Baustart für Siemensbahn rückt näher

Start der Sanierungsarbeiten am Stahlviadukt beim i2030-Projekt Siemensbahn, Foto VBB GmbH, Stapf

Baustart für Siemensbahn rückt näher: Sanierung des Stahlviadukts startet

29. Juni 2026

Die Reaktivierung der Siemensbahn nimmt Formen an. Am Montag begannen erste Arbeiten. Dabei geht es zunächst um die Sanierung des
Stahlviadukts. Das symbolische Startsignal hierfür gaben am Vormittag DB-Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek, Verkehrssenatorin Ute Bonde, VBB-Chef Christoph Heuing und Spandaus Bezirksstadtrat Thorsten Schatz.

Die ersten Arbeiten laufen auf einem Testfeld, an dem zentrale Verfahren für die Instandsetzung des Stahlviadukts untersucht werden. Das denkmalgeschützte Viadukt stammt aus dem Jahr 1928 und besteht aus insgesamt 71 Einzelbauwerken.

Nach jahrzehntelanger Stilllegung gibt es umfangreiche Schäden. Dazu zählen Verformungen, Korrosionsschäden, beschädigte Lager sowie Defizite bei Entwässerung und Tragwerk. Die gesammelten Erkenntnisse im Testfeld sind Grundlage für den anschließenden Bauablauf des Gesamtprojekts.
Im Zuge der Ertüchtigung des Stahlviadukts bleibt ein Großteil der historischen Substanz erhalten und wird denkmalgerecht instandgesetzt. Die bestehenden Unterbauten werden weitgehend weitergenutzt. Gleichzeitig wird die Strecke für einen modernen Bahnbetrieb hergerichtet – mit zwei Gleisen und zeitgemäßer technischer Ausstattung.

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter: „Nun geht es los. Mit der Siemensbahn binden wir Siemensstadt und Spandau direkt an den Berliner S-Bahnring an. Das schafft nachhaltige Mobilität. Das heutige Startsignal zeigt, dass wir die Reaktivierung der rund 4,5-Kilometer langen Strecke engagiert vorantreiben.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Die Siemensbahn kehrt zurück – und mit ihr eine direkte  Schienenverbindung für ein Stadtquartier, das Arbeiten, Forschen und Wohnen neu zusammendenkt. Das denkmalgeschützte Viadukt wird sorgfältig saniert und gleichzeitig für einen modernen Bahnbetrieb hergerichtet. Was heute hier beginnt, ist der erste sichtbare Schritt zu einer der bedeutendsten Streckenreaktivierungen der Stadt seit Jahrzehnten.”

Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg: „Städtebau und ÖPNV-Ausbau greifen an diesem Ort vorbildlich ineinander. Während nebenan der neue Wohn- und Innovationsstandort Siemensstadt Square entsteht, startet hier am Viadukt ein neuer Meilenstein im Projekt i2030 für die Reaktivierung der Siemensbahn. Perfekt für die Menschen, die dann eine S-Bahnanbindung im 10-Minuten-Takt u.a. zur Ringbahn und zum Hauptbahnhof bekommen.”

Thorsten Schatz, Bezirksstadtrat Spandau, Abteilung Bauen, Planen, Umwelt-und Naturschutz: „Die Reaktivierung der Siemensbahn ist ein Glücksfall für Spandau. Sie verbessert die Mobilität, stärkt den Zukunftsstandort Siemensstadt und bringt eine traditionsreiche Strecke zurück ins Berliner S-Bahn-Netz. Mit dem heutigen Baustart wird sichtbar: Die Siemensbahn kommt zurück. Darauf haben viele Menschen in unserem Bezirk lange gewartet.“

Die Reaktivierung der Siemensbahn bewegt auch die Schülerinnen und Schüler im Bezirk. So gibt es am Dienstag, 30. Juni, an der Spandauer Robert-Reinick-Grundschule einen Projekttag zur Siemensbahn. Die Schüler treffen sich dazu am Vormittag an der Eisenbahnüberführung am Rohrdamm 82. Anschließend begeben sich die Kinder auf eine Zeitreise an einem scheinbar verlorenen Ort. Sie schauen sich um und halten fotografisch fest, was sie sehen. Vor langer Zeit kamen und gingen hier Menschen. Sie stiegen ein, sie fuhren ab, sie kamen an und gingen nach Hause. Wie sahen sie aus? Wo gingen sie hin? Wer waren sie? Das soll an diesem Tag erarbeitet werden.

Check i2030

i2030 Social Media

CHECK

i2030

HINGESCHAUT UND NACHGEFRAGT

Was tut sich entlang der i2030-Strecken, hinter Bauzäumen oder in den Planungsunterlagen?

Wir sind vor Ort unterwegs, erklären welche Untersuchungen gerade anstehen und machen Hintergründe und Zusammenhänge verständlich. So machen wir sichtbar, wie Schritt für Schritt neue Schieneninfrastruktur entsteht von der Idee bis zur ersten Zugeinfahrt. 

        • i2030 Spotlight: Hier checken wir vor Ort, was auf Baustellen passiert oder welche Fachprüfungen durchgeführt werden.
        • i2030 Real Talk: Hier liegt der Fokus auf den Austausch mit den Experten, strategischen Köpfen und Machern hinter i2030.
        • i2030 Inside: Hier vermitteln wir Hintergrundwissen und sind mittendrin bei Bürgerdialogen oder öffentlichen Veranstaltungen

Stammstrecke der HeiDekrautbahn

i2030 inside: Fahrt auf der Reaktivierungsstrecke mit dem Wasserstoffzug

Im Rahmen der Feierlichkeiten zu 125 Jahre Niederbarnimer Eisenbahn gab es eine Sonderfahrt mit dem Wasserstoffzug auf der historischen Stammstrecke der Heidekrautbahn.

Mit dem Projekt i2030 soll die Heidekrautbahn in den kommenden Jahren wieder für den Personenverkehr reaktiviert werden.

Mehr Infos unter: www.i2030.de/nord

Schienenausbau

i2030 inside: Warum brauchen Schienenprojekte so lange?

Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gemeinsam den Ausbau der Schieneninfrastruktur in acht Ausbaukorridoren und einem Maßnahmenpaket für das S-Bahnnetz. Die Umsetzung der Vorhaben entfaltet eine hohe Wirksamkeit im Schienennetz der Zukunft.

Das geschieht nicht von heute auf morgen: Der Ausbau von Eisenbahninfrastruktur ist ein Marathon und braucht einen langen Atem.

Dennoch: Die i2030-Planungen schreiten voran und erste Ergebnisse sind sichtbar. Eine gesicherte Finanzierung und erfolgreiche Baugenehmigungen sowie eine gelungene Akzeptanzkommunikation sind die Grundpfeiler für erfolgreiche Projekte.

Weitere Infos unter: www.i2030.de/hintergrund

i2030 inside: Das Projekt in 30 Sekunden erklärt

Projekt i2030 – Wir planen den Schienennetzausbau in der Hauptstadtregion.

Die Menschen in der Region sind mobil und setzen auf einen attraktiven Bahnverkehr.

Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der Deutschen Bahn und dem VBB den Ausbau der Schieneninfrastruktur in acht Ausbaukorridoren und einem S-Bahn-Maßnahmenpaket:

WEST: Berlin-Spandau – Nauen
NORD-WEST: Prignitz-Express /Velten
NORD: Nordbahn /Heidekrautbahn
SÜD-OST: Berlin – Cottbus /Bahnhof Königs Wusterhausen
SÜD: Berlin – Dresden /Rangsdorf
SÜD-WEST: Potsdamer Stammbahn+/ S25 SÜD
WEST-OST: RE1 Magdeburg – Berlin – Eisenhüttenstadt
SIEMENSBAHN: Jungfernheide – Gartenfeld
BERLINER S-BAHN: rund 35 Einzelmaßnahmen

Die i2030-Vorhaben entfalten eine hohe Wirksamkeit im Schienennetz der Zukunft. Das geschieht nicht von heute auf morgen. Mit gesicherter Finanzierung und erfolgreichen Baugenehmigungen werden kontinuierlich Teilprojekte umgesetzt.

https://www.i2030.de
i2030@vbb.de

Stammstrecke der heidekrautbahn

i2030 spotlight: Baustelle Wilhelmsruh, Stammstrecke der Heidekrautbahn Part 1

Ein Tag auf der Baustelle in Berlin-Wilhelmsruh im Mai 2026, wo ein neuer Regionalbahnsteig entsteht.

Schwere Maschinen, Lärm, Staub – hier entstand ein neuer Gleisabschnitt. i2030-Content-Creator nimmt euch mit vor Ort: Helme auf, los geht’s.

Die Arbeiten sind Teil der Reaktivierung der Heidekrautbahn-Stammstrecke – ein Projekt von i2030, in dem die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der NEB und dem VBB die Schieneninfrastruktur im Raum Berlin-Brandenburg weiterentwickeln.

Weitere Projektinfos: www.i2030.de/nord/

i2030 spotlight: Baustelle Wilhelmsruh, Stammstrecke der Heidekrautbahn Part 2

Ein Tag auf der Baustelle in Berlin-Wilhelmsruh im Mai 2026, wo ein neuer Regionalbahnsteig entsteht.

Schwere Maschinen, Lärm, Staub – hier entstand ein neuer Gleisabschnitt. Diesmal ist die Stopfmaschiene auf der Baustelle im Einsatz. i2030-Content-Creator nimmt euch mit vor Ort: Helme auf, los geht’s.

Die Arbeiten sind Teil der Reaktivierung der Heidekrautbahn-Stammstrecke – ein Projekt von i2030, in dem die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der NEB und dem VBB die Schieneninfrastruktur im Raum Berlin-Brandenburg weiterentwickeln.

Weitere Projektinfos: www.i2030.de/nord/

Siemensbahn

i2030-inside: Die Geister der Siemensbahn

Die historische Siemensbahn wurde 1929 in Betrieb genommen und 1981 eingestellt.

Im Rahmen vom Projekt i2030 beginnt in 2026 die Reaktivierung der historischen Strecke mit dem Ziel 2029 dort wieder S-Bahnen fahren zu lassen.

Also genau die richtige Zeit die Geister der Vergangenheit zu verabschieden.

Weitere Projektinfos: www.i2030.de/siemensbahn

RE1-Bahnsteigverlängerungen

i2030 spotlight: RE1 Bahnsteigverlängerung an der Station Park Sanssouci

Um auf die steigende Nachfrage zu reagieren, wurde das Angebot auf dem RE1 bereits 2022 im Rahmen des Verkehrsvertrags Elbe-Spree deutlich ausgeweitet. Seither fahren zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) in der Hauptverkehrszeit drei Züge pro Stunde – zwei davon mit sechs Wagen, ein dritter mit acht. Letzterer hält jedoch nur an größeren Bahnhöfen, denn viele Stationen verfügen noch nicht über ausreichend lange Bahnsteige.

Im Sommer 2025 wurden die Bauarbeiten an der Station Potsdam Park Sanssouci abgeschlossen. In den kommenden Jahren sollen insgesamt neun Stationen neue, längere Bahnsteige erhalten.

Weitere Infos: www.i2030.de/westost

i2030 spotlight: RE1 Bahnsteigverlängerung in Hangelsberg

Um auf die steigende Nachfrage zu reagieren, wurde das Angebot auf dem RE1 deutlich ausgeweitet. Seither fahren zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) in der Hauptverkehrszeit drei Züge pro Stunde – zwei davon mit sechs Wagen, ein dritter mit acht. Letzterer hält jedoch nur an größeren Bahnhöfen, denn viele Stationen verfügen noch nicht über ausreichend lange Bahnsteige.

Im Sommer 2025 wurden die Bauarbeiten an der Station Hangelsberg begonnen und sind jetzt abgeschlossen. In den kommenden Jahren sollen insgesamt neun Stationen neue, längere Bahnsteige erhalten.

Weitere Infos: https://www.i2030.de/westost/

S-Bahn ins Falkenhagener Feld: Baugrunderkundungen im Spektepark

Baugrunduntersuchungen im Spektepark, Durchführung der Bohrung, Foto: HVLE

S-Bahn ins Falkenhagener Feld: Baugrunderkundungen im Spektepark

Baugrunduntersuchungen im Spektepark, Durchführung der Bohrung, Foto: HVLE
Baugrunduntersuchungen im Spektepark, Durchführung der Bohrung, Foto: HVLE

Die Planungen für das i2030-Teilprojekt „S-Bahn ins Falkenhagener Feld“ haben im Jahr 2023 begonnen und schreiten mit großen Schritten voran. Dabei soll die bestehende Strecke der „Bötzowbahn“ für die Befahrung mit Zügen der S-Bahn Berlin ertüchtigt und ausgebaut werden. Seit 2025 befindet sich das Projekt in der Vorplanung.  In dieser Stufe werden verschiedene Projektvarianten entwickelt und bewertet. Auch eine Kostenschätzung ist Teil der Vorplanung, um anschließend Entscheidungen über den weiteren Verlauf des Projekts treffen zu können.

Die Bötzowbahn verläuft im Falkenhagener Feld zwischen der Falkenseer Chaussee und der Seegefelder Straße durch den Spektepark. Auch in diesem Bereich sollen neben dem heutigen Zugverkehr zukünftig die Züge der S-Bahn die Bötzowbahn nutzen. Der Spektepark bleibt dabei als wichtiges Spandauer Naherholungsgebiet erhalten.

Südlich des Bahnübergangs für Fußgänger und Radfahrer im Spektepark verläuft die Strecke auf einem Bahndamm. Er liegt in einer ehemaligen Niederungslandschaft, in der sich im Untergrund Moor- oder Weichschichten befinden. Daher kann es langfristig zu einem Absacken der Gleise bei der starken Befahrung von Zügen kommen. Um dieses Risiko zu berücksichtigen und geeignete Bauverfahren zu ermitteln, fanden umfangreiche Erkundungen des Baugrunds in diesem Bereich statt. Die Anforderungen des Umwelt- und Trinkwasserschutzes wurden ebenfalls berücksichtigt.

Ende April 2026 führte das Ingenieurbüro GEPRO aus Dresden daher an dem Bahndamm an verschiedenen Stellen Baugrundaufschlüsse durch. Dabei wurden zum einen gezielte Bohrungen von bis zu zehn Metern Tiefe zur Entnahme von Bodenproben und zum anderen Analysen zur Ermittlung der Festigkeit der Bodenschichten durchgeführt. Die entnommenen Bodenproben wurden anschließend in einem Labor analysiert, um unter anderem Informationen über den Wassergehalt, die Bodenart, die Tragfähigkeit und organische Bestandteile (z. B. Pflanzenbestandteile) zu erhalten.

Baugrunduntersuchungen im Spektepark, Entnommene Bodenproben, Foto: HVLE
Baugrunduntersuchungen im Spektepark, Entnommene Bodenproben, Foto: HVLE

Die Untersuchungen bestätigten die anfängliche Vermutung. Der Bahndamm verläuft auf einer Fläche, die in der letzten Eiszeit ein Moor war. In diesem Bereich ist der Boden sehr weich, wasserreich und somit ohne die für den S-Bahn-Ausbau notwendigen Maßnahmen nur wenig tragfähig. Zusätzlich verursacht der aufgrund von Trinkwassergewinnung abgesenkte Grundwasserspiegel, dass der Boden zunehmend an Volumen verliert und ein Absacken der Strecke immer wahrscheinlicher wird.

Auf Basis dieser Ergebnisse wird nun die weitere Planung für die Ertüchtigung des Bahndamms vorbereitet. Vorgesehen ist, die vorhandenen weichen Moor- und Torfschichten im Untergrund des betroffenen Bereichs auszutauschen und durch tragfähiges Material zu ersetzen. Dabei sollen besonders umweltverträgliche Bauweisen und Materialien zum Einsatz kommen, um die hohen Anforderung an Schutz von Boden und Grundwasser in dem Trinkwasserschutzgebiet zu erfüllen. Ziel ist es, den Bahndamm langfristig zu stabilisieren und gleichzeitig einen verträglichen Umgang mit den sensiblen Umweltbedingungen vor Ort sicherzustellen. Das gilt nicht nur für den möglichen S-Bahnausbau, sondern allgemein für die zukünftige Sicherung der Strecke der Bötzowbahn.

i2030-Informationsveranstaltungen in Vetschau/Spreewald und Kolkwitz im Juni 2026

Informationsveranstaltung „i2030-Korridor: Prignitz-Express / Velten“

i2030-Informationsveranstaltungen in Vetschau/Spreewald und Kolkwitz im Juni 2026

Informationsveranstaltung „i2030-Korridor: Prignitz-Express / Velten“

Die 1867 in Betrieb genommene „Görlitzer Bahn“ (Berlin – Görlitz) ist seit 1945 auf dem Teilstück Lübbenau – Cottbus eingleisig. Es ist vorgesehen, bis Ende 2027 ein zweites elektrifiziertes Gleis zu bauen.

Vor Beginn der Hauptarbeiten ab Ende 2026 möchten wir Sie im Juni 2026 in Vetschau/Spreewald (mit Fokus auf den Abschnitt Lübbenau – Vetschau/Spreewald) und in Kolkwitz (mit Fokus auf den Abschnitt Vetschau/Spreewald – Cottbus) über den Stand der Planungen und den Ablauf der Bauarbeiten informieren.

Die erste Informationsveranstaltung führen wir am Dienstag, 16. Juni 2026, von 17 bis 19 Uhr im Bürgerhaus Vetschau (August-Bebel-Straße 9, 03226 Vetschau/Spreewald) durch.

Die zweite Veranstaltung folgt am Mittwoch, 24. Juni 2026, von 17 bis 19 Uhr in der Aula im Kolkwitz-Center (Karl-Liebknecht-Straße 8, 03099 Kolkwitz).