Infoveranstaltungen in Vetschau und Kolkwitz

In Vetschau und Kolkwitz fanden Infoveranstaltungen zum Ausbaukorridor Lübbenau - Cottbus statt. Insgesamt gab es eine positive Resonanz.

Infoveranstaltungen in Vetschau und Kolkwitz

In Vetschau und Kolkwitz fanden Infoveranstaltungen zum Ausbaukorridor Lübbenau - Cottbus statt. Insgesamt gab es eine positive Resonanz.

Beim i2030-Teilprojekt zweigleisiger Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus starten dieses Jahr die Bauarbeiten zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2026. 

Zu der Baumaßnahme, den laufenden Vorbereitung und den Schienenersatzverkehren während der Vollsperrung auf der Strecke informierte die DB InfraGO AG.

Die beiden Informationsveranstaltungen stießen auf großes Interesse. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger informierten sich am 16. Juni in Vetschau  2026, in Kolkwitz am 24. Juni 2026 folgten etwa 140 Gäste der Einladung. 

Als Referenten standen Peter Nußbaum, Projektleiter der DB InfraGO, Carsten Pröber, Baulärmverantwortlicher der DB Engineering & Consulting, Hagen Byhain, Projektleiter der ausführenden Arbeitsgemeinschaft (ARGE), sowie der Stakeholdermanager der DB InfraGO Rede und Antwort. Hier können Sie die gezeigte Präsentation einsehen. 

Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen zum Ersatzverkehr, Bahnübergangssperrungen, Schrankenschließzeiten sowie zu den Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort.

Staatssekretärin Bartmann eröffnet VBB-RadPark am Hauptbahnhof Cottbus/Chóśebuz

Den VBB-RadPark in Cottbus haben eröffnet v.l.n.r. Michael Fugel, Geschäftsführer GB InfraVelo, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Tobias Schick, Bürgermeister Cottbus und Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB © VBB

Staatssekretärin Bartmann eröffnet VBB-RadPark am Hauptbahnhof Cottbus/Chóśebuz

18. Dezember 2025

Den VBB-RadPark in Cottbus haben eröffnet v.l.n.r. Michael Fugel, Geschäftsführer GB InfraVelo, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Tobias Schick, Bürgermeister Cottbus und Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB © VBB
Den VBB-RadPark in Cottbus haben eröffnet v.l.n.r. Michael Fugel, Geschäftsführer GB InfraVelo, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Tobias Schick, Bürgermeister Cottbus und Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB © VBB

Das neue Fahrradparkhaus an der Südseite des Hauptbahnhofes Cottbus wurde heute feierlich eröffnet. Infrastrukturstaatssekretärin Ina Bartmann nahm gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Cottbus/Chóśebuz, Tobias Schick, dem Geschäftsführer des VBB, Christoph Heuing sowie Michael Fugel, Geschäftsführer von infraVelo teil. Mit 186 komfortablen Stellplätzen – darunter Sammelschließanlagen, sicheren Abstellmöglichkeiten für Lastenräder und Kinderanhängern und modernen Doppelstockparkern – bietet die Anlage Pendlerinnen und Pendlern ab sofort einen attraktiven Service für den Alltag. Mit dem „VBB-RadPark“ in Cottbus folgt ein weiterer Schritt für die Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr in Brandenburg – weitere Projekte sind bereits im Bau und werden bis Ende 2026 umgesetzt.

Das Fahrradparkhaus Cottbus/Chóśebuz verbindet den modularen Ansatz und eine innovative Holzbauweise mit einem begrünten Dach und Photovoltaikmodulen. Die Anlage bietet vielseitige Abstellmöglichkeiten, von klassischen Fahrradständern bis hin zu einem speziellen Abteil für Lastenräder. Sicherheit und Komfort werden durch Videotechnik, dem digitalen Zugangssystem „ParkYourBike“ und einen hell und freundlich gestalteten Vorplatz gewährleistet. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren macht den „RadPark“ zu einem Vorzeigeprojekt.

Das Vorhaben ist Teil des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“ und wurde gemeinsam von Bund, Land, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), infraVelo und der Stadt Cottbus/Chóśebuz umgesetzt. Die Finanzierung erfolgte überwiegend aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) übernimmt bis zu 90 % der förderfähigen Gesamtkosten und stellt eine Fördersumme von insgesamt rund 817.000 Euro zur Verfügung. Darüberhinausgehende Kosten kommen aus dem Programm ÖPNV-Invest des Landes Brandenburg.

Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg: „Brandenburg ist Fahrradland. Deshalb wollen wir den Radverkehr stärken und ihn sinnvoll mit dem umweltfreundlichen ÖPNV verknüpfen. Ein wichtiger Schlüssel dazu sind Bike&Ride-Anlagen an Bahnhöfen. Um den Bau von Fahrradparkanlagen in Brandenburg zu beschleunigen, haben wir das Pilotprojekt ‚Modulares Fahrradparken‘ ins Leben gerufen. Damit unterstützen wir Brandenburger Kommunen bei der Umsetzung sicherer, modularer Fahrradparkhäuser. Auch der „VBB-RadPark“ in Cottbus steht mit der Kombination aus modularer Holzbauweise, begrüntem Dach, Photovoltaik und innovativen Serviceangeboten für nachhaltige Mobilität in Brandenburg. Unser Ziel ist es, komfortable, sichere und klimafreundliche Radinfrastruktur im ganzen Land zu etablieren.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Fahrradparken ist ein zentraler Bestandteil moderner Mobilität. Sichere und wettergeschützte Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen machen vor allem das Kombinieren von Zug und Fahrrad auf dem täglichen Arbeitsweg einfach und bequem. Das modulare System dieser Anlage ermöglicht es, Fahrradparken in der Fläche schnell auszubauen und flexibel auf die individuellen Bedürfnisse in den Kommunen vor Ort zuzuschneiden. Ich freue mich sehr, dass von dieser innovativen Lösung die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer aus Cottbus profitieren.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer VBB: „Eine gute Verknüpfung von Bus und Bahn mit dem Fahrrad ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Die VBB-RadParks entstehen genau an dieser wichtigen Schnittstelle, im engen Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und den Kommunen. Damit all das ineinandergreift, unterstützt die VBB-Vernetzungsstelle Bike & Ride die Projektpartner bei der Planung und Umsetzung, berät zu Fördermitteln und hält die Fäden in der Hand. Die Fahrradfahrenden in Cottbus können ihr Rad jetzt wettergeschützt und sicher am Bahnhof abstellen und bequem umsteigen.“

Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo: „Unser Zugangssystem für gesicherte Stellplätze ist mehr als eine App – ParkYourBike ist ein wachsendes Netzwerk und der Schlüssel zum sicheren Abstellen der Fahrräder. Bis Ende 2026 sichern wir über 1.000 geschützte Stellplätze an Dutzenden Standorten in Brandenburg und Berlin. Cottbus als zweitgrößte Stadt im Land Brandenburg ist dabei ein wichtiger Baustein in dieser Entwicklung. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern, dem VBB, den Brandenburger Kommunen und dem Land Berlin schaffen wir eine Infrastruktur, die den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtert und die Attraktivität des Radverkehrs weiter steigert.“

Tobias Schick, Oberbürgermeister von Cottbus/Chóśebuz: „Das Fahrradparkhaus als erstes dieser Angebote in unserer Stadt ist ein Gewinn für Reisende, für den städtischen Verkehr und die Umwelt. Jetzt hoffen wir auf viele zufriedene, aber auch rücksichtsvolle Nutzerinnen und Nutzer. Wir sind dankbar für die umfangreiche Förderung, die ein solches Vorhaben erst möglich machen.“

Mit dem „VBB-RadPark“ in Cottbus/Chóśebuz wurde ein wichtiger Schritt zur Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr gemacht – weitere Projekte im Land Brandenburg sind bereits im Bau und werden bis 2026 umgesetzt. 8 der 13 neuen modularen Fahrradparkhäuser in Brandenburg werden zusätzlich mit Mitteln des Landes Berlin mitfinanziert. Außerdem wird das Berliner Zugangssystem “ParkyourBike“, das extra auf die Anforderungen des Landes Brandenburg angepasst wurde, an allen Brandenburger Radmodulanlagen zum Einsatz kommen.


Beschreibung Fahrradparkhaus Südseite des Hauptbahnhofes Cottbus/Chóśebuz

Es entsteht eine B+R Anlage, die Platz für insgesamt 186 B+R Stellplätze bietet.

Modulanlage 1 
Sammelschließanlage mit 84 gesicherten Stellplätzen

    • 84 gesicherte Stellplätze in Doppelstockparker
    • 8 Schließfächer je Sammelschließanlagenmodul
    • Drehtür mit Zugangssicherung je Modul

Sammelschließanlage mit 6 gesicherten Sonderstellplätzen 

    • 6 Stellplätze für Sonderfahrräder
    • Schiebetor

Modulanlage 2
frei zugängliche überdachte Anlage mit 96 Stellplätzen

    • 96 Stellplätze in Doppelstockparker

weitere Ausstattung der B+R-Anlagen

    • Dachkonstruktion bestehend vorwiegend aus Holz mit einem Stahlanteil
    • Dachausführung teils mit Photovoltaik-Anlage (Modulanlage 1) mit 24 Modulen und teils mit Gründach (Modulanlage 2)
    • LED-Beleuchtung
    • Videoüberwachung
    • Infostele (am Bahnhofszugang)
    • Infowand
    • Reparatursäule

Außenbereiche 

    • Begrünung (Rasen) der angrenzenden Flächen
    • Entwässerung
    • Ausgleichsmaßnahmen

Baurecht liegt nun vor – Wichtiger Meilenstein für Ausbau Lübbenau–Cottbus

Unterzeichnetes Planrecht für den zweigleisigen Ausbau Lübbenau-Cottbus, Foto: DB In

Baurecht liegt nun vor: Wichtiger Meilenstein für i2030-Teilprojekt Lübbenau–Cottbus

Unterzeichnetes Planrecht für den zweigleisigen Ausbau Lübbenau-Cottbus, Foto: DB In

21. Februar 2025

Mehr Bahn für die Lausitzregion: Die Deutsche Bahn hat einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau der Strecke zwischen Lübbenau und Cottbus erreicht. Für das Bauprojekt liegen nun die  Planfeststellungsbeschlüsse vor. Die Bekanntmachung für die Öffentlichkeit erfolgt in Kürze auf der Internetseite des Eisenbahn-Bundesamtes.

Zur Erteilung der Planfeststellungsbeschlüsse erklärt Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert: „Die Ausbaustrecke Lübbenau – Cottbus ist ein Leuchtturmprojekt für die Lausitz und für ganz Brandenburg. Denn sie steht für mehr Verbindungen und mehr Komfort für die Fahrgäste und unterstützt den Strukturwandel in der Region. Nun liegen die Planfeststellungsbeschlüsse vor. Damit ist, nach der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung Ende 2023, ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem planmäßigen Betriebsstart Ende 2027 erreicht worden. Wenn nach der Umsetzung dieses i2030-Vorhabens die Züge im Halbstundentakt von Berlin nach Cottbus rollen, stärkt das nicht nur die Entwicklung der Region, sondern auch den klimafreundlichen Schienenpersonennahverkehr.“

Die Bauleistungen können voraussichtlich im Herbst dieses Jahres vergeben werden. Ebenfalls in diesem Jahr sind bereits bauvorbereitende Maßnahmen für den Schutz der Umwelt vorgesehen. Ab Ende 2027 sollen die Züge auf dem neuen zweiten Gleis rollen.

Zusätzlich zum Bau des zweiten Gleises einschließlich Oberleitung und Signaltechnik werden auf der 29 Kilometer langen Strecke zwölf Bahnübergänge angepasst. Sechs Eisenbahnbrücken und 18 Durchlässe (beispielsweise für Bäche) müssen erweitert werden. Die Stationen Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz bekommen einen zweiten Bahnsteig.

Der Ausbau der Strecke ist ein weiterer Entwicklungsimpuls für die Region und unterstützt so den Strukturwandel. Unter anderem ist ein stabiler Halbstundentakt zwischen Berlin und Cottbus möglich.

Die beiden Planfeststellungsbeschlüsse des Eisenbahn-Bundesamtes sind die rechtliche Voraussetzung für den Beginn der Bauarbeiten. Sie umfassen auch sämtliche Aspekte hinsichtlich der Umweltverträglichkeit. Das Bauprojekt ist Teil des Infrastruktur-Entwicklungsprogramms „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“.