangschleuse entlang der RE1, Foto: Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Alter Bahnübergang an RE1-Strecke weicht neuer Brücke – Spatenstich für Umgestaltung der L 23 am Bahnhof Fangschleuse

06. Oktober 2025

Der Auftakt ist gemacht: Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, setzte heute gemeinsam mit Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, und dem Bürgermeister der Gemeinde Grünheide (Mark), Arne Christiani, den Spatenstich für die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs der Landesstraße L 23 am Bahnhof Fangschleuse. Um der verkehrlichen Entwicklung auf Straße und Schiene gerecht zu werden und damit verbundenen Schrankenschließzeiten entgegen zu wirken, wird über die Bahnstrecke Berlin – Frankfurt (Oder) eine Straßenüberführung mit integriertem Geh- und Radweg gebaut.

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die Region wächst und somit auch die Anforderungen an die Infrastruktur im Land Brandenburg. Der alte Bahnhof Fangschleuse und der beschrankte Bahnübergang auf der L 23 haben ausgedient, leistungsfähigere Lösungen und Investitionen für mehr Flexibilität und Komfort für die Bürgerinnen und Bürger folgen. Ich bin stolz darauf, heute in diesem dynamischen und zukunftsweisenden Umfeld den nächsten großen Schritt für eine moderne Straßenplanung einzuleiten. Die neue, östlich gelegene Straßenüberführung der L 23 bietet uns auch eine neue Perspektive und ist ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmenden – unabhängig davon, ob wir mit der Bahn oder zu Fuß unterwegs sind, oder ob wir das Fahrrad oder das Auto nutzen.“ 

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Im Projekt Fangschleuse arbeiten alle Akteure unkompliziert und lösungsorientiert zusammen. Die Bauarbeiten für den Personen- und Güterbahnhof liegen im Zeitplan.“ 

Arne Christiani Bürgermeister der Gemeinde Grünheide (Mark): „Im Zuge des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur für den Industriestandort Freienbrink, ist der heutige Spatenstich von großer Bedeutung für Grünheide (Mark). Der gestiegene Verkehr soll über eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur verträglich für die Gemeinde und ihre Bewohner abgewickelt werden. Die mit dem Brückenbau einhergehende barrierefreie Überquerung der Gleisanlagen ist auch von Vorteil für die Feuerwehr und den Rettungsdienst.  Lange Schrankenschließzeiten spielen zukünftig keine Rolle mehr. Beeindruckend ist nach wie vor, in welcher Geschwindigkeit vom Land Brandenburg und der DB geplant und gebaut wird.“

Für das Projekt der Bahnübergangsbeseitigung auf der L 23 müssen viele Rädchen ineinandergreifen. Gestartet wird im Oktober 2025 mit dem Bau der Brücke sowie einer Stützwand. Sie schaffen die Grundlage für die Verlegung des neuen Straßenverlaufs. Die vier Gleise unter der Brücke, die im Rahmen des Bahnhofumbaus Fangschleuse vorgesehen sind, können dann sowohl vom motorisierten Verkehr als auch von allen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, bequem ohne Wartezeiten überquert werden.

Die begleitenden Straßenbauarbeiten sind ab Januar 2026 geplant. In dem Zuge wird die südliche Rampe der L 23 mit der neu zu errichtenden L 386, die als Netzergänzung zwischen der Autobahn A 10 und der L 23 verlaufen soll, verknüpft. Die DB InfraGo übernimmt die Gleis-, Oberleitungs- und Kabelarbeiten und wird den alten Bahnübergang ab Ende Juli 2026 zurückbauen. Sämtliche Arbeiten erfolgen unter Beachtung umweltfachlicher Maßgaben.

Gebaut wird der 735 Meter lange Gesamtabschnitt hauptsächlich während des laufenden Betriebs auf Straße und Schiene. Spezielle Arbeiten im Bahnbereich werden im Rahmen der Sperrzeiten der Bahnstrecke Berlin – Frankfurt (Oder) ausgeführt. Ab Ende Juli 2026 wird die L 23 dann bis zur Verkehrsfreigabe voll gesperrt. Grund ist der Rückbau des Bahnübergangs sowie die parallel dazu stattfindende Fertigstellung der neuen Straßenüberführung. In der Zeit wird der Verkehr umgeleitet. Der Landesbetrieb Straßenwesen wird darüber rechtzeitig informieren.

Die Verkehrsfreigabe für die Gesamtbaumaßnahme ist für Dezember 2026 geplant.

Für die Gesamtbaumaßnahme werden 11,3 Millionen Euro investiert. Davon betragen die Kosten für die geplante Straßenüberführung 2,8 Millionen Euro. Der Bund, das Land Brandenburg und die DB InfraGO beteiligen sich zu gleichen Teilen.

Großauftrag für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau–Cottbus vergeben

Die Baufirmen für den zweigleisigen Ausbau Lübbenau - Cottbus sind gefunden, Foto: DB InfraGO AG

Großauftrag für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau–Cottbus vergeben

30. September 2025

Mehr Bahn für die Lausitzregion: Die Deutsche Bahn hat nach europaweiter Ausschreibung eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) bestehend aus den Bauunternehmen:

    • JOHANN BUNTE Bauunternehmung SE & Co. KG
    • BUG Verkehrsbau SE
    • Schwalbe Metallbau GmbH
    • Eiffage
    • Rail Power Systems GmbH

mit zwei Paketen der Hauptbauleistung für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau–Cottbus beauftragt. Bis Herbst 2026 wird nun die Ausführungsplanung erarbeitet. Im Anschluss werden entlang des gesamten Abschnittes die notwendigen Baustellenflächen hergerichtet, bevor ab Ende 2026 die wesentlichen Bauarbeiten im Rahmen der einjährigen Sperrung der Strecke durchgeführt werden. Ab Ende 2027 sollen die Züge auf dem neuen zweiten Gleis rollen. Zuvor muss die Strecke für die umfangreichen Arbeiten ein Jahr gesperrt werden. Reisende werden zuvor rechtzeitig in bewährter Form über Ersatzangebote informiert.

Zusätzlich zum Bau des zweiten Gleises einschließlich Oberleitung und Signaltechnik werden auf der 29 Kilometer langen Strecke zwölf Bahnübergänge angepasst. Sechs Eisenbahnbrücken und 18 Durchlässe (beispielsweise für Bäche) müssen erweitert werden. Die Stationen Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz bekommen einen zweiten Bahnsteig.

Der Ausbau der Strecke ist ein weiterer Entwicklungsimpuls für die Region und unterstützt so den Strukturwandel in der Lausitz. Unter anderem ist ein stabiler Halbstundentakt zwischen Berlin und Cottbus möglich.

Das Bauvorhaben ist ein im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) vom Bund gefördertes Projekt und Teil des Infrastruktur-Entwicklungsprogramms „i2030 – mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“. Das Projekt ist auch Teil des Deutschlandtaktes.