Umfrage zur Ausstellung „Zug zur Zukunft – Wie geht Verkehrswende?“

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Kann ich mir die Mobilität der Zukunft ohne eigenes Auto vorstellen?

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Bin ich bereit, mein eigenes Mobilitätsverhalten zum Schutz des Klimas zu ändern?

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Habe ich gute Nahverkehrsverbindungen zu Schule, Arbeit, Freizeit …?

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i2030 – Mehr Schiene für Berlin & Brandenburg (Imagefilm)

i2030 – Mehr Schiene für Berlin & Brandenburg (Imagefilm)

Immer mehr Menschen leben und arbeiten in Berlin und im benachbarten Brandenburg – und setzen in Sachen Mobilität auf umweltfreundliches Bahnfahren.

Damit das Angebot im Schienenverkehr mit dem stetig wachsenden Mobilitätsbedürfnis einer steigenden Bevölkerungszahl Schritt halten kann, muss sich auch die Schieneninfrastruktur in Berlin und Brandenburg weiterentwickeln.

Genau dazu kommen die Länder Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) im Projekt i2030 zusammen. Gemeinsam planen wir den Ausbau der Schieneninfrastruktur der kommenden Jahre in unserer Region. Das Ziel: mehr und bessere Schienenverbindungen für die Menschen, die hier leben.

Der i2030-Imagefilm zeigt Infos und Hintergründe zum größten Investitionsprogramm für den SPNV-Ausbau in der Hauptstadtregion.

VBB GmbH, in Kooperation mit den Ländern Berlin und Brandenburg und der DB Netz AG | produziert von GRACO GmbH & Co. KG

Schnelle Verbindungen,
pünktliche Züge,
mehr Platz in der Bahn:


Attraktiveres Bahnangebot

Prignitz-Express / Velten KOPIE

Bahnübergang Gorkistraße
Prignitz-Express-Halt in Hennigsdorf
Regionalhalt in Velten
Bahnhof Rheinsberger Tor
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Der Prignitz-Express (RE6 und RB55) fährt derzeit ab Hennigsdorf einen Umweg über Spandau nach Gesundbrunnen. Die Direktanbindung nach Berlin und ein 30-Minuten-Takt bringen Pendler*innen einen echten Zeitgewinn und macht das Nahverkehrsangebot attraktiver. Darüber hinaus soll im Rahmen von i2030 die Stadt Velten an das Berliner S-Bahn-Netz angeschlossen sowie bis Berlin-Tegel einen 10-Minuten-Takt untersucht werden.

Ausgangslage

Die direkte Anbindung der Prignitz über Neuruppin ins Berliner Zentrum, die bereits Teil des Konzeptes Zielnetz 2000 war, wurde nie vollständig realisiert. Eine Direktverbindung würde die Reisezeit nach Berlin verkürzen und die Attraktivität Neuruppins und der Gemeinden an der Strecke weiter verstärken.

Gleich zwei Regionale Wachstumskerne liegen an diesem Streckenabschnitt: Die Fontanestadt Neuruppin hat als Mittelzentrum eine besondere Funktion für die nähere Umgebung, ist ein wichtiger Tourismusstandort und profiliert sich mit den Clustern Kunststoff/Chemie, Gesundheitswirtschaft, Ernährungswirtschaft sowie Metall. Velten und Hennigsdorf bilden gemeinsam mit Oranienburg unter anderem Deutschlands wichtigsten Bahnindustriestandort und haben hohe Ein- und Auspendleranteile in beide Richtungen.

Neuruppin wurden lange Zeit schrumpfende Einwohnerzahlen prognostiziert, diese Vorhersage hat sich nicht bewahrheitet. Aktuell zieht Neuruppin zahlreiche Hausbauer an. Die Grundstückspreise liegen unter denen in Berlin und im Speckgürtel, stiegen aber ebenso in den vergangenen Jahren.

In der Region werden mehr Einwohner dazukommen, denn entlang der Bahnstrecke Hennigsdorf – Kremmen wird gemäß des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg (LEP HR) bis Oberkrämer Siedlungswachstum ermöglicht.

Die Züge sind bereits heute gut gefüllt, die Fahrgastzahlen steigen stetig, von 2013 bis 2030 um voraussichtlich 24 Prozent. Die Infrastruktur hält keine Kapazitätsreserven bereit. Das alles macht den Ausbau besonders dringlich.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellungen

  • Fahrzeitverkürzung durch Direkteinbindung des Prignitz-Express (RE6 und RB55) nach Berlin Gesundbrunnen
  • Taktverdichtung der S-Bahn und des Regionalverkehrs
  • Der Abschnitt Velten bis Neuruppin soll teilweise zweigleisig ausgebaut werden, um einen 30-Minuten-Takt beim RE6/RB55 zu ermöglichen.
  • Zwischen Velten und Hennigsdorf wird ein zweigleisiger Mischbetrieb mit Regionalverkehr und S-Bahn untersucht mit einem Zusatzhalt in Hennigsdorf Nord.
  • Der zweigleisige Ausbau zwischen Schönholz-Tegel mit einem Zusatzhalts Borsigwalde wird angestrebt. Die S-Bahn soll dann im 10-Minuten-Takt fahren.
  • Untersuchung alternativer Antriebe auf der Strecke, damit statt Dieselzügen zukünftig umweltfreundlichere Züge mit Batterie- oder Wasserstofftechnologie zum Einsatz kommen

Ergebnisstand

Teilabschnitt Velten – Neuruppin

  • Finanzierungsvereinbarung für Entwurfs- und Genehmigungsplanung abgeschlossen
  • Planungsleistungen in Ingenieurbüro vergeben
  • Abschluss der Nutzen-Kosten-Untersuchung zur volkswirtschaftliche Bewertung des Vorhabens
  • Sicherung Baufinanzierung und Antragsstellung für Bundesförderung (GVFG) vorbereiten

Teilabschnitt Schöhnholz – Velten

  • Verkehrstechnische Untersuchungen zum Bahnübergang Gorkistraße durchgeführt, i2030-Partner streben die Auflösung des Übergangs an
  • Trassierungsstudie Schönholz – Hennigsdorf abgestimmt
  • Machbarkeitsstudie zur Entflechtung für Nordbereich des Bahnhofs Hennigsdorf erstellt
  • Ersteinschätzung der Nutzen-Kosten-Untersuchung in Erarbeitung
Aktuelles - Nord-West | 25/03/2021
Stand der i2030-Finanzierungsvereinbarungen Anfang 2021, Grafik: VBB GmbH
Stand der i2030-Finanzierungsvereinbarungen Anfang 2021, Grafik: VBB GmbH

Hintergrund Nord-West

Metropolraumstudie

Metropolraumstudie
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Neben der Festlegung auf acht Ausbaukorridore und dem Maßnahmenpaket für die Berliner S-Bahn umfasst das Projekt i2030 auch eine Gesamtnetzstudie für die Hauptstadtregion – die sogenannte Metropolraumstudie.

Ausgangslage

Bis neue Infrastruktur in Betrieb genommen wird und die fertigen Fahrpläne für Bahnen und Busse stehen, wird im Vorfeld ein komplexer Planungsprozess durchlaufen, der verschiedenste Rahmenbedingungen berücksichtigt. Auf Grundlage der verkehrlichen Vorgaben der Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bedürfnisse der Kommunen und Fahrgäste werden aufeinander abgestimmte Konzepte zum Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebots erstellt.

In diesem Planungsprozess wird die Verkehrsnachfrage mittels Prognosen ermittelt, um das zukünftige Mobilitätsverhalten der Menschen in der Region einzuschätzen. Darüber hinaus werden Annahmen zum Aus- und Neubau der Infrastruktur getroffen und Fahrplanuntersuchungen zur Überprüfung der Qualität und Robustheit der Konzepte durchgeführt. 

Dabei wird das Ziel verfolgt, die bestehende und stetig wachsende Infrastruktur aus Gleisen, Weichen und Bahnhöfen sowie zur Verfügung stehende Züge und Fahrzeuge möglichst optimal auszulasten.

Kurz gesagt: Die Beschaffung von Zügen sowie die Erstellung von Fahrplänen sind das Ergebnis intensiver Planungen. Mit Unterstützung von Verkehrsmodellen können Angebotsplaner die Einflussfaktoren aufeinander abstimmen und die Fahrpläne der Zukunft konzipieren. Die dafür in laufender Aktualisierung befindliche Metropolraumstudie für das Verbundgebiet des VBB soll darüber hinaus Engpässe im Schienennetz aufzeigen und Entscheidungsgrundlagen für den weiteren Infrastrukturausbau in der Region liefern.

Zielstellung und Ergebnisstand

Aus den Zielkonzepten der Länder Berlin und Brandenburg (dem ÖPNV-Konzept 2030, der Mobilitätsstrategie Brandenburg, dem StEP Mobilität und Verkehr Berlin, der Nahverkehrspläne der Länder und dem Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg) wird in der Metropolraumstudie ein Zielnetz für den Schienenpersonennahverkehr in der Region Berlin und Brandenburg definiert. Auf Basis des Zielnetzes kann eine Gesamtnetzbetrachtung durchgeführt werden. Dabei werden die Wechselwirkungen der verschiedenen Infrastrukturprojekte im Eisenbahnnetz der Hauptstadtregion unter Berücksichtigung regionaler und überregionaler Einflussfaktoren überprüft und bewertet. Alle zukünftigen Planungen von Fern-, Nah- und Güterverkehr werden in die umfassende Betrachtung einbezogen. Relevant sind hierbei insbesondere die i2030-Projekte, die Ausbaustrecke Berlin-Dresden und die Berliner S21 sowie weitere Konzepte für den Schienenverkehr (z.B. Deutschlandtakt).

Das Zielnetz umfasst entsprechend folgende Grundlagen:

  • Verkehrsmodell mit langfristigen Verkehrs- und Fahrplankonzepten
  • Bestellungen von Verkehrsunternehmen für Trassen und Abstellung von Fahrzeugen
  • sowie Annahmen zum Aus- und Neubau der Eisenbahninfrastruktur.

Als wesentlicher Baustein der Metropolraumstudie fungiert das bestehende Verkehrsmodell des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). Hierbei werden folgende Arbeitsschritte durchgeführt: 

  • Nachfrageanalyse erstellen,
  • Bewertungsschema erarbeiten,
  • Engpässe identifizieren,
  • Lösungsvarianten diskutieren und abschichten,
  • Maßnahmen gesamthaft priorisieren und
  • Ergebnisse für die Öffentlichkeit aufbereiten.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Metropolraumstudie sind die Fahrplanuntersuchungen.

Dabei wird überprüft, ob die geplanten Fahrplan- und Betriebskonzepte sowohl auf der neuen Infrastruktur als auch im Bestandnetz der Hauptstadtregion stabil und zuverlässig erbracht werden können. Aus den bereits durchgeführten Fahrplanuntersuchungen können schon jetzt erste Einzelmaßnahmen für die Schieneninfrastruktur im Berliner Innenstadtbereich abgeleitet werden:

  1. Zusätzliches Gleis im Abschnitt zwischen Berlin-Spandau und dem Berliner Innenring inklusive Blockverdichtung bis Moabit
  2. Erweiterung der Infrastruktur am Bahnhof Berlin Jungfernheide
  3. Zusätzliches Kehrgleis am Bahnhof Berlin Gesundbrunnen (Machbarkeitsuntersuchung)
  4. Gleisteilungen, Blockverdichtungen und zusätzliche Fahrmöglichkeiten im Nord-Süd-Tunnel (Machbarkeitsuntersuchung).

Diese Infrastrukturmaßnahmen im innerstädtischen Schienennetz sind erforderlich, um die mit den Aus- und Neubauplanungen geplanten Verkehrsmehrungen in der gebotenen Qualität auf die Schiene zu bringen. Auch die Bestandsverkehre werden von der Erhöhung der Infrastrukturleistungsfähigkeit profitieren. Die Planung der aufgeführten Maßnahmen wird in den Rahmenvertrag für das Projekt i2030 integriert und in die Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1) überführt.

In die Metropolraumstudie fließen zudem weitere Grundlagenuntersuchungen, z. B. die Berechnungen aus den noch durchzuführenden Nutzen-Kosten-Untersuchungen aus den einzelnen i2030-Korridoren ein. Damit bündelt die Metropolraumstudie eine Vielzahl von Untersuchungsergebnissen, auf deren Basis ein umfassendes Bild über den Aus- und Neubaubedarf im Eisenbahnnetz der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg erzeugt wird.

Metropolbroschüre veröffentlicht: Mobilität in der wachsenden Hauptstadtregion – Chancen und Herausforderungen

Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin; Geschäftsführerin Susanne Henckel, VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH; Senatorin Regine Günther, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin; Minister Guido Beermann, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg; (v.l.n.r.)
Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin; Geschäftsführerin Susanne Henckel, VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH; Senatorin Regine Günther, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin; Minister Guido Beermann, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg; (v.l.n.r.)
Konzernbevollmächtigter Alexander Kaczmarek der Deutschen Bahn AG für das Land Berlin; Geschäftsführerin Susanne Henckel, VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH; Senatorin Regine Günther, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin; Minister Guido Beermann, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg; (v.l.n.r.)

Metropolbroschüre veröffentlicht: Mobilität in der wachsenden Hauptstadtregion – Chancen und Herausforderungen

Die Broschüre bietet eine kompakte Herleitung für den geplanten Infrastrukturausbau in der Hauptstadtregion und stellt die Pläne und Hintergründe der einzelnen i2030-Korridormaßnahmen zusammen.

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Ein Ausbau der Schieneninfrastruktur in unserer Hauptstadtregion ist dringend notwendig. Immer mehr Menschen wissen die Vorteile der schnellen Regionalzüge oder der eng getakteten S-Bahn zu schätzen und fahren täglich mit der Bahn zur Arbeit, zur Uni und zu Zielen in der Freizeit. Die Fahrgastzahlen wachsen kontinuierlich. Mehr Fahrgäste brauchen mehr Angebote, mehr Angebote brauchen mehr Infrastruktur. Mit den kürzlich abgeschlossenen Verkehrsverträgen in den Netzen Elbe-Spree und Lausitz werden die Kapazitäten der Schieneninfrastruktur an vielen Stellen schon voll ausgenutzt. Damit weitere Kapazitätssteigerungen in der Region möglich sind, muss die Infrastruktur in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Die Angebotserweiterungen stehen weit oben auf der politischen Agenda der Länder. Untersuchungen wie der „Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg“ (LEP HR) oder das „ÖPNV-Konzept 2030“ geben die Ziele vor.

Die wichtigsten Ergebnisse werden in der Metropolbroschüre zusammengefasst. Ergänzt werden sie durch Kurzporträts und Ergebnisständen für die acht definierten i2030-Korridore und dem S-Bahnnetz. Die Broschüre richtet sich an alle, die den Schienenverkehr in der Hauptstadtregion weiter voranbringen wollen.

Eins ist klar: i2030 braucht weiter einen breiten Rückhalt aus Politik und Öffentlichkeit. Denn die erfolgreiche Realisierung der Planungen kann nur gemeinsam gelingen.

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Attraktiveres Bahnangebot

Siemensbahn

Alte Gleise der Siemensbahn
Bahnhof Siemenstadt heute
Unterzeichung zur Finanzierungsvereinbarung der Siemensbahn
Bahnhof Wernerwerk heute
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Als größte Einzelinvestition in der Konzerngeschichte, plant Siemens die Errichtung des Innovationsstandorts Siemensstadt² bis zum Jahr 2030. Zur Erschließung des neuen Berliner Stadtteils soll die Siemensbahn auf dem historischen Streckenverlauf bis zur Eröffnung des neuen Stadtteils wieder fahren. Die S-Bahnverbindung ermöglicht schnelle Anschlüsse zum Hauptbahnhof und zum BER.

Ausgangslage

Die von 1927 bis 1929 erbaute Siemensbahn ist eine S-Bahn-Strecke in Berlin und verläuft auf 4,5 Kilometern von Jungfernheide bis Gartenfeld. Die Strecke erschließt dabei die Siemensstadt auf dem Schienenweg. Seit dem Eisenbahnerstreik im September 1980 ist sie außer Betrieb. Mit der Entscheidung der Siemens AG, das Areal auf dem Industriegelände in Berlin-Spandau neu zu gestalten, ist auch geplant, die Verbindung bis Ende 2029 zu reaktivieren. Das großflächige Industrieareal wird zu einem innovativen, vielfältigen und urbanen Stadtteil ausgebaut.

In den nächsten Jahren entstehen dort circa 10.000 neue Wohnungen. Gleichzeitig werden im Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft Schlüsseltechnologien und Innovationsfelder gestärkt. Dafür möchte die Siemens AG Forschungs-, Fach- und Gründungszentren ansiedeln – ebenso wie außeruniversitäre und wissenschaftliche Einrichtungen sowie deren Partnerunternehmen. Für dieses Entwicklungsgebiet ist eine gute Verkehrsanbindung entscheidend.

Die Planungen hierfür sind jedoch sehr anspruchsvoll. Insbesondere sind dabei Auflagen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Der Bahnhof Jungfernheide erhält außerdem zum Anschluss an die Ringbahn eine dritte Bahnsteigkante.

Des Weiteren muss eine rund 70 Meter lange Brücke über die Spree gebaut werden. Die vorhandene Trasse der Siemensbahn wird mit den gegebenen Trassierungsparametern von maximal 60 km/h reaktiviert. Beim notwendigen Neubau der Strecke zwischen dem Bahnhof Jungfernheide und der zweiten Spreequerung wird im gegebenen Linienverlauf eine Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke von 80 km/h angestrebt.

Für die Reaktivierung der Siemensbahn müssen rund zehn Kilometer Gleise verlegt und neue Weichen eingebaut werden. Außerdem ist die Installation neuer Signaltechnik notwendig. Weiterhin ist geplant, die historischen Verkehrsstationen Gartenfeld, Wernerwerk und Siemensstadt wieder in Betrieb zu nehmen.

Neben der Erschließung der neuen Siemensstadt bietet die Reaktivierung dieser S-Bahnlinie auch die schnelle Anbindung zum Berliner Hauptbahnhof und zum Flughafen Berlin (BER). Außerdem finden Machbarkeitsuntersuchungen für eine Streckenverlängerung statt. Diese Untersuchung ist für die s-bahnseitige Erschließung weiterer neuer Wohngebiete westlich der Insel Gartenfeld durch die S-Bahn notwendig.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Verkehrliche Erschließung der Siemensstadt² und Absicherung einer schnellen Anbindung an den Hauptbahnhof und den Flughafen BER (Anschluss an FEX)
  • Untersuchung von Verlängerungsmöglichkeiten zur Erschließung weiterer neuer Wohngebiete westlich der Insel Gartenfeld

Ergebnisstand

  • Finanzierungsvereinbarung für die Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Wiederaufbau der Siemensbahn abgeschlossen und Planungsleistungen vergeben
  • Machbarkeitsuntersuchung zur Streckenverlängerung über Gartenfeld hinaus abgeschlossen
  • Abschätzung der Nutzen-Kosten-Untersuchung in Erarbeitung

Weitere Informationen finden Sie auf dem Bauinfoportal der Deutschen Bahn: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/siemensbahn-reaktivierung

Aktuelle Planungen

Für die gesamte Strecke werden verschiedene technische Lösungsmöglichkeiten untersucht und analysiert. Im Fokus steht dabei, welche Bauwerke instandgesetzt und weiterverwendet werden können beziehungsweise welche Bauwerke neu gebaut werden müssen. Das i2030-Projekt gliedert sich in drei Projektabschnitte:

1. Projektabschnitt Bahnhof Jungfernheide – Querung Altarm Spree

Der überwiegend in Dammlage verlaufende Streckenabschnitt von Jungfernheide über die Spree bis ans Spandauer Ufer wird komplett neu geplant. Folgende Arbeiten sind in Planung:

  • Anpassung der Eisenbahnüberführung (EÜ) „Lise-Meitner-Straße“
  • Anordnung einer Kehranlage zwischen Jungfernheide und der Lise-Meitner-Straße
  • Bau einer dritten Bahnsteigkante inklusive Bahnsteigüberdachung, Zugangsbauwerken und barrierefreier Erschließung des neuen Bahnsteigs
  • Errichtung erforderlicher Stützbauwerke und Verlängerungen der bestehenden Personenunterführung (Richtung Nordwesten) am Bahnhof Jungfernheide
  • Herstellung eines dritten S-Bahn-Gleises im Umkreis des Bahnhofs Jungfernheide sowie eine Ein- und Ausfädelung der Siemensbahn aus der Ringbahn
  • Rückbau des Gleichrichterunterwerks „Jungfernheide“ und Wiederaufbau am neuen Standort
  • Neubau der EÜ „Tegeler Weg“ und „Obere Spreequerung“, nach Möglichkeit unter Weiterverwendung der historischen Pfeiler
  • Neubau der EÜ „Untere Spreebrücke “
  • Verlegen neuer Gleise, Weichen und Installation neuer Signaltechnik

2. Projektabschnitt Altarm Spree – Popitzweg (Historisches Stahlviadukt)

Zentral in diesem Abschnitt ist das markante historische Stahlviadukt. Folgende Arbeiten sind in Planung:

  • Instandsetzung beziehungsweise Ertüchtigung des historischen Stahlviadukts
  • Verlegen neuer Gleise, Weichen und Installation neuer Signaltechnik
  • barrierefreie Erschließung und Instandsetzung der Station Wernerwerk inklusive Bahnsteigüberdachung und Zugangsbauwerken

3. Projektabschnitt Popitzweg –Bahnhof Gartenfeld (Historischer Bahndamm)

Dieser Abschnitt umfasst den historischen Bahndamm vom Popitzweg über den Bahnhof Siemensstadt bis zum Bahnhof Gartenfeld. Folgende Arbeiten sind in Planung:

  • Instandsetzung des historischen Bahndamms
  • Verlegen neuer Gleise, Weichen und Installation neuer Signaltechnik
  • Instandsetzung oder Erneuerung einer Fußgängerunterführung sowie der folgenden EÜ:
    • Jungfernheideweg
    • Quellweg
    • Lehnter Steig
    • Rohrdamm
    • über die Straße am Schaltwerk
  • Errichtung einer viergleisigen Abstellanlage am Bahnhof Gartenstadt
  • barrierefreie Erschließung und Instandsetzung der Stationen Siemensstadt und Gartenfeld inklusive neuer Bahnsteigüberdachungen und Zugangsbauwerke

Presse Siemensbahn

Projekttagebucheintrag vom 30. Juni 2022
Viadukt der Siemensbahn heute, Foto: VBB, Sebastian Elm
Viadukt der Siemensbahn heute, Foto: VBB, Sebastian Elm
Pressemitteilung vom 12. Januar 2022
Übersicht der Varianten zur möglichen Verlängerung der Siemensbahn, Grafik: VBB
Übersicht der Varianten zur möglichen Verlängerung der Siemensbahn, Grafik: VBB
Presse - Siemensbahn | Tagesspiegel vom 25.09.2020
Die alten Holzschwellen vom Viadukt der Siemensbahn haben ausgedient (Foto: DB AG)
Die alten Holzschwellen vom Viadukt der Siemensbahn haben ausgedient (Foto: DB AG)
Presse - Siemensbahn | Siemens Presse vom 08.01.2020
Siegerentwurf für Siemensstadt 2.0 (Foto: Siemens)
Siegerentwurf für Siemensstadt 2.0 (Foto: Siemens)
Presse - Siemensbahn | Berliner Zeitung vom 28.06.2019​
Siemensbahn zwischen Station Wernerwerk und Siemensstadt (Foto: VBB)
Siemensbahn zwischen Station Wernerwerk und Siemensstadt (Foto: VBB)
Presse - Siemensbahn | Berliner Morgenpost vom 01.02.2019
Siemensbahn soll so schnell wie möglich wieder fahren
Gemäß Berliner Morgenpost soll die Siemensbahn, die 1980 stillgelegt wurde, zum Vorzeigeprojekt werden
Presse - Siemensbahn | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 11.06.2019
Wiederinbetriebnahme der Siemensbahn
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Hintergrund Siemensbahn

Hintergrund - Siemensbahn
Die Siemensbahn - Texte und Bilder zusammengestellt von Dr. Andreas Jüttemann
"Siemensbahn, so heißt der heute stillgelegte Streckenstumpf der Berliner S-Bahn, der zwischen 1929 und 1980 als Anbindung der Siemenswerke an die Ringbahn (S41/42) in Betrieb war und dessen Bau zu großen Teilen vom Elektrokonzern SIEMENS finanziert wurde. Für eine Bahnstrecke, die zu elektrotechnischen Fabriken führt, war es natürlich ein Muss, gleich zu Eröffnung elektrifiziert zu werden." (Foto: A. Jüttemann)
Hintergrund - Siemensbahn
Der Flächennutzungsplan hat viel vor mit der Siemensbahn
Der Flächennutzungsplan ist der vorbereitende Bauleitplan in Berlin und wird vom Parlament beschlossen. Er gibt einen Überblick über die wichtigsten Planungsziele der Stadt und wird durch Änderungsverfahren ständig aktuell gehalten. (Bildausschnitt: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen)

Berliner S-Bahn

S-Bahn verlässt den Ostbahnhof
Umstiegsmöglichkeit zwischen S- und U-Bahn in Wuhletal
Ringbahn fährt in Ostkreuz ein
Ringbahn und Berliner City
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Die Berliner S-Bahn ist von zentraler Bedeutung für den öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt und dem unmittelbaren Brandenburger Umland. Wir möchten immer mehr Fahrgästen auch zukünftig ein stabiles und leistungsfähiges Angebot bieten. Daher bauen wir das System mit einem Paket von rund 35 Einzelmaßnahmen aus und machen es fit für die Zukunft. Dazu schaffen wir die Voraussetzungen für die Einführung von 10-Minuten-Takten, wie etwa auf den Strecken nach Oranienburg, Bernau und Strausberg, aber auch die Erweiterung des S-Bahnnetzes durch Streckenneubauten bzw. -reaktivierungen und die Errichtung neuer Stationen.

Ausgangslage

Die S-Bahn leistet einen wichtigen Beitrag für eine klimafreundliche Mobilität in der Stadt und auf den Siedlungsachsen im nahegelegenen Umland. Sie ist komplett elektrifiziert und fährt schon bald vollständig mit Ökostrom. Die Fahrgäste profitieren von einem gut ausgebauten Netz und kurzen Fahrzeiten durch die großflächige Stadt. Die S-Bahn schafft stabile Ost-West Verbindungen und verbindet den Innenstadtbereich mit den Umlandgemeinden.

Die Berliner S-Bahn bringt bereits heute täglich etwa 1,5 Millionen Menschen von A nach B. Seit Jahren entscheiden sich immer mehr Menschen für die S-Bahn. So stiegen die Fahrgastzahlen von 2012 bis 2018 um 21 Prozent. Der aktuelle Berliner Nahverkehrsplan rechnet bis 2030 mit einer weiteren Nachfragesteigerung von bis zu 42 Prozent für die öffentlichen Verkehrsangebote.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Das i2030-Maßnahmenpaket ermöglicht folgende Ziele:

  • Mehr Züge: Angebotsausweitung und mehr Kapazität
  • Ausweitung des 10-Minuten-Taktes auf Außenästen
    des Netzes
  • Verbesserung der Pünktlichkeit und der
    Zuverlässigkeit
  • Erweiterung des Netzes durch Strecken- und
    Stationenneubauten bzw. -reaktivierungen
  • Veränderung des Modal Split zu Gunsten des ÖPNV
    und damit Senkung des CO2-Ausstoßes

Was läuft aktuell?

  • Sammelvereinbarung im Februar 2021 abgeschlossen, darin werden alle Maßnahmen der Vor- bis hin zur Genehmigungsplanung geregelt.
  • Im ersten Teilpaket stehen mit der Finanzierungsvereinbarung insgesamt 30 Millionen Euro zur Weiterführung der Konzeption von zehn Einzelmaßnahmen bereit.
  • Die Mittel werden in den kommenden Jahren für die Vorbereitung weiterer Schritte innerhalb der Sammelvereinbarung aufgestockt.
  • Erstellung von eisenbahnbetrieblichen Untersuchungen, Fahrplanstudien und weitere verkehrliche und betriebliche Betrachtungen laufen weiter.
  • Für die Gleisverbindung am Hauptbahnhof ist die Finanzierungsvereinbarung für die Vorplanung bis zur Genehmigungsplanung vor dem Abschluss.

Welche Maßnahmen umfasst das Paket?

Aktuell sind rund 35 einzelne infrastrukturelle Maßnahmen zwischen den i2030-Partnern verabredet, die zur Bestellung zusätzlicher Verkehrsleistungen, zur Verbesserung der Betriebsqualität und für die geplanten Streckenerweiterungen im Berliner S-Bahnnetz erforderlich sind. Darunter befinden sich:

  • Schaffung zusätzlicher Abstellkapazitäten

Im Zuge der S-Bahnausschreibung wird die Zugflotte in den kommenden Jahren mit mindestens 1.308 neuen S-Bahn-Wagen ausgebaut. Für die Reinigung, Wartung und Reparatur der zusätzlichen Wagen werden mehr Kapazitäten für Abstellanlagen und Werkstätten benötigt. Die zusätzliche Infrastruktur wird innerhalb von i2030 geplant und umgesetzt.

  • Verlängerung der S75 von Wartenberg zum Karower Kreuz (nördlicher Abschnitt der Nahverkehrstangente)

Mit der Verlängerung der heutigen S75 über Wartenberg hinaus zum neuen Turmbahnhof Karower Kreuz (Umsteigebahnhof) und der Durchbindung in Richtung Hohen Neuendorf wird eine neue Verbindung im Nordosten Berlins geschaffen. Mit diesem Neubau und den neuen Stationen (Karower Kreuz, Sellheimbrücke, Malchow Nord und Bucher Straße) werden zahlreiche neue Siedlungsgebiete im Nordosten Berlins erschlossen.  

  • 10 Minuten-Takt auf den Außenästen:

Die Nahverkehrspläne der Länder Berlin und Brandenburg sehen vor, die Voraussetzungen für 10-Minuten-Takte auf bestehenden Außenästen der S-Bahn zu schaffen. Pendler*innen erhalten so weiter attraktive Verbindungen, damit zukünftig noch mehr Menschen die umweltfreundliche Schiene für ihre tägliche Mobilität nutzen. Dazu gehören:

    • Hoppegarten – Strausberg
    • Buch – Bernau
    • Frohnau – Oranienburg
    • Zeuthen – Königs Wusterhausen (einschließlich Bahnhofsumbau Königs Wusterhausen)
    • Weitere 10-Minuten-Takte werden innerhalb von Streckenverlängerungen der S-Bahn in den anderen i2030-Korridoren angestrebt.
  • Zusätzliche Signale für Taktverdichtungen

Moderne Leit- und Sicherungstechnik auf den Strecken schafft die Voraussetzung für mehr Züge pro Stunde. Sie wird innerhalb von i2030 vor allem auf dem Südring, dem Ostring und in den Abschnitten Ostbahnhof – Ostkreuz sowie Altglienicke – Schönefeld errichtet und dient den im Nahverkehrsplan Berlin vorgesehenen Angebotsverdichtungen.

  • Zusätzliche Gleisverbindungen

Damit die S-Bahn noch flexibler auf Störungen oder Bauarbeiten reagieren kann, werden zusätzliche Weichen an mehreren Stellen im Netz ergänzt. Unter anderem im Bereich der Stationen:

    • Hauptbahnhof
    • Ostkreuz
    • Treptower Park
  • Stationen:

Rund um die S-Bahnstationen werden infrastrukturelle Anpassungen untersucht, die Angebotsverbesserungen bewirken und das Netz flexibler gestalten.

1. Errichtung neuer Stationen

Die Bevölkerung Berlins und des direkten Umfelds wächst in den kommenden Jahren weiter*. Für die Menschen in den wachsenden Siedlungsgebieten sollen zusätzliche S-Bahnstationen geschaffen werden. Dazu gehören:

    • Kamenzer Damm
    • Charlottenburger Chaussee
    • Malchow Nord
    • Sellheimbrücke
    • Karower Kreuz
    • Bucher Straße
    • Weitere neue Stationen werden in den anderen i2030-Korridoren betrachtet.

2. Betriebsstabilisierung Ringbahn

Für mehr Betriebsstabilität soll eine Anzahl von Bahnhöfen eine dritte Bahnsteigkante erhalten. Dadurch können unter anderem ganztägig im Kreis verkehrende Ringbahnzüge bei Bedarf einfacher ausgetauscht werden. Dazu gehören:

  • Halensee
  • Messe Nord/ICC
  • Jungfernheide
  • Westhafen

3. Infrastruktur für Express-S-Bahnen

Die geplanten Untersuchungen geben Aufschluss darüber, auf welchen Strecken im eng aufeinander abgestimmten Bahnnetz perspektivisch sogenannte Express-S-Bahnen zum Einsatz kommen können und welche infrastrukturellen Voraussetzungen dafür zu schaffen sind. Dafür wird unter anderem untersucht, wie Fahrten mit weniger Haltepunkten und höheren Geschwindigkeiten umgesetzt werden können.

4. Untersuchung für ein Havariekonzept

Derzeit werden bei Bau- und Störungsfällen die Takte ausgedünnt oder Schienenersatzverkehre eingerichtet. Für das Havariekonzept wird untersucht, welche zusätzlichen Gleisverbindungen nötig sind, um einen 10-Minuten-Takt bei eingleisiger Betriebsführung aufrecht zu erhalten.

  • Gesamtbetrachtung Energieversorgung S-Bahnnetz

Eine stabile Energieversorgung ist die Grundvoraussetzung, um zukünftig noch mehr S-Bahnzüge einsetzen zu können. Dafür wird im Rahmen einer Studie ermittelt, welche energieseitigen Maßnahmen im Bestandsnetz und an den auszubauenden und neu zu errichtenden Strecken erforderlich sind.

Auch in anderen i2030-Teilprojekten wird der Ausbau des S-Bahnnetzes mit neuen Halten mitgeplant und untersucht.

Presse S-Bahn

Presse - S-Bahn | Neues Deutschland vom 29.10.2020
S-Bahn nimmt mit i2030 Kurs Richtung Zukunft auf
Erweiterte Infrastruktur und neue Züge, Foto: Deutsche Bahn
Erweiterte Infrastruktur und neue Züge, Foto: Deutsche Bahn
Presse - S-Bahn | Märkische Oderzeitung vom 15.09.2020
Brandenburg will 10-Minuten-Takt bei Berliner S-Bahn prüfen lassen
S-Bahn Halt in Bernau (Foto: VBB)
S-Bahn Halt in Bernau (Foto: VBB)
Presse - S-Bahn | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 06.08.2019
Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S‑Bahn-Netz
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Magdeburg – Berlin – Eisenhüttenstadt

RE1 auf der Stadtbahn
Güterzug am Bahnhof Frankfurt/Oder
RE1 am Bahnhof Fürstenwalde
Regional- und Güterverkehr im Bahnhof Frankfurt/Oder
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Der Regionallinie RE1 ist die stärkste Linie im VBB-Land und die Ost-West-Verbindung durch die Hauptstadtregion. Damit längere Züge auf der Strecke fahren können und mehr Menschen profitieren, müssen die Bahnsteige in den kommenden Jahren an den steigenden Bedarf angepasst werden.

Ausgangslage

Der RE1 bringt wichtige Städte Brandenburgs und Berlin näher zusammen: Er verbindet in nur 25 Minuten Potsdam und Berlin und bewältigt schon alleine damit einen Großteil der Pendlerbeziehungen in der Hauptstadtregion. 

Auch die anderen Städte auf der Linie sind auf den RE1 angewiesen. In gut 45 Minuten Fahrzeit verbindet er Berlin und den regionalen Wachstumskern Brandenburg an der Havel. Der Hochschulstandort Frankfurt (Oder) ist per RE1 in rund 70 Minuten von Berlin aus erreichbar. Alle Gemeinden entlang der Strecke profitieren von ihrem Anschluss an die schnelle und dicht getaktete Verbindung.

Das Werk des E-Automobilbauers Tesla in der Nähe des Bahnhofs Fangschleuse befindet sich in der finalen Bauphase. Fachkräfte aus der ganzen Hauptstadtregion und Polen können hier Arbeit finden und auf der RE1-Verbindung zur Arbeit pendeln.

Das Angebot wird mit dem neuen Verkehrsvertrag Elbe-Spree ab Ende 2022 in der Hauptverkehrszeit zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) mittels Taktverdichtung und mehr Sitzplätzen in den Fahrzeugen um bis zu 55 Prozent erhöht. Die Züge fahren dann alle 20 Minuten und mit bis zu sechs Wagen. Das ist einmalig für eine RE-Strecke in Deutschland. 

Entlang der Strecke befinden sich einige Halte mit Bahnsteigen, die kürzer als 220 Meter sind. Die Verlängerung dieser Bahnsteige ermöglicht den Einsatz der zusätzlichen Wagen.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Zielstellung

  • Verlängerung der Bahnsteige an den relevanten Verkehrsstationen entlang der Linie RE1, um Sitzplatzkapazitäten auf der Strecke des RE1 nachhaltig zu erhöhen

Ergebnisstand

  • Ziellösung und Aufgabenstellung je Station erarbeitet
  • Finanzierung für die Planung gesichert und Planungsleistungen für 1. und 2. Baustufe vergeben
  • Bauausführung ab September 2022 für 1. Baustufe
  • Abschätzung der Nutzen-Kosten-Untersuchung in Erarbeitung

Presse West-Ost

Presse - West-Ost | Tagesspiegel vom 25.01.2019
ODEG und Deutsche Bahn gewinnen VBB-Ausschreibung
Netz-Elbe-Spree vergeben (Grafik: VBB)
Netz-Elbe-Spree vergeben (Grafik: VBB)
Presse - West-Ost | Magdeburger Volksstimme vom 08.02.2019
Neuer Betreiber ODEG auf Linie Magdeburg-Berlin
Die ODEG fährt ab 2022 auf der RE1 (Foto: ODEG)
Die ODEG fährt ab 2022 auf der RE1 (Foto: ODEG)
Presse - West-Ost | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 13.04.2019
RE 1 – die Mutter aller Regionalexpresse braucht Verstärkung
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Hintergrund West-Ost

Potsdamer Stammbahn

Noch existierende Gleise der alten Stammbahn
S-Bahnhof Teltow Stadt
Regionalbahn in Potsdam
Regionalbahn fährt in Potsdam ein
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Die Pendlerzahlen zwischen den beiden Landeshauptstädten belegen in der Region den Spitzenplatz. Mit der geplanten Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn entsteht eine alternative Verbindung über den Südwesten Berlins, die gleichzeitig die Wachstumsgebiete zwischen Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf anbindet. Die mit untersuchte S-Bahnverlängerung bis Stahnsdorf vollendet die Erschließung des Südwestens an die Schiene.

Ausgangslage

Die Landeshauptstadt Potsdam nimmt als Wissenschafts-, Medien- und Tourismusstandort unter den regionalen Wachstumskernen Brandenburgs einen herausragenden Platz ein. Potsdam ist mit hohem Abstand die Pendlerhochburg Nummer 1 in Brandenburg. Die Stadt belegt sowohl bei den Aus- als auch bei den Einpendlern den Spitzenplatz. Deswegen ist die Nachfrage nach schnellen und zuverlässigen Zugverbindungen groß. Die Anbindung über die Berliner Stadtbahn ist stark ausgelastet.

Die Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn würde eine Ergänzung und Alternative über den Südwesten Berlins darstellen und dabei noch die Anbindung weiterer Wachstumsgebiete ermöglichen. Der sich dynamisch entwickelnde Europarc Dreilinden an der Autobahn 115 an der Berliner Stadtgrenze in Kleinmachnow etwa, in dem mehr als 3.500 Beschäftigte arbeiten, ist bisher noch nicht ans Schienennetz angebunden.

Auf Drängen der Länder Berlin und Brandenburg ist die Potsdamer Stammbahn in den zweiten Gutachterentwurf des Deutschlandtaktes wiederaufgenommen worden. Mit einer Reaktivierung der Potsdamer Stammbahn werden sich die Reisezeiten für bestimmte Verbindungen mit der Stammbahn stark verkürzen. Derart attraktive Verbindungen sind geeignet, Pendler von der Schiene zu überzeugen.

Die Potsdamer Stammbahn, Preußens erste Eisenbahnlinie, 1838 eröffnet, ist seit 1945 zwischen Berlin-Düppel und Griebnitzsee unterbrochen, seit 1980 gibt es auch keinen S-Bahnbetrieb mehr zwischen Zehlendorf und Berlin-Düppel.

Im Umfeld der Potsdamer Stammbahn befinden sich mit Kleinmachnow die Gemeinde mit den höchsten Immobilienpreisen im Land Brandenburg. Die drei Orte Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf haben zusammen bereits fast 62.000 Einwohner. Allein die Stadt Teltow hat seit 1990 rund 11.000 Einwohner dazugewonnen und wird 2030 mit 30.000 Einwohnern mehr als doppelt so viele haben wie 1990. Die Stadt erhielt 2005 den Anschluss ans S-Bahnnetz, die Fahrgastzahlen haben sich seitdem gut entwickelt. Daher hat auch die Nachbargemeinde Stahnsdorf großes Interesse daran, ebenfalls von der schnellen S-Bahnverbindung ins Berliner Zentrum zu profitieren.

Zielstellung und Ergebnisstand

Wo befinden wir uns?

Neue Zielvariante der Länder Berlin und Brandenburg, die im i2030-Lenkungskreis am 27.06.2022 beschlossen wurde:

Beim Wiederaufbau der Potsdamer Stammbahn haben sich die i2030-Partner für die Lösung als elektrifizierte, zweigleisige Strecke für Regionalzüge zwischen Griebnitzsee, Zehlendorf und Potsdamer Platz verständigt. Gegenüber einer S-Bahnlösung wird mit der Nutzung als Eisenbahnverbindung eine überregionale Wirkung erzielt. Allerdings werden nicht alle auf der Potsdamer Stammbahn geplanten Verkehre in den Nord-Süd-Fernbahntunnel geführt werden können, da er schon heute als überlasteter Schienenweg gilt. Stattdessen wird geprüft, auch Verbindungen über die „Kurve Schöneberg“ und den Berliner Innenring Richtung Berlin Ostkreuz zu führen. Zwischen Schöneberg und Treptow muss die Strecke dafür elektrifiziert und zweigleisig ausgebaut werden. Halten sollen die Züge in diesem Bereich am Südkreuz sowie gegebenenfalls in Neukölln oder an der Hermannstraße. Mit dieser zusätzlichen Erweiterung der Schieneninfrastruktur wird gleichzeitig der Ausbau des Bahnknoten Berlin weiter vorangetrieben.

  • Schaffung einer Alternativstrecke zwischen Potsdam und Berlin mit vier Regionalzügen je Stunde
  • Erschließung von Düppel-Kleinmachnow und Europarc-Dreilinden per Schiene
  • Ausbau der S-Bahnhöfe Zehlendorf, Rathaus Steglitz und Schöneberg als Regionalverkehrshalte
  • Weiterführung der Züge in den Nord-Süd-Tunnel bzw. über den Berliner Innenring mit Halten in Südkreuz sowie gegebenenfalls Neukölln oder Hermannstraße und damit weitere Leistungssteigerung des Bahnknotens Berlin

Ergebnisstand

Teilprojekt Potsdamer Stammbahn

  • Mögliche Untersuchungsvarianten für Start der Vorplanung aufbereitet
  • Durchführung vorläufiger Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen für Regionalverkehrs- und S-Bahn-Lösung

Teilprojekt S25 Süd

  • Untersuchung für ein Bus-Konzept in der Region durchgeführt, um optimale Verknüpfungspunkte mit der S-Bahnverlängerung S25 Süd zu finden
  • Mit Kommunen Detailklärungen bezüglich der Verkehrsstationen durchgeführt
  • Finanzierungsvertrag zur Erstellung der Vorplanung für den Teilabschnitt Teltow Stadt – Stahnsdorf sowie Südende – Lichterfelde Ost in Zeichnung

Presse Süd-West

Pressemitteilung | 23.05.2022
Berlin und Brandenburg einigen sich auf Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express
Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express präsentiert von Senatorin Jarasch und Minister Beermann, Foto: VBB
Zielvarianten für Potsdamer Stammbahn und Prignitz-Express präsentiert von Senatorin Jarasch und Minister Beermann, Foto: VBB
Presse - Süd-West | SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband vom 11.06.2019
Dornröschen 4.0
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband
SIGNAL v. Berliner Fahrgastverband

Hintergrund Süd-West

Hintergrund | Tagesspiegel vom 29.10.2018:
Vor 180 Jahren fuhr die erste Bahn zwischen Berlin und Potsdam
Potsdamer Bahnhof in Berlin um 1843 (Zeichnung)
Potsdamer Bahnhof in Berlin um 1843 (Zeichnung)
Hintergrund | Bürgerinitiative Stammbahn:
Geschichte der Stammbahn
Ehemalige Stammbahn kurz vor Zehlendorf (Foto: Christian Liebscher / CC BY-SA 3.0)
Ehemalige Stammbahn kurz vor Zehlendorf (Foto: Christian Liebscher / CC BY-SA 3.0)