S-Bahnverlängerung S25 Süd von Teltow nach Stahnsdorf: Deutsche Bahn informiert zum aktuellen Planungsstand

130 Gäste kamen zur Infoveranstaltung vom i2030-Projekt der S-Bahnverlängerung der S25 nach Stahnsdorf, Foto Gemeinde Stahnsdorf

S-Bahnverlängerung von Teltow nach Stahnsdorf: Deutsche Bahn informiert zum aktuellen Planungsstand

12. + 16. März 2026

Ziemlich genau vor zwei Jahren war die Projektleitung der Deutschen Bahn zum ersten Mal im Stahnsdorfer Rathaus zu Gast. Damals startete die Vorplanung und die Projektidee zur S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf wurde vorgestellt. Heute am 10.03.2026 wurden nun die Ergebnisse der abgeschlossenen Vorplanung vorgestellt.

Die S-Bahnverlängerung hat das Ziel, die wachsende Region um Teltow und Stahnsdorf an das S-Bahnnetz anzuschließen. Schon die Anbindung von Teltow Stadt im Jahre 2005 war ein großer Gewinn für die Fahrgäste, nun soll die S25 im Süden um zwei Stationen wachsen.  

Über 130 Interessierte folgten der Einladung zur Infoveranstaltung und bekamen die Ergebnisvariante für den Ausbau durch Projektleiter Marius Hertzer – beginnend von Teltow Stadt über die neue Station „Iserstraße“ bis zur neuen Endstation „Sputendorfer Straße“ – in mehreren Charts anschaulich erklärt.

Als nächster Schritt folgt nun die Entwurfsplanung, in der die vorliegenden Daten vertieft und bis zur Baureife geführt werden. Dazu gehören unter anderem Gutachten rund um umwelttechnische Fragen sowie zu Schall- und Erschütterungsvorgaben. Darüber hinaus werden auch schon die Baustraßen geplant, um die Bauarbeiten effektiv zu organisieren. Schlussendlich wird es auch bei zusätzlichen Flächenbedarfen, die nicht im Besitz der Deutschen Bahn sind, Gespräche und Vereinbarungen mit Betroffenen geben.

All diese Planungen und Absprachen sind Voraussetzung, um das Projekt beim Eisenbahn-Bundesamt für das Planfeststellungsverfahren einzureichen. Das Amt legt die finalen Planungen öffentlich aus. Für alle Beteiligten ist das die Möglichkeit sich noch einmal mit Ihren Belangen an der Ausgestaltung zu beteiligen.

Im Idealfall sind dann aber schon alle Fragen rund um das Projekt geklärt. Darum kamen im zweiten Teil der Infoveranstaltung die Bürger:innen zu Wort und konnten ihre Fragen stellen und Anliegen übermitteln. Unter anderem gab es Informationsbedarf zu Grundstücksfragen, Lärmschutz, Finanzierung und der Bahnhofsumfeldgestaltung. Je nach Zuständigkeit antworteten neben den Kollegen der Deutschen Bahn auch der Stahnsdorfer Bürgermeister und die anwesenden i2030-Projektpartner vom Brandenburger Verkehrsministerium (MIL) und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

Auch bei der zweiten Infoveranstaltung am 16.03. in Teltow war das Interesse mit 170 Teilnehmer*innen groß. Hier standen diesmal unterstützend Teltows Bürgermeister André Freymuth und die 1. Beigeordnete Beate Rietz für Rückfragen aus dem Publikum bereit. U.a. gab es viele Rückfragen rund um die neue Station Iserstraße, die auch eine neue Straßenführung rund um die S-Bahnstation erfordert. Hierzu wird die Entwurfsplanung entsprechende Untersuchungen durchführen.  

Regelmäßige Informationen wird es nun weiterhin über die S-Bahnausschüsse in Stahnsdorf und Teltow geben. Die gezeigte Präsentation steht hier als Download zur Verfügung. 

Zum Schluss gab Projektleiter Marius Hertzer den Ausblick in zwei Jahren wiederzukommen, um dann im Rahmen von neuen Informationsveranstaltungen die Ergebnisse der Entwurfsplanung zu präsentieren, mit der das Baurecht für die S-Bahnverlängerung beantragt werden kann.

i2030-Aktionstag zur Gestaltung von Zukunftsstationen am Beispiel Düppel-Kleinmachnow (Potsdamer Stammbahn)

Das Team NextStation beim i2030-Aktionstag, Foto: VBB

i2030-Aktionstag zur Gestaltung von Zukunftsstationen am Beispiel Düppel-Kleinmachnow (Potsdamer Stammbahn)

27. Februar 2026

„Wir brauchen neue Formen des Austauschs, um übergreifende Planungen zu koordinieren.“

Mit diesem Ansatz wollen wir neue Wege der Zusammenarbeit finden, die über die klassische Vorgehensweise von Arbeitsgruppen hinausgehen. Dafür hat sich der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg als Organisator des i2030-Aktionstages proaktive Unterstützung an Bord geholt: Zum einen begleitet die DB mindbox, die Innovationen und Start-Ups in der Mobilitätsbranche fördert, bei der Moderation und Koordination. Zum anderen bringt die wissenschaftliche Begleitung der TU Berlin mit den Fachbereichen Bahnbetrieb sowie Stadt- und Regionalplanung neue Impulse in die Diskussion. Gemeinsam werden die Prozesse für eine gelungene Bahnhofsgestaltung angeschoben und alle Beteiligten frühzeitig an einen Tisch gebracht.

Ziel ist es, ein Vorgehen zu entwickeln, damit sich Kommunen und Bezirke frühzeitig auf neue ÖPNV-Verbindungen vorbereiten können, die neue Mobilitätsbeziehungen und veränderte Ortsstrukturen bewirken.

Grafik zu Elementen der Bahnhofsumfeldgestaltung, Foto: VBB GmbH
Grafik zu Elementen der Bahnhofsumfeldgestaltung, Foto: VBB GmbH

Gerade bei der Gestaltung von neuen Stationen gilt es vielfältige Faktoren für alle Beteiligten zu beachten: Einerseits müssen die neuen Linien im Schienennetz mit vorhandenen Fahrplänen und prognostizierten Fahrgastzahlen in Einklang gebracht werden. Andererseits muss der neu entstandene Verkehrsknotenpunkt innerhalb der Stadtplanung eingeordnet und integriert werden, damit zukünftige Fahrgäste einen optimalen Zugang erhalten und ein Ort mit eigener lokaler Identität geschaffen wird. Gleichzeitig sollen unmittelbare Anwohner*innen in ihrer Lebensqualität möglichst wenig eingeschränkt werden.

Mit dem Aktionstag sollen für diese vielen Randbedingungen Absprachen und Lösungen gefunden werden, z.B.:

    • Welche Flächen müssen gesichert werden?
    • Welche Verwaltungsbeschlüsse müssen vorbereitet werden?
    • Wo bestehen Fördermöglichkeiten?
    • Was muss bei Beteiligungsprozessen beachtet werden?

Zweifelsohne gibt es schon eine Menge Expertise in den Kommunen und Bezirken durch die jeweiligen Infrastrukturprojekte vor Ort. Aber gerade an der Schnittstelle zwischen Schienenausbau und Bahnhofsumfeld sind diverse Stakeholder beteiligt, die Berücksichtigung erfordern. Hier liegen einige Herausforderungen in einem demokratischen Prozess eine gemeinsame Einigung für die Umsetzung der neuen Stationen und deren Umfeld zu finden.

Hier setzt der Aktionstag an und will einen praxisnahen Leitfaden entwickeln.

Die Komplexität lässt sich am besten an einem Beispiel nachvollziehen und testen. Nachdem beim letzten i2030-Aktionstag schon einmal die Zukunftsstation Düppel-Kleinmachnow als Vorlage fungierte, haben der Bezirk Steglitz-Zehlendorf und die Gemeinde Kleinmachnow ihre Initiative verstärkt und sind nun zu treibenden Akteure in dem Prozess geworden. Die Station Düppel-Kleinmachnow ist Teil der Planungen im i2030-Projekt zur Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn. Die Vorplanung (2. Leistungsphase) ist durch die Länder Berlin und Brandenburg finanziell abgesichert und wird durch die Deutsche Bahn aktuell durchgeführt. Flankierend ist das der richtige Zeitpunkt auf kommunaler Ebene die Umfelder der Stationen vorzudenken. Immobilienfragen, Genehmigungen und Beteiligungsprozesse müssen jetzt begonnen werden, auch wenn die vollumfängliche Finanzierung des Streckenausbau noch nicht steht und Planungen sowie Umsetzung noch mehrere Jahre andauern werden.

Ehemalige Endstation Düppel-Kleinmachnow auf der noch bis 1980 die S-Bahn verkehrte, Foto: Rudiger Berg (Sammlung Olaf Hoell)
Ehemalige Endstation Düppel-Kleinmachnow auf der noch bis 1980 die S-Bahn verkehrte, Foto: Rudiger Berg (Sammlung Olaf Hoell)

Am 27. Februar 2026 fanden sich die Beteiligten zum Aktionstag zusammen. Dieser Auftaktworkshop brachte die Gruppe zuerst auf einen gemeinsamen Wissenstand und nach einer Einordnung von Teamrollen wurden die nächsten aktiven Schritte vereinbart.

Komplettiert wurde das „Team NextStation“ durch Vertreter der Deutschen Bahn, der Berliner Senatsverwaltungen „Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen“ und „Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt“, dem Brandenburger Ministerium für „Infrastruktur und Landesplanung“ und der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg.

Aktive Diskussion der nächsten Schritte im Team NextStation, Foto: VBB GmbH
Aktive Diskussion der nächsten Schritte im Team NextStation, Foto: VBB GmbH

Im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit werden weitere Stakeholder und Fachabteilungen definiert und hinzugezogen. Aus den Erfahrungen zur Station Düppel-Kleinmachnow soll Schritt für Schritt eine Blaupause für weitere Stationen entstehen.

Die im ersten Schritt vereinbarten Arbeitspakete sollten möglichst konkret sein und in einem Zeitraum der kommenden 12 Monate realisierbar sein. Hier ein Überblick:

    • Zusammentragung aller Planungsstände und vorliegender Daten zur Station Düppel-Kleinmachnow auf einer Plattform
    • Aufgabenstellung für ein Studierendenprojekt als Vorbereitung für einen Städtebaulichen Ideenwettbewerb
    • Recherche und Festlegung auf ein Modell zur vernetzten Projektdarstellung, z.B. BIM-Modell
    • Aufbereitung eines Organigramms mit allen involvierten und noch benötigten Beteiligten

Für jeden Aufgabe gibt es einen Koordinator, der die Bearbeitung vorantreibt. In weiteren Treffen über das Jahr verteilt, werden die Fortschritte nachgehalten.

Abstimmung zu anstehende Arbeitspaketen in den kommenden Monaten, Foto: VBB GmbH
Abstimmung zu anstehende Arbeitspaketen in den kommenden Monaten, Foto: VBB GmbH

Der Startpunkt ist gesetzt und das Team NextStation muss in den kommenden Monaten beweisen, dass sie mehr bewirkt als ein Arbeitsgruppen-Papier. Wir wollen in konkreten Aufgaben denken, interdisziplinär Arbeiten und Praxiserfahrung sammeln. Wir werden auf Herausforderungen stoßen, Verzögerungen erleben und Fehler machen. Das Resultat ist diesen Aufwand wert: Eine Zukunftsstation Düppel-Kleinmachnow, die Vorlage für weitere i2030-Stationen ist. Ergebnisse folgen. Abgemacht.

Das Team NextStation beim i2030-Aktionstag, Foto: VBB
Das Team NextStation beim i2030-Aktionstag, Foto: VBB

S25 Süd: Neue Trikots vom Projekt i2030 für die Tischtennis-Spieler*innen vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.

Der TSV Stahnsdorf Tischtennis kooperiert mit Projekt i2030, Foto: VBB GmbH

S25 Süd: Neue Trikots vom Projekt i2030 für die Tischtennis-Spieler*innen vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.

16. Dezember 2025

Die Abteilung Tischtennis vom TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V. gehört zu den erfolgreichsten im Land Brandenburg. Zum Jahresabschluss bekamen die Sportler*innen der „Verbandsliga Damen“ und „Landesliga Jugend und Schüler“ neue Trikots mit dem Logo des Projekts „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ feierlich überreicht. Bernd Albers, Bürgermeister der Gemeinde Stahnsdorf, begleitete die Übergabe und kann sich doppelt freuen: Einmal über das erfolgreiche Sportjahr für den Ortsverein und darüber hinaus, dass die geplante S-Bahnverlängerung von Teltow Stadt nach Stahnsdorf die nächste Planungsphase erreicht. Das Engagement bei Vereinen soll die über mehrere Jahre dauernden Schienenprojekte schon heute sichtbar machen.

Im Projekt i2030 planen die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der Deutschen Bahn und dem VBB den langfristigen Infrastrukturausbau im Regional- und S-Bahnverkehr. Bis ein Streckenausbau tatsächlich beginnen kann, braucht es neben Zeit und Geld eine breite Zustimmung der Menschen vor Ort. Mit der Kooperation von aktiven Vereinen aus der Region können die i2030-Projektpartner für die geplanten Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr werben. Ein Teilprojekt ist dabei die S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf mit den zwei neuen Stationen „Iserstraße“ und „Sputendorfer Straße“. Sie sollen die wachsende Region mit einem attraktiven S-Bahntakt an die Hauptstadt anbinden. Das Projekt befindet sich derzeit im Übergang zur dritten Planungsphase, der Entwurfsplanung. Bei durchgehender Finanzierung und schnellen Genehmigungsverfahren könnten erste S-Bahnzüge Ende 2032 fahren. Öffentliche Informationsveranstaltungen zum Stand des S-Bahnprojekts werden für das Jahr 2026 vorbereitet.

Bürgermeister Bernd Albers setzt sich als i2030-Botschafter (www.i2030.de/botschafter-in) für den Ausbau der S-Bahn ein. Die Gemeinde ist enger Begleiter der Planungen und treibt mit großem Engagement die städtebauliche Entwicklung rund um den kommenden Bahnhof „Sputendorfer Straße“ voran. „Ich freue mich darüber, dass sich die i2030-Partner vor Ort engagieren und auf diese Weise gemeinsam mit uns für Akzeptanz werben. Mit der im November unterzeichneten Finanzierungsvereinbarung, die bis zum Abschluss der Genehmigungsplanung reicht, hat Stahnsdorf ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk erhalten. Um in der Sprache des Sportes zu bleiben: Das war ein gelungener Aufschlag für die Vollendung dieses S-Bahn-Projekts. Ein Match besteht aber aus mehreren Sätzen. Es dauert lange und erfordert Durchhaltevermögen. Wir bleiben auf jeden Fall am Ball“, sagt Bürgermeister Bernd Albers.

„Ich wünsche allen Spielern- und Spielerinnen vom TSV für das kommende Jahr viele sportliche Erfolge und Spaß mit den neuen Trikots.“ ergänzt VBB-Geschäftsführer Christoph Heuing. „Spaß bereitet uns auch gerade das Projekt der S-Bahnverlängerung nach Stahnsdorf. Die nächste Planungsphase beginnt und wir tun mit allen Projektpartnern alles dafür, den S-Bahnanschluss ans Ziel zu bringen.“

Weitere Kooperationen mit Sportvereinen befinden sich in Abstimmung mit Kommunen und Bezirken, die eng bei der Erweiterung der Schieneninfrastruktur mit dem Projekt i2030 zusammenarbeiten.

Mehr Infos zum i2030-Ausbaukorridor: www.i2030.de/sued-west

Mehr Infos zum Verein TSV Stahnsdorf Kleinmachnow e.V.: tsv-stahnsdorf.de/tischtennis

S25 Süd: Planungen zum möglichen S-Bahnanschluss für Stahnsdorf erreichen nächste Stufe

Blick Richtung Osten auf die künftige Trasse an der Sputendorfer Straße in Stahnsdorf, Foto DB InfraGO AG, Hertzer

S25 Süd: Planungen zum möglichen S-Bahnanschluss für Stahnsdorf erreichen nächste Stufe

26. November 2025

Für die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf wurde die Vorplanung durch die DB InfraGO AG abgeschlossen. Dabei haben sich die i2030-Projektpartner – die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) – auf einen Variantenentscheid für den Ausbau geeinigt. Derzeit laufen die Gespräche zu den Vorplanungsergebnissen mit den Anliegerkommunen Teltow und Stahnsdorf, bevor im nächsten Schritt die Öffentlichkeit Anfang 2026 umfassend informiert wird.

Innerhalb des Infrastrukturprojektes „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ wird die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf geplant. Die Finanzierung des Projektes ist aktuell bis zum Abschluss der Entwurfs- und Genehmigungsplanung aus Finanzmitteln der Länder Brandenburg und Berlin abgesichert. Das Land Brandenburg finanziert die Planung für den Brandenburger Abschnitt von Teltow Stadt nach Stahnsdorf einschließlich der Genehmigungsplanung mit einem Anteil von 27,9 Mio. Euro. Das Land Berlin finanziert für den gleichen Planungszeitraum einen Anteil von 18,8 Mio. Euro für den Berliner Abschnitt von Südende bis Lichterfelde Ost. Für die Finanzierung der anschließenden baulichen Umsetzung ist eine Bundesförderung im Rahmen des GVFG (Gemeindeverkehrs­finanzierungsgesetz) mit Kofinanzierung durch die Länder geplant.

Die Zeitpläne für die weitere Projektumsetzung werden aktuell vor dem Hintergrund des jetzt final abgestimmten Variantenentscheids auf Basis der Vorplanung und Beauftragung der Leistungsphasen 3+4 neu aufgestellt. Der Beginn des Planfeststellungsverfahrens ist für Ende 2027 vorgesehen. 

Beim vorliegenden Variantenentscheid für den Ausbau haben sich die i2030-Projektpartner auf folgende Eckpunkten verständigt:

    • Die Strecke zwischen Teltow Stadt und Stahnsdorf soll durchgehend zweigleisig errichtet werden. Dies ermöglicht auch für diesen Abschnitt einen 10-Minutentakt und bietet die Grundlage für eine stabile Betriebsqualität.
    • Auf dem Gebiet der Stadt Teltow quert die geplante S-Bahnstrecke den Bereich der Ruhlsdorfer/Whitehorsestraße in Teltow mit einer offenen Trasse unterhalb des bestehenden Straßenniveaus. Die Führung des Individualverkehrs wird an dieser Stelle durch die neue Bahnstrecke nicht verändert.
    • Die Iserstraße in Teltow wird nahezu auf Straßenniveau gequert. Hierdurch werden die Eingriffe in das Stadtbild und die Auswirkungen auf die Nachbarschaft minimiert, z.B. durch die Vermeidung einer Errichtung von Stützbauwerken. Personen, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad auf der Iserstraße unterwegs sind, können die S-Bahnstrecke auch zukünftig an dieser Stelle mittels einer Unterführung queren. Der motorisierte Individualverkehr wird künftig über die Biomalzspange geleitet. Diese wird mit einer Überführung die zukünftigen S-Bahngleise überqueren.
    • Zwischen der Iserstraße und der Biomalzspange wird eine S-Bahnstation – vorläufiger Name „Iserstraße“ – errichtet, die von beiden genannten Straßen barrierefrei erreicht werden kann. Durch diese Lage wird ein maximales Fahrgastpotenzial erschlossen.
    • Weiterhin wird in Stahnsdorf als Endpunkt der Streckenverlängerung eine zweite neue Station – vorläufiger Name „Sputendorfer Straße“ – entstehen. Die Gestaltung steht in Einklang mit den Zielen der Gemeinde für die Entwicklung des künftigen Bahnhofsbereichs.
    • In Verbindung mit dem Projekt werden weitere Verbesserungen für die Linie S25 umgesetzt: In Stahnsdorf werden zusätzliche Abstellgleise für vier S-Bahnzüge entstehen. Der gegenwärtig noch eingleisige Berliner Streckenabschnitt zwischen den Stationen Berlin Südende und Berlin-Lichterfelde Ost wird zweigleisig ausgebaut, um eine höhere Betriebsqualität für die S25 / S26 zu ermöglichen.

Derzeit werden die Planungsergebnisse aus der Vorplanung mit den Anliegerkommunen besprochen. Im nächsten Schritt wird die Öffentlichkeit in mehreren Informationsveran­staltungen über die Planungen und das weitere Vorgehen im Detail informiert. Update Januar 2026: Die Termine finden am 10. und 16.03.2026 statt. Hier finden Sie weitere Infos.

Potsdamer Stammbahn: Durchführung von Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen

Baugrunduntersuchungen und Kampfmittelsondierungen werden auf der historischen Potsdamer Stammbahn durchgeführt, Foto: DB InfraGO AG, Nina Herff

Durchführung von Baugrunderkundungen und Kampfmittelsondierungen

3. November 2025

Im i2030-Teilprojekt Potsdamer Stammbahn+ wird die Wiederinbetriebnahme der historischen Potsdamer Stammbahn untersucht. Die Deutsche Bahn (DB InfraGO AG) führt derzei im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg die Vorplanung (Leistungsphase 2 gemäß HOAI ) durch.

In diesem Zusammenhang werden ab November 2025 Baugrund- und Kampfmittelsondierungen entlang der Trasse zwischen Potsdam-Griebnitzsee und Berlin-Schöneberg stattfinden. Diese Untersuchungen werden sukzessive bis Herbst 2026 erfolgen.

Die Baugrund- und Kampfmittelsondierungen finden wochentags in der Zeit von 07:00 bis 18:00 Uhr statt, insbesondere in der Form von Bohrungen. Im Bereich Arbeiten kann es zu Lärm und Erschütterungen kommen. Die ausführenden Firmen sind bemüht, die von den Arbeiten ausgehenden Störungen so gering wie möglich zu halten. Die Eigentümer der Grundstücke wurden, soweit diese auffindbar und erreichbar waren, durch die DB direkt informiert. Wir bitten Sie für die entstehenden Belastungen um Verständnis.

Im Einzelnen werden folgende Abschnitte untersucht:

    • Stadt Potsdam: Griebnitzsee bis Machnower Straße, exklusive Bernhard-Beyer-Straße
    • Gemeinde Kleinmachnow: Teerofenweg bis Benschallee
    • Berlin, Bezirk Steglitz-Zehlendorf: Bernhard-Beyer-Straße, Machnower Straße bis Bereich Teerofenweg und Benschallee bis Friedenauer Brücke
    • Berlin, Bezirk Tempelhof-Schöneberg: Friedenauer Brücke bis Dominicusstraße

Begonnen wird im Bereich Griebnitzsee, die Arbeiten sollen während der Vegetationspause im Düppler Forst beginnen und werden im Laufe des Jahres 2026 stadteinwärts fortgeführt.

Tag der Schiene 2024: Radelnd auf der Potsdamer Stammbahn

i2030 Tag der Schiene auf der Potsdamer Stammbahn, Foto: Lima, VBB

Tag der Schiene 2024: Radelnd auf der Potsdamer Stammbahn

i2030 Tag der Schiene auf der Potsdamer Stammbahn, Foto: Lima, VBB
i2030 Tag der Schiene auf der Potsdamer Stammbahn, Foto: Lima, VBB

Berlin, 21. September 2024

Am Tag der Schiene 2024 trafen sich rund 40 Teilnehmer*innen, um die Schienenprojekte im Süden und Südwesten von Berlin per Rad zu erkunden. Eingeladen zur Rundtour hatte die Deutsche Bahn und der VIV – Verkehrs­politischer Informations­verein.

An dem sonnigen Endsommer-Vormittag kamen die Radfahrer:innen am Startpunkt an der S-Bahn Haltestelle Buckower Chaussee zusammen. Alexander Kaczmarek (Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) führte über gut ausgebaute Radwege bis zu schmalen zugewachsenen Waldwegen (also es gehört auch ein bisschen Abenteuer dazu, wenn man mehr über die zukünftigen Bahnprojekte wissen will!) und erläuterte in kurzweiligen Vorträgen alles über die jeweiligen Projektstände.

i2030 Tag der Schiene auf der Potsdamer Stammbahn, Foto: Lima, VBB
i2030 Tag der Schiene auf der Potsdamer Stammbahn, Foto: Lima, VBB

Über den ehemaligen Güteraußenring und den Berliner Mauerweg erreichte die Gruppe eine Wiese an der Anhalter Bahn, wo Herr Kaczmarek über die anstehende Umlegung vieler Linien der Anhalter Bahn auf die Dresdner Bahn berichtete. Der nächste Halt war auf der Fußgängerbrücke mit dem Blick zum Bahnhof Teltow Stadt, der aktuell als Endstation für die S25 und S26 gilt. Von hier bekamen die Gäste einen Überblick über das i2030-Projekt zur Verlängerung der S-Bahn nach Stahnsdorf über die freigehaltene Trasse und die Herausforderung des zweigleisigen Ausbaus zwischen Südende und Lichterfelde Ost.

Das Angebot einer Abkürzung des Weges lehnte die Gruppe mit absoluter Mehrheit ab und so ging die Fahrt weiter zu den zukünftigen Stationen Iserstraße (noch in Teltow) und Sputendorfer Straße (in Stahnsdorf).

Brücke an der S25 Süd nach Teltow und zukünftig bis nach Stahnsdorf, Foto: Lima, VBB
Brücke an der S25 Süd nach Teltow und zukünftig bis nach Stahnsdorf, Foto: Lima, VBB

Im Anschluss ging die Tour weiter Richtung Düppel Kleinmachnow, wo alle wichtigen Fakten rund um das i2030-Ausbauprojekt der Potsdamer Stammbahn berichtet wurden, während daneben der Wochenmarkt abgebaut wurde. Es geht im Teilprojekt um die Reaktivierung der ersten preußischen Eisenbahnstrecke für den Regionalverkehrs. Aktuell wurde die von den Ländern beauftragte Vorplanung durch die Deutsche Bahn an ein Planungsbüro vergeben.

Beim nächsten Halt war die ehemalige Station Düppel kaum zu erkennen. ALle stellten ihre Räder ab und machten sich durch Dickicht auf die Suche nach dem  stillgelegten Bahnsteig und das alte Streckengleis, die heute von Bäumen und Büschen überwuchert sind.

Der ehemalige Bahnsteig und das Streckengleis der stillgelegten Station Düppel. Foto: Lima, VBB
Der ehemalige Bahnsteig und das Streckengleis der stillgelegten Station Düppel. Foto: Lima, VBB

Zum Schluss führte die Tour zur Lindenthaler Allee. Hier wird in absehbarer Zukunft eine Abstellanlage für die geplanten Verlängerung der U3 zur Station Mexikoplatz entstehen soll.

Fazit der Veranstaltung: Alle Beteiligten haben die Tour genossen und erwarten ein Wiedersehen bei weiteren i2030-Fahrradtouren. Ein großes Dankeschön an die Organisatoren!

Potsdamer Stammbahn+: „Jede lange Reise beginnt mit einem ersten Schritt.“

Die Vorplanung im i2030-Projekt Potsdamer Stammbahn+ startet, Foto DB InfraGO AG/Oliver Lang

Potsdamer Stammbahn+: „Jede lange Reise beginnt mit einem ersten Schritt.“

Die Vorplanung im i2030-Projekt Potsdamer Stammbahn+ startet, Foto DB InfraGO AG/Oliver Lang
Die Vorplanung im i2030-Projekt Potsdamer Stammbahn+ startet, Foto DB InfraGO AG/Oliver Lang

Berlin, 15. August 2024

„Jede lange Reise beginnt mit einem ersten Schritt.“ (Laotse)

Und um hierherzukommen, haben DB-Projektleiter Marius Hertzer und sein Team schon einige Schritte zurückgelegt. Ein bedeutender Schritt konnte für das i2030-Projekt „Potsdamer Stammbahn +“, also die historische Potsdamer Stammbahn inkl. des südlichen Berliner Innenrings zwischen Schöneberg und Ostkreuz im Sommer 2024 erzielt werden.

i2030-Korridorkarte SÜD-WEST: Potsdamer Stammbahn+/S25-Süd, Grafik: VBB
i2030-Korridorkarte SÜD-WEST: Potsdamer Stammbahn+/S25-Süd, Grafik: VBB

Herr Hertzer, was genau ist Ihnen und Ihrem Projektteam jetzt gelungen?

Nach der Grundlagenermittlung steht in einem Infrastrukturprojekt die Vorplanung mit der Entwicklung verschiedener technischer Umsetzungsvarianten zur Erreichung der Projektziele sowie die Erstellung einer ersten Kostenschätzung an. Wir konnten hier im August als Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung verschiedene hochspezialisierte Planer beauftragen, die uns in dem i2030 Projekt „Potsdamer Stammbahn+“ kompetent begleiten werden. Damit können wir bis Ende 2026/ Anfang 2027 die Vorplanung (Leistungsphase 2) angehen und die Planungen zur Umsetzung des Projektes konkretisieren.

Was ist daran so besonders?

Eigentlich entspricht dies dem zu erwartenden Projektgeschäft und ist daher wenig besonders… eigentlich! Allerdings sind Planungskapazitäten aktuell sehr gefragt, da unter anderem nicht nur wir bei der Bahn hierfür Expert:innen brauchen. Daher freut es mich persönlich sehr, dass wir eine Vielzahl an interessierten Unternehmen hatten, die sich auf die Ausschreibung beworben haben.

Letztendlich ist der Zuschlag an einen guten Mix an Unternehmen gegangen, welche uns bis 2026/2027 in der Leistungsphase 2 begleiten werden – ggf. sogar bis 2033, da auch die folgenden Planungsphase (Leistungsphase 3-6) optional abgerufen werden können. 

Wir konnten damit quasi die kompletten Planungsleistungen für dieses i2030 Projekt vergeben. Das ist ein wichtiger Meilenstein, um dieses Projekt unter der Berücksichtigung einer gesicherten Anschlussfinanzierungen zielstrebig und gradlinig voranzubringen.

Und was sind jetzt die nächsten Schritte?

Die Arbeit fängt jetzt erst richtig an. Im Rahmen der Vorplanung werden mögliche Varianten für den Bau untersucht und bewertet, im Hinblick auf Umweltverträglichkeit ebenso wie nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien. Es erfolgen dazu Abstimmungen mit den betroffenen Behörden, den tangierenden Projekten wie der S21 Berlin und erste Kostenschätzungen werden erstellt. 

Im Projekt „Potsdamer Stammbahn+“ steht jetzt zum einem die Vorplanung für den Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn zwischen Berlin Potsdamer Platz und Potsdam Griebnitzsee, mit Anbindung von Kleinmachnow an den SPNV und zum anderem die Ertüchtigung und Elektrifizierung des südlichen Berliner Innenrings im Fokus. 

Das Projekt zahlt darauf ein, Kapazitäten für Mehrverkehre zu schaffen, neue umsteigefreie Verbindungen und zusätzlichen Halte zu ermöglichen sowie die Resilienz im Bahnknoten zu stärken umso auch die Stadtbahn entlasten zu können. Es ist ein wichtiges Zeichen der Länder Berlin und Brandenburg, dass über das Projekt i2030 diese Planung (vor-)finanziert wird. 

Wir haben jetzt alle Bausteine zusammen, um die Details des Projektes weiter herauszuarbeiten und die Kosten zu konkretisieren. Auf dieser Basis streben wir die möglichst zeitnahe Aufnahme des Projektes in eine Bundesfinanzierung an, um die von den Projektpartnern angestrebte Zielmarke für die Inbetriebnahme, nämlich das Jahr 2038 – dem 200. Jubiläum der Strecke – erreichen zu können. Bis dahin haben wir aber noch den ein oder anderen Schritt zu gehen und informieren im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung die interessierten Bürger:innen ab dem Jahr 2025 über die ersten Erkenntnisse.