Ausstellung zu 100 (Groß)-Berlin eröffnet

AIV eröffnet anlässlich 100 Jahre Groß-Berlin die Ausstellung „Unvollendete Metropole“

Jubiläumsausstellung verknüpft Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Metropole

Ziel: Breite gesellschaftliche Debatte über Zukunft der Großstadtregion Berlin-Brandenburg 

„Städtebau leistet wesentlichen Beitrag zur künftigen Gestaltung der Großstadtregion, denn er ist die Kunst, dem Leben Raum zu geben“

29. September 2020

Mit einem Festakt eröffnet heute der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) im Garten des Berliner Kronprinzenpalais die Ausstellung „Unvollendete Metropole“, die ab morgen bis zum 3. Januar zu sehen sein wird und rund 800 Abbildungen und Darstellungen auf insgesamt 1.800 Quadratmeter Fläche zeigt. Sie ist zentraler Bestandteil des AIV-Projektes zum 100-jährigen Geburtstag von Groß-Berlin am 1. Oktober 2020 und verknüpft Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Metropolregion Berlin-Brandenburg.

Für das Projekt hatte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Schirmherrschaft übernommen. In einem Grußwort hebt er die Bedeutung der Ausstellung hervor: „Ich freue ich mich sehr über das Engagement des AIV, der mit seinem Projekt ´Unvollendete Metropole´ wertvolle Beiträge dafür leistet, die Entwicklung Berlins und der gesamten Region zu fördern und zu gestalten. Die Ausstellung bietet spannende Perspektiven auf 100 Jahre Städtebau in Groß-Berlin und nimmt dessen zentrale Fragen – von der Planungskultur über den Verkehr bis hin zu Großprojekten – in den Blick.“

Auch Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, hatte mit einem Grußwort die Veranstaltung gewürdigt: „Das Werdende, Wachsende, sich Verändernde macht den besonderen Charme Berlins aus. Dieser kann sich umso besser entfalten, weil Berlin von Brandenburg umgeben ist. Und umgekehrt sind wir Brandenburger im Grunde froh über Berlin in unserer Mitte. Man sieht: Wir brauchen einander. Der 100. Jahrestag der Gründung von Groß-Berlin und die Ausstellung dazu sind sehr gute Gelegenheiten, dies zu veranschaulichen und die Diskussion über die gemeinsame Zukunft zu vertiefen.“

In der Jubiläumsausstellung werden die städtebaulichen Leistungen des neuen Berlin aufgezeigt und die daraus resultierenden aktuellen Potenziale der Großstadtregion Berlin-Brandenburg beleuchtet. Gleichzeitig blickt die Ausstellung in die Zukunft des Jahres 2070, indem sie die Ergebnisse des vom AIV initiierten Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Berlin-Brandenburg 2070 erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender: „Wir stehen heute vor wichtigen Fragen und strukturellen Änderungen: der Frage nach der Zukunft der Mobilität, des Wohnens und Arbeitens im urbanen Raum oder nach der Zukunft von Freizeit und Sport in der Metropole – fast alle Bereiche sind einem gesellschaftlichen und damit städtebaulichen Wandel unterworfen. Wir brauchen daher eine Zukunftsperspektive, um die drängenden Probleme lösen zu können, denn sie auszusitzen, können wir uns nicht leisten. Die Zukunft kommt nicht über uns – sie wird heute von uns gestaltet.“

Darüber hinaus wird die Betrachtung in der Ausstellung um eine europäische Perspektive erweitert. Anhand von Projekten stadtregionaler Bedeutung der Städte Moskau, Wien, Paris und London wird thematisiert, wie andere Metropolen gestern und heute mit urbanen Herausforderungen umgehen. 

Während der Ausstellung wird im Rahmen von Metropolengesprächen die künftige städtebauliche Entwicklung der Großstadtregion diskutiert. Ziel ist es, politische, administrative, wirtschaftliche, kulturelle und zivilgesellschaftliche Akteure der Stadtgesellschaft zusammenzubringen und so eine Plattform für eine konstruktive Auseinandersetzung um die Zukunft der Region zu bieten. Da Covid19-bedingt mit nur wenigen Zuschauern vor Ort geplant werden kann, werden die Metropolengespräche live gestreamt und aufgezeichnet, so dass sie auch über die Ausstellung hinaus wirken und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können.

Prof. Dr. Harald Bodenschatz, AIV-Vorstandsmitglied, Center for Metropolitan Studies der TU Berlin und Kurator der Ausstellung: „100 Jahre Groß-Berlin ist ein Anlass, zurückzublicken – und nach vorne! Doch die Corona-Krise diktiert andere Prioritäten, trifft uns hart, zwingt uns, die Aufmerksamkeit auf die Gegenwart zu konzentrieren. Die Zukunft aber wartet nicht. Klimaresilienz, Verkehrswende, öffentlicher Raum, Energiewende, preiswerter Wohnraum und lokale Versorgung müssen gestaltet werden – in städtebaulicher Qualität! Heute stellen wir in Kenntnis des Vergangenen die Weichen für morgen. Das Jubiläum 100 Jahre Groß-Berlin ist in diesem Sinne auch eine Jahrhundertchance für Berlin und Brandenburg.“

Für die notwendigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen braucht es nach Angaben des AIV konkrete Erfahrungen, Pläne und Perspektiven. „Wir sind der Überzeugung, dass wir die Großstadtregion nur mit vereinten Kräften lebenswert gestalten können: mit Berlin und Brandenburg, mit dem Senat und den Bezirken, mit der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft. Gemeinsam müssen und können wir heute die richtigen Weichen stellen. Wir wissen alle, dass der Städtebau einen wesentlichen Beitrag zur künftigen Gestaltung der Großstadtregion leistet, denn er ist die Kunst, dem Leben Raum zu geben“, so Nöfer abschließend.

Geburtstag von Groß-Berlin: 1. Oktober 1920
Ausstellung „Unvollendete Metropole“
Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10117 Berlin
1. Oktober 2020 – 3. Januar 2021
Täglich von 10 bis 18 Uhr
Eintritt ist frei
Den aktuellen Hygienemaßnahmen wird nachgekommen, Mund-Nasen-Schutz ist erforderlich
www.unvollendete-metropole.de

Pressekontakt:
Martina Rozok
Pressesprecherin
Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.
M +49 170 23 55 988
rozok@aiv-bb.de
www.aiv-berlin-brandenburg.de

 

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

i2030-Bericht im Bahn Manager Magazin

Bahnmanager_Logo

Das Magazin Bahn Manager berichtet über i2030

Mehr und bessere Verbindungen im S-Bahn und Regionalverkehr für die Menschen in der Hauptstadtregion zu bieten  – das ist das Ziel der Länder Berlin und Brandenburg, der DB und des VBB.

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i2030 im Onlineseminar vorgestellt

Eisenbahnseminar mit Herrn Kaczmarek

i2030 beim Eisenbahnwesen-Seminar, vorgestellt von Alexander Kaczmarek (Deutsche Bahn)

Beim Eisenbahnwesen-Seminar am 15. Juni 2020 berichtet Alexander Kaczmarek (Konzernbevollmächtigter der DB AG für Berlin und Brandenburg) über das Projekt i2030 – die strategische Weiterentwicklung und Stärkung des Schienenverkehrs in der Hauptstadtregion. Der Livestream wurde moderiert von Prof. Birgit Milius. Fragen waren per Chat möglich.

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Metropolbroschüre veröffentlicht: Mobilität in der wachsenden Hauptstadtregion – Chancen und Herausforderungen

Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin; Geschäftsführerin Susanne Henckel, VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH; Senatorin Regine Günther, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin; Minister Guido Beermann, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg; (v.l.n.r.)
Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin; Geschäftsführerin Susanne Henckel, VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH; Senatorin Regine Günther, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin; Minister Guido Beermann, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg; (v.l.n.r.)
Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin; Geschäftsführerin Susanne Henckel, VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH; Senatorin Regine Günther, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin; Minister Guido Beermann, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg; (v.l.n.r.)

Metropolbroschüre veröffentlicht: Mobilität in der wachsenden Hauptstadtregion – Chancen und Herausforderungen

Die Broschüre bietet eine kompakte Herleitung für den geplanten Infrastrukturausbau in der Hauptstadtregion und stellt die Pläne und Hintergründe der einzelnen i2030-Korridormaßnahmen zusammen.

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Ein Ausbau der Schieneninfrastruktur in unserer Hauptstadtregion ist dringend notwendig. Immer mehr Menschen wissen die Vorteile der schnellen Regionalzüge oder der eng getakteten S-Bahn zu schätzen und fahren täglich mit der Bahn zur Arbeit, zur Uni und zu Zielen in der Freizeit. Die Fahrgastzahlen wachsen kontinuierlich. Mehr Fahrgäste brauchen mehr Angebote, mehr Angebote brauchen mehr Infrastruktur. Mit den kürzlich abgeschlossenen Verkehrsverträgen in den Netzen Elbe-Spree und Lausitz werden die Kapazitäten der Schieneninfrastruktur an vielen Stellen schon voll ausgenutzt. Damit weitere Kapazitätssteigerungen in der Region möglich sind, muss die Infrastruktur in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Die Angebotserweiterungen stehen weit oben auf der politischen Agenda der Länder. Untersuchungen wie der „Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg“ (LEP HR) oder das „ÖPNV-Konzept 2030“ geben die Ziele vor.

Die wichtigsten Ergebnisse werden in der Metropolbroschüre zusammengefasst. Ergänzt werden sie durch Kurzporträts und Ergebnisständen für die acht definierten i2030-Korridore und dem S-Bahnnetz. Die Broschüre richtet sich an alle, die den Schienenverkehr in der Hauptstadtregion weiter voranbringen wollen.

Eins ist klar: i2030 braucht weiter einen breiten Rückhalt aus Politik und Öffentlichkeit. Denn die erfolgreiche Realisierung der Planungen kann nur gemeinsam gelingen.

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Entwicklungskonzept für Bahn-Infrastruktur unterzeichnet

Berlin und Brandenburg wollen mehr Eisenbahn für die Hauptstadtregion • Acht Korridore im Blickfeld

Heute wurde in der Konzernzentrale der Deutschen Bahn eine „Rahmenvereinbarung über das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg – i2030“ gemeinsam von Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin, Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, und Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der DB AG, unterzeichnet.

Darin erklären sich die beiden Länder als Aufgabenträger für den SPNV bereit,
im Rahmen ihrer haushaltsrechtlichen Möglichkeiten die nötigen Finanzmittel
für die vorbereitenden Untersuchungen und Planungen zur Ertüchtigung und
Erweiterung der Eisenbahninfrastruktur in der Region bereitzustellen. So wird
gesichert, dass Infrastrukturprojekte rechtzeitig beginnen können und der
Nutzen bedarfsgerecht wirksam wird.
Die Vertragspartner richten einen Lenkungskreis „i2030“ ein, der die sach- und
zeitgerechte Abwicklung der vereinbarten Projekte überwacht und über die
Projektliste einschließlich Anpassung und Ergänzung befindet. Die erste
Sitzung dieses Gremiums wird noch in diesem Jahr, am 29. November,
stattfinden. Die umfangreichen Planungs- und Prüfprozesse im Projekt i2030
werden vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert und
gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg und der Deutschen Bahn
umgesetzt.
Im Blickfeld der Gespräche stehen acht Korridore, für die auf Grundlage eines
Gesamtkonzepts für den Nahverkehr Varianten untersucht werden:

  • Berlin-Spandau-Nauen
  • Potsdamer Stammbahn
  • Prignitz Express/Velten
  • Nordbahn/Heidekrautbahn
  • RE1
  • Berlin-Dresden/Rangsdorf
  • Berlin-Cottbus/Bahnhof Königs Wusterhausen
  • Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S-Bahnnetz

Zitate:

Ronald Pofalla: „Mit der heutigen Unterzeichnung der gemeinsamen
Rahmenvereinbarung schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Schiene
auch in Zukunft für die Menschen in Berlin und Brandenburg attraktiv bleibt und ihre Mobilitätsbedürfnisse erfüllt.“

Regine Günther: „Berlin ist eine wachsende Metropole und die Verflechtung mit dem Umland steigt. Sichtbares Zeichen dafür ist die stetig wachsende Zahl von Menschen, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. In der Metropolregion Berlin-
Brandenburg sollen möglichst viele dieser Pendler komfortabel und zuverlässig
mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Arbeitsplatz fahren können. Dafür sind Investitionen in die Infrastruktur wie Schienen, Bahnhöfe und Züge nötig. Die Länder Berlin und Brandenburg wollen in den kommenden Jahren gemeinsam mit der Deutschen Bahn dafür sorgen, dass die Eisenbahninfrastruktur bedarfsgerecht ausgebaut wird.“

Kathrin Schneider: „Wir müssen die Entwicklung der Hauptstadtregion Berlin-
Brandenburg in den nächsten 20 Jahren in den Blick nehmen. Planungs- und
Bauprozesse nehmen viel Zeit in Anspruch. Wir müssen jetzt mit konkreten
Planungen anfangen, damit wir die dynamische Entwicklung der
Hauptstadtregion nicht bremsen, sondern weiter aktiv unterstützen. Wir müssen
auch aufhören darüber zu diskutieren, ob die S- Bahn oder die Regionalbahn
die richtige Lösung ist. Wir werden beide Systeme brauchen, um die
Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.“

Die Geschäftsführerin des VBB, Susanne Henckel: „Wir merken es alle jeden
Tag auf dem Weg zur Arbeit oder beim Wochenendausflug: Die Züge werden
immer voller! Vor allem in den Spitzenzeiten wird es immer schwieriger, noch
einen Sitzplatz zu bekommen. Unser gutes Nahverkehrsangebot auf der
Schiene kommt so gut an, dass wir nachlegen und künftig mehr Züge und mehr
Kapazitäten anbieten müssen. Dafür braucht es mehr Infrastruktur wie z.B.
längere Bahnsteige, zusätzliche Gleisanlagen und neue Haltepunkte. Auch
müssen Engpässe auf der Schiene beseitigt werden. Die Zukunft auf der
Schiene beginnen wir jetzt!“

Dritter i2030-Lenkungskreis im Nov. 2018

Reaktivierung der Heidekrautbahn

Ausbau der Prignitz-Express-Strecke zwischen Neuruppin und Kremmen – konkrete Arbeitspläne beschlossen. In der dritten Lenkungskreis-Sitzung des Infrastrukturprojektes „i2030“ wurden Entscheidungen in Bezug auf die Teilprojekte „Nordbahn/Heidekrautbahn“ und „Prignitz-Express/Velten“ getroffen. Unter anderem soll die Planung für die Stammstrecke der Heidekrautbahn bis nach Berlin-Wilhelmsruh beschleunigt anlaufen. Für die Strecke des RE 6 „Prignitz-Express“ ist geplant, zwei Züge pro Stunde von Kremmen nach Neuruppin fahren zu lassen. Dazu sind Ausbaumaßnahmen notwendig.

Regine Günther, Verkehrssenatorin Land Berlin: „Die Stadt wächst und
i2030 sorgt dafür, dass die Bahnverbindungen in der Region mitwachsen.
Berlin, Brandenburg und die Deutsche Bahn planen gemeinsam den
Schienenverkehr der Zukunft für die Metropolenregion. Konkret untersucht
wird der Korridor Spandau-Nauen, auf dem 40.000 Pendlerinnen und
Pendler unterwegs sind. Auch die Planung für eine Reaktivierung der
Heidekrautbahn läuft an, zunächst geht es dabei um die Teilstrecke bis
Wilhelmsruh, perspektivisch bis Gesundbrunnen. Das ist eine gute
Nachricht für Pendler im Norden Berlins und darüber hinaus.“

Kathrin Schneider, Infrastrukturministerin Land Brandenburg: „Unser
Projekt i2030 ist auf einem guten Weg. Der Untersuchungsauftrag ist
abgestimmt. Auf der Strecke des RE 6 fangen wir mit Kreuzungsbahnhöfen
und Begegnungsabschnitten zwischen Neuruppin und Kremmen an, um
schneller zwei Züge pro Stunde auf die Strecke zu bringen.“

Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand Netzplanung und Großprojekte: „Es
geht voran! Diese besondere Allianz der Länder Berlin und Brandenburg,
der Bahn und des VBB sorgt dafür, dass die Entwicklung des
Schienennetzes der Zukunft in der Hauptstadtregion konkret angepackt
wird. Das ist gut für unsere Kunden, vor allem für die Pendler. Mehr Schiene
bedeutet mehr klimafreundliche Mobilität für die wachsende Bevölkerung in
Berlin und Brandenburg. Dafür haben wir heute im Lenkungskreis wichtige
Grundlagen gelegt. Die konkreten Planungen für die einzelnen Projekte
können nun zügig beginnen.“

Susanne Henckel, Geschäftsführerin Berlin-Brandenburg: „Bis vor
Kurzem hatten wir von allen Seiten nur Absichtserklärungen. Jetzt sind wir
sehr schnell bedeutende Schritte weitergekommen und können gemeinsam
weiter Fahrt aufnehmen. Die Fahrgastzahlen im VBB-Gebiet steigen stetig.
In den Bahnen wird es dabei immer enger und deswegen ist es gut, dass
wir mit i2030 spürbare Entlastungen in Sichtweite haben.“

Hintergrundinformationen zur Lenkungskreis-Sitzung
In der heutigen dritten i2030 Lenkungskreis-Sitzung haben sich die
Projektpartner Länder Berlin und Brandenburg, DB Netz und VBB auf die
weiteren Schritte im Infrastrukturprojekt i2030 verständigt. Dabei wurden
konkrete Arbeitspläne mit definierten Meilensteinen für jedes Teilprojekt bis
zum Abschluss der Grundlagenermittlung vereinbart. Dazu werden unter
anderem fahrplantechnische Untersuchungen als Basis für die konkreten
Aufgabenstellungen vorgenommen. Definiert wurden alle Varianten für den
Ausbau in den jeweiligen Korridoren, die weiter untersucht werden sollen.

i2030 Kommunikation
Die vier Projektpartner haben sich darauf verständigt, die Öffentlichkeit
möglichst früh und umfangreich über die Fortschritte und Entscheidungen in
den acht Teilprojekten zu unterrichten. Für eine stetige Berichterstattung
und größtmögliche Transparenz wird eine Netzpräsenz unter der Adresse
i2030.de online gehen. Darüber hinaus wurde über ein gemeinsames Logo
„i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ beraten.

Hintergrund i2030

Im Oktober 2017 haben die Länder Berlin und Brandenburg und die DB Netz AG unter Koordination der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH das Infrastrukturprojekt i2030 ins Leben gerufen. Die Länder stellen darin Finanzmittel für vorbereitende Untersuchungen und Planungen zur Ertüchtigung und Erweiterung der Eisenbahninfrastruktur in der Hauptstadtregion bereit. In i2030 sind insgesamt acht Teilprojekte definiert, in denen mögliche Varianten für den Schienenausbau untersucht werden:

  • Berlin-Spandau – Nauen
  • Prignitzexpress/Velten
  • Nordbahn/Heidekrautbahn
  • Berlin – Cottbus/ Bahnhof Königs Wusterhausen
  • Berlin – Dresden/Rangsdorf
  • Potsdamer Stammbahn
  • RE1 Brandenburg – Berlin – Frankfurt
  • Berliner S-Bahn (Engpassbeseitigung und Netz-Weiterentwicklung)

Im Lenkungskreis werden die i2030-Projektpartner durch Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin, Kathrin Schneider, Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand Netzplanung und Großprojekte der DB Netz AG und Susanne Henckel, Geschäftsführerin der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB), vertreten.

Zweiter i2030-Lenkungskreis im März 2018 – Planungen starten

Zweites Treffen des Lenkungskreises

Die Planungen im Rahmen des Vorhabens „Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg – i2030“ beginnen. Die Länder Berlin und Brandenburg werden dafür in diesem Jahr voraussichtlich insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit werden die umfangreichen Prüf- und Planungsprozesse in zehn Teilprojekten finanziert, die in dem Vorhaben i2030 definiert sind. Projektgruppen sollen die Maßnahmen und Varianten zur Ertüchtigung und zum Ausbau der Eisenbahninfrastruktur analysieren. Daraus sollen Erkenntnisse gewonnen werden, was, wann und wo baulich umgesetzt werden kann und welche Kosten entstehen. Berücksichtigt werden sowohl Aufgabenstellungen für den Regionalverkehr, für die Verlängerung von S-Bahnstrecken, als auch für das S-Bahnnetz insgesamt.

Regine Günther, Senatorin für Verkehr Berlin: „Die Situation für Pendler
in der Metropolenregion Berlin-Brandenburg deutlich zu verbessern, ist eines
meiner zentralen Anliegen. Der Regional- und Nahverkehr auf der
Schiene muss mit dem Wachstum der Stadt Schritt halten. Für den mittel- und
langfristigen Ausbau der Infrastruktur ist die gemeinsame Initiative
i2030 zentral. Die finanziellen Mittel für die ersten Planungsschritte des
Ausbaus der am stärksten frequentierten Korridore wurden jetzt gesichert.
Ich freue mich, dass es in kurzer Zeit gelungen ist, die Planungen auf den
Weg zu bringen. Für kurzfristige Lösungen werden weitere Gespräche geführt,
um auch hier für Entlastungen und Erleichterungen zu sorgen.“

Kathrin Schneider, Verkehrsministerin Brandenburg: „Die konkrete Planung
sorgt für Klarheit bei den Kosten und der Umsetzbarkeit. Das ist die
Voraussetzung, um für die Investitionen einen Zeitplan zu erstellen. Unser
Ziel ist, die Kapazitäten auf unseren Schienen deutlich zu verbessern, das
wird einige Jahre in Anspruch nehmen. Wir müssen aber auch zu kurzfristigen Verbesserungen für die Pendlerinnen und Pendler kommen. Hier stehen
wir kurz vor dem Abschluss entsprechender Vereinbarungen mit den
Bahnunternehmen.“

Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand Netzplanung und Großprojekte DB Netz
AG:
„Jetzt können wir mit den Planungen starten. Mit der Finanzierungszusage
haben die Länder die Voraussetzungen dafür geschaffen. Ein wichtiger
Meilenstein, um die Infrastruktur in der wachsenden Metropolregion
Berlin-Brandenburg auszubauen – für bessere Mobilität und mehr Klimaschutz.“

Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-
Brandenburg (VBB): „Der nächste Meilenstein für i2030 ist gesetzt. Die
Teams für die Teilprojekte stehen, jetzt kann in die detaillierte Prüfung und
Planung eingestiegen werden. Wir legen im Projekt jetzt die solide Basis für
einen leistungsfähigen Bahnverkehr der Zukunft.“
Auf Grundlage eines Gesamtkonzepts für den Nahverkehr werden Infrastruktur-
Varianten in folgenden Korridoren untersucht:

  • Berlin-Spandau-Nauen
  • Potsdamer Stammbahn
  • Prignitz Express/Velten
  • Nordbahn/Heidekrautbahn
  • RE1
  • Berlin-Dresden/Rangsdorf
  • Berlin-Cottbus/Bahnhof Königs Wusterhausen

Im Korridor Prignitz-Express/Velten wird beispielsweise der erforderliche
Infrastrukturausbau geprüft, der einen 10-Minuten-Takt der S-Bahn nach
Berlin-Tegel, die Verlängerung der S-Bahn nach Velten und die Einführung
eines Halbstundentaktes im Regionalverkehr zwischen Berlin Gesundbrunnen
und Neuruppin über Berlin-Tegel ermöglicht.
Im Korridor „Berlin-Cottbus/Bahnhof Königs Wusterhausen“ sind die Planungen
zur Beseitigung des eingleisigen Engpasses im Nordkopf des
Bahnhofs vereinbart worden. Darüber hinaus wird von der DB Netz AG der
Bau eines neuen Kehrgleises für die Linie RB22 im Bahnhof Königs
Wusterhausen vorbereitet. Es soll im Dezember 2022 in Betrieb genommen
werden. Neben den Planungen für den Ausbau von S-Bahn-Strecken in den Korridoren widmet sich eine Projektgruppe der Verbesserung des S-Bahn-Netzes
insgesamt. Ziel ist, die Pünktlichkeit der Züge zu steigern und zusätzliche
Verkehrsleistungen zu ermöglichen. Dazu wird beispielsweise auch die Beseitigung eingleisiger Streckenabschnitte und die Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf einzelnen Strecken geprüft. Dabei werden auch die
Punkte Energieversorgung und Abstellkapazitäten im Netz berücksichtigt.
Im Oktober 2017 hatten die Länder Berlin und Brandenburg mit der Bahn
eine „Rahmenvereinbarung über das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur
des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg – i2030“ geschlossen.
Unterzeichnet wurde der Vertrag von Regine Günther, Senatorin für Umwelt,
Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin, Kathrin Schneider, Ministerin
für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, und
Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der DB AG.
Vereinbart wurde, einen Lenkungskreis „i2030“ einzurichten, der die sach- und
zeitgerechte Abwicklung der vereinbarten Projekte überwacht und über
die Projektliste einschließlich Anpassung und Ergänzung befindet. Die umfangreichen Planungs- und Prüfprozesse im Projekt i2030 werden vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert und gemeinsam mit
den Ländern Berlin und Brandenburg und der Deutschen Bahn umgesetzt.