Ersatzverkehr und Umleiterzüge sichern Verbindungen während einjähriger Vollsperrung zwischen Lübbenau und Cottbus
02. November 2026
Für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Lübbenau und Cottbus wird der Streckenabschnitt vom 13. Dezember 2026 bis zum 11. Dezember 2027 vollständig gesperrt. Während der Bauarbeiten wird der Zugverkehr der Linie RE2 zwischen Lübbenau und Cottbus durch einen Ersatzverkehr mit Bussen ersetzt. Zusätzlich wird die Linie RE20 von Lübbenau über Calau nach Cottbus verlängert, um den Fahrgästen von und nach Cottbus weiterhin eine regelmäßig stündliche, schienengebundene Verbindung Richtung Berlin zu ermöglichen. Alle Informationen zum Umfang der Bauarbeiten, eine detaillierte Auflistung der SEV-Busse und Grafiken sind auf www.vbb.de/luebbenau-cottbus abrufbar. Alle Fahrmöglichkeiten, die angepassten Bahnfahrpläne sowie die Ersatzverkehre mit Bussen sind für den Sperrungszeitraum in der VBB-Fahrinfo enthalten.
Der zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Lübbenau und Cottbus ist Teil des Infrastrukturprojekts i2030. Die Baufinanzierung wird aus Bundesmitteln des InvKG abgesichert. Auf dem rund 29 Kilometer langen Abschnitt besteht bis heute ein eingleisiger Engpass, der bislang noch Angebotsverdichtungen verhindert und Verspätungen auf die Gegenrichtung überträgt. Nach Abschluss der Bauarbeiten können künftig die beiden Regionalverkehrslinien RE2 und RE20 jeweils im Stundentakt fahren. Berlin und Cottbus werden damit etwa halbstündlich direkt miteinander verbunden, Montag bis Sonntag ganztägig. Der Ausbau des Bahnhofs Königs Wusterhausen beseitigt zudem einen weiteren Engpass auf der Strecke und soll die Betriebsqualität zusätzlich verbessern.
Ersatzverkehrskonzept während der Streckensperrung
Für die betroffenen Fahrgäste vor Ort hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gemeinsam mit DB Regio Nordost ein umfangreiches Ersatzverkehrskonzept mit Umleiterverkehren und stündlich fahrenden Bussen organisiert.
Kern des Ersatzverkehrskonzepts ist die stündliche Verlängerung der Linie RE20 von Lübbenau über Calau nach Cottbus. Damit bleibt Cottbus während der Bauzeit weiterhin direkt per Bahn mit Berlin verbunden. Die Fahrzeit verlängert sich durch den längeren Fahrtweg gegenüber der heutigen Direktverbindung über Vetschau um rund 15 Minuten. Mit der Umleitung der Linie RE20 können auch weiterhin die Anschlüsse zur vollen Stunde in Cottbus Hbf, z.B. nach Forst, Spremberg und Görlitz erreicht werden. Die Linie RE2 fährt während der Bauarbeiten verkürzt von Nauen aus kommend nur bis Lübbenau, dort besteht Anschluss an den Ersatzverkehr.
Für die Fahrgäste zwischen Lübbenau und Cottbus wird ein stündlicher Ersatzverkehr von Lübbenau Bahnhof nach Cottbus Hauptbahnhof eingerichtet. Die Busse werden von 5:00 Uhr – 2:00 Uhr ab Lübbenau und von 3:00 Uhr – 0:00 Uhr ab Cottbus fahren. Pendler*innen können den Bahnhof Cottbus damit bereits täglich ab 6:00 Uhr morgens erreichen. Eine Fahrt am Morgen (gegen 6 Uhr ab Lübbenau nach Cottbus) fährt beschleunigt nur mit Halt in Vetschau, um die Zuganschlüsse in Lübbenau und Cottbus zu gewährleisten.
In den Zeiträumen vom 13. Dezember bis 23. Dezember 2026, 8. Januar bis 15. Januar 2027 und 24. September bis 1. Oktober 2027 finden zusätzliche Bauarbeiten direkt im Bahnhof Lübbenau statt, die Sperrung wird dann auf den Abschnitt zwischen Lübben, Lübbenau und Calau ausgeweitet. Die Regionalzüge des RE2 und RE20 enden in diesen Phasen bereits in Lübben, die bestehende Ersatzverkehrslinie von Cottbus von Lübbenau aus nach Lübben verlängert. Die Anbindung nach Calau übernimmt eine weitere Ersatzverkehrslinie.
Vom 2. Juli bis 9. August 2027 ist zusätzlich der Bahnübergang in Kolkwitz, Berliner Straße – Kolkwitzer Straße gesperrt. In diesem Zeitraum werden anstatt der Haltestelle Kolkwitz, Rathaus die Haltestellen Kolkwitz, Schumannstr und Kolkwitz, Bahnhof Nord bedient.
Ersatzverkehrskonzept mit Bussen im Detail:
Reguläres Angebot außerhalb der unten genannten Zeiträume:
Bus RE2: Lübben <> Lübbenau <> Cottbus, Hauptbahnhof
- Fährt täglich stündlich
- Die Busse bedienen die Zwischenhalte Raddusch Abzweig, Vetschau Busbahnhof, Vetschau ITS, Limberg Gasthaus, Kolkwitz Rathaus und Cottbus Spreewaldbahnhof
Zeiträume 13.12.2026 bis 23.12.2026, 08.01.2027 – 15.01.2027 und 24.09.2027 – 01.10.2027, Sperrung Lübben <> Lübbenau <> Calau:
In diesen Zeiträumen erweitert sich die Sperrung von Lübben über Lübbenau nach Calau. Die Linien RE2 und RE20 enden dann bereits in Lübben. Das Ersatzkonzept für RE2 und RE20 sieht folgende Linienführungen vor:
Bus RE2: Lübben <> Lübbenau <> Cottbus, Hauptbahnhof
- Fährt täglich stündlich
- Die Busse bedienen die Zwischenhalte Raddusch Abzweig, Vetschau Busbahnhof, Vetschau ITS, Limberg Gasthaus, Kolkwitz Rathaus und Cottbus Spreewaldbahnhof
Bus RE20: Lübben <> Lübbenau <> Cottbus, Hauptbahnhof
- Fährt täglich stündlich
- Ohne Halt zwischen Lübbenau und Cottbus
Auch für den RE7 wird in diesem Zeitraum einen Ersatzverkehr zwischen Lübben und Calau eingerichtet.
Zeitraum 02.07.2027 – 09.08.2027
In diesem Zeitraum wird der Bahnübergang Berliner Straße – Kolkwitzer Straße in Kolkwitz gesperrt. In dieser Zeit fährt der Ersatzverkehr über den Bahnübergang Bahnhofsstraße und bedient die Haltestellen Kolkwitz, Schumannstraße und Kolkwitz, Bahnhof Nord. Die Haltestelle Kolkwitz Rathaus wird während der Bahnübergangssperrung nicht bedient.
Bus RE2: Lübbenau, Bahnhof <> Kolkwitz, Schumannstraße <> Cottbus, Hauptbahnhof
- Fährt täglich stündlich
- Die Busse bedienen die Zwischenhalte Raddusch Abzweig, Vetschau Busbahnhof, Vetschau ITS, Limberg Gasthaus, Kolkwitz Schumannstr., Kolkwitz Bahnhof Nord und Cottbus Spreewaldbahnhof
Langfristige Verbesserungen auf der Schiene
Der Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus gehört zu den wichtigsten Vorhaben im Infrastrukturprojekt i2030 im Süden Brandenburgs. Das zweite Gleis stärkt die Standortattraktivität der Stadt Cottbus und der gesamten Lausitz, führt zu mehr Verlässlichkeit im Fahrplan und wird den Halbstundentakt von und nach Berlin sowie eine regelmäßige, umsteigefreie Direktanbindung von Cottbus an den Flughafen BER ermöglichen. Von den Bauarbeiten profitieren zudem regionale Unternehmen aus der Lausitz unmittelbar. Als gute Beispiele dafür stehen die Gewerke Baufeldfreimachung, Einrichtung Baustraßen, Materialver- und -entsorgung, Transportdienstleistungen, die Verkehrs- und Baustellensicherung und für umweltrechtlich erforderlichen Kompensationsmaßnahmen. Auch für die grafische Gestaltung der zu errichtenden Schallschutzwände konnte durch die DB InfraGO ein Cottbusser Unternehmen gebunden werden.
Alle Hintergründe zur Baumaßnahme und dem gemeinsamen Infrastrukturprojekt i2030 sind auf www.i2030.de/suedost/ nachlesbar oder können auf der Internetseite der Deutschen Bahn unter https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/luebbenau-cottbus abgerufen werden.

