Planungsbüros für die i2030-Projekte PEX-Süd und Elektrifizierung der Strecke Hennigsdorf – Wittenberge gebunden

Die Vorplanung im i2030-Projekt Potsdamer Stammbahn+ startet, Foto DB InfraGO AG/Oliver Lang

Planungsbüros für die i2030-Projekte PEX-Süd und Elektrifizierung der Strecke Hennigsdorf – Wittenberge gebunden

Karte für den i2030-Korridor Nord-West mit Elektrifizierungsstrecke Hennigsdorf – Wittenberge, Grafik: VBB GmbH
Karte für den i2030-Korridor Nord-West mit Elektrifizierungsstrecke Hennigsdorf – Wittenberge, Grafik: VBB GmbH

Sie haben nun die Aufgabe, die Untersuchungen für eine schnelle Regionalverkehrseinbindung des Prignitz-Expresses über den Berliner Außenring in die Berliner Innenstadt einschließlich der „Kurve Hohenschöpping“ und die Verlängerung der S-Bahn von Hennigsdorf nach Velten mit neuem S-Bahnhalt in Hennigsdorf Nord zu vertiefen. Weiterhin gilt es, die Planungen für die Elektrifizierung der rund 140 Kilometer und 22 Verkehrsstationen umfassenden Strecke Hennigsdorf – Wittenberge fortzusetzen.

Bis vsl. Ende 2028 untersuchen und bewerten die Beteiligten im Rahmen der Vorplanung verschiedene Umsetzungsvarianten. Dabei berücksichtigen sie unter anderem Umweltaspekte sowie technische und wirtschaftliche Kriterien. Sie stimmen sich eng mit betroffenen Behörden und Kommunen ab, koordinieren Schnittstellen zu angrenzenden Projekten und erarbeiten erste Kostenschätzungen. Über die Prozessergebnisse wird die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert.

Damit geht es einen wichtigen Schritt voran, um diese beiden Projekte des i2030 Korridors Prignitz-Express/ Velten weiter voranzutreiben.

Hintergrundinfos zu den laufenden Planungen und den weiteren Projekten im i2030-Korridor Nord-West mit dem PEX Nord: Ausbau Velten – Neuruppin und den S-Bahnausbau: Schönholz – Hennigsdorf finden Sie hier https://www.i2030.de/nordwest.

Wiederbelebung der Siemensbahn: Arbeitsgemeinschaft realisiert wichtigen Schritt

Auch neue S-Bahnbrücken über die Spree werden bei der Reaktivierung der Siemensbahn umgesetzt, Grafik: DB InfraGO AG

Wiederbelebung der Siemensbahn: Arbeitsgemeinschaft realisiert wichtigen Schritt

15. Januar 2026

Die Siemensbahn, ein historisches Wahrzeichen der Berliner Verkehrsinfrastruktur, wird nach über 40 Jahren Stillstand reaktiviert. Im Rahmen des Projekts „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ entsteht eine moderne, leistungsfähige Verbindung zwischen Jungfernheide und Gartenfeld. Für die Umsetzung setzt die Deutsche Bahn auf das Partnerschaftsmodell Schiene. Die PORR ist Vertragspartnerin für Vergabepaket 2 „KIB Neubau“.

Bereits 1912/1913 arbeiteten rund 24.000 Menschen in der Siemensstadt – einem der größten Industriestandorte Berlins. Um die Verkehrsanbindung für die Mitarbeitenden von Siemens und die Anwohnenden zu verbessern, wurde 1929 die Siemensbahn eröffnet. Nach den Einschnitten durch den Zweiten Weltkrieg und den im Zuge des Mauerbaus einsetzenden S‑Bahn‑Boykott wurde die Strecke 1980 stillgelegt und blieb jahrzehntelang ungenutzt.

Mit i2030 wird die Verbindung wiederbelebt, um den aktuellen Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden. Mit der Siemensbahn erhält der Innovations- und Wohnstandort Siemensstadt Square eine direkte Anbindung an die Ringbahn – mit schnellen Anschlüssen zum Berliner Hauptbahnhof und zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Die Gesamtmaßnahme verläuft im Nordwesten Berlins auf einer Länge von rund 4,5 Kilometern: von Westhafen über die Jungfernheide durch den Bezirk Charlottenburg und die Siemensstadt bis nach Gartenfeld.

Auftrag „KIB Neubau“

Bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt in der deutschen Hauptstadt verantwortet die ARGE PORR – KEMNA BAU – MCE das Vergabepaket 2 „KIB Neubau“. Es umfasst die Herstellung sämtlicher Ingenieurbauwerke, darunter Eisenbahnbrücken, Bahnhöfe, Fußgängertunnel, Lärmschutzwände und Stützbauwerke im Abschnitt zwischen dem Bahnhof Westhafen und den „Unteren Spreebrücken“ am Übergang zur bestehenden Hochbahnstrecke sowie im Bereich des Bahnhof Gartenfeld. Darüber hinaus beinhaltet das Paket die Leistungen Erdbau und Tiefbau sowie die Erschließung und die Herstellung der Logistikflächen für die Gesamtmaßnahme.

Partnerschaftsmodell Schiene setzt auf Zusammenarbeit

Beim Projekt Siemensbahn kommt das Partnerschaftsmodell Schiene in der Region Ost zum Einsatz. Das Modell setzt auf integrierte Zusammenarbeit: Planung und Umsetzung erfolgen von Beginn an gemeinsam und fachübergreifend. So werden Synergien genutzt, Qualität gesichert und Termine sowie Kosten verlässlich eingehalten. Ziel ist die effiziente und nachhaltige Wiederanbindung der Strecke zwischen Jungfernheide und Gartenfeld – als Beitrag zu einer modernen und umweltbewussten Mobilität in der Hauptstadtregion.

PORR CEO Karl-Heinz Strauss bekräftig: „Wir sind stolz, unser umfassendes Know-how im Bahnbau bei der Umsetzung dieses wichtigen Mobilitätsprojekts einzubringen. Das Partnerschaftsmodell Schiene beschleunigt die Entwicklung von Infrastrukturprojekten und ermöglicht ein besonders zielgerichtetes gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten.“

Herausfordernde Rahmenbedingungen

Die Arbeiten erfolgen im innerstädtischen Bereich, teilweise entlang bestehender und in Betrieb befindlicher Gleisanlagen. Dies erfordert eine präzise Logistikplanung und die Durchführung zahlreicher Leistungen innerhalb enger Sperrpausen der Deutschen Bahn. Hinzu kommen Eingriffe in Bestandsbauwerke mit denkmalpflegerischen Anforderungen sowie Arbeiten im Bereich der Spree. Bereits in der Angebotsphase wurde ein BIM-Modell entwickelt, um die komplexe Logistik frühzeitig zu berücksichtigen und eine effiziente Umsetzung sicherzustellen.

 

Staatssekretärin Bartmann eröffnet VBB-RadPark am Hauptbahnhof Cottbus/Chóśebuz

Den VBB-RadPark in Cottbus haben eröffnet v.l.n.r. Michael Fugel, Geschäftsführer GB InfraVelo, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Tobias Schick, Bürgermeister Cottbus und Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB © VBB

Staatssekretärin Bartmann eröffnet VBB-RadPark am Hauptbahnhof Cottbus/Chóśebuz

18. Dezember 2025

Den VBB-RadPark in Cottbus haben eröffnet v.l.n.r. Michael Fugel, Geschäftsführer GB InfraVelo, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Tobias Schick, Bürgermeister Cottbus und Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB © VBB
Den VBB-RadPark in Cottbus haben eröffnet v.l.n.r. Michael Fugel, Geschäftsführer GB InfraVelo, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Tobias Schick, Bürgermeister Cottbus und Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB © VBB

Das neue Fahrradparkhaus an der Südseite des Hauptbahnhofes Cottbus wurde heute feierlich eröffnet. Infrastrukturstaatssekretärin Ina Bartmann nahm gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Cottbus/Chóśebuz, Tobias Schick, dem Geschäftsführer des VBB, Christoph Heuing sowie Michael Fugel, Geschäftsführer von infraVelo teil. Mit 186 komfortablen Stellplätzen – darunter Sammelschließanlagen, sicheren Abstellmöglichkeiten für Lastenräder und Kinderanhängern und modernen Doppelstockparkern – bietet die Anlage Pendlerinnen und Pendlern ab sofort einen attraktiven Service für den Alltag. Mit dem „VBB-RadPark“ in Cottbus folgt ein weiterer Schritt für die Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr in Brandenburg – weitere Projekte sind bereits im Bau und werden bis Ende 2026 umgesetzt.

Das Fahrradparkhaus Cottbus/Chóśebuz verbindet den modularen Ansatz und eine innovative Holzbauweise mit einem begrünten Dach und Photovoltaikmodulen. Die Anlage bietet vielseitige Abstellmöglichkeiten, von klassischen Fahrradständern bis hin zu einem speziellen Abteil für Lastenräder. Sicherheit und Komfort werden durch Videotechnik, dem digitalen Zugangssystem „ParkYourBike“ und einen hell und freundlich gestalteten Vorplatz gewährleistet. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren macht den „RadPark“ zu einem Vorzeigeprojekt.

Das Vorhaben ist Teil des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“ und wurde gemeinsam von Bund, Land, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), infraVelo und der Stadt Cottbus/Chóśebuz umgesetzt. Die Finanzierung erfolgte überwiegend aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) übernimmt bis zu 90 % der förderfähigen Gesamtkosten und stellt eine Fördersumme von insgesamt rund 817.000 Euro zur Verfügung. Darüberhinausgehende Kosten kommen aus dem Programm ÖPNV-Invest des Landes Brandenburg.

Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg: „Brandenburg ist Fahrradland. Deshalb wollen wir den Radverkehr stärken und ihn sinnvoll mit dem umweltfreundlichen ÖPNV verknüpfen. Ein wichtiger Schlüssel dazu sind Bike&Ride-Anlagen an Bahnhöfen. Um den Bau von Fahrradparkanlagen in Brandenburg zu beschleunigen, haben wir das Pilotprojekt ‚Modulares Fahrradparken‘ ins Leben gerufen. Damit unterstützen wir Brandenburger Kommunen bei der Umsetzung sicherer, modularer Fahrradparkhäuser. Auch der „VBB-RadPark“ in Cottbus steht mit der Kombination aus modularer Holzbauweise, begrüntem Dach, Photovoltaik und innovativen Serviceangeboten für nachhaltige Mobilität in Brandenburg. Unser Ziel ist es, komfortable, sichere und klimafreundliche Radinfrastruktur im ganzen Land zu etablieren.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Fahrradparken ist ein zentraler Bestandteil moderner Mobilität. Sichere und wettergeschützte Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen machen vor allem das Kombinieren von Zug und Fahrrad auf dem täglichen Arbeitsweg einfach und bequem. Das modulare System dieser Anlage ermöglicht es, Fahrradparken in der Fläche schnell auszubauen und flexibel auf die individuellen Bedürfnisse in den Kommunen vor Ort zuzuschneiden. Ich freue mich sehr, dass von dieser innovativen Lösung die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aus Cottbus profitieren.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer VBB: „Eine gute Verknüpfung von Bus und Bahn mit dem Fahrrad ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Die VBB-RadParks entstehen genau an dieser wichtigen Schnittstelle, im engen Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und den Kommunen. Damit all das ineinandergreift, unterstützt die VBB-Vernetzungsstelle Bike & Ride die Projektpartner bei der Planung und Umsetzung, berät zu Fördermitteln und hält die Fäden in der Hand. Die Fahrradfahrenden in Cottbus können ihr Rad jetzt wettergeschützt und sicher am Bahnhof abstellen und bequem umsteigen.“

Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo: „Unser Zugangssystem für gesicherte Stellplätze ist mehr als eine App – ParkYourBike ist ein wachsendes Netzwerk und der Schlüssel zum sicheren Abstellen der Fahrräder. Bis Ende 2026 sichern wir über 1.000 geschützte Stellplätze an Dutzenden Standorten in Brandenburg und Berlin. Cottbus als zweitgrößte Stadt im Land Brandenburg ist dabei ein wichtiger Baustein in dieser Entwicklung. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern, dem VBB, den Brandenburger Kommunen und dem Land Berlin schaffen wir eine Infrastruktur, die den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtert und die Attraktivität des Radverkehrs weiter steigert.“

Tobias Schick, Oberbürgermeister von Cottbus/Chóśebuz: „Das Fahrradparkhaus als erstes dieser Angebote in unserer Stadt ist ein Gewinn für Reisende, für den städtischen Verkehr und die Umwelt. Jetzt hoffen wir auf viele zufriedene, aber auch rücksichtsvolle Nutzerinnen und Nutzer. Wir sind dankbar für die umfangreiche Förderung, die ein solches Vorhaben erst möglich machen.“

Mit dem „VBB-RadPark“ in Cottbus/Chóśebuz wurde ein wichtiger Schritt zur Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr gemacht – weitere Projekte im Land Brandenburg sind bereits im Bau und werden bis 2026 umgesetzt. 8 der 13 neuen modularen Fahrradparkhäuser in Brandenburg werden zusätzlich mit Mitteln des Landes Berlin mitfinanziert. Außerdem wird das Berliner Zugangssystem “ParkyourBike“, das extra auf die Anforderungen des Landes Brandenburg angepasst wurde, an allen Brandenburger Radmodulanlagen zum Einsatz kommen.


Beschreibung Fahrradparkhaus Südseite des Hauptbahnhofes Cottbus/Chóśebuz

Es entsteht eine B+R Anlage, die Platz für insgesamt 186 B+R Stellplätze bietet.

Modulanlage 1 
Sammelschließanlage mit 84 gesicherten Stellplätzen

    • 84 gesicherte Stellplätze in Doppelstockparker
    • 8 Schließfächer je Sammelschließanlagenmodul
    • Drehtür mit Zugangssicherung je Modul

Sammelschließanlage mit 6 gesicherten Sonderstellplätzen 

    • 6 Stellplätze für Sonderfahrräder
    • Schiebetor

Modulanlage 2
frei zugängliche überdachte Anlage mit 96 Stellplätzen

    • 96 Stellplätze in Doppelstockparker

weitere Ausstattung der B+R-Anlagen

    • Dachkonstruktion bestehend vorwiegend aus Holz mit einem Stahlanteil
    • Dachausführung teils mit Photovoltaik-Anlage (Modulanlage 1) mit 24 Modulen und teils mit Gründach (Modulanlage 2)
    • LED-Beleuchtung
    • Videoüberwachung
    • Infostele (am Bahnhofszugang)
    • Infowand
    • Reparatursäule

Außenbereiche 

    • Begrünung (Rasen) der angrenzenden Flächen
    • Entwässerung
    • Ausgleichsmaßnahmen

S25 Süd: Neue Trikots vom Projekt i2030 für die Tischtennis-Spieler*innen vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.

Der TSV Stahnsdorf Tischtennis kooperiert mit Projekt i2030, Foto: VBB GmbH

S25 Süd: Neue Trikots vom Projekt i2030 für die Tischtennis-Spieler*innen vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.

16. Dezember 2025

Die Abteilung Tischtennis vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V. gehört zu den erfolgreichsten im Land Brandenburg. Zum Jahresabschluss bekamen die Sportler*innen der „Verbandsliga Damen“ und „Landesliga Jugend und Schüler“ neue Trikots mit dem Logo des Projekts „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ feierlich überreicht. Bernd Albers, Bürgermeister der Gemeinde Stahnsdorf, begleitete die Übergabe und kann sich doppelt freuen: Einmal über das erfolgreiche Sportjahr für den Ortsverein und darüber hinaus, dass die geplante S-Bahnverlängerung von Teltow Stadt nach Stahnsdorf die nächste Planungsphase erreicht. Das Engagement bei Vereinen soll die über mehrere Jahre dauernden Schienenprojekte schon heute sichtbar machen.

Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der Deutschen Bahn und dem VBB den langfristigen Infrastrukturausbau im Regional- und S-Bahnverkehr. Bis ein Streckenausbau tatsächlich beginnen kann, braucht es neben Zeit und Geld eine breite Zustimmung der Menschen vor Ort. Mit der Kooperation von aktiven Vereinen aus der Region können die i2030-Projektpartner für die geplanten Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr werben. Ein Teilprojekt ist dabei die S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf mit den zwei neuen Stationen „Iserstraße“ und „Sputendorfer Straße“. Sie sollen die wachsende Region mit einem attraktiven S-Bahntakt an die Hauptstadt anbinden. Das Projekt befindet sich derzeit im Übergang zur dritten Planungsphase, der Entwurfsplanung. Bei durchgehender Finanzierung und schnellen Genehmigungsverfahren könnten erste S-Bahnzüge Ende 2032 fahren. Öffentliche Informationsveranstaltungen zum Stand des S-Bahnprojekts werden für das Jahr 2026 vorbereitet.

Bürgermeister Bernd Albers setzt sich als i2030-Botschafter (www.i2030.de/botschafter-in) für den Ausbau der S-Bahn ein. Die Gemeinde ist enger Begleiter der Planungen und treibt mit großem Engagement die städtebauliche Entwicklung rund um den kommenden Bahnhof „Sputendorfer Straße“ voran. „Ich freue mich darüber, dass sich die i2030-Partner vor Ort engagieren und auf diese Weise gemeinsam mit uns für Akzeptanz werben. Mit der im November unterzeichneten Finanzierungsvereinbarung, die bis zum Abschluss der Genehmigungsplanung reicht, hat Stahnsdorf ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk erhalten. Um in der Sprache des Sportes zu bleiben: Das war ein gelungener Aufschlag für die Vollendung dieses S-Bahn-Projekts. Ein Match besteht aber aus mehreren Sätzen. Es dauert lange und erfordert Durchhaltevermögen. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball“, sagt Bürgermeister Bernd Albers.

„Ich wünsche allen Spielern- und Spielerinnen vom TSV für das kommende Jahr viele sportliche Erfolge und Spaß mit den neuen Trikots.“ ergänzt VBB-Geschäftsführer Christoph Heuing. „Spaß bereitet uns auch gerade das Projekt der S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf. Die nächste Planungsphase beginnt und wir tun mit allen Projektpartnern alles dafür, den S-Bahnanschluss ans Ziel zu bringen.“

Weitere Kooperationen mit Sportvereinen befinden sich in Abstimmung mit Kommunen und Bezirken, die eng bei der Erweiterung der Schieneninfrastruktur mit dem Projekt i2030 zusammenarbeiten.

Mehr Infos zum i2030-Ausbaukorridor: www.i2030.de/sued-west

Mehr Infos zum Verein TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.: tsv-stahnsdorf.de/tischtennis

Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudien zur Reaktivierung von Bahnstrecken in Brandenburg liegen vor

Reaktivierung Bahnstrecken | © Omm-on-tour/Adobe Stock

Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudien zur Reaktivierung von Bahnstrecken in Brandenburg liegen vor

16. Dezember 2025

Reaktivierung Bahnstrecken | © Omm-on-tour/Adobe Stock
Reaktivierung Bahnstrecken | © Omm-on-tour/Adobe Stock

Die ersten Ergebnisse der Machbarkeitsstudien zur möglichen Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecken Werneuchen – Wriezen, Hoppegarten – Altlandsberg und Fredersdorf (b Berlin) – Rüdersdorf (b Berlin) in Brandenburg liegen nun vor. Die Untersuchungen wurden im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sowie die Gutachter TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) und PTV TransportConsult durchgeführt.

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung: „Die Machbarkeitsstudien zeigen: Reaktivierungen im ländlichen Raum können ein wichtiger Baustein für bessere Mobilität und mehr Klimaschutz sein, sie sind aber kein Selbstläufer. Wir prüfen jede Strecke sorgfältig, damit jeder investierte Euro im Schienenverkehr möglichst vielen Menschen nützt. Auf der Grundlage der Ergebnisse der Untersuchungen besteht dann für die positiv bewerteten Strecken aber noch die Herausforderung, auch die Umsetzung finanziell abzusichern.“

Mit den Machbarkeitsstudien liegt erstmals eine belastbare Grundlage für Entscheidungen zu mehreren seit Jahren diskutierten Reaktivierungsprojekten vor. Sie machen deutlich, wo eine Wiederaufnahme des Regionalverkehrs realistische Chancen bietet – und wo räumliche Konflikte oder zu geringe Potenziale dagegen sprechen.

Auf dieser Basis sollen die nächsten Schritte mit den betroffenen Landkreisen und Kommunen abgestimmt werden. Für Strecken mit erkennbarem Potenzial folgen nun vertiefende Nutzen-Kosten-Untersuchungen, die Voraussetzung für eine Förderung durch Bund und Land sind.

Geprüfte Strecken und Ergebnisse:

Werneuchen – Wriezen:

Für die Strecke Werneuchen – Wriezen wurden mehrere Varianten mit unterschiedlichen Betriebskonzepten für eine Durchbindung der Regionalverkehrslinie RB25 untersucht. Für zwei Varianten konnte im Rahmen der Studie eine technische Machbarkeit und ein ausreichendes Potenzial für eine Reaktivierung nachgewiesen werden. Die Förderwürdigkeit wird in einer anschließenden Nutzen-Kosten-Untersuchung geprüft.

Fredersdorf – Rüdersdorf:

Für die Strecke Fredersdorf (b Berlin) – Rüdersdorf (b Berlin) wurden mehrere Varianten für Betriebskonzepte (Flügelung, Pendelverkehr und Durchbindungen mit S-Bahn oder Regionalverkehr) und Streckenführungen (bis zum ehemaligen Bahnhof Rüdersdorf (Tasdorf), bis Schulzenhöhe und zum CEMEX-Werksgelände) untersucht.

Die technische Machbarkeit und die Verträglichkeit mit dem Schienengüterverkehr ist nur bei einem Pendelverkehr mit Regionalverkehrszügen gegeben. Das Fahrgastpotenzial wird jedoch aufgrund ungünstiger Rahmenbedingungen kritisch bewertet. Grund dafür sind die ungünstige Lage der Strecke und die fehlende Perspektive einer Durchbindung der Linie nach Berlin aufgrund der Eingleisigkeit der Ostbahn. Eine Nutzen-Kosten-Untersuchung soll nun prüfen, ob eine Streckenreaktivierung trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen für das Fahrgastpotenzial dennoch förderwürdig ist.

Hoppegarten – Altlandsberg:

Für die Strecke Hoppegarten (Mark) – Altlandsberg wurde die Ersteinschätzung der Gutachter basierend auf einer Flächenanalyse und Stellungnahmen der betroffenen Kommunen in Form eines Kurzberichts festgehalten. Aufgrund erheblicher Flächenkonflikte entlang der ehemaligen Kleinbahntrasse empfehlen die Gutachter keine weitere Betrachtung und keine Nutzen-Kosten-Untersuchung.

Das Land Brandenburg verfolgt ein standardisiertes Verfahren zur Prüfung stillgelegter SPNV-Strecken. Grundlage für eine Förderung von Planungs- und Baukosten durch Bund und Land ist der Nachweis eines volkswirtschaftlichen Nutzens gemäß dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Für den Betrieb reaktivierter Strecken ist perspektivisch eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel durch den Bund erforderlich.

Die Ergebnisse werden den regionalen Akteuren vor Ort vorgestellt. Die Abschlussberichte werden auf der Webseite des MIL veröffentlicht. Weitere Machbarkeitsstudien für zusätzliche Strecken sowie eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für Joachimsthal – Templin Stadt befinden sich derzeit in Bearbeitung. Ergebnisse werden im kommenden Jahr erwartet.

Laufende Untersuchungen zur Reaktivierung von SPNV-Strecken:

    • Joachimsthal – Templin Stadt
    • Neuruppin West – Neustadt (Dosse)
    • Wustermark – Ketzin
    • Rathenow – Rathenow Nord
    • Müncheberg (Mark) – Müncheberg (Mark) Stadt
    • Schmachtenhagen – Oranienburg (Fichtengrund)
    • Luckau-Uckro – Lübben (Spreewald)
    • Falkenberg (Elster) – Herzberg (Elster) Stadt

Link zu Ergebnisberichten: https://mil.brandenburg.de/mil/de/themen/mobilitaet-verkehr/bahnen-busse/infrastrukturmassnahmen/strecken-und-haltereaktivierung/ 

Hinweis: Das ist eine Pressemitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg, veröffentlicht am 16.12.2025, online verfügbar unter: https://mil.brandenburg.de/mil/de/presse/detail/~16-12-2025-machbarkeitsstudien-reaktivierung-von-bahnstrecken#

Generalsanierung Hamburg–Berlin im Zeitplan: Erste Bauphase steht vor dem Abschluss

Erste Hälfte der Generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen, Quelle: DB AG

Generalsanierung Hamburg–Berlin im Zeitplan: Erste Bauphase steht vor dem Abschluss

16. Dezember 2025

Erste Hälfte der Generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen, Quelle: DB AG
Erste Hälfte der Generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen, Quelle: DB AG
    • Erneuerung von Gleisen, Weichen sowie Schallschutzwänden weitgehend abgeschlossen
    • 740 Kilometer Kabel für Anschluss von Anlagen an neue Stellwerkstechnik erforderlich
    • Fortlaufende Anpassung des Ersatzverkehrs an die Nachfrage

Rund fünf Monate nach dem Start der Generalsanierung auf der Bahnstrecke Hamburg–Berlin steht die erste Bauphase planmäßig vor dem Abschluss. Mehr als 1.000 Mitarbeitende der DB InfraGO und der beteiligten Bauunternehmen haben seit 1. August mit bis zu 140 Baumaschinen vor allem den sogenannten Oberbau erneuert: 164 km Gleise, 241 Weichen, 5 km Schallschutzwände, 270 Signale, 25 km Oberleitung und 12 Bahnsteige. Damit ist das geplante Bausoll für den Oberbau bereits erfüllt. Für mehr Flexibilität im Betrieb sowie alternative Fahrtmöglichkeiten bei Störungen hat die DB InfraGO außerdem neue Weichenverbindungen und Überleitstellen gebaut und die Oberleitungen entsprechend angepasst. In der nächsten Bauphase steht nun neben den Bahnhöfen die Signal- und Stellwerkstechnik im Fokus.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Mit dem Abschluss der Oberbauarbeiten geht die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin in ihre nächste wichtige Phase. Eine moderne Leit- und Sicherungstechnik wird diese wichtige Verbindung langfristig stabiler, leistungsfähiger und zukunftsfest machen. In den kommenden Monaten gilt es nun, mehr als 1.000 einzelne technische Anlagen mit der rundum erneuerten Stellwerkstechnik zu verbinden. Unser Team hat dabei gemeinsam mit den Herstellern also noch einige Herausforderungen vor sich.“

Die Grafik zeigt den aktuellen Baufortschritt der Strecke Hamburg–Berlin: Schon 99 % der Gleise, 97 % der Weichen und 95 % der Schallschutzwände sind fertig. Täglich sind über 1.000 Mitarbeitende, 120 Baumaschinen und 170 Ersatzbusse im Einsatz, um einen planmäßigen Ablauf zu sichern. Quelle: DB AG
Die Grafik zeigt den aktuellen Baufortschritt der Strecke Hamburg–Berlin: Schon 99 % der Gleise, 97 % der Weichen und 95 % der Schallschutzwände sind fertig. Täglich sind über 1.000 Mitarbeitende, 120 Baumaschinen und 170 Ersatzbusse im Einsatz, um einen planmäßigen Ablauf zu sichern. Quelle: DB AG

Die Grafik zeigt den aktuellen Baufortschritt der Strecke Hamburg–Berlin: Schon 99 % der Gleise, 97 % der Weichen und 95 % der Schallschutzwände sind fertig. Täglich sind über 1.000 Mitarbeitende, 120 Baumaschinen und 170 Ersatzbusse im Einsatz, um einen planmäßigen Ablauf zu sichern.

Insgesamt 740 Kilometer Kabel verbinden künftig die verschiedenen neuen Komponenten der Strecke mit den 27 Stellwerken. Dazu zählen u.a. 678 Signale, 224 Weichenantriebe und die sogenannten Achszähler, die melden, ob ein Streckenabschnitt frei oder noch belegt ist. Nachdem die Kabel und Adern mit den richtigen Anschlüssen in den Kabelschränken verbunden sind, erfolgt ein mehrstufiger Prüf- und Abnahmeprozess.

Parallel zu den Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik erfolgen in den kommenden Monaten umfangreiche Arbeiten an 28 Bahnhöfen entlang der gesamten Strecke. Dazu gehören, je nach Station, unter anderem Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. 20 der 28 Bahnhöfe sollen dabei ganzheitlich zu Zukunftsbahnhöfen entwickelt werden – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder.

Seit dem Baustart am 1. August sorgt ein umfangreiches Verkehrskonzept dafür, dass Reisende im Fern- und Regionalverkehr weiterhin ihre Ziele erreichen. Die direkten Fernzüge der DB und anderer Eisenbahnunternehmen zwischen Hamburg und Berlin werden über Uelzen und Stendal umgeleitet. Mehrere Nahverkehrslinien waren im Vorfeld gemeinsam mit den zuständigen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen umgeplant worden. Als Ersatz für entfallende Zugverbindungen im Nahverkehr sind täglich mehr als 170 Busse des Betreibers ecoVista auf mehr als 25 Linien im Einsatz. Fahrgäste können auf einer Live-Map die Fahrt ihres Busses verfolgen.

Auf Basis der Rückmeldungen von den Verkehrsunternehmen hat die DB InfraGO seit dem Baustart eine Vielzahl von Verbesserungen umgesetzt. Dazu gehören Sanitärcontainer an insgesamt sechs Standorten und eine angepasste Wegeleitung durch z.B. zusätzliche Schilder. Darüber hinaus wurden in Wittenberge Flächen gepflastert, damit die seit Ende November versetzte Haltestelle auch barrierefrei zugänglich ist.In Abstimmung mit den Aufgabenträgern wird das Ersatzverkehrsangebot fortlaufend an die Nachfrage angepasst. So sind im Land Brandenburg Leistungen der Linie X4 auf die Linie R verschoben worden. Das Angebot auf den Linien C2, X8 und X9 wurde ausgeweitet bzw. auf weniger stark nachgefragten Linien in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern leicht reduziert.

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist 278 Kilometer lang, das entspricht etwa dem Vierfachen der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, die die DB im vergangenen Jahr als ersten Korridor gebündelt erneuert und modernisiert hatte. Mit täglich rund 470 Zügen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs gilt die Strecke Hamburg–Berlin als hochbelastet. Die Generalsanierung wird am 30. April planmäßig abgeschlossen.

Hinweis: Dies ist eine Pressemitteilung der DB AG vom 16.12.2025, online verfügbar unter: https://www.deutschebahn.com/de/presse/presse-regional/pr-berlin-de/aktuell/presseinformationen/Generalsanierung-Hamburg-Berlin-im-Zeitplan-Erste-Bauphase-steht-vor-dem-Abschluss–13703326#

Schneller nach Dresden und zum Flughafen BER: DB eröffnet modernisierte Dresdner Bahn pünktlich zum Fahrplanwechsel

Minister für Infrastruktur Brandenburg Detlef Tabbert, Berliner Senatorin für Mobilität und Verkehr Ute Bonde, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO Philipp Nagl, Staatsministerin für Infrastruktur des Freistaats Sachsen Regina Kraushaar; Copyright DB InfraGO AG

Schneller nach Dresden und zum Flughafen BER: DB eröffnet modernisierte Dresdner Bahn pünktlich zum Fahrplanwechsel

11. Dezember 2025

Minister für Infrastruktur Brandenburg Detlef Tabbert, Berliner Senatorin für Mobilität und Verkehr Ute Bonde, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO Philipp Nagl, Staatsministerin für Infrastruktur des Freistaats Sachsen Regina Kraushaar; Copyright DB InfraGO AG
Minister für Infrastruktur Brandenburg Detlef Tabbert, Berliner Senatorin für Mobilität und Verkehr Ute Bonde, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO Philipp Nagl, Staatsministerin für Infrastruktur des Freistaats Sachsen Regina Kraushaar; Copyright DB InfraGO AG
    • Abschnitt Berlin Südkreuz–Blankenfelde geht in Betrieb
    • Kürzere Fahrzeiten durch zwei neue Gleise und Oberleitungen
    • Weiterer Meilenstein für den Ausbau des europäischen Güterverkehrskorridors
    • Anhalter Bahn mit neuen Gleisen und Weichen

Die Deutsche Bahn (DB) hat eines der wichtigsten Bauvorhaben pünktlich zum Fahrplanwechsel abgeschlossen: Ab 14. Dezember rollt der Verkehr wieder über die Dresdner Bahn und erstmals fahren auch Regional- und Fernverkehrszüge von Berlin Richtung Süden über diese mit zwei neuen Gleisen und Oberleitung wiederaufgebaute Strecke. Durch die direkte Linienführung über die Dresdner Bahn kann die Fahrzeit der Flughafenexpresslinie (FEX) ab Berlin Hbf zum Flughafen BER von bisher 39 Minuten auf etwa 23 Minuten nahezu halbiert werden. Fernverkehrsreisende können künftig Dresden und Prag rund 10 Minuten schneller erreichen.

Mit einer Sonderzugfahrt von Berlin Südkreuz zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) nahmen Philipp Nagl, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO AG, und Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, Ute Bonde, Berliner Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Detlef Tabbert, Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung sowie Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung des Freistaats Sachsen die Dresdner Bahn für ein verbessertes Bahnangebot in Betrieb.

Grafik: Der Streckenverlauf der Dresdner Bahn; Copyright DB InfraGO AG
Grafik: Der Streckenverlauf der Dresdner Bahn; Copyright DB InfraGO AG

Patrick Schnieder: „Durch den Ausbau der Dresdner Bahn profitiert die Hauptstadtregion von einer schnelleren Anbindung an den Flughafen BER, einer besseren Anbindung des Regionalverkehrs aber auch der internationalen Verkehre Richtung Südosteuropa. Herzlichen Dank an alle, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Der heutige Tag beweist, dass auch scheinbar unendliche Geschichten ein gutes Ende finden können. Er zeigt aber auch, dass wir beim Planen und Bauen dringend schneller werden müssen. Eine entsprechende Initiative habe ich bereits aufs Gleis gesetzt. Denn von Ausbauvorhaben wie diesem profitieren Menschen und Wirtschaft enorm – in den Regionen und weit darüber hinaus.“

Philipp Nagl: „Dieses wichtige Ausbauprojekt zeigt, wie wir mit neuer und verbesserter Infrastruktur das Angebot auf der Schiene für Reisende und Kund:innen im Güterverkehr ausweiten können. Zudem entlasten zusätzliche Gleise den gesamten Berliner Bahnknoten, was sich ebenfalls positiv auf die Stabilität des Zugverkehrs auswirken wird. Zusammen mit der umfangreichen Modernisierung der Anhalter Bahn, die nun ebenfalls pünktlich abgeschlossen ist, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Mammutaufgabe erfolgreich geschafft.“

Ute Bonde: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die die Dresdner Bahn als Weg zur BER-Anbindung aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Der Flughafenexpress und die damit möglichen Verbesserungen auf anderen Strecken bringen uns in dieser Sache ein gutes Stück weiter. Die längliche Umleitung über Gesundbrunnen und Ostkreuz kann nun entfallen, die Fahrzeit ab Hauptbahnhof sinkt von ca. 38 Minuten auf nun 23 Minuten. Der Flughafenexpress bindet die wichtigen Umsteigeknoten Hauptbahnhof, Potsdamer Platz und Südkreuz an. Fast alle Berlinerinnen und Berliner werden von den Reisezeitverkürzungen profitieren. Mit Entfall der Interimsanbindung des BER werden Kapazitäten für weitere Verbesserungen frei: Eine neue Direktverbindung von Hohenschönhausen, Lichtenberg, Ostkreuz und Schöneweide zum BER fährt auf den Linien RB24 und RB32 zweimal pro Stunde. Damit stärken wir die Anbindung des BER aus den östlichen Bezirken Berlins.“

Detlef Tabbert: „Die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn ist ein Meilenstein für den Schienenverkehr in Brandenburg. Durch die neuen Fernbahngleise ab Blankenfelde werden Pendler aus Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und dem Süden schneller in die Hauptstadtregion und zum Flughafen BER kommen. Gleichzeitig stärken wir den europäischen Güterverkehrskorridor und schaffen mehr Kapazitäten für ein stabiles, klimafreundliches Bahnangebot – von Mahlow über Lübbenau bis Elsterwerda.“

Regina Kraushaar: „Es ist geschafft! Mit der neuen Dresdner Bahn schließen wir eine zentrale Lücke im deutschen Schienennetz. Die Dresdner Bahn macht die Wege zwischen den Metropolen leichter und gibt unseren Wirtschaftsräumen starke Impulse. Und nicht zuletzt zeigt sie, dass wir den Ausbau moderner, schneller Schieneninfrastruktur gemeinsam umsetzen können. Ein nächstes wichtiges Projekt steht in den Startlöchern: Nun muss auch die Neubaustrecke Dresden–Prag mit dem Erzgebirgstunnel aufs sprichwörtliche Gleis gesetzt werden.“

Östlich der bestehenden S-Bahn-Trasse entstanden auf 16 Kilometer Länge zwei neue elektrifizierte Fernbahn-Gleise. Die DB hat zudem alle neun Bahnübergänge durch Eisenbahn- oder Straßenüberführungen ersetzt. Die gesamte Strecke wurde mit Elektronischer Stellwerkstechnik ausgerüstet. Im Berliner Stadtgebiet, zwischen Südkreuz und Lichtenrade, können nun Züge schneller mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h fahren, ab Landesgrenze Berlin/Brandenburg sogar 200 km/h. Insgesamt haben DB, Bund und Länder rund 1,1 Mrd. Euro investiert.

Im Oktober 2017 hatten die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Am 5. Februar 2019 war offizieller Beginn der Bauarbeiten. Die Dresdner Bahn existiert bereits seit 1875. Sie beginnt südlich des Bahnhofs Berlin Südkreuz, wo die Strecke von der Anhalter Bahn abzweigt. Die Dresdner Bahn führt über die Berliner Ortsteile Marienfelde und Lichtenrade zur Stadtgrenze, von dort weiter über Mahlow und Blankenfelde in Richtung Dresden. Sie ist Teil des europäischen Güterverkehrskorridors 7, der die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer verbindet.

Während der letzten Monate hat die DB InfraGO auch die Anhalter Bahn zwischen Berlin Südkreuz und Bitterfeld überholt. Sie hat 33 neue Weichen eingebaut und weitere 59 Weichen instandgesetzt. Knapp 100 Kilometer Gleise wurden vollständig erneuert, weitere 38 Kilometer saniert. Ab 14. Dezember 2025 ist wieder freie Fahrt für die Züge zwischen Berlin und Leipzig/Halle. 

Dies ist eine Pressemitteilung der Deutschen Bahn: Schneller nach Dresden und zum BER: DB eröffnet modernisierte Dresdner Bahn pünktlich zum Fahrplanwechsel

Umfangreiche Änderungen im Regional- und S-Bahnverkehr zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025

Auf dem Podium der Pressekonferenz zum großen Fahrplanwechsel im VBB-Gebiet saßen v.l.n.r.: Patrick Fiedler, Verkehrsplaner beim VBB, Ute Bonde, Senatorin des Senats für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Joachim Radünz, Pressesprecher des VBB, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer und Detlef Tabbert, Minister im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. © VBB

Umfangreiche Änderungen im Regional- und S-Bahnverkehr zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025

10. Dezember 2025

Auf dem Podium der Pressekonferenz zum großen Fahrplanwechsel im VBB-Gebiet saßen v.l.n.r.: Patrick Fiedler, Verkehrsplaner beim VBB, Ute Bonde, Senatorin des Senats für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Joachim Radünz, Pressesprecher des VBB, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer und Detlef Tabbert, Minister im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. © VBB
Auf dem Podium der Pressekonferenz zum großen Fahrplanwechsel im VBB-Gebiet saßen v.l.n.r.: Patrick Fiedler, Verkehrsplaner beim VBB, Ute Bonde, Senatorin des Senats für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Joachim Radünz, Pressesprecher des VBB, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer und Detlef Tabbert, Minister im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. © VBB

Die Inbetriebnahme der Regional- und Fernbahnstrecke zwischen Berlin Südkreuz und Blankenfelde, der so genannten Dresdner Bahn, führt zu umfangreichen Fahrplan- und Angebotsänderungen im Regional- und S-Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg – auf vielen Verbindungen können Fahrzeiten deutlich verkürzt und Takte verdichtet werden.
Darüber hinaus wird das Angebot vielerorts der Nachfrageentwicklung der letzten Jahre angepasst. So wird eine neue Linie das stark nachgefragte Angebot von Berlin über Angermünde nach Stralsund verstärken. Der Abschluss von Bauarbeiten führt zu Erleichterungen für die Fahrgäste, herausfordernd bleibt jedoch das allgemeine Störgeschehen und Bauaufkommen im Bahnnetz.

Mit der Eröffnung der Dresdner Bahn in Berlin wird die zweite Betriebs-stufe im Vergabenetz Elbe-Spree umgesetzt. Der Umfang an bestellten Leistungen im Regionalverkehr der Länder Berlin und Brandenburg steigert sich dadurch trotz zunehmender Herausforderungen bei der Finanzierung des SPNV-Angebots um ca. eine halbe Million Zugkilometer.

Die wichtigsten Änderungen und Verbesserungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 nach Regionen:

Berlin und Umland

Neue Linienführung der Flughafenexpresslinie FEX und die neue Linie RE20: Doppelter Takt, neue Linie und deutlich reduzierte Fahrzeit vom Berliner Hauptbahnhof zum Flughafen BER. Durch die direkte Linienführung über die Dresdner Bahn kann die Fahrzeit ab Berlin Hbf zum Flughafen BER von heute 39 Minuten auf etwa 23 Minuten nahezu halbiert werden. Durch den 15-Minuten-Takt auf der Linie FEX bestehen ganztags kurze Umsteigezeiten, eine hohe zeitliche Flexibilität und hohe Kapazitäten im Flughafenverkehr aus dem Berliner Zentrum. Die neue Linie RE20 fährt täglich im Stundentakt von ca. 4 bis 21 Uhr zwischen Berlin Hauptbahnhof und Lübbenau (Einzelfahrten weiter nach Cottbus) ebenfalls über die Dresdner Bahn zum Flughafen BER. Die Linien FEX und RE20 halten am Berliner Hauptbahnhof (Um-stieg u.a. von S-Bahnen, Fern- und Regionalverkehr sowie U5), am Potsdamer Platz (Umstieg u.a. von Nord-Süd-S-Bahn-Linien S1, S2, S25, S26 und der U2), am Bahnhof Südkreuz (Umstieg u.a. von Fern- und Regionalverkehr, Ringbahnlinien, S2, S25 und S26) und natürlich am Flughafen BER.

Die Linien RB24 und RB32, die von Oranienburg bzw. Eberswalde über den Berliner Osten fahren, werden zum Fahrplanwechsel direkt über den Flughafen BER geführt und nach Blankenfelde (TF) bzw. Ludwigsfelde durchgebunden. Möglich wird das, weil der FEX die neue Route über die Dresdner Bahn befährt. Mit den Halten u.a. in Berlin Hohenschönhausen, Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide ergeben sich bessere Verbindungen aus den nordöstlichen und östlichen Berliner Stadtbezirken durch die neuen Linienführungen der RB24 und RB32. Beide Linien ersetzen somit auch den bisherigen 30-Minuten-Takt des FEX vom Berliner Ostkreuz aus.

Eine neue Direktverbindung von Frohnau (Montag-Freitag) bzw. Pankow (Samstag + Sonntag) über Ostkreuz zum Flughafen BER mit der Linie S85 der Berliner S-Bahn verbessert die Erreichbarkeit des Flughafens für den Berliner Osten, Nordosten und Norden. Mit dem neuen Linienweg wird die Linie auch täglich bis ca. 24 Uhr unterwegs sein.

Nordwesten (Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Havelland)

Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke Berlin – Hamburg laufen noch bis 30.04.2026. Das Ersatzverkehrsangebot wird in den kommenden Wochen hinsichtlich der Kapazitäten erneut der Verkehrsnachfrage angepasst. Takt und Bedienzeiten bleiben unverändert. Die zu Oktober 2025 eingeführte Taktverdichtung zwischen Nauen, Wustermark und Falkensee ist gut nachgefragt und wird bis Ende des Ersatzverkehrs beibehalten.
Der Zugverkehr während der Generalsanierung wird weitgehend unverändert fortgeführt, es kommt jedoch zu einem Linienwechsel: Die Linie RB10 wird ab dem Fahrplanwechsel statt der RB14 von und nach Wustermark fahren und dort neben den Linien RE4 und RB21 zu den gewohnten Zeiten den Anschluss zum Ersatzverkehr herstellen. Nach Ende der Generalsanierung am 1. Mai 2026 fahren die Linien RE2, RE8, RE6, RB10 und RB14 dann wieder auf der Hamburger Bahn. Die Linie RE8 wird von Wismar bzw. Wittenberge aus neu nach Elsterwerda durchgebunden und ergänzt sich mit der Linie RB10 zwischen Nauen und Berlin bzw. Rangsdorf zu einem etwa halbstündlichen Angebot durch den Berliner Nord-Süd-Tunnel. Die Linien RE2 und RB14 fahren – ebenfalls im etwa halbstündlichen Abstand zueinander – von Nauen aus auf die Berliner Stadtbahn.

Bereits ab Anfang Februar kann die Linie RE6 wieder über Kremmen und Velten nach Hennigsdorf fahren. Gleichzeitig fährt die RB32 dann auch wie-der von und nach Oranienburg.
Auf der Linie RB27 werden im Abschnitt Basdorf – Wensickendorf – Schmachtenhagen sehr schwach nachgefragte Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeit und am Wochenende nicht mehr angeboten.
Zwischen Oktober 2026 und Dezember 2026 kommt es zu umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich der Strecke Spandau – Wustermark – Rathenow – Stendal im Rahmen der Generalsanierung der Lehrter Bahn. Der Zugverkehr wird in diesem Zeitraum durch Busse ersetzt werden müssen. Das Ersatzverkehrskonzept wird vsl. im ersten Quartal 2026 kommuniziert.

Südwesten (Landkreise Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Potsdam, Brandenburg (Havel))

Änderungen ergeben sich im Westen vor allem auf den Linien RE1 und RB37. Seit Oktober 2025 wird ein Teil der sechsteiligen Züge der ODEG, die auf der Linie RE1 im Einsatz sind, sukzessive auf acht Wagen verlängert. Damit kann die Kapazität auf der Linie weiter gesteigert werden. Da einige Bahnsteige erst noch verlängert werden, muss für einige Jahre eine Anpassung des Betriebskonzeptes erfolgen. Die Halte Götz und Groß Kreutz wer-den ab dem Fahrplanwechsel vorübergehend von den Zügen von und nach Magdeburg bedient. Die direkte Verbindung zwischen diesen Halten und den Potsdamer Halten Park Sanssouci und Charlottenhof kann in diesem Zusammenhang nicht mehr angeboten werden.
Aufgrund des Stellwerksbrands in Gerwisch wird der RE1 ab Fahrplanwechsel bis vsl. Februar 2026 nur zweistündlich direkt von und nach Magdeburg fahren. Bei den übrigen Zügen besteht in Burg Anschluss von und zu den Zügen der RB40 in Richtung Magdeburg.
Bei der Linie RB37 kommt es zu Änderungen der Abfahrtszeiten an den Stationen, so dass eine bessere Verteilung dieser Züge mit den Fahrten der Li-nie RE7 erreicht werden kann. Die Verstärkerzüge der Linie RE7 werden nur noch zwischen Bad Belzig und Berlin-Wannsee fahren. Die seit Ende 2022 zwischenzeitlich umgesetzten Durchbindungen auf die Verstärkerfahrten der Linie RE2 sind nicht mehr möglich, da diese Fahrten neu als Linie RE20 in den Berliner Nord-Süd-Tunnel fahren.

Die Linie RB23 wird nur noch in den Spitzenzeiten zwischen Potsdam Griebnitzsee und Berlin Ostbahnhof fahren. Golm bleibt mit drei Verbindungen pro Stunde Montag bis Freitag in Richtung Potsdam Hbf und Potsdam Griebnitzsee sehr gut angebunden.
Neu hinzu kommen Halte in Priort und Marquardt für die Linie RB20 und da-mit ein zweites stündliches Angebot für die Stationen von Montag bis Freitag.
Im Bereich Teltow-Fläming führt die Dresdner Bahn zu Fahrzeitverkürzungen und Taktverdichtungen, z.B. für Rangsdorf. Die Linie RB10 wird in den Spitzenzeiten Mo-Fr über die neue Dresdner Bahn nach Rangsdorf verlängert und verdichtet dort das Angebot nach Berlin gemeinsam mit dem RE8 auf einen ca. 30 Minuten-Takt.
Auf der Anhalter Bahn wird das Fernverkehrsangebot weiter ausgebaut. Es müssen daher infolge regulatorischer Vorgaben bei der Trassenvergabe Anpassungen bei den Linien RE3 und RE4 vorgenommen werden, damit diese Linien weiterhin bis Lutherstadt Wittenberg und Falkenberg (Elster) fahren können. Der Halt in Woltersdorf wird ab Fahrplanwechsel von der Linie RE3 statt der Linie RE4 bedient. Die Linie RE3 endet aufgrund der Trassenkonflikte mit dem Fernverkehr aus Berlin kommend zweistündlich in Luckenwalde. Zu den Hauptverkehrszeiten fährt die Linie RE3 neu stündlich nach Lutherstadt Wittenberg und ersetzt die bislang angebotenen Einzelfahrten der Linien S2 und S8 der S-Bahn Mitteldeutschland.

Südosten (Landkreise Dahme-Spreewald, Oder-Spree, Stadt Cottbus, Spree-Neiße)

Mit der Inbetriebnahme der Dresdner Bahn in Berlin wird auch die neue Linie RE20 eingeführt. Diese Linie ersetzt die bisherigen Zusatzfahrten des RE2, welche nur in der Hauptverkehrszeit bestehen, und fährt ab dem Fahrplanwechsel täglich stündlich zwischen Lübbenau, dem Flughafen BER und Berlin. Nach dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau – Cottbus wird diese Linie dann nach Cottbus verlängert. Mit dieser Linie stehen im Korridor Lübbenau – Königs Wusterhausen – Berlin täglich durchgehend drei Züge pro Stunde und Richtung für die Fahrgäste und damit knapp 500 zusätzliche Sitzplätze pro Stunde und Richtung, auch an Wochenenden, zur Verfügung.
Seit Oktober 2025 wird ein Teil der sechsteiligen Züge der ODEG, die auf der Linie RE1 im Einsatz sind, sukzessive auf acht Wagen verlängert. Damit kann die Kapazität auf der wichtigen Linie weiter gesteigert werden. Daher und auch wegen der fortgesetzten Bauarbeiten insbesondere in den Bereichen Berlin-Köpenick und Fangschleuse muss eine Anpassung des Betriebskonzeptes der Linie RE1 erfolgen. Damit einher gehen veränderte Abfahrtszeiten, vor allem an den stündlich bedienten Zwischenstationen. Dort halten temporär die Züge von und nach Magdeburg. An der Station Fang-schleuse kommt es bis zur Fertigstellung des Neubaus zu einer Reduzierung der Bedienhäufigkeit um eine Fahrt pro Stunde, so dass weiterhin eine Fahrt pro Stunde, zu den Hauptverkehrszeiten zwei Fahrten pro Stunde, halten. Zudem sollen die Anschlüsse zwischen RE1 und RE10/ RB43 in der Relation Berlin – Eisenhüttenstadt durch längere Umsteigezeiten in Frankfurt (Oder) stabilisiert werden.
Auf der Linie RB36 werden einzelne sehr schwach nachgefragte Züge am Abend zwischen Beeskow und Frankfurt (Oder) nicht mehr angeboten. Ab etwa 20 Uhr besteht auf diesem Abschnitt wieder ein Zweistundentakt.
Das grenzüberschreitende Angebot der Linie RB93 von Cottbus nach Zary und Żagań bleibt auch im neuen Fahrplan erhalten und soll mittelfristig noch einmal aufgewertet werden.

Süden (Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße)

Für Elsterwerda, Doberlug-Kirchhain und die Zwischenhalte des RE8 kommt es durch die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn zu Fahrzeitverkürzungen von ca. 10 Minuten nach Berlin. Zur Kompensation der entfallenden Tarifanerkennung in den IC-Zügen zwischen Berlin und Elsterwerda wird die Linie RE8 Montag bis Freitag zu den Spitzenzeiten stündlich nach Elsterwerda fahren und hierzu die bislang von/nach Finsterwalde verkehrenden Fahrten umgeklappt. Diese zusätzlich zum Zweistundentakt fahrenden Züge sind beschleunigt, sodass der Berliner Hauptbahnhof aus Elsterwerda in ca. 90 Minuten erreicht wird und zudem in Doberlug-Kirchhain ein Anschluss von und nach Finsterwalde hergestellt werden kann. Unverändert besteht die stündliche Umsteigeverbindung zwischen Finsterwalde und Berlin über Calau.
Alle Fahrten der Linie RE8 in bzw. aus Richtung Süden haben in Blankenfelde (TF) einen Anschluss von und zum Flughafen BER. Mit der Durchbindung der Linie in Berlin entstehen ab Mai 2026 neue Direktverbindungen Richtung Wismar und Wittenberge, bis Ende April baubedingt Richtung Elstal. Erhalten bleibt auch die Fahrtmöglichkeit am frühen Morgen neu gegen 4:30 Uhr ab Elsterwerda bzw. 5:00 Uhr ab Luckau-Uckro nach Berlin.
Für die Achse Cottbus – Finsterwalde – Falkenberg (Elster) – Leipzig kann in Falkenberg (Elster) ein neuer Anschluss zwischen den Linien RB43 und S4 der S-Bahn Mitteldeutschland angeboten werden. Damit besteht neu ein stündliches Fahrtangebot in diesem Korridor.
Einzelne sehr schwach nachgefragte Fahrten, u.a. auf den Linien RE13, RB43 und RB49 werden zum Fahrplanwechsel entfallen. Zur Kompensation wird z.B. der erste Zug der RB43 morgens nach Cottbus zeitlich verschoben, so dass die Pendler die Arbeitsorte um 6 Uhr erreichen können.
Mit Lübbenau profitiert auch der Landkreis Oberspreewald-Lausitz vom neu-en Angebot der Linie RE20.

Nordosten (Landkreis Barnim, Uckermark, Märkisch-Oderland)

Zwischen Angermünde und Stralsund wird die neue Linie RE30 eingeführt, die täglich im Zweistundentakt die Linie RE3 ergänzen wird. Damit steht erstmalig ein Stundentakt zwischen Berlin, Angermünde, Pasewalk, Greifswald und Stralsund in Regionalzügen zur Verfügung. Zunächst muss zwei-stündlich in Angermünde zwischen den Zügen des RE3 und des RE30 um-gestiegen werden, perspektivisch sollen die Züge des RE3 stündlich durch-gehend von Berlin nach Stralsund fahren. Die Linie RB62, die bislang zwischen Angermünde und Prenzlau fährt, entfällt in diesem Zusammenhang zum Fahrplanwechsel.
Der Entfall der Tarifanerkennung führt auch in dieser Region dazu, dass die Züge der DB Fernverkehr nicht mehr mit Tickets des VBB-Tarifs genutzt wer-den können. Die Züge fahren jedoch weiterhin.
Bei Ersatzverkehr der Linie RB66 werden einzelne Expressbusfahrten nicht mehr angeboten.
Auf der RB26 bleibt das Angebot im Halbstundentakt bis Müncheberg und im Stundentakt bis Kostrzyn grundsätzlich erhalten. Die Halte zwischen Müncheberg und Seelow-Gusow werden dabei weiterhin stündlich bedient. Lediglich am späten Abend wird ein sehr schwach nachgefragtes Fahrtenpaar zwischen Müncheberg (Mark) und Kostrzyn nicht mehr angeboten.

Die Änderungen zum Fahrplanwechsel je Linie im Detail

Bahn-Regionalverkehr:

FEX Berlin Hbf – Flughafen BER

Der Flughafen-Express fährt mit neuer direkter Linienführung ab Berlin Hauptbahnhof über Berlin Potsdamer Platz und Berlin Südkreuz zum Flughafen BER. Vom bisherigen Halt Ostkreuz fahren künftig die Linien RB24 und RB32 zum Flughafen BER und ab Gesundbrunnen können die S-Bahnen zum Potsdamer Platz und ab dort der FEX genutzt werden.
Der FEX fährt rund um die Uhr, dabei ca. zwischen 4 Uhr und 0:30 Uhr alle 15 Minuten, außerhalb dieser Zeit etwa stündlich. Die Fahrzeit zwischen Südkreuz und BER beträgt 14 Minuten. Gemeinsam mit dem RE20 werden zwischen den Stationen Berlin Hauptbahnhof, Potsdamer Platz sowie Süd-kreuz und BER fünf Fahrten je Stunde und Richtung angeboten. Zur verbesserten Einbindung des FEX in den Stadtverkehr verkehrt die Linie im Nacht-verkehr über die Berliner Stadtbahn.

RE1 Magdeburg – Brandenburg – Potsdam – Berlin – Erkner – Fürsten-walde – Frankfurt – Cottbus

Es ergeben sich Änderungen beim Haltekonzept und bei den Zeitlagen der Züge. Unter anderem halten neu die weiterhin sechsteiligen Züge aus Magdeburg in Götz und Groß Kreutz, da hier die Bahnsteige für die verlängerten Züge noch nicht lang genug sind. Aufgrund der Baumaßnahmen in Köpenick und Fangschleuse ändern sich die Verkehrszeiten der einzelnen Teillinien des RE1. Die Züge von/nach Magdeburg fahren weitgehend unverändert, die ganztägig zwischen Brandenburg Hbf und Frankfurt (Oder) fahrenden Züge wechseln ihre Abfahrtszeiten jedoch mit den Hauptverkehrszeit-Zügen, die zwischen Brandenburg Hbf und Berlin Ostbahnhof fahren. Die Pendelzüge Erkner – Frankfurt (Oder) werden ebenfalls an die neuen Lagen angepasst.
Aufgrund des Stellwerksbrands in Gerwisch wird der RE1 ab Fahrplanwechsel bis vsl. Februar 2026 nur zweistündlich direkt von und nach Magdeburg fahren. Bei den übrigen Zügen besteht in Burg Anschluss von und zu den Zügen der RB40 in Richtung Magdeburg.

RE2 Nauen – Berlin Hbf – Cottbus

Durch die Einführung der neuen Linie RE20 entfallen die bisherigen Verstärkerfahrten des RE2 zwischen Berlin und Lübbenau (- Cottbus). Noch bis zum Abschluss der Generalsanierung Hamburg – Berlin am 30.04.2026 fährt die Linie ab Berlin-Spandau über Dallgow-Döberitz nach Hennigsdorf. Ab Anfang Mai kehrt die Linie auf den angestammten Linienweg von und nach Nauen zurück.

RE3 Stralsund/Schwedt (Oder) – Berlin – Luckenwalde – Lutherstadt Wittenberg

Die Linie fährt im Berliner Nord-Süd-Tunnel und in Richtung Angermünde zu teils leicht veränderten Fahrzeiten. Aufgrund des dichten Fernverkehrsangebots aus Richtung Halle und Leipzig muss die Linie RE3 in Berlin Hauptbahnhof eine höhere Standzeit erhalten, was Fahrzeiten z.B. zwischen Potsdamer Platz und Eberswalde erhöht. Ab Angermünde Richtung Stralsund wird das Angebot durch die neue Linie RE30 zu einem täglich stündlichen Takt ergänzt. Aufgrund von zeitlichen Änderungen im Fernverkehrsangebot tauschen die Fahrten Richtung Schwedt (Oder) und Stralsund die Stunde. Somit kann weiterhin eine stündlich abwechselnde Direktverbindung ohne Umsteigen zwischen Stralsund und Berlin mit RE3 und ICE angeboten wer-den.
Im südlichen Abschnitt der Linie kommt es zu einem Haltetausch mit der Li-nie RE4. Anstelle der Linie RE4 bedient neu die Linie RE3 den Halt in Woltersdorf. Diese Änderung ist erforderlich, damit die Linien durch das dichte Fernverkehrsangebot hindurch weiterhin betrieben werden können. Gleich-wohl müssen in diesem Zusammenhang zweistündlich Züge des RE3 aus Berlin bereits in Luckenwalde enden. In den Hauptverkehrszeiten können jedoch einzelne Züge bis Lutherstadt Wittenberg fahren, sodass sich dann ein stündliches Angebot ergibt.

RE4 Stendal – Rathenow – Berlin – Jüterbog – Falkenberg (Elster)

Anstelle der Linie RE4 bedient neu die Linie RE3 den Halt in Woltersdorf. Am Morgen kann der Zug gegen 6:40 Uhr wieder von Montag bis Freitag in Trebbin Richtung Berlin halten.

RE6 Wittenberge – Neuruppin – Hennigsdorf – Berlin 

Noch bis voraussichtlich bis zum 8. Februar 2026 wird die Linie zwischen Neuruppin und Berlin über Löwenberg umgeleitet und endet abweichend in Berlin Gesundbrunnen. Danach fährt die Linie wieder von Neuruppin aus über Kremmen und Velten nach Hennigsdorf und endet bis zum Abschluss der Generalsanierung Hamburg – Berlin dort. Während dieser Zeit besteht eine Umsteigemöglichkeit zum RE2.

RE7 Dessau – Berlin Hbf – Lübbenau – Senftenberg

Die Verstärkerzüge dieser Linie fahren ab Dezember 2025 ganztägig nur noch auf dem Abschnitt Bad Belzig – Berlin-Wannsee und können außerhalb von Bauarbeiten alle Unterwegshalte bedienen. Dies stellt den ursprünglich mit der Ausschreibung des Netzes Elbe-Spree geplanten Zustand dar. Die seit Ende 2022 zwischenzeitlich umgesetzten Durchbindungen auf die Verstärkerfahrten der Linie RE2 sind nicht mehr möglich, da diese Fahrten neu als Linie RE20 in den Berliner Nord-Süd-Tunnel fahren.
Von und zu den zusätzlichen Zügen des RE7 besteht zur Hauptverkehrszeit in Berlin-Wannsee ein zeitnaher Anschluss an Regionalzüge aus und in die Berliner Innenstadt. Ganztags werden die S1 und S7 mit einer Umsteigezeit von ca. 5 Minuten erreicht.

RE8 Wismar – Wittenberge – Berlin Hbf – Elsterwerda

Die bisher geteilte Linie RE8 wird nun zu einer Linie zusammengefasst. Sie fährt nach Abschluss der Generalsanierung Hamburg – Berlin von Wismar bzw. Wittenberge ab Berlin-Spandau über Berlin Jungfernheide – Hauptbahnhof – Potsdamer Platz – Südkreuz und nach Wünsdorf-Waldstadt, Baruth und Elsterwerda.
Die Linie wird durch die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn um ca. 10 Minuten beschleunigt. Zwischen Nauen und Berlin sowie in den Hauptverkehrszeiten zwischen Berlin und Rangsdorf wird sie durch die RB10 verdichtet. In den Spitzenzeiten bestehen somit zwei schnelle Verbindungen von Rangsdorf, Dahlewitz und Blankenfelde aus in die Berliner Innenstadt.
Mit dem Ende der Tarifanerkennung von VBB-Fahrausweisen in Fernverkehrszügen der DB können die Intercity-Züge zwischen Berlin und Elsterwerda nicht mehr mit Nahverkehrsticket genutzt werden. Zur Kompensation werden die bisher von/nach Finsterwalde fahrenden Zusatzfahrten von/nach Finsterwalde neu von/nach Elsterwerda fahren. In Doberlug-Kirchhain kann bei diesen Fahrten von/nach Finsterwalde umgestiegen werden.
In Blankenfelde (TF) bestehen Anschlüsse aus Richtung Elsterwerda zur RB24 in Richtung Flughafen BER, Berlin Ostkreuz, Eberswalde und zurück.
Wegen der laufenden Generalsanierung Berlin-Hamburg beginnt die Linie RE8 noch bis Ende April 2026 in Elstal.

RE13 Cottbus – Senftenberg – Elsterwerda 

Aufgrund eines neuen Fernverkehrsangebots auf der Relation Leipzig – Elsterwerda – Ruhland – Wrocław können zwei Züge je Richtung (gegen 12 Uhr und 16 Uhr) statt bis Elsterwerda nur bis Elsterwerda-Biehla fahren. Eine Verlängerung der RB45 nach Elsterwerda-Biehla war geplant, konnte jedoch aufgrund von Konflikten mit anderen Zugfahrten nicht umgesetzt werden. Aufgrund der sehr schwachen Verkehrsnachfrage wird die jeweils letzte Fahrt der Linie zwischen Cottbus und Elsterwerda entfallen. Dies betrifft die Abfahrten 19:50 Uhr ab Cottbus nach Elsterwerda sowie 20:02 Uhr ab Elsterwerda nach Cottbus.

RE20 Berlin Hbf – Flughafen BER – Lübbenau (– Cottbus) 

Diese Linie ist ein neues Angebot in Zusammenhang mit der zweiten Betriebsstufe des Netz Elbe-Spree und verbessert unmittelbar die Anbindung des Flughafens. Der RE20 fährt neu täglich im Stundentakt von ca. 4 bis 21 Uhr zwischen Berlin Hauptbahnhof und Lübbenau. Halte sind: Berlin Potsdamer Platz, Südkreuz, Flughafen BER, Königs Wusterhausen und Lübben. Die Fahrzeit zwischen dem BER und Lübbenau beträgt ca. 50 Minuten. Aufgrund der noch eingleisigen Strecke Lübbenau – Cottbus sind im Fahrplan 2026 nur Einzelfahrten der Linie RE20 von/nach Cottbus möglich. Konkret sollen morgens die ersten drei Fahrten in Cottbus beginnen und in der Gegenrichtung die gegen nachmittags 17 Uhr sowie zwischen 19 und 21 in Berlin startenden Züge nach Cottbus fahren.
Die Linie RE20 ersetzt und erweitert die bisherigen Verstärkerfahrten des RE2. Zusammen mit den Linien RE2 und RE7 fahren zwischen Lübbenau und Berlin drei Fahrten pro Stunde, neu sogar täglich und über den ganzen Tag.
Nach dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau – Cottbus soll die Linie mit allen Fahrten weiter bis nach Cottbus fahren, sodass dort ein ca. halbstündliches Angebot in Richtung Berlin besteht.

RE30 Angermünde – Pasewalk – Greifswald – Stralsund

Die Linie wird neu eingerichtet und fährt im täglichen Zweistundentakt in Ergänzung zum RE3. Es ergibt sich damit ein stündliches Angebot zwischen Berlin und Stralsund wechselweise mit und ohne Umstieg.

RB10 Nauen – Berlin Hbf – Rangsdorf (– Wünsdorf-Waldstadt)

Die Linie RB10 wird neu durch die ODEG betrieben und zur Hauptverkehrs-zeit ab Berlin Südkreuz Richtung Wünsdorf-Waldstadt verlängert. Die Linien RE8 und RB10 ergänzen sich zu zwei Fahrten pro Stunde im angenäherten Halbstundentakt. Aufgrund von Bauarbeiten enden und beginnen die meisten Fahrten der Linie RB10 vorübergehend in Rangsdorf. Die Fahrzeit von Rangsdorf nach Berlin Hbf beträgt etwa 25 Minuten.
Bis zum 30.04.2026 fährt die Linie aufgrund der Generalsanierung Hamburg – Berlin abweichend von und nach Wustermark.

RB14 Nauen – Berlin Ostbahnhof

Die Linie RB14 fährt nach Abschluss der Generalsanierung Hamburg – Berlin wieder ab Berlin-Spandau über die Berliner Stadtbahn bis Berlin Ostbahnhof statt durch den Nord-Süd-Tunnel nach Berlin Südkreuz. Zwischen dem Fahrplanwechsel und dem 30.04.2026 fährt diese Linie temporär nicht und wird durch die RB10 in der bisherigen Lage der RB14 ersetzt.

RB20 Potsdam – Golm – Hennigsdorf – Oranienburg

Die Linie RB20 hält ab dem Fahrplanwechsel zusätzlich in Marquardt und Priort.

RB23 Golm – Potsdam – Berlin Ostbahnhof 

Die Linie RB23 fährt weiterhin montags bis freitags tagsüber zwischen Golm und Potsdam Griebnitzsee und stellt damit die Verbindung zwischen den Universitätsstandorten in Potsdam sicher. Zu den nachfragestarken Zeiten am Morgen und am Nachmittag werden wie bisher Direktverbindungen zwischen Golm und Berlin Ostbahnhof angeboten, die Weiterfahrt zum Flughafen BER entfällt jedoch. In den nachfrageschwächeren Zeiten können anstelle der RB23 zwischen Potsdam und Berlin die Züge der Linien RE1 und S7 genutzt werden. Zwischen Golm und Berlin Gesundbrunnen fahren zudem die Züge der Linie RB21 im Stundentakt über Wustermark.

RB24 Eberswalde – Berlin Ostkreuz – Flughafen BER – Blankenfelde (– Wünsdorf-Waldstadt)

Die bislang geteilte Linie RB24 wird nun zu einer durchgehenden Linie zusammengefasst. Sie fährt täglich ca. von 4 Uhr bis 22 Uhr im Stundentakt von Eberswalde über Berlin Ostkreuz und Flughafen BER nach Blankenfelde und Wünsdorf-Waldstadt – hinzu kommen einige Nachtfahrten an den Wochenenden zwischen Flughafen BER und Wünsdorf-Waldstadt. Baubedingt müssen im Fahrplanjahr 2026 jedoch tagsüber alle Fahrten dieser Linie bereits in Blankenfelde (TF) beginnen und enden.
Gemeinsam mit der Linie RB32 werden von den Halten Berlin-Hohenschönhausen (ab Februar 2026), Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide zwei Verbindungen pro Stunde direkt zu den Terminals 1+2 am Flughafen BER angeboten. Am Bahnhof Schönefeld (bei Berlin) halten keine Regionalzüge mehr.

RB26 Berlin Ostkreuz – Müncheberg – Kostrzyn

Auf der RB26 bleibt das Angebot im Halbstundentakt bis Müncheberg und im Stundentakt bis Kostrzyn grundsätzlich erhalten. Die Halte zwischen Müncheberg und Seelow-Gusow werden dabei weiterhin stündlich bedient. Lediglich am späten Abend wird eine sehr schwach nachgefragtes Fahrtenpaar zwischen Müncheberg (Mark) und Kostrzyn nicht mehr angeboten (00:14 Uhr ab Müncheberg (Mark) nach Kostrzyn sowie 23:04 Uhr ab Kostrzyn bis Müncheberg (Mark)).

RB27 Wensickendorf/Groß Schönebeck – Basdorf – Berlin

Aufgrund der geringen Nachfrage wird das Angebot der Linie zwischen Schmachtenhagen/Wensickendorf und Basdorf reduziert. Die Züge fahren nur noch während der Berufsverkehrszeiten Mo-Fr zwischen Wensickendorf und Basdorf. Der bisherige Wochenendverkehr von und nach Schmachtenhagen entfällt.
Auf den übrigen Abschnitten der Heidekrautbahn bleibt das Angebot unverändert.

RB32 Oranienburg – Berlin Ostkreuz – Flughafen BER – Ludwigsfelde

Die bislang geteilte Linie RB32 wird nun zu einer durchgehenden Linie zusammengefasst. Sie fährt täglich ca. von 4 Uhr bis 22 Uhr im Stundentakt von Oranienburg über Berlin Ostkreuz und Flughafen BER nach Ludwigsfelde – hinzu kommt eine Nachtfahrt gegen 0:30 Uhr vom Flughafen BER nach Ludwigsfelde. Wegen der baubedingten Umleitung der Linie RE6 über Oranienburg kann die Linie RB32 voraussichtlich erst ab Anfang Februar 2026 wieder nach Oranienburg fahren und endet bis dahin in Berlin-Lichtenberg.

Gemeinsam mit der Linie RB24 werden von den Halten Berlin-Hohenschönhausen (ab Februar 2026), Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide zwei Verbindungen pro Stunde direkt zu den Terminals 1+2 am Flughafen BER angeboten. Am Bahnhof Schönefeld (bei Berlin) halten keine Regionalzüge mehr.

RB35 Fürstenwalde – Bad Saarow-Pieskow

Aufgrund der veränderten Zeitlagen der Linie RE1 müssen auch die Zeitlagen der RB35 zwischen Fürstenwalde und Bad Saarow-Pieskow angepasst werden. Am Morgen können die Umsteigezeiten aus Bad Saarow-Pieskow nach Berlin wieder etwas verkürzt werden.

RB36 Königs Wusterhausen – Frankfurt (Oder)

Auf der Linie RB36 werden einzelne sehr schwach nachgefragte Züge am Abend zwischen Beeskow und Frankfurt (Oder) nicht mehr angeboten. Ab etwa 20 Uhr besteht auf diesem Abschnitt wieder ein Zweistundentakt.

RB37 Beelitz Stadt – Berlin Wannsee

Bei der Linie RB37 kommt es zu Änderungen der Abfahrtszeiten an den Stationen, sodass eine bessere Verteilung dieser Züge mit den Fahrten der Linie RE7 erreicht werden kann.

RB43 Frankfurt (Oder) – Cottbus – Falkenberg (Elster)

Einzelne nachfrageschwache Fahrten der Linie werden zwischen Cottbus und Falkenberg (Elster) nicht mehr angeboten. Dies betrifft die Fahrten ca. 3:45 Uhr (Mo-Fr) bzw. 4:45 Uhr (Sa+So) ab Falkenberg (Elster) bis Cottbus und gegen 23 Uhr ab Cottbus nach Falkenberg (Elster). Zur Kompensation besonders der morgendlichen Erreichbarkeit der Stadt Cottbus und der dortigen Arbeitsplätze wird der nunmehr erste Zug der Linie morgens aus Richtung Falkenberg (Elster) nach Cottbus zeitlich verschoben und erreicht den dortigen Bahnhof montags bis freitags neu gegen 5:30 Uhr statt bislang gegen 6 Uhr.

RB49 Cottbus – Senftenberg – Ruhland – Falkenberg (Elster)

Einzelne nachfrageschwache Fahrten der Linie werden zwischen Ruhland und Falkenberg (Elster) nicht mehr angeboten. Dies betrifft die Fahrten ca. 21:15 Uhr ab Falkenberg (Elster) bis Ruhland und gegen 22 Uhr ab Ruhland nach Falkenberg (Elster).

RB54 Rheinsberg (Mark) – Löwenberg (Mark)

Nach Abschluss der Bauarbeiten bei der Linie RE6 kann die Linie RB54 voraussichtlich ab 9. Februar wieder in ihrer angestammten Zeitlage verkehren, mit Anschluss in Löwenberg (Mark) von und zur RB12.

RB61 Angermünde – Schwedt (Oder)

Die Linie RB61 tauscht die Stunde mit den Zügen der Linie RE3. In Anger-münde besteht Anschluss zur neuen Linie RE30 von/nach Stralsund.

RB62 Angermünde – Prenzlau

Die Linie RB62 wird durch die neue Linie RE30 ersetzt.

RB63 Eberswalde – Joachimsthal

Die Zeitlage der RB63 werden über den Tag hinweg harmonisiert, so dass die Züge immer jeweils kurz vor der halben Stunde in Eberswalde ankommen und kurz nach der halben Stunde nach Joachimsthal zurückfahren. Hierdurch kann auch ein einheitlicher Anschluss von und zur RB24 Richtung Bernau (bei Berlin), Berlin Ostkreuz und Flughafen BER hergestellt werden.

Bus RB66 Angermünde – Stettin

Einzelne non-stop-Expressbusfahrten zwischen Angermünde und Stettin entfallen. Die Fahrten des Schienenersatzverkehrs der RB66 mit allen Halten werden im bisherigen Umfang beibehalten.

S-Bahn Mitteldeutschland

Die Einzelfahrten der Linien S2 und S8 zwischen Lutherstadt Wittenberg und Jüterbog entfallen. Stattdessen werden zu den Hauptverkehrszeiten einzelne Fahrten der Linie RE3 im Stundentakt von/nach Lutherstadt Wittenberg an-geboten.
Die Linie S4 fährt weiterhin von/nach Falkenberg (Elster). Durch eine neue Fahrplanlage im City-Tunnel-Leipzig können neu Anschlüsse in Falkenberg (Elster) zur RB43 von/nach Cottbus und Frankfurt (Oder) hergestellt werden.

Änderungen im Netz der Berliner S-Bahn

S3 Spandau – Stadtbahn – Erkner:

Die Takt-Abfahrtszeiten der Linie verschieben sich um zehn Minuten. Im durchgehenden Nachtverkehr in den Nächten Fr/Sa, Sa/So sowie vor Feier-tagen bleiben die Abfahrtszeiten jedoch bestehen.

S45 Flughafen BER – Schöneweide – Hermannstraße – Südkreuz

Die Linie entfällt und wird durch zusätzliche Leistungen auf den Linien S46, S47 und S85 ersetzt. Die Verbindung vom Flughafen BER zum Südkreuz wird neu vom Flughafenexpress FEX über die Dresdner Bahn angeboten.

S46 Königs Wusterhausen – Schöneweide – Hermannstraße – Südkreuz – Westend

Die Linie wird im Teilabschnitt Hermannstraße – Grünau montags bis freitags tagsüber auf einen 5/15-Minuten-Takt verdichtet. Damit werden sowohl die Leistungen der S45 als auch der S85 ersetzt, die durch ihre neue Linienführung den Abschnitt Grünau – Adlershof nicht mehr bedient.

S47 Spindlersfeld – Schöneweide – Hermannstraße – Südkreuz

Die Linie wird über Hermannstraße hinaus bis zum Bahnhof Südkreuz verlängert und verkehrt neu täglich bis 24 Uhr auf ihrer gesamten Länge. Nach Mitternacht, im Früh- und Wochenend-Nachtverkehr verkehrt die S47 weiter-hin nur zwischen Spindlersfeld und Schöneweide.

S85 Frohnau/Pankow – Bornholmer Straße – Schönhauser Allee – Ost-kreuz – Schöneweide – Flughafen BER

Die Linie erhält einen veränderten Linienweg zum Flughafen BER anstelle von Grünau. Wochentags fährt die Linie im Nordabschnitt von und nach Frohnau, abends ab 20 Uhr bis Waidmannslust, und am Wochenende sowie täglich ab 21:30 Uhr endet die Linie in Pankow. Zugleich erhält die S85 aus-gedehnte Betriebszeiten täglich bis 24 Uhr. Montag bis Samstag beginnt der Betrieb der Linie gegen 5 Uhr, sonntags und feiertags gegen 7 Uhr.

S9 Spandau – Stadtbahn – Schöneweide – Flughafen BER

Die Takt-Abfahrtszeiten der Linie verschieben sich um zehn Minuten. Im durchgehenden Nachtverkehr in den Nächten Fr/Sa, Sa/So sowie vor Feier-tagen bleiben die Abfahrtszeiten jedoch bestehen.
 

Auf allen Linien im Südosten (S46, S47, S8, S85, S9) ergeben sich neue Fahrpläne mit Änderungen in unterschiedlich starkem Umfang
Die endgültigen Fahrpläne mit den genauen Abfahrtszeiten an allen Stationen sind unter sbahn.berlin/fahren/fahrplanauskunft/linienfahrplaene/ abrufbar. 

Neue Fahrpreise im VBB ab 1. Januar 2026 
Auf Grundlage des VBB-Tarifindex steigen die Fahrpreise zum 1. Januar 2025 um durchschnittlich rund 6 Prozent. Hintergrund sind die weiterhin hohen Kosten für Kraftstoffe, Personal und Investitionen, die die Verkehrsunternehmen im VBB wirtschaftlich sehr stark unter Druck setzen. Der monatliche Preis des Deutschlandtickets steigt von 58 auf 63 Euro.

Alle neuen Tarife auf:www.vbb.de/tickets/

VBB-Fahrinfo und Liniennetze

Die neuen Fahrpläne inklusive vieler der o.g. baubedingten Fahrplanänderungen sind bereits in der Fahrplanauskunft unter vbb.de und bahn.de abruf-bar. Dies betrifft alle Apps von VBB, BVG, S-Bahn Berlin GmbH und DB AG sowie Fahrinfo-Angebote auf vbb.debvg.de und sbahn.berlin. Die Liniennetze gibt es unter www.vbb.de/ zum Download.

Alle Linien, deren Änderungen, Fahrpläne und Fahrzeuge, mit interaktiver Karte ist schnell und übersichtlich hier zu finden:
www.vbb.de/unterwegs-im-vbb/regionalbahnlinien/

 

Dies ist eine Pressemitteilung des VBB: https://unternehmen.vbb.de/presse/umfangreiche-aenderungen-im-regional-und-s-bahnverkehr-zum-fahrplanwechsel-am-14-dezember-2025/

S25 Süd: Planungen zum möglichen S-Bahnanschluss für Stahnsdorf erreichen nächste Stufe

Blick Richtung Osten auf die künftige Trasse an der Sputendorfer Straße in Stahnsdorf, Foto DB InfraGO AG, Hertzer

S25 Süd: Planungen zum möglichen S-Bahnanschluss für Stahnsdorf erreichen nächste Stufe

26. November 2025

Für die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf wurde die Vorplanung durch die DB InfraGO AG abgeschlossen. Dabei haben sich die i2030-Projektpartner – die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) – auf einen Variantenentscheid für den Ausbau geeinigt. Derzeit laufen die Gespräche zu den Vorplanungsergebnissen mit den Anliegerkommunen Teltow und Stahnsdorf, bevor im nächsten Schritt die Öffentlichkeit Anfang 2026 umfassend informiert wird.

Innerhalb des Infrastrukturprojektes „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ wird die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf geplant. Die Finanzierung des Projektes ist aktuell bis zum Abschluss der Entwurfs- und Genehmigungsplanung aus Finanzmitteln der Länder Brandenburg und Berlin abgesichert. Das Land Brandenburg finanziert die Planung für den Brandenburger Abschnitt von Teltow Stadt nach Stahnsdorf einschließlich der Genehmigungsplanung mit einem Anteil von 27,9 Mio. Euro. Das Land Berlin finanziert für den gleichen Planungszeitraum einen Anteil von 18,8 Mio. Euro für den Berliner Abschnitt von Südende bis Lichterfelde Ost. Für die Finanzierung der anschließenden baulichen Umsetzung ist eine Bundesförderung im Rahmen des GVFG (Gemeindeverkehrs­finanzierungsgesetz) mit Kofinanzierung durch die Länder geplant.

Die Zeitpläne für die weitere Projektumsetzung werden aktuell vor dem Hintergrund des jetzt final abgestimmten Variantenentscheids auf Basis der Vorplanung und Beauftragung der Leistungsphasen 3+4 neu aufgestellt. Der Beginn des Planfeststellungsverfahrens ist für Ende 2027 vorgesehen. 

Beim vorliegenden Variantenentscheid für den Ausbau haben sich die i2030-Projektpartner auf folgende Eckpunkten verständigt:

    • Die Strecke zwischen Teltow Stadt und Stahnsdorf soll durchgehend zweigleisig errichtet werden. Dies ermöglicht auch für diesen Abschnitt einen 10-Minutentakt und bietet die Grundlage für eine stabile Betriebsqualität.
    • Auf dem Gebiet der Stadt Teltow quert die geplante S-Bahnstrecke den Bereich der Ruhlsdorfer/Whitehorsestraße in Teltow mit einer offenen Trasse unterhalb des bestehenden Straßenniveaus. Die Führung des Individualverkehrs wird an dieser Stelle durch die neue Bahnstrecke nicht verändert.
    • Die Iserstraße in Teltow wird nahezu auf Straßenniveau gequert. Hierdurch werden die Eingriffe in das Stadtbild und die Auswirkungen auf die Nachbarschaft minimiert, z.B. durch die Vermeidung einer Errichtung von Stützbauwerken. Personen, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad auf der Iserstraße unterwegs sind, können die S-Bahnstrecke auch zukünftig an dieser Stelle mittels einer Unterführung queren. Der motorisierte Individualverkehr wird künftig über die Biomalzspange geleitet. Diese wird mit einer Überführung die zukünftigen S-Bahngleise überqueren.
    • Zwischen der Iserstraße und der Biomalzspange wird eine S-Bahnstation – vorläufiger Name „Iserstraße“ – errichtet, die von beiden genannten Straßen barrierefrei erreicht werden kann. Durch diese Lage wird ein maximales Fahrgastpotenzial erschlossen.
    • Weiterhin wird in Stahnsdorf als Endpunkt der Streckenverlängerung eine zweite neue Station – vorläufiger Name „Sputendorfer Straße“ – entstehen. Die Gestaltung steht in Einklang mit den Zielen der Gemeinde für die Entwicklung des künftigen Bahnhofsbereichs.
    • In Verbindung mit dem Projekt werden weitere Verbesserungen für die Linie S25 umgesetzt: In Stahnsdorf werden zusätzliche Abstellgleise für vier S-Bahnzüge entstehen. Der gegenwärtig noch eingleisige Berliner Streckenabschnitt zwischen den Stationen Berlin Südende und Berlin-Lichterfelde Ost wird zweigleisig ausgebaut, um eine höhere Betriebsqualität für die S25 / S26 zu ermöglichen.

Derzeit werden die Planungsergebnisse aus der Vorplanung mit den Anliegerkommunen besprochen. Im nächsten Schritt wird die Öffentlichkeit in mehreren Informationsveran­staltungen über die Planungen und das weitere Vorgehen im Detail informiert. Update Januar 2026: Die Termine finden am 10. und 16.03.2026 statt. Hier finden Sie weitere Infos.

Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin feierlich eröffnet – Zweiter VBB-RadPark aus Pilotprojekt ist fertig

Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB

Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin feierlich eröffnet – Zweiter VBB-RadPark aus Pilotprojekt ist fertig

14. November 2025

Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB
Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB

Das neue Fahrradparkhaus am Süd-Ausgang des S-Bahnhofs Neuenhagen wurde heute feierlich eröffnet. Es bietet den Pendlerinnen und Pendlern ab sofort über 264 neue komfortable, wettergeschützte Stellplätze für ihre Fahrräder. Mit dem „VBB-RadPark“ in Neuenhagen bei Berlin folgt ein weiterer Schritt für die Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr in Brandenburg – weitere Projekte sind bereits im Bau und werden bis Ende 2026 umgesetzt. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Sicherheit gelegt. 

Die gesamte Anlage am S-Bahnhof Neuenhagen wurde mit einer Videoüberwachung und moderner LED-Beleuchtung ausgestattet. Darüber hinaus befinden sich 84 der Stellplätze in gesicherten Fahrradgaragen (sog. Sammelschließanlagen). In diesen können Pendler*innen ihr Rad nicht nur zugangsgesichert abstellen, sondern finden auch Schließfächer für Fahrradhelm und Co. Die Stellplätze in den Fahrradgaragen können durch das app-basierte System „ParkYourBike“ gebucht und geöffnet werden. Es wurde vom Land Berlin bzw. der GB infraVelo GmbH für Berlin entwickelt und für Brandenburg angepasst. Nach einer Registrierung können so Stellplätze in beiden Bundesländern gebucht werden.

Die Förderung des Fahrradparkhauses erfolgte durch

    • das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes,
    • die Richtlinie ÖPNV-Invest des Landes Brandenburg,
    • gesonderte Projektmittel des Landes Brandenburg für das Pilotprojekt sowie
    • das Land Berlin.

Insgesamt konnten so 90 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten in Höhe von rund 990.000 Euro gefördert werden. Die darüberhinausgehenden Kosten trägt die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin mit Eigenmitteln.

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister: „In Neuenhagen haben Bürgerinnen und Bürger ab sofort die Möglichkeit, ihr Fahrrad oder E-Bike sicher am Bahnhof abzustellen und bequem mit dem öffentlichen Personenverkehr weiterzureisen. Das neue Fahrradparkhaus lässt Bahn und Rad im Alltag der Menschen näher zusammenwachsen. Das reibungslose Ineinandergreifen beider Verkehrsmittel ist ein wichtiger Schritt für die klimafreundliche Mobilität in Deutschland.“  

Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg: „Mit dem neuen Fahrradparkhaus in Neuenhagen setzen wir ein klares Zeichen für die Stärkung des Radverkehrs und die bessere Verknüpfung von Bahn und Rad im Berliner Umland. 264 moderne und sichere Abstellplätze bieten Pendlerinnen und Pendlern ein attraktives Angebot, das Umsteigen erleichtert und die umweltfreundliche Mobilität vor Ort stärkt. Die Landesregierung unterstützt das Pilotprojekt mit einem innovativen Ansatz, nachhaltiger Holzbauweise und intelligenter Zugangstechnologie – damit Brandenburg beim modularen Fahrradparken bundesweit Maßstäbe setzt. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Vorhaben in kurzer Zeit möglich gemacht haben.“

Arne Herz, Staatssekretär Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in Berlin: „Das Land Berlin finanziert seit 2023 den Ausbau von P+R- und B+R-Anlagen im Berliner Umland mit, um so einen wohnungsnahen Umstieg auf den Umweltverbund zu ermöglichen. Mehr als 500 P+R- und über 3.000 B+R-Plätze wurden bereits gemeinsam mit dem Land Brandenburg gefördert. Das ist gelebte Kooperation der Länder und ein Meilenstein für die nachhaltige Mobilität in der Hauptstadtregion. Neuenhagen ist ein realisiertes Leuchtturmprojekt, das uns auch in Berlin inspiriert.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer VBB: „Mit dem neuen VBB-RadPark in Neuenhagen entsteht der zweite von insgesamt 13 Fahrradparkhäusern in Berlin und Brandenburg. Über 260 wettergeschützte und sichere Fahrradstellplätze in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof – dank app-basiertem Buchungssystem, Videoüberwachung und wettergeschützter Bauweise ist das Abstellen des Rads nun so einfach wie das Umsteigen in die Bahn. Als passionierter Radfahrer und ÖPNV-Nutzer freue ich mich auch persönlich, dass die Zahl der sicheren Fahrradstellplätze im VBB-Gebiet immer weiter zunimmt.“

Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo: „ParkYourBike steht für zukunftsfähiges Fahrradparken in Berlin und Brandenburg. Radfahrende können ganz einfach digital über die App buchen und ihr Rad 24/7 geschützt abstellen. Ich freue mich, dass wir mit der Stadt Neuenhagen bei Berlin nun einen weiteren Standort mit 84 gesicherten Stellplätzen aufnehmen konnten.“

Ansgar Scharnke, Bürgermeister von Neuenhagen bei Berlin: „Mit dem neuen RadPark setzen wir ein deutliches Zeichen für eine moderne, klimafreundliche und bürgernahe Mobilität. Wir schaffen hier die Verbindung zwischen Fahrrad und Bahn – und damit ein echtes Stück Zukunft für Neuenhagen.“

Fakten Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin

Es wurden zwei baulich getrennte Modulanlagen mit insgesamt 264 neuen Fahrradstellplätzen errichtet.

Eine Modulanlage mit einer Fahrradgarage (Sammelschließanlage) und frei zugänglichen Stellplätzen.

    • insgesamt 132 Stellplätze
    • 84 gesicherte Stellplätze, davon 2 Module mit jeweils 40 Stellplätzen in Doppelstockparkern und 4 Stellplätze an Anlehnbügeln
    • Ein Modul mit 48 frei zugänglichen Doppelstockparkern
    • 8 Schließfächer je Sammelschließanlagenmodul
    • Tür mit Zugangssicherung je Modul Sammelschließanlage

Eine Modulanlage als frei zugängliche Anlage mit 132 Stellplätzen

    • zwei Module mit 48 Stellplätzen in Doppelstockparkern
    • ein Modul mit 24 Stellplätzen in Doppelstockparkern und 12 Stellplätzen in Hoch-/Tiefeinstellung

Zum Fahrradparkhaus gehört außerdem folgende Ausstattung:

    • Dachkonstruktion vorwiegend aus Holz mit einem geringen Stahlanteil
    • Photovoltaik-Anlage mit 24 Modulen
    • LED-Beleuchtung
    • Videoüberwachung
    • Fahrradreparaturstation
    • Infostele auf dem Vorplatz
    • Infowand
    • Begrünte Außenbereiche

Pilotprojekt „Modulares Fahrradparken“

Das neue Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen ist Teil des vom Land Brandenburg initiierten Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“ das vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert wird. In dessen Rahmen entstehen an insgesamt 13 Standorten in Brandenburg hochmoder-ne Fahrradabstellanlagen, bei deren Planung der Fokus – neben der Sicherheit – auf Nachhaltigkeit und hoher städtebaulicher Qualität lag. So zeichnen sich alle Pilotanlagen durch eine innovative Holzbauweise mit begrüntem Dach und Photovoltaikmodulen sowie ein modernes Design aus, das sich perfekt in die städtische Umgebung einfügt.

Acht der 13 neuen modularen Fahrradparkhäuser in Brandenburg werden durch das Land Berlin mitfinanziert. Basis hierfür ist der 2022 geschlossene Vertrag für die Mitfinanzierung von Park+Ride- und Bike+Ride-Anlagen in Brandenburg durch das Land Berlin. Dessen Ziel: durch das bestmögliche Stellplatz-Angebot soll den Pendler*innen ein Anreiz geboten werden, ihr Auto ganz stehen zu lassen oder nur für die kurze Teilstrecke zum Bahnhof zu nutzen, um so die Straßen und Parkplätze in der Hauptstadt zu entlasten.
Weitere Informationen über die bereits fertiggestellten VBB-RadParks sind unter vbb.de/radpark abrufbar. Alle Informationen und Hintergründe zur Vernetzungsstelle Bike and Ride beim VBB unter vbb.de/radparken

Dies ist eine Pressemitteilung des VBB: https://unternehmen.vbb.de/presse/fahrradparkhaus-am-s-bahnhof-neuenhagen-bei-berlin-feierlich-eroeffnet-zweiter-vbb-radpark-aus-pilotprojekt-ist-fertig/