Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Velten und Neuruppin: Infoveranstaltung zur aktuellen Planung

Infoveranstaltung zum i2030-Projekt: Ausbau Velten-Neuruppin, Foto: DB Netz AG

Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Velten und Neuruppin: Vorstellung der aktuellen Planung

20.03.2023

Auf dem i2030-Korridor des Prignitz-Expresses wird als erstes Teilprojekt der Abschnitt Velten – Neuruppin ausgebaut, um ab 2026 das Verkehren von zwei Zügen pro Stunde und Richtung auf den Linien RE6 bzw. RB55 zwischen Hennigsdorf und Neuruppin zu ermöglichen.

Gemeinsam mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) des Landes Brandenburg sowie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) stellte die DB Netz AG den aktuellen Planungsstand sowie die geplanten weiteren Schritte für diesen Streckenausbau vor.

Dieser Termin richtete sich insbesondere auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen Behörden und Dienststellen, z. B. den Bauämtern und im Naturschutzbereich, die sich im weiteren Planungsverlauf mit dem Projekt beschäftigen. Über 40 Teilnehmer:innen folgten den Ausführungen der Projektleiter der Deutschen Bahn.

Unter den Anwesenden waren auch zahlreiche Politker:innen aus der Region, wie unter anderem der Landrat von Ostprignitz-Ruppin und die Bürgermeister:innen aus Velten und Neuruppin und Kremmen.

im Nachgang zur Präsentation des Landes Brandenburg und der Deutschen Bahn folgte eine rege und konstruktive Diskussion. Dabei wurden  weitere Fachgespräche mit den Gemeinden und Städten vereinbart, um die Projektumsetzung zügig voranzutreiben.

Die gezeigte Präsentation während der Veranstaltung steht als Download zur Verfügung.

i2030-Planspiel zur „Mobilität von morgen“ im Nauener Rathaus

i2030-Planspiel in Nauen mit Schüler:innen vom Goethe Gymnasium, Foto: Stadt Nauen

i2030-Planspiel zur "Mobilität von morgen" im Nauener Rathaus

20.03.2023

Der Geo-Leistungskurs-11 des Goethe-Gymnasiums Nauen (GGN) hat am Montag an einem Planspiel zum Thema „Mobilität von morgen“ im Kontext von i2030 durchgeführt. Begleitet wurden sie dabei von André Stapf vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und Kursleiter Philipp Fehrenbach vom GGN.

Ziel des Planspiels war es, die Schülerinnen und Schüler für die Herausforderungen, die mit dem Infrastrukturausbau einhergehen, zu sensibilisieren. Was gehört dazu, wenn man von A nach B gelangen will? Wie soll die Mobilität von morgen aussehen? Wer trifft die Entscheidungen in Verkehrsprojekten? André Stapf ist für die Gesamtkommunikation des Projektes i2030 zuständig.
In der „echten“ Planung soll unter dem Motto „Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ mit dem Projekt „i2030“der Bahnverkehr in der Hauptstadtregion erweitert werden. Dabei geht es auch um die Strecke zwischen Spandau und Nauen.

Fest steht: Moderne Mobilität geht uns alle an, sowohl als Teil der Teil der Verkehrswende und für den Klimaschutz. Einen halben Tag lang hatten die Schülerinnen und Schüler im Nauener Rathaussitzungssaal Zeit, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Schritt für Schritt lernten die Jugendlichen das Zusammenspiel von Politik, Verkehrsplanung und Einwohnerinnen und Einwohnern.

Anhand des fiktiven Beispiels wurden im Rahmen eines Schienenausbaus und der damit einhergehenden Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes geplant. André Zapf sagte: „Das Projekt i2030 hat viele Partner, wie die Länder Berlin und Brandenburg, die Deutsche Bahn und den VBB. Wir haben uns überlegt, wie man die vielen Prozesse der Bevölkerung nahebringen kann, schließlich ist es mit dem Ausbau einer Eisenbahnstrecke allein nicht getan. Die beiden fiktiven Strecken, die im Planspiel zur Diskussion stehen, sind angelehnt an die Strecke Spandau – Nauen. Der fiktive Name Falkenkrug soll denn auch bewusst den Bezug zu dieser Gegend herstellen“, erläuterte Stapf.

Aufgebaut war das Spiel wie eine Planung, so, wie sie auch in dieser Region stattfinden könnte: Wo sollen die neuen Haltepunkte stehen, wie hoch sind die Kosten, wo müssen Naturschutzgebiete berücksichtigt werden? „Wir hatten unter den Schülerinnen Vertreter einzelne fiktive Parteien gehabt, es gab Stadtvertretungen, Vertreter vom Umweltamt und vom Verkehrs- und Stadtplanungsamt sowie Bürgerinitiativen oder einen Fahrgastverband“, listete Stapf auf.

Einig waren sich indes die Beteiligten, dass die Mobilität im Planspiel so effizient, schnell, umweltfreundlich, kostengünstig, barrierefrei und sicher wie möglich sein soll.
Nauens Erste Beigeordnete Daniela Zießnitz (CDU) und Sachgebietsleiter David Leu bedankten sich bei den Veranstaltern, da sie den Schülerinnen und Schülern einen guten Einblick in die Prozesse vermitteln konnten, wie sie ähnlich in der „echten“ Stadtplanung ablaufen.

Kursleiter Philipp Fehrenbach bedankte sich ebenfalls und hob die Atmosphäre hervor, die der Rathaussitzungsaal bei dem Planspiel erzeugte. „Themen, die wir im Unterricht behandeln, wie Infrastruktur, Ausbau und Raumnutzungskonflikte, konnten wir hier im Planspiel sehr realistisch darstellen“, so der Pädagoge.

Fazit: Es war ein Planspiel, das den Unterricht für den GGN-Leistungskurs einmal anders verlaufen ließ, und das vielleicht ´den Funken` für kommunale Verkehrsplanung bei dem einen oder anderen Jugendlichen überspringen ließ.

(Die Presseinformation wurde durch die Stadtverwaltung Nauen am 22.3.2023 veröffentlicht, Email: presse@nauen.de)

Mehr Bahn für Köpenick: Deutsche Bahn startet Ausbau des S-Bahnhofs zum Regionalhalt

DB-Infrastrukturvorstand Berthold Huber und die Regierende Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey gaben heute am Bahnhof Köpenick den Startschuss für die Bauarbeiten. Foto: Deutsche Bahn

Mehr Bahn für Köpenick: Deutsche Bahn startet Ausbau des S-Bahnhofs zum Regionalhalt

22.03.2023

Ab 2027 halten Regionalzüge auch in Berlin-Köpenick • Zahlreiche zusätzliche Erweiterungen, Erneuerungen und Modernisierungen geplant • Anwohner:innen profitieren erstmalig von Lärmschutz für die Umgebung • Gesamtinvestition von 420 Millionen Euro

Die Deutsche Bahn (DB) hat mit dem Ausbau des S-Bahnhofs Köpenick begonnen. Dank eines neuen Regionalbahnsteigs können ab Sommer 2027 erstmals Regionalzüge in Köpenick halten. Die DB vernetzt damit Köpenick noch enger mit dem Berliner Stadtzentrum und dem Brandenburger Umland und schafft die notwendigen Kapazitäten, um Fahrgästen häufigere und schnellere Reise- und Pendelverbindungen anzubieten. Insgesamt investieren DB, Bund und das Land Berlin 420 Millionen Euro in den Ausbau.

DB-Infrastrukturvorstand Berthold Huber und die Regierende Bürgermeisterin von Berlin Franziska Giffey gaben heute am Bahnhof Köpenick den Startschuss für die Bauarbeiten.

Berthold Huber: „Mehr Bahn für Köpenick: Das sind gute Aussichten im Südosten Berlins für alle Pendlerinnen und Pendler, Tagesgäste und Fußballfans. Neben einem modernen, barrierefreien Bahnhof profitieren Fahrgäste künftig auch von pünktlicheren Zügen. Dafür sorgen die Modernisierung und der Ausbau der vorhandenen Infrastruktur.“

Franziska Giffey: „Der Südosten Berlins ist eine attraktive Region für Familien, Unternehmen und auch für die Gäste unserer Stadt, die noch viel Potenzial hat. Mit dem neuen Halt für Regionalzüge rückt Köpenick näher ans Stadtzentrum heran. Es wird mehr Züge, komfortablere Verbindungen und schnellere Wege zwischen Berlin und Brandenburg geben. Das wird auch eine deutliche Verbesserung für alle Pendlerinnen und Pendler sein. Damit geht Berlin einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zukunft und klimafreundlicher Mobilität. Es ist mir eine große Freude, den Beginn der Arbeiten heute gemeinsam zu feiern.“

Der geplante Regionalbahnsteig umfasst zwei Gleise und kann in Zukunft über drei neue Zugänge erreicht werden. Zwei neue Aufzüge gewährleisten dabei die Barrierefreiheit. Ab 2027 sollen am neuen Regionalbahnsteig dann Züge des RE 1 halten und von dort quer durch Berlin in Richtung Brandenburg an der Havel sowie in die Gegenrichtung nach Frankfurt (Oder) halbstündlich und in der Hauptverkehrszeit alle 20 Minuten fahren. An der Strecke werden mit dem Projekt i2030 parallel zu kurze Bahnsteige an weiteren Stationen verlängert, damit längere Züge zukünftig an allen RE1-Stationen halten können. 

Komfortabler haben es künftig auch S-Bahn-Reisende: Die neu errichteten Zugänge verkürzen die Wege zum bisherigen Bahnsteig. Auch hier wird in Zukunft ein weiterer Aufzug am östlichen Zugang entstehen. Darüber hinaus erneuert die DB auf einem 3,2 Kilometer langen Abschnitt Gleise und Oberleitungen und baut ein neues Überholgleis. Reisende profitieren damit von einem zuverlässigeren Schienenverkehr, der noch besser gegen Störungen gewappnet ist.

Erstmals errichtet die DB auf rund 4,2 km Länge Schallschutzwände im Umfeld des Bahnhofs, um die Anwohner:innen vom Schienenverkehrslärm zu entlasten. Durch die mit transparenten Elementen ausgestatteten Schallschutzwände sowie weitere lärmreduzierende Maßnahmen im Gleisbereich wird es spürbar leiser.

Die Ausbauarbeiten erfolgen in insgesamt vier Bauabschnitten. Dabei lassen sich Einschränkungen für Anwohnende und Reisende leider nicht vermeiden. Die Bahn bittet für etwaige Einschränkungen um Entschuldigung und Verständnis.

(Die Presseinformation wurde durch die Deutsche Bahn am 22.3.2023 veröffentlicht, Email: presse@deutschebahn.com)

Taskforce Cottbus verkündet Ausbau vom Bahnhof Königs Wusterhausen

Taskforce Cottbus treibt Schienenausbau zwischen Berlin und Cottbus voran, Foto: Deutsche Bahn AG, Volker Emersleben

Strukturentwicklung Lausitz: Neubau des ICE-Werks in Cottbus läuft nach Plan / Finanzierungsvereinbarung zum Ausbau des Bahnhofs Königs Wusterhausen (Nordkopf) unterzeichnet

03.03.2023

Deutliche Fortschritte zur Stärkung des Bahnstandortes Cottbus: Der Bau der ersten Halle des neuen ICE-Instandhaltungswerkes in Cottbus geht zügig voran. Zugleich werden die Planungen für die bessere Schienenanbindung der Lausitz-Metropole forciert. So haben Bund, Land und Deutsche Bahn zu Beginn des Jahres eine Finanzierungsvereinbarung zum Ausbau des Bahnhofs Königs Wusterhausen (Nordkopf) unterzeichnet. Dieser ist bislang nur eingleisig befahrbar und ist daher ein Nadelöhr auf der vielbefahrenen Bahnstrecke Berlin-Cottbus. Die Engstelle soll durch den Bau von Gleisen und Weichen sowie den Ausbau der Eisenbahnüberführung Nottekanal beseitigt werden. Das teilten Ministerpräsident Dietmar Woidke und die Vorständin für Digitalisierung und Technik der Deutschen Bahn AG, Daniela Gerd tom Markotten, heute nach der zweiten Sitzung der gemeinsamen Task Force zum Bahnstandort Cottbus mit.

Die im November vergangenen Jahres gegründete Task Force unter Leitung von Woidke und Gerd tom Markotten begleitet den Bau des neuen ICE-Instandhaltungswerkes im Rahmen der Lausitzer Strukturstärkung sowie weitere Schienenprojekte mit Bezug zu Cottbus. Für das Werk werden am Standort des bisherigen Bahnwerkes Cottbus zwei neue Hallen für die Instandhaltung der ICE-4-Flotte errichtet. Dabei soll die zweigleisige Halle bis 2024 und eine viergleisige Halle bis 2026 fertiggestellt sein. Insgesamt entstehen in dem neuen ICE-Werk 1.200 zusätzliche Industriearbeits- und Ausbildungsplätze. Auf der zweiten Sitzung des Gremiums wurden neben dem Baufortschritt beim neuen ICE-Instandhaltungswerk auch das Energie- und Wassermanagement sowie die Arbeits- und Fachkräftegewinnung für das neue Werk diskutiert.

Woidke betonte: „Wir kommen auf allen Ebenen gut voran. Der Bau der zweigleisigen Halle läuft richtig zügig. Sie kann bereits in knapp einem Jahr in Betrieb gehen – und damit zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Hier werden ab Anfang 2024 ICE-4-Züge in einer hochmodernen Anlage gewartet, die zu den klimafreundlichsten in Europa zählen wird.

Gerd tom Markotten fügte hinzu: „In Cottbus entsteht das modernste Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn. Der Bau geht in Höchstgeschwindigkeit voran und liegt voll im Zeitplan. In rund zehn Monaten rollen hier die ersten ICE 4 zur Wartung ein. Wir brauchen diese zusätzlichen Kapazitäten dringend, damit unsere ICE-Flotte weiterwachsen kann. Nur dann können mehr Menschen mit der Bahn fahren und wir so einen entscheidenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Wir sind stolz darauf, mit diesem Werk gleichzeitig zum Strukturwandel in der Region beitragen zu können.“

Zu den einzelnen Beratungsschwerpunkten des heutigen Treffens:

  • Infrastruktur / Bahnanbindung Lausitz
    Die Lausitz soll unter Einbeziehung der grenzüberschreitenden Entwicklungsachsen als lebenswerte und innovative Wirtschaftsregion gestärkt und weiterentwickelt werden. Dafür muss sie noch besser an die Metropolen Berlin sowie Breslau und Prag angebunden werden. Zudem müssen die Verbindungen innerhalb der Lausitz verbessert werden. Das ist auch zur Sicherung des Fachkräftebedarfs notwendig. Verkehrsdrehscheibe in der Lausitz ist und bleibt Cottbus.

Zur Verbesserung der Schienenanbindung werden der Ausbau des Bahnhofs Königs Wusterhausen und der zweigleisige Ausbau der Bahnstecke Lübbenau – Cottbus im Rahmen  beitragen. Beide Vorhaben werden über Mittel aus der Strukturstärkung finanziert und werden im Ausbauprojekt i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg umgesetzt.

Für den Ausbau des Nordkopfes des Bahnhofs Königs Wusterhausen steht die Finanzierung. Die Kosten werden sich auf rund elf Millionen Euro belaufen. Erste vorbereitende Arbeiten werden bereits ausgeführt, die Bauarbeiten sollen bis 2027 beendet sein.

Das dringend erforderliche zweite Gleis der Strecke Lübbenau-Cottbus soll 2027 in Betrieb gehen. Um den Prozess zu beschleunigen, ist das Land Brandenburg mit 13 Millionen Euro für Planungsarbeiten in Vorleistung gegangen.

  • Fachkräfte- und Auszubildendengewinnung für das neue ICE-Werk

Im Instandhaltungswerk Cottbus entstehen gut bezahlte, tariflich abgesicherte Industriearbeitsplätze. Bislang läuft der Aufbau des Personals nach Plan.

Für die erste Ausbauphase – Inbetriebnahme der ersten Halle Anfang 2024 – sind bereits fast alle benötigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord. Die Personalgewinnung läuft auf verschiedenen Wegen. Wichtiger Partner ist die LEAG. Die ersten LEAG-Beschäftigten wurden schon im vergangenen Jahr von der Deutschen Bahn übernommen. Darüber hinaus konnte die DB konzernintern Beschäftigte für einen Wechsel in das neue Werk gewinnen. Dazu gehören auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in ihre Lausitzer Heimat zurückkehren. Hinzu kommen externe Einstellungen. Die DB kooperiert unter anderem mit der Arbeitsagentur, um Logistiker, Elektriker und Elektroniker zu gewinnen. Die Mitarbeitenden werden umfassend qualifiziert – unter anderem in den anderen ICE-Werken der DB.

Wichtiger Baustein für die Fachkräftesicherung ist zudem die eigene Ausbildung bei der DB AG. Die Zahl der Ausbildungsplätze ist massiv erhöht worden. Im vergangenem Jahr wurden 100 Ausbildungsplätze besetzt und auch in diesem Jahr sollen es wieder 100 Auszubildende werden. Die Auszubildenden, die ab 2021 eingestellt wurden, werden nach ihrer Ausbildung übernommen. Fachkräftesicherung in der Lausitz wird letztlich nur über den Zuzug von außen und über neue direkte Wege der  Fachkräfteansprache gelingen. Das gilt für die DBAG, aber auch für die Region insgesamt. Deshalb hat das Land Brandenburg gemeinsam mit Partnern die Imagekampagne „Krasse Lausitz“ gestartet. Geplant ist zudem eine Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg, um auch Studienabbrecher und abgelehnte Bewerberinnen und Bewerber in den Blick zu nehmen.

  • Nachhaltigkeit beim Bau des ICE-Werks

Energiemanagement: Das Dach der viergleisigen Halle wird mit einer Photovoltaikanlage geplant. Der zusätzliche Strombedarf soll über grünen Strom der Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH gedeckt werden. Die Lüftungsanlagen werden mit Wärmerückgewinnungssystem ausgestattet. Eine Machbarkeitsstudie zur Herstellung, Speicherung und Nutzung von Wasserstoff wurde in Auftrag gegeben.
Wassermanagement: Durch den Bau der Hallen wird Fläche versiegelt, die nicht
mehr für die Versickerung von Regenwasser zur Verfügung steht. Durch verschiedene Maßnahmen wird dem entgegengewirkt. So soll zum Beispiel Regenwasser in Auffangspeicher mit Rückgewinnung, sogenannten Rigolen, versickert werden. Das Regenwasser muss so nicht der Kanalisation zugeführt werden, sondern kann auf natürlichem Weg in den Boden gelangen. Darüber hinaus wird geprüft, inwiefern eine Rückführung von Teilen des Regenwassers auf die Gründächer der Hallen sinnvoll ist. So kann das Regenwasser über die natürliche Verdunstung dem Wasserkreislauf wieder zugeführt werden.

Nachhaltigkeit: Beim Bau des neuen Werks in Cottbus verwendet die DB erstmals klimafreundlich hergestellten, „grünen“ Beton. Der klimafreundliche Baustoff wird
durch das Cottbuser Start Up Sonocrete hergestellt.

Damit der „grüne“ Beton am Ende dieselben Eigenschaften besitzt wie konventioneller Beton, nutzt Sonocrete eine spezielle Ultraschalltechnologie. Die Bauteile erfüllen damit alle Anforderungen an Stabilität und Festigkeit. Durch den Einsatz von Sonocrete-Beton kann die benötigte Zementmenge reduziert werden. Dadurch entstehen rund 30 Prozent weniger CO2-Emmission bei der Betonherstellung und auch der Energieverbrauch sinkt um fast 30 Prozent.

  • Fortschritt beim Bau des neuen ICE-Instandhaltungswerkes

Halle 2 (zweigleisig, aktuell im Bau)

    • Baubeginn für Halle 2 im Mai 2022
    • Im März 2023 beginnt Innenausbau
    • Bis Ende 2023 Außenanlagen, Stromversorgung und Gleise sowie bahntechnische Ausrüstung und Einbau Maschinentechnik
    • Start Betrieb Anfang 2024

Halle 1 (viergleisig, Bau bis 2026)

    • Planungen für Halle 1 laufen auf Hochtouren
    • Bauvorbereitende Maßnahmen haben im Herbst 2022 begonnen (z. B.
      Kampfmittelsondierung auf dem Baufeld)
    • Inbetriebnahme für 2026 geplant.

(Die Presseinformation wurde durch die Staatskanzlei des Landes Brandenburg am 3.3.2023 veröffentlicht, Email: presseamt@stk.brandenburg.de

Ausbau von S25 Nord und Prignitz-Express

Der Prignitz-Express soll zukünftig öfter fahren, Foto: VBB

Berlin und Brandenburg treiben Ausbau von S25 Nord und Prignitz-Express voran

01.03.2023

  • Streckenausbau der S-Bahn zwischen Berlin-Schönholz und Hennigsdorf für 10-Minuten-Takt
  • Reaktivierung der S-Bahn zwischen Hennigsdorf und Velten für 20-Minuten-Takt
  • Regionalverkehr zukünftig mit zwei Verbindungen über Außenring aus Neuruppin in die Berliner Innenstadt

Für den i2030-Ausbaukorridor Prignitz-Express/Velten wurde im Lenkungskreis vom Juni 2022 eine angepasste Infrastrukturlösung verabredet. Nun haben die Länder Berlin und Brandenburg mit der Deutschen Bahn die Finanzierungsvereinbarung für die Vorplanung (Leistungsphase 2 nach HOAI) über rund 27 Millionen Euro unterzeichnet. Damit wird eine weitere große Teilmaßnahme im Projekt i2030 in die vertiefende Planung überführt. Die umfassenden Untersuchungen der Vorplanung laufen bis zum Jahr 2026.

Die Untersuchungen zur Einführung des 10-Minuten-Taktes der S-Bahn zwischen Berlin-Schönholz und Hennigsdorf sowie zur Weiterführung der S-Bahn nach Velten im 20-Minuten-Takt haben den nächsten Meilenstein erreicht und werden in die Vorplanung überführt. Geprüft wird dabei auch die mögliche Realisierung von zwei neuen S-Bahnhöfen: Berlin-Borsigwalde und Hennigsdorf Nord.
Von der geplanten Taktverdichtung profitieren nicht nur die Fahrgäste entlang der S-Bahn, sondern mit der verbesserten Anschlusssituation auch Fahrgäste aus der Prignitz nach Berlin.

Zur Einbindung eines zweiten stündlichen Zuges des Prignitz-Expresses nach Berlin werden derzeit verschiedene Laufwege über den Berliner Außenring geprüft. Es wird unter anderem auch eine Verbindungskurve zwischen Velten und dem östlichen Berliner Außenring („Kurve Hohenschöpping“) als eine mögliche Lösung in der Vorplanung mit untersucht.

Zum i2030-Korridor Prignitz-Express/Velten gehören weitere Teilmaßnahmen: Voraussichtlich ab 2026 soll in einer ersten Ausbaustufe des Korridors der Takt zwischen Hennigsdorf und Neuruppin auf zwei Fahrten je Stunde (RE6 und zusätzlich Verlängerung der RB55) verdichtet werden. Parallel wird die (Teil-) Elektrifizierung der Strecke zwischen Wittenberge – Wittstock – Hennigsdorf geplant. Hierzu wird ein gesonderter Finanzierungsvertrag geschlossen.

Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher und Klimaschutz des Landes Berlin:
„Gemeinsam mit Brandenburg nehmen wir richtig viel Geld in die Hand, um die Planungsarbeiten für den Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Reinickendorf und dem Landkreis Oberhavel sowie auf dem Prignitz-Express voranzubringen. Die Verlängerung der S25 bis Velten, neue Bahnhöfe und ein 10-Minutentakt bringen wesentliche Verbesserungen für zahlreiche Fahrgäste, die täglich zur Arbeit pendeln. Wir stellen heute die Weichen, um die Planungen für den notwendigen Gleisausbau und damit auch den Klimaschutz in unserer Region voranzubringen.“ 

Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg:
„Mit dem Start der Vorplanung kommen wir unseren gemeinsamen Zielen, eine bessere SPNV-Anbindung der Prignitz und auf den S-Bahn Außenästen einen 10-Minutentakt anbieten zu können, wieder einen Schritt näher. Auch für Velten ist das eine gute Botschaft: die konkrete Planung des S-Bahnanschlusses – nur wenige Monate nach dem Variantenentscheid im Lenkungskreis i2030 – kommt voran. Dieser i2030-Korridor ist ein positives Beispiel dafür, wie die Verbindungen für Pendlerinnen und Pendler aus der Region und dem nahen Umland gemeinsam verbessert werden können. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende und für den Klimaschutz.“

Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Der nächste Teilerfolg für den Ausbau der Schiene im nordwestlichen Speckgürtel Berlins ist gleich in dreifacher Hinsicht ein großer Gewinn. Zum einen profitiert die wachsende Zahl von Pendlerinnen und Pendlern, die ihren Arbeitsweg nicht im Stau, sondern bequem in der Bahn verbringen wollen, von zusätzlichen Angeboten im S-Bahn- und Regionalverkehr. Zum zweiten stärkt ein attraktives Bahn-Angebot die regionalen Wohn- und Wirtschaftsstandorte wie Hennigsdorf, Velten oder Wittenberge. Nicht zuletzt gewinnt der Klimaschutz, für den der Verkehr bekanntermaßen eine Schlüsselrolle spielt.“ 

Martin Fuchs, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB): 
„Die infrastrukturelle Weiterentwicklung der Strecke des Prignitz-Expresses ist uns seit Jahren ein Anliegen. Nun gehen wir einen entscheidenden Schritt voran: Mit der Finanzierungszusage der Länder Berlin und Brandenburg kann der zweite Zug pro Stunde von Neuruppin nach Berlin und der Ausbau der nördlichen S25 geplant werden. Vor allem die Pendler*innen aus der bzw. in die Region werden in Zukunft von den Planungen im i2030-Korridor Prignitz-Express/Velten profitieren.“ 

Im Auftrag des VBB wird begleitend zur Vorplanung eine erste Nutzen-Kosten-Grobbewertung durchgeführt, um die Wirtschaftlichkeit der Untersuchungsvarianten zu prüfen. Ein hinreichendes Nutzen-Kosten-Verhältnis ist die Voraussetzung für eine finanzielle Beteiligung durch den Bund. Es finden regelmäßige Gespräche mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr statt, damit mit dem Bund als Fördermittelgeber die Umsetzung der i2030-Teilprojekte gelingt.

 

Die Inhalte der Vorplanung im Überblick:

Wesentliche Planungsprämissen sind:

  • Vollständiger zweigleisiger Ausbau für die S-Bahn zwischen Schönholz und Hennigsdorf (Vorzugsvariante), alternativ abschnittsweise zweigleisiger Ausbau
  • Eingleisige Reaktivierung der S-Bahnstrecke zwischen Hennigsdorf und Velten neben dem bestehenden Regionalverkehrsgleis
  • Optionale, eingleisige Verbindungskurve (sogenannte „Hohenschöppinger Kurve“) für den Regionalverkehr zwischen der Regionalverkehrsstrecke Velten – Hennigsdorf und dem östlichen Berliner Außenring

Weitere Planungsprämissen von Süd nach Nord:

  • Zweigleisiger Ausbau der Verkehrsstation Berlin-Alt Reinickendorf
  • Neuerrichtung der barrierefreien Verkehrsstation Berlin Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik im Bereich Ollenhauerstraße (Optimierung der Umsteigewege zur U8) und Rückbau der bestehenden Station
  • Zweigleisiger Ausbau der Verkehrsstation Berlin Eichborndamm
  • Neuerrichtung der Verkehrsstation Berlin-Borsigwalde im Bereich Holzhauser Straße (fahrplanbedingt nur bei durchgehend zweigleisigem Ausbau der S-Bahn-Strecke bis Hennigsdorf)
  • Zweigleisiger Ausbau der Verkehrsstation Berlin-Schulzendorf
  • Berücksichtigung der Einbindung eines potenziellen Werkstattstandorts südlich der Verkehrsstation Hennigsdorf für zusätzliche Verkehrsleistungen auf den Teilnetzen Stadtbahn und Nord-Süd der Berliner S-Bahn
  • Umbau der Bahnsteigkonfiguration im Bahnhof Hennigsdorf zur Ermöglichung der Durchbindung der S-Bahn in Richtung Velten und Prüfung der Reaktivierung und Erweiterung des nördlichen Bahnsteigzugangs
  • zusätzliche S-Bahn-Abstellanlage nördlich des Bahnsteigs in Hennigsdorf
  • Prüfung der Errichtung eines neuen S-Bahn-Haltepunktes Hennigsdorf Nord im Bereich des Fußgängertunnels Hennigsdorf Fontanesiedlung
  • Errichtung eines Mittelbahnsteiges für die S-Bahn in Velten

Aufgaben innerhalb der Vorplanung sind u.a.:

  • Erarbeitung der planerischen Lösung – ggf. in Varianten – für den Ausbau der Strecke und der Stationen
  • Bauwerksuntersuchungen an vorhandenen Anlagen
  • Erstellen fehlender Bestandsunterlagen
  • Notwendige technische Studien, Gutachten und Machbarkeitsanalysen
  • Notwendige Konzepte und Analysen zur Umfeldentwicklung
  • Notwendige Beräumung von Altmaterialien und Vegetationsrückschnitte sowie Umweltäquivalenzausgleich
  • Erstellen und Abschluss von Planungsvereinbarungen sowie Vorabstimmungen zu Kreuzungsvereinbarungen
  • Abstimmung mit Behörden und Trägern öffentlicher Belange sowie Öffentlichkeitsarbeit
  • Begleitung der Nutzen-Kosten-Untersuchung

An die Vorplanung schließt sich die Entwurfsplanung (3. Leistungsphase nach HOAI) und die Genehmigungsplanung (4. Leistungsphase nach HOAI) an, mit der das Planfeststellungsverfahren für das Ausbauprojekt vorbereitet wird.