Deutsche Bahn schafft mit zweigleisigem i2030-Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus die Voraussetzung für einen Halbstundentakt

Eingleisige Strecke Lübbenau - Cottbus vor Baustart Foto: Deutsche Bahn AG

Deutsche Bahn schafft mit zweigleisigem i2030-Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus die Voraussetzung für einen Halbstundentakt

12. Oktober 2026

Vorbereitende Arbeiten laufen / Sperrung der Strecke ab 13. Dezember / Zusätzliches Gleis auf 29 Kilometer Länge / Inbetriebnahme bereits Ende 2027 / Künftig besserer Takt und stabilerer Fahrplan

Die DB InfraGO beginnt mit dem zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Lübbenau–Cottbus. Durch Mittel aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen werden die infrastrukturellen Voraussetzungen für einen Halbstundentakt zwischen Berlin und Cottbus geschaffen. Vertreter:innen von DB, Bund, Land Brandenburg und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg geben heute in Raddusch den symbolischen Startschuss für die Bauarbeiten. Bis zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember führt DB InfraGO letzte vorbereitende Arbeiten durch und sperrt dann die gesamte Strecke für die Hauptarbeiten. Ende 2027 wird das zweite Gleis bereits in Betrieb gehen – nach einem Jahr Bauzeit. Dann können mehr Züge fahren und müssen seltener aufeinander warten. Reisende im Regionalverkehr profitieren von einem besseren Takt und stabileren Fahrplan.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Der Strukturwandel der Lausitz ist ein wichtiges Ziel. Es braucht nachhaltige Perspektiven für die Menschen, die hier leben und arbeiten. Mit einer besseren Schienen-Anbindung an Berlin können wir als DB aktiv einen Beitrag dazu leisten. Wir schaffen innerhalb eines Jahres die Voraussetzungen für einen Halbstundentakt im Regionalverkehr.“

Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr: „Mit dem zweigleisigen Ausbau zwischen Lübbenau und Cottbus wird der Strukturwandel in der Lausitz greifbar. Eine leistungsfähige Schiene schafft bessere Verbindungen, stärkt den Wirtschaftsstandort und erhöht die Lebensqualität. Für die Menschen und die Wirtschaft vor Ort investieren wir als Bund nachhaltig in konkrete Verbesserungen auf der Schiene.“

Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg: „Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Cottbus-Lübbenau ist ein Schlüsselprojekt für die
Strukturentwicklung in der Lausitz. Deswegen hat die Landesregierung früh Verantwortung übernommen und mit der Finanzierung der ersten Planungsphasen im Rahmen von i2030 den Weg dafür bereitet. Mit dem zweiten Gleis erhöhen wir die Zuverlässigkeit und Taktung der Bahn und stärken damit die Mobilität der Menschen und die Wirtschaftskraft der Region.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg: „Mit dem Spatenstich für den zweigleisigen Ausbau Lübbenau-Cottbus geht das erste i2030- Großprojekt in die Umsetzung. Wir sind glücklich, dass der Bund auf die landesfinanzierten Planungen aufsetzt, und wünschen uns das auch für weitere i2030-Korridore. Die Details für das Verkehrskonzept während der Bauzeit stellen wir im November in Cottbus vor. Ziel aller Beteiligten ist es, die Zeit der Baumaßnahme für die Fahrgäste erträglich zu gestalten, bevor ihnen ab Ende 2027 der Halbstundentakt auf der Strecke zur Verfügung steht.“

Der Ausbau des Abschnitts umfasst den Bau eines zweiten Gleises und neuer Oberleitungen sowie die Anpassung von zwölf Bahnübergängen. An den Stationen Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz entstehen zusätzliche Bahnsteige. Darüber hinaus werden sechs Eisenbahnbrücken und 18 Durchlässe (kleine Entwässerungskanäle im Bahndamm) erweitert. Maßnahmen zum Natur-, Landschafts- und Schallschutz sowie die Sanierung von drei Moorstellen zur Stabilisierung des Gleisuntergrunds ergänzen das Bauvorhaben.

Der 29 Kilometer lange Abschnitt ist Teil der Görlitzer Bahn und bislang noch eingleisig. Das ursprünglich vorhandene zweite Gleis wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparationsleistung abgebaut.

Während der einjährigen Bauzeit können keine Züge auf der Strecke fahren. Züge werden über Calau umgeleitet. Für die Unterwegsbahnhöfe auf dem Abschnitt wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Aktuelle Reiseinformationen unter bahn.de und im DB Navigator.

Alle Informationen zum Projekt: Bauprojekt Lübbenau – Cottbus und i2030-Korridor Süd-Ost

Entlang der Strecke werden große Schilder aufgestellt, die nicht nur auf das Projekt hinweisen, sondern auch auf den Nutzen dieser umfangreichen Bauarbeiten. Damit wird Beitrag der Deutschen Bahn zum Strukturwandel in der Lausitz deutlich. Schilder werden unter anderem in Kolkwitz, Göritz, Milkersdorf und Kunersdorf stehen.

i2030-Botschaftervideos zum Projekt:

Jens Krause Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus

Doreen Mohaupt Bürgermeisterin Cottbus

Helmut Wenzel Bürgermeister Lübbenau

Michael Jakobs Geschäftsführer WIS Wohnungsbaugesellschaft sowie Spreeweltenbad Lübbenau

 

Helmut Wenzel + Bürgermeister Lübbenau

Helmut Wenzel, Bürgermeister Lübbenau

i2030-BOTSCHAFTER:IN

Helmut Wenzel + Bürgermeister Lübbenau

 

Hinweis: In diesem Video kommen Unterstützerinnen und Unterstützer des Projekts zu Wort und schildern ihre persönlichen Einschätzungen und Perspektiven. Die geäußerten Meinungen geben die individuellen Ansichten der jeweiligen Personen wieder und sind nicht zwangsläufig mit sämtlichen Positionen, Aussagen und Botschaften des Projekts gleichzusetzen.

Welches Ziel verfolgt das Projekt i2030 in Lübbenau?

Dank i2030 werden, wenn der zweigleisige Ausbau fertiggestellt ist, pro Stunde drei Zugpaare nach Berlin fahren. Es gibt in Lübbenau parallel ein zweites Infrastrukturprojekt: Wir ersetzen die vier alten Bahnübergänge in der Stadt durch eine sichere Unter- und eine Überführung, um Staus an Schranken künftig zu vermeiden.

Was ist für das Gelingen der Projekte besonders wichtig?

Wesentlich ist, dass frühzeitig kommuniziert wurde. Das Land Brandenburg war damals so mutig und so weitsichtig, die Planung vorzufinanzieren. Würde man erst heute beginnen diesen umfangreichen Planungsprozess zu starten, dann würden wir wahrscheinlich die nächsten 15 bis 20 Jahren auf die Umsetzung warten müssen. Erfüllt wird das Ganze und verbessert dadurch, dass die Bahn ihrer Verantwortung für die Bahnhöfe selbst nachkommt.

Welche Bedeutung hat der Schienenverkehr für Sie persönlich und die Region?

Es ist ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht, den Strukturwandel erfolgreich zu managen. Denn um hier Stellen besetzen zu können, müssen wir den Menschen ein entsprechend gutes Mobilitätsangebot machen. Für mich persönlich ist der Schienenverkehr ein großartiges Angebot, beispielsweise, um nach Berlin zu fahren, zu einem Konzert, Museumsbesuch oder um meine Tochter zu besuchen. Man setzt sich bequem in Lübbenau in die Bahn und ist in einer Stunde am Alexanderplatz.

Botschafter:innen für i2030

Frank Schütz + Geschäftsführer Interessengemeinschaft Ostbahn e.V.

Frank Schütz, Geschäftsführer Interessengemeinschaft Ostbahn e.V.

i2030-BOTSCHAFTER:IN

Frank Schütz + Geschäftsführer Interessengemeinschaft Ostbahn e.V.

 

Hinweis: In diesem Video kommen Unterstützerinnen und Unterstützer des Projekts zu Wort und schildern ihre persönlichen Einschätzungen und Perspektiven. Die geäußerten Meinungen geben die individuellen Ansichten der jeweiligen Personen wieder und sind nicht zwangsläufig mit sämtlichen Positionen, Aussagen und Botschaften des Projekts gleichzusetzen.

Welches Ziel verfolgt das Projekt i2030 in Strausberg?

Das Hauptziel von i2030 ist die Taktverdichtung der S-Bahn bis nach Strausberg. Da dies ein zentraler Knotenpunkt für den Umstieg zwischen S-Bahn und Regionalbahn ist, liegt unser besonderer Fokus darauf, beide Linien als ein zusammenhängendes System zu denken. Die Ostbahn sollte über i2030 hinaus für den Regionalverkehr zweigleisig und elektrifiziert ausgebaut werden. Mit einer engen Abstimmung der Angebote wollen wir das Verkehrsnetz entlasten und den Verkehr in der Region insgesamt attraktiver gestalten.

Was ist für das Gelingen der Projekte besonders wichtig?

Es umzusetzen! Dass wir bis zum Jahr 2030, wie im Namen i2030 angelegt, nicht fertigwerden, ist ein bisschen ärgerlich. Aber diese Schwierigkeiten dürfen uns nicht hindern, die Umsetzung gemeinsam voranzutreiben. Wir müssen daran arbeiten, die unterschiedlichen Verkehre attraktiv zu halten, um eine Entlastung der Straße und der Umwelt zu ermöglichen.

Wie gut passen die Ziele der Interessengemeinschaft Ostbahn mit denen vom Projekt i2030 zusammen?

Wir stehen uns nicht im Weg, sondern wir ergänzen uns. Gemeinsam ringen wir um wichtige Umsetzungen und Baumaßnahmen, wie beispielsweise das Biesdorfer Kreuz oder die Verstärkung der Schienenstränge in Richtung Oderbruch. Wir sehen sehr genau, dass es nur miteinander funktioniert. Das ist das Gute, das in diesem Projekt auch gelebt wird.

Botschafter:innen für i2030

Doreen Mohaupt + Bürgermeisterin Cottbus

Doreen Mohaupt, Bürgermeisterin Cottbus

i2030-BOTSCHAFTER:IN

Doreen Mohaupt + Bürgermeisterin Cottbus

 

Hinweis: In diesem Video kommen Unterstützerinnen und Unterstützer des Projekts zu Wort und schildern ihre persönlichen Einschätzungen und Perspektiven. Die geäußerten Meinungen geben die individuellen Ansichten der jeweiligen Personen wieder und sind nicht zwangsläufig mit sämtlichen Positionen, Aussagen und Botschaften des Projekts gleichzusetzen.

Welches Ziel verfolgt das Projekt i2030 in Cottbus und der Lausitz?

Das Projekt i2030 setzt auf eine deutliche Verbesserung der Mobilität und ein leistungsfähiges Netz. i2030 dient der Verkehrswende, es blickt in die Zukunft und insofern soll es mit den einzelnen Projekten eine deutliche Aufwertung im Land Brandenburg, auch im Land Berlin, für die Pendlerinnen und Pendler, sowie auch für die üblichen touristischen Verkehre geben. Aus unserer eigenen Sicht hat der Ausbau des zweiten Gleises die höchste Priorität.

Was ist für das Gelingen der Projekte besonders wichtig?

Also ich glaube, es geht um vor allen Dingen drei Themen. Das eine ist die Verlässlichkeit in die Dinge, in die Zielstellung, die wir uns da gemeinsam gesetzt haben, diese auch auf die Schiene zu bringen, im wahrsten Sinne des Wortes. Es geht um Beschleunigung, um Schnelligkeit im gesamten Prozess, oftmals schwer, aber der Anspruch ist definitiv da. Und als drittes sicherlich die Aufgabe der Kommunikation. Es wird zu Einschränkungen kommen während der Baustellenverkehre und insofern braucht es auch hier Durchhaltevermögen und das gelingt am besten durch Partnerschaft und gute Kommunikation.

Welche Bedeutung hat der Schienenverkehr für Sie persönlich und die Region?

Verkehrswende muss gelingen und für die Zukunft müssen wir genau auch die Infrastrukturen zukunftsfest machen. Dabei überwiegt definitiv die Vorfreude. Die Lausitzer sind manchmal skeptisch, aber ich glaube, es freuen sich alle sehr auf diese verbesserten Taktungen und die Anbindung in Richtung Berlin. Es ist oft beschwerlich, wenn wir im Stundentakt nur in bestimmte Regionen kommen. Aus der Lausitz heraus in die Großstadt angebunden zu sein, ist ein ganz wichtiges Zeichen für die Zukunft.

Botschafter:innen für i2030

Jens Krause + Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus

Jens Krause, Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus

i2030-BOTSCHAFTER:IN

Jens Krause + Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus

 

Hinweis: In diesem Video kommen Unterstützerinnen und Unterstützer des Projekts zu Wort und schildern ihre persönlichen Einschätzungen und Perspektiven. Die geäußerten Meinungen geben die individuellen Ansichten der jeweiligen Personen wieder und sind nicht zwangsläufig mit sämtlichen Positionen, Aussagen und Botschaften des Projekts gleichzusetzen.

Welches Ziel verfolgt das Projekt i2030 in der Lausitz?

Ziel ist, die Schieneninfrastruktur ganz gezielt auszubauen. Wir sind in der Lausitz froh, mit zwei konkreten Projekten berücksichtigt zu werden: Neben dem Ausbau des zweiten Gleises Cottbus-Lübbenau begrüßen wir, dass der Bahnhofsumbau in Königs Wusterhausen aufgenommen wurde. Denn das ist das zweite Nadelöhr auf den Gleisen, das heute existiert und durch i2030 künftig beseitigt werden soll. Das alles erreichen wir durch i2030 mit klaren Vorteilen für Berlin, für die gesamten Spreewaldregionen, aber auch für die Lausitz und vor allem die zweitgrößte Stadt im Land Brandenburg, Cottbus.

Was ist für das Gelingen der Projekte besonders wichtig?

Besonders wichtig ist, dass die Akteure miteinander ein Ziel vor Augen haben, gemeinsam arbeiten und an einer schnellen Zielumsetzung, das heißt am Bau der entsprechenden Schieneninfrastruktur, interessiert sind und sie auch aktiv miteinander umsetzen. Denn für jeden Fahrgast zählt am Ende: Er will schnell und vor allem zuverlässig fahren. Als Industrie- und Handelskammer haben wir sehr intensiv mit unseren Mitgliedsbetrieben hier in der Region gesprochen: Je schneller und je effektiver gebaut wird, umso besser. Deshalb befürworten wir auch eine Vollsperrung der Strecke für die jetzt im Augenblick geplanten einjährigen Baumaßnahmen. Es wird einen Umleitungsverkehr über Calau geben, auch die Fahrzeiten werden sich maximal um 15 Minuten für jeden Fahrgast verlängern. Das ist, glaube ich, ein vertretbares Maß.

Welche Bedeutung hat der Schienenverkehr für Sie persönlich und die Wirtschaft?

Ich selbst fahre sehr viel mit der Eisenbahn und ich habe als Vertreter der Industrie- und Handelskammer, auch für den Bereich Güterverkehr verantwortlich, jeden Tag mit vielen Unternehmen zu tun, die die Schiene auch für den Gütertransport nutzen. Das ist ein klares Zukunftsfeld. Eisenbahnverkehr ist pure Elektromobilität auf der Schiene. Sie funktioniert aber nur, wenn die Oberleitung da ist und wenn die Gleise unten drunter leistungsfähig sind. Leistungsfähig, Personenverkehr aufzunehmen, aber auch den Güterverkehr aufzunehmen.

Botschafter:innen für i2030

Michael Jakobs + Geschäftsführer WIS Wohnungsbaugesellschaft sowie Spreeweltenbad Lübbenau

Michael Jakobs + Geschäftsführer WIS Wohnungsbaugesellschaft sowie Spreeweltenbad Lübbenau

i2030-BOTSCHAFTER:IN

Michael Jakobs + Geschäftsführer WIS Wohnungsbaugesellschaft sowie Spreeweltenbad Lübbenau

 

Hinweis: In diesem Video kommen Unterstützerinnen und Unterstützer des Projekts zu Wort und schildern ihre persönlichen Einschätzungen und Perspektiven. Die geäußerten Meinungen geben die individuellen Ansichten der jeweiligen Personen wieder und sind nicht zwangsläufig mit sämtlichen Positionen, Aussagen und Botschaften des Projekts gleichzusetzen.

Was zeichnet das Infrastrukturprojekt i2030 Ihrer Meinung nach besonders aus?

Das Projekt I2030 ist super, weil es Berlin und Brandenburg verbindet und die Infrastruktur der Bahn deutlich verbessert. Für uns ist es ein großes Glück, davon profitieren zu können.

Gibt es Meilensteine, die für Sie besonders nennenswert sind?

Auf jeden Fall! Für uns ist das zweite Gleis in Richtung Cottbus enorm wichtig. Ebenso wie die Unter- und Überführung, die in Lübbenau direkt am Bahnhof gebaut wird. Wenn diese beiden Dinge in absehbarer Zeit fertiggestellt würden, wäre das großartig!

Wie wirkt sich i2030 auf die Wirtschaftsinitiative der Region aus, die Sie mit vorantreiben?

Sie sprechen von unseren Bauplänen für den Co-Working Space Green Hub mit dem wir, auf der Achse zwischen dem Innovations- und Technologiezentrum Berlin Adlershof und dem zukünftigen Wissenschaftszentrum Cottbus in der Lausitz, 150 Arbeitsplätze schaffen. Es ist entscheidend, dass Projekte wie i2030 hier flankieren und abrunden und so zur Wirtschaftskraft der Region maßgeblich beitragen.

Botschafter:innen für i2030