Schneller nach Dresden und zum Flughafen BER: DB eröffnet modernisierte Dresdner Bahn pünktlich zum Fahrplanwechsel

Minister für Infrastruktur Brandenburg Detlef Tabbert, Berliner Senatorin für Mobilität und Verkehr Ute Bonde, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO Philipp Nagl, Staatsministerin für Infrastruktur des Freistaats Sachsen Regina Kraushaar; Copyright DB InfraGO AG

Schneller nach Dresden und zum Flughafen BER: DB eröffnet modernisierte Dresdner Bahn pünktlich zum Fahrplanwechsel

11. Dezember 2025

Minister für Infrastruktur Brandenburg Detlef Tabbert, Berliner Senatorin für Mobilität und Verkehr Ute Bonde, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO Philipp Nagl, Staatsministerin für Infrastruktur des Freistaats Sachsen Regina Kraushaar; Copyright DB InfraGO AG
Minister für Infrastruktur Brandenburg Detlef Tabbert, Berliner Senatorin für Mobilität und Verkehr Ute Bonde, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO Philipp Nagl, Staatsministerin für Infrastruktur des Freistaats Sachsen Regina Kraushaar; Copyright DB InfraGO AG
    • Abschnitt Berlin Südkreuz–Blankenfelde geht in Betrieb
    • Kürzere Fahrzeiten durch zwei neue Gleise und Oberleitungen
    • Weiterer Meilenstein für den Ausbau des europäischen Güterverkehrskorridors
    • Anhalter Bahn mit neuen Gleisen und Weichen

Die Deutsche Bahn (DB) hat eines der wichtigsten Bauvorhaben pünktlich zum Fahrplanwechsel abgeschlossen: Ab 14. Dezember rollt der Verkehr wieder über die Dresdner Bahn und erstmals fahren auch Regional- und Fernverkehrszüge von Berlin Richtung Süden über diese mit zwei neuen Gleisen und Oberleitung wiederaufgebaute Strecke. Durch die direkte Linienführung über die Dresdner Bahn kann die Fahrzeit der Flughafenexpresslinie (FEX) ab Berlin Hbf zum Flughafen BER von bisher 39 Minuten auf etwa 23 Minuten nahezu halbiert werden. Fernverkehrsreisende können künftig Dresden und Prag rund 10 Minuten schneller erreichen.

Mit einer Sonderzugfahrt von Berlin Südkreuz zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) nahmen Philipp Nagl, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO AG, und Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, Ute Bonde, Berliner Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Detlef Tabbert, Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung sowie Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung des Freistaats Sachsen die Dresdner Bahn für ein verbessertes Bahnangebot in Betrieb.

Grafik: Der Streckenverlauf der Dresdner Bahn; Copyright DB InfraGO AG
Grafik: Der Streckenverlauf der Dresdner Bahn; Copyright DB InfraGO AG

Patrick Schnieder: „Durch den Ausbau der Dresdner Bahn profitiert die Hauptstadtregion von einer schnelleren Anbindung an den Flughafen BER, einer besseren Anbindung des Regionalverkehrs aber auch der internationalen Verkehre Richtung Südosteuropa. Herzlichen Dank an alle, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Der heutige Tag beweist, dass auch scheinbar unendliche Geschichten ein gutes Ende finden können. Er zeigt aber auch, dass wir beim Planen und Bauen dringend schneller werden müssen. Eine entsprechende Initiative habe ich bereits aufs Gleis gesetzt. Denn von Ausbauvorhaben wie diesem profitieren Menschen und Wirtschaft enorm – in den Regionen und weit darüber hinaus.“

Philipp Nagl: „Dieses wichtige Ausbauprojekt zeigt, wie wir mit neuer und verbesserter Infrastruktur das Angebot auf der Schiene für Reisende und Kund:innen im Güterverkehr ausweiten können. Zudem entlasten zusätzliche Gleise den gesamten Berliner Bahnknoten, was sich ebenfalls positiv auf die Stabilität des Zugverkehrs auswirken wird. Zusammen mit der umfangreichen Modernisierung der Anhalter Bahn, die nun ebenfalls pünktlich abgeschlossen ist, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Mammutaufgabe erfolgreich geschafft.“

Ute Bonde: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die die Dresdner Bahn als Weg zur BER-Anbindung aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Der Flughafenexpress und die damit möglichen Verbesserungen auf anderen Strecken bringen uns in dieser Sache ein gutes Stück weiter. Die längliche Umleitung über Gesundbrunnen und Ostkreuz kann nun entfallen, die Fahrzeit ab Hauptbahnhof sinkt von ca. 38 Minuten auf nun 23 Minuten. Der Flughafenexpress bindet die wichtigen Umsteigeknoten Hauptbahnhof, Potsdamer Platz und Südkreuz an. Fast alle Berlinerinnen und Berliner werden von den Reisezeitverkürzungen profitieren. Mit Entfall der Interimsanbindung des BER werden Kapazitäten für weitere Verbesserungen frei: Eine neue Direktverbindung von Hohenschönhausen, Lichtenberg, Ostkreuz und Schöneweide zum BER fährt auf den Linien RB24 und RB32 zweimal pro Stunde. Damit stärken wir die Anbindung des BER aus den östlichen Bezirken Berlins.“

Detlef Tabbert: „Die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn ist ein Meilenstein für den Schienenverkehr in Brandenburg. Durch die neuen Fernbahngleise ab Blankenfelde werden Pendler aus Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und dem Süden schneller in die Hauptstadtregion und zum Flughafen BER kommen. Gleichzeitig stärken wir den europäischen Güterverkehrskorridor und schaffen mehr Kapazitäten für ein stabiles, klimafreundliches Bahnangebot – von Mahlow über Lübbenau bis Elsterwerda.“

Regina Kraushaar: „Es ist geschafft! Mit der neuen Dresdner Bahn schließen wir eine zentrale Lücke im deutschen Schienennetz. Die Dresdner Bahn macht die Wege zwischen den Metropolen leichter und gibt unseren Wirtschaftsräumen starke Impulse. Und nicht zuletzt zeigt sie, dass wir den Ausbau moderner, schneller Schieneninfrastruktur gemeinsam umsetzen können. Ein nächstes wichtiges Projekt steht in den Startlöchern: Nun muss auch die Neubaustrecke Dresden–Prag mit dem Erzgebirgstunnel aufs sprichwörtliche Gleis gesetzt werden.“

Östlich der bestehenden S-Bahn-Trasse entstanden auf 16 Kilometer Länge zwei neue elektrifizierte Fernbahn-Gleise. Die DB hat zudem alle neun Bahnübergänge durch Eisenbahn- oder Straßenüberführungen ersetzt. Die gesamte Strecke wurde mit Elektronischer Stellwerkstechnik ausgerüstet. Im Berliner Stadtgebiet, zwischen Südkreuz und Lichtenrade, können nun Züge schneller mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h fahren, ab Landesgrenze Berlin/Brandenburg sogar 200 km/h. Insgesamt haben DB, Bund und Länder rund 1,1 Mrd. Euro investiert.

Im Oktober 2017 hatten die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Am 5. Februar 2019 war offizieller Beginn der Bauarbeiten. Die Dresdner Bahn existiert bereits seit 1875. Sie beginnt südlich des Bahnhofs Berlin Südkreuz, wo die Strecke von der Anhalter Bahn abzweigt. Die Dresdner Bahn führt über die Berliner Ortsteile Marienfelde und Lichtenrade zur Stadtgrenze, von dort weiter über Mahlow und Blankenfelde in Richtung Dresden. Sie ist Teil des europäischen Güterverkehrskorridors 7, der die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer verbindet.

Während der letzten Monate hat die DB InfraGO auch die Anhalter Bahn zwischen Berlin Südkreuz und Bitterfeld überholt. Sie hat 33 neue Weichen eingebaut und weitere 59 Weichen instandgesetzt. Knapp 100 Kilometer Gleise wurden vollständig erneuert, weitere 38 Kilometer saniert. Ab 14. Dezember 2025 ist wieder freie Fahrt für die Züge zwischen Berlin und Leipzig/Halle. 

Dies ist eine Pressemitteilung der Deutschen Bahn: Schneller nach Dresden und zum BER: DB eröffnet modernisierte Dresdner Bahn pünktlich zum Fahrplanwechsel

Umfangreiche Änderungen im Regional- und S-Bahnverkehr zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025

Auf dem Podium der Pressekonferenz zum großen Fahrplanwechsel im VBB-Gebiet saßen v.l.n.r.: Patrick Fiedler, Verkehrsplaner beim VBB, Ute Bonde, Senatorin des Senats für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Joachim Radünz, Pressesprecher des VBB, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer und Detlef Tabbert, Minister im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. © VBB

Umfangreiche Änderungen im Regional- und S-Bahnverkehr zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025

10. Dezember 2025

Auf dem Podium der Pressekonferenz zum großen Fahrplanwechsel im VBB-Gebiet saßen v.l.n.r.: Patrick Fiedler, Verkehrsplaner beim VBB, Ute Bonde, Senatorin des Senats für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Joachim Radünz, Pressesprecher des VBB, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer und Detlef Tabbert, Minister im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. © VBB
Auf dem Podium der Pressekonferenz zum großen Fahrplanwechsel im VBB-Gebiet saßen v.l.n.r.: Patrick Fiedler, Verkehrsplaner beim VBB, Ute Bonde, Senatorin des Senats für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Joachim Radünz, Pressesprecher des VBB, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer und Detlef Tabbert, Minister im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. © VBB

Die Inbetriebnahme der Regional- und Fernbahnstrecke zwischen Berlin Südkreuz und Blankenfelde, der so genannten Dresdner Bahn, führt zu umfangreichen Fahrplan- und Angebotsänderungen im Regional- und S-Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg – auf vielen Verbindungen können Fahrzeiten deutlich verkürzt und Takte verdichtet werden.
Darüber hinaus wird das Angebot vielerorts der Nachfrageentwicklung der letzten Jahre angepasst. So wird eine neue Linie das stark nachgefragte Angebot von Berlin über Angermünde nach Stralsund verstärken. Der Abschluss von Bauarbeiten führt zu Erleichterungen für die Fahrgäste, herausfordernd bleibt jedoch das allgemeine Störgeschehen und Bauaufkommen im Bahnnetz.

Mit der Eröffnung der Dresdner Bahn in Berlin wird die zweite Betriebs-stufe im Vergabenetz Elbe-Spree umgesetzt. Der Umfang an bestellten Leistungen im Regionalverkehr der Länder Berlin und Brandenburg steigert sich dadurch trotz zunehmender Herausforderungen bei der Finanzierung des SPNV-Angebots um ca. eine halbe Million Zugkilometer.

Die wichtigsten Änderungen und Verbesserungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 nach Regionen:

Berlin und Umland

Neue Linienführung der Flughafenexpresslinie FEX und die neue Linie RE20: Doppelter Takt, neue Linie und deutlich reduzierte Fahrzeit vom Berliner Hauptbahnhof zum Flughafen BER. Durch die direkte Linienführung über die Dresdner Bahn kann die Fahrzeit ab Berlin Hbf zum Flughafen BER von heute 39 Minuten auf etwa 23 Minuten nahezu halbiert werden. Durch den 15-Minuten-Takt auf der Linie FEX bestehen ganztags kurze Umsteigezeiten, eine hohe zeitliche Flexibilität und hohe Kapazitäten im Flughafenverkehr aus dem Berliner Zentrum. Die neue Linie RE20 fährt täglich im Stundentakt von ca. 4 bis 21 Uhr zwischen Berlin Hauptbahnhof und Lübbenau (Einzelfahrten weiter nach Cottbus) ebenfalls über die Dresdner Bahn zum Flughafen BER. Die Linien FEX und RE20 halten am Berliner Hauptbahnhof (Um-stieg u.a. von S-Bahnen, Fern- und Regionalverkehr sowie U5), am Potsdamer Platz (Umstieg u.a. von Nord-Süd-S-Bahn-Linien S1, S2, S25, S26 und der U2), am Bahnhof Südkreuz (Umstieg u.a. von Fern- und Regionalverkehr, Ringbahnlinien, S2, S25 und S26) und natürlich am Flughafen BER.

Die Linien RB24 und RB32, die von Oranienburg bzw. Eberswalde über den Berliner Osten fahren, werden zum Fahrplanwechsel direkt über den Flughafen BER geführt und nach Blankenfelde (TF) bzw. Ludwigsfelde durchgebunden. Möglich wird das, weil der FEX die neue Route über die Dresdner Bahn befährt. Mit den Halten u.a. in Berlin Hohenschönhausen, Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide ergeben sich bessere Verbindungen aus den nordöstlichen und östlichen Berliner Stadtbezirken durch die neuen Linienführungen der RB24 und RB32. Beide Linien ersetzen somit auch den bisherigen 30-Minuten-Takt des FEX vom Berliner Ostkreuz aus.

Eine neue Direktverbindung von Frohnau (Montag-Freitag) bzw. Pankow (Samstag + Sonntag) über Ostkreuz zum Flughafen BER mit der Linie S85 der Berliner S-Bahn verbessert die Erreichbarkeit des Flughafens für den Berliner Osten, Nordosten und Norden. Mit dem neuen Linienweg wird die Linie auch täglich bis ca. 24 Uhr unterwegs sein.

Nordwesten (Landkreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Havelland)

Die Bauarbeiten an der Bahnstrecke Berlin – Hamburg laufen noch bis 30.04.2026. Das Ersatzverkehrsangebot wird in den kommenden Wochen hinsichtlich der Kapazitäten erneut der Verkehrsnachfrage angepasst. Takt und Bedienzeiten bleiben unverändert. Die zu Oktober 2025 eingeführte Taktverdichtung zwischen Nauen, Wustermark und Falkensee ist gut nachgefragt und wird bis Ende des Ersatzverkehrs beibehalten.
Der Zugverkehr während der Generalsanierung wird weitgehend unverändert fortgeführt, es kommt jedoch zu einem Linienwechsel: Die Linie RB10 wird ab dem Fahrplanwechsel statt der RB14 von und nach Wustermark fahren und dort neben den Linien RE4 und RB21 zu den gewohnten Zeiten den Anschluss zum Ersatzverkehr herstellen. Nach Ende der Generalsanierung am 1. Mai 2026 fahren die Linien RE2, RE8, RE6, RB10 und RB14 dann wieder auf der Hamburger Bahn. Die Linie RE8 wird von Wismar bzw. Wittenberge aus neu nach Elsterwerda durchgebunden und ergänzt sich mit der Linie RB10 zwischen Nauen und Berlin bzw. Rangsdorf zu einem etwa halbstündlichen Angebot durch den Berliner Nord-Süd-Tunnel. Die Linien RE2 und RB14 fahren – ebenfalls im etwa halbstündlichen Abstand zueinander – von Nauen aus auf die Berliner Stadtbahn.

Bereits ab Anfang Februar kann die Linie RE6 wieder über Kremmen und Velten nach Hennigsdorf fahren. Gleichzeitig fährt die RB32 dann auch wie-der von und nach Oranienburg.
Auf der Linie RB27 werden im Abschnitt Basdorf – Wensickendorf – Schmachtenhagen sehr schwach nachgefragte Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeit und am Wochenende nicht mehr angeboten.
Zwischen Oktober 2026 und Dezember 2026 kommt es zu umfangreichen Baumaßnahmen im Bereich der Strecke Spandau – Wustermark – Rathenow – Stendal im Rahmen der Generalsanierung der Lehrter Bahn. Der Zugverkehr wird in diesem Zeitraum durch Busse ersetzt werden müssen. Das Ersatzverkehrskonzept wird vsl. im ersten Quartal 2026 kommuniziert.

Südwesten (Landkreise Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Potsdam, Brandenburg (Havel))

Änderungen ergeben sich im Westen vor allem auf den Linien RE1 und RB37. Seit Oktober 2025 wird ein Teil der sechsteiligen Züge der ODEG, die auf der Linie RE1 im Einsatz sind, sukzessive auf acht Wagen verlängert. Damit kann die Kapazität auf der Linie weiter gesteigert werden. Da einige Bahnsteige erst noch verlängert werden, muss für einige Jahre eine Anpassung des Betriebskonzeptes erfolgen. Die Halte Götz und Groß Kreutz wer-den ab dem Fahrplanwechsel vorübergehend von den Zügen von und nach Magdeburg bedient. Die direkte Verbindung zwischen diesen Halten und den Potsdamer Halten Park Sanssouci und Charlottenhof kann in diesem Zusammenhang nicht mehr angeboten werden.
Aufgrund des Stellwerksbrands in Gerwisch wird der RE1 ab Fahrplanwechsel bis vsl. Februar 2026 nur zweistündlich direkt von und nach Magdeburg fahren. Bei den übrigen Zügen besteht in Burg Anschluss von und zu den Zügen der RB40 in Richtung Magdeburg.
Bei der Linie RB37 kommt es zu Änderungen der Abfahrtszeiten an den Stationen, so dass eine bessere Verteilung dieser Züge mit den Fahrten der Li-nie RE7 erreicht werden kann. Die Verstärkerzüge der Linie RE7 werden nur noch zwischen Bad Belzig und Berlin-Wannsee fahren. Die seit Ende 2022 zwischenzeitlich umgesetzten Durchbindungen auf die Verstärkerfahrten der Linie RE2 sind nicht mehr möglich, da diese Fahrten neu als Linie RE20 in den Berliner Nord-Süd-Tunnel fahren.

Die Linie RB23 wird nur noch in den Spitzenzeiten zwischen Potsdam Griebnitzsee und Berlin Ostbahnhof fahren. Golm bleibt mit drei Verbindungen pro Stunde Montag bis Freitag in Richtung Potsdam Hbf und Potsdam Griebnitzsee sehr gut angebunden.
Neu hinzu kommen Halte in Priort und Marquardt für die Linie RB20 und da-mit ein zweites stündliches Angebot für die Stationen von Montag bis Freitag.
Im Bereich Teltow-Fläming führt die Dresdner Bahn zu Fahrzeitverkürzungen und Taktverdichtungen, z.B. für Rangsdorf. Die Linie RB10 wird in den Spitzenzeiten Mo-Fr über die neue Dresdner Bahn nach Rangsdorf verlängert und verdichtet dort das Angebot nach Berlin gemeinsam mit dem RE8 auf einen ca. 30 Minuten-Takt.
Auf der Anhalter Bahn wird das Fernverkehrsangebot weiter ausgebaut. Es müssen daher infolge regulatorischer Vorgaben bei der Trassenvergabe Anpassungen bei den Linien RE3 und RE4 vorgenommen werden, damit diese Linien weiterhin bis Lutherstadt Wittenberg und Falkenberg (Elster) fahren können. Der Halt in Woltersdorf wird ab Fahrplanwechsel von der Linie RE3 statt der Linie RE4 bedient. Die Linie RE3 endet aufgrund der Trassenkonflikte mit dem Fernverkehr aus Berlin kommend zweistündlich in Luckenwalde. Zu den Hauptverkehrszeiten fährt die Linie RE3 neu stündlich nach Lutherstadt Wittenberg und ersetzt die bislang angebotenen Einzelfahrten der Linien S2 und S8 der S-Bahn Mitteldeutschland.

Südosten (Landkreise Dahme-Spreewald, Oder-Spree, Stadt Cottbus, Spree-Neiße)

Mit der Inbetriebnahme der Dresdner Bahn in Berlin wird auch die neue Linie RE20 eingeführt. Diese Linie ersetzt die bisherigen Zusatzfahrten des RE2, welche nur in der Hauptverkehrszeit bestehen, und fährt ab dem Fahrplanwechsel täglich stündlich zwischen Lübbenau, dem Flughafen BER und Berlin. Nach dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau – Cottbus wird diese Linie dann nach Cottbus verlängert. Mit dieser Linie stehen im Korridor Lübbenau – Königs Wusterhausen – Berlin täglich durchgehend drei Züge pro Stunde und Richtung für die Fahrgäste und damit knapp 500 zusätzliche Sitzplätze pro Stunde und Richtung, auch an Wochenenden, zur Verfügung.
Seit Oktober 2025 wird ein Teil der sechsteiligen Züge der ODEG, die auf der Linie RE1 im Einsatz sind, sukzessive auf acht Wagen verlängert. Damit kann die Kapazität auf der wichtigen Linie weiter gesteigert werden. Daher und auch wegen der fortgesetzten Bauarbeiten insbesondere in den Bereichen Berlin-Köpenick und Fangschleuse muss eine Anpassung des Betriebskonzeptes der Linie RE1 erfolgen. Damit einher gehen veränderte Abfahrtszeiten, vor allem an den stündlich bedienten Zwischenstationen. Dort halten temporär die Züge von und nach Magdeburg. An der Station Fang-schleuse kommt es bis zur Fertigstellung des Neubaus zu einer Reduzierung der Bedienhäufigkeit um eine Fahrt pro Stunde, so dass weiterhin eine Fahrt pro Stunde, zu den Hauptverkehrszeiten zwei Fahrten pro Stunde, halten. Zudem sollen die Anschlüsse zwischen RE1 und RE10/ RB43 in der Relation Berlin – Eisenhüttenstadt durch längere Umsteigezeiten in Frankfurt (Oder) stabilisiert werden.
Auf der Linie RB36 werden einzelne sehr schwach nachgefragte Züge am Abend zwischen Beeskow und Frankfurt (Oder) nicht mehr angeboten. Ab etwa 20 Uhr besteht auf diesem Abschnitt wieder ein Zweistundentakt.
Das grenzüberschreitende Angebot der Linie RB93 von Cottbus nach Zary und Żagań bleibt auch im neuen Fahrplan erhalten und soll mittelfristig noch einmal aufgewertet werden.

Süden (Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße)

Für Elsterwerda, Doberlug-Kirchhain und die Zwischenhalte des RE8 kommt es durch die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn zu Fahrzeitverkürzungen von ca. 10 Minuten nach Berlin. Zur Kompensation der entfallenden Tarifanerkennung in den IC-Zügen zwischen Berlin und Elsterwerda wird die Linie RE8 Montag bis Freitag zu den Spitzenzeiten stündlich nach Elsterwerda fahren und hierzu die bislang von/nach Finsterwalde verkehrenden Fahrten umgeklappt. Diese zusätzlich zum Zweistundentakt fahrenden Züge sind beschleunigt, sodass der Berliner Hauptbahnhof aus Elsterwerda in ca. 90 Minuten erreicht wird und zudem in Doberlug-Kirchhain ein Anschluss von und nach Finsterwalde hergestellt werden kann. Unverändert besteht die stündliche Umsteigeverbindung zwischen Finsterwalde und Berlin über Calau.
Alle Fahrten der Linie RE8 in bzw. aus Richtung Süden haben in Blankenfelde (TF) einen Anschluss von und zum Flughafen BER. Mit der Durchbindung der Linie in Berlin entstehen ab Mai 2026 neue Direktverbindungen Richtung Wismar und Wittenberge, bis Ende April baubedingt Richtung Elstal. Erhalten bleibt auch die Fahrtmöglichkeit am frühen Morgen neu gegen 4:30 Uhr ab Elsterwerda bzw. 5:00 Uhr ab Luckau-Uckro nach Berlin.
Für die Achse Cottbus – Finsterwalde – Falkenberg (Elster) – Leipzig kann in Falkenberg (Elster) ein neuer Anschluss zwischen den Linien RB43 und S4 der S-Bahn Mitteldeutschland angeboten werden. Damit besteht neu ein stündliches Fahrtangebot in diesem Korridor.
Einzelne sehr schwach nachgefragte Fahrten, u.a. auf den Linien RE13, RB43 und RB49 werden zum Fahrplanwechsel entfallen. Zur Kompensation wird z.B. der erste Zug der RB43 morgens nach Cottbus zeitlich verschoben, so dass die Pendler die Arbeitsorte um 6 Uhr erreichen können.
Mit Lübbenau profitiert auch der Landkreis Oberspreewald-Lausitz vom neu-en Angebot der Linie RE20.

Nordosten (Landkreis Barnim, Uckermark, Märkisch-Oderland)

Zwischen Angermünde und Stralsund wird die neue Linie RE30 eingeführt, die täglich im Zweistundentakt die Linie RE3 ergänzen wird. Damit steht erstmalig ein Stundentakt zwischen Berlin, Angermünde, Pasewalk, Greifswald und Stralsund in Regionalzügen zur Verfügung. Zunächst muss zwei-stündlich in Angermünde zwischen den Zügen des RE3 und des RE30 um-gestiegen werden, perspektivisch sollen die Züge des RE3 stündlich durch-gehend von Berlin nach Stralsund fahren. Die Linie RB62, die bislang zwischen Angermünde und Prenzlau fährt, entfällt in diesem Zusammenhang zum Fahrplanwechsel.
Der Entfall der Tarifanerkennung führt auch in dieser Region dazu, dass die Züge der DB Fernverkehr nicht mehr mit Tickets des VBB-Tarifs genutzt wer-den können. Die Züge fahren jedoch weiterhin.
Bei Ersatzverkehr der Linie RB66 werden einzelne Expressbusfahrten nicht mehr angeboten.
Auf der RB26 bleibt das Angebot im Halbstundentakt bis Müncheberg und im Stundentakt bis Kostrzyn grundsätzlich erhalten. Die Halte zwischen Müncheberg und Seelow-Gusow werden dabei weiterhin stündlich bedient. Lediglich am späten Abend wird ein sehr schwach nachgefragtes Fahrtenpaar zwischen Müncheberg (Mark) und Kostrzyn nicht mehr angeboten.

Die Änderungen zum Fahrplanwechsel je Linie im Detail

Bahn-Regionalverkehr:

FEX Berlin Hbf – Flughafen BER

Der Flughafen-Express fährt mit neuer direkter Linienführung ab Berlin Hauptbahnhof über Berlin Potsdamer Platz und Berlin Südkreuz zum Flughafen BER. Vom bisherigen Halt Ostkreuz fahren künftig die Linien RB24 und RB32 zum Flughafen BER und ab Gesundbrunnen können die S-Bahnen zum Potsdamer Platz und ab dort der FEX genutzt werden.
Der FEX fährt rund um die Uhr, dabei ca. zwischen 4 Uhr und 0:30 Uhr alle 15 Minuten, außerhalb dieser Zeit etwa stündlich. Die Fahrzeit zwischen Südkreuz und BER beträgt 14 Minuten. Gemeinsam mit dem RE20 werden zwischen den Stationen Berlin Hauptbahnhof, Potsdamer Platz sowie Süd-kreuz und BER fünf Fahrten je Stunde und Richtung angeboten. Zur verbesserten Einbindung des FEX in den Stadtverkehr verkehrt die Linie im Nacht-verkehr über die Berliner Stadtbahn.

RE1 Magdeburg – Brandenburg – Potsdam – Berlin – Erkner – Fürsten-walde – Frankfurt – Cottbus

Es ergeben sich Änderungen beim Haltekonzept und bei den Zeitlagen der Züge. Unter anderem halten neu die weiterhin sechsteiligen Züge aus Magdeburg in Götz und Groß Kreutz, da hier die Bahnsteige für die verlängerten Züge noch nicht lang genug sind. Aufgrund der Baumaßnahmen in Köpenick und Fangschleuse ändern sich die Verkehrszeiten der einzelnen Teillinien des RE1. Die Züge von/nach Magdeburg fahren weitgehend unverändert, die ganztägig zwischen Brandenburg Hbf und Frankfurt (Oder) fahrenden Züge wechseln ihre Abfahrtszeiten jedoch mit den Hauptverkehrszeit-Zügen, die zwischen Brandenburg Hbf und Berlin Ostbahnhof fahren. Die Pendelzüge Erkner – Frankfurt (Oder) werden ebenfalls an die neuen Lagen angepasst.
Aufgrund des Stellwerksbrands in Gerwisch wird der RE1 ab Fahrplanwechsel bis vsl. Februar 2026 nur zweistündlich direkt von und nach Magdeburg fahren. Bei den übrigen Zügen besteht in Burg Anschluss von und zu den Zügen der RB40 in Richtung Magdeburg.

RE2 Nauen – Berlin Hbf – Cottbus

Durch die Einführung der neuen Linie RE20 entfallen die bisherigen Verstärkerfahrten des RE2 zwischen Berlin und Lübbenau (- Cottbus). Noch bis zum Abschluss der Generalsanierung Hamburg – Berlin am 30.04.2026 fährt die Linie ab Berlin-Spandau über Dallgow-Döberitz nach Hennigsdorf. Ab Anfang Mai kehrt die Linie auf den angestammten Linienweg von und nach Nauen zurück.

RE3 Stralsund/Schwedt (Oder) – Berlin – Luckenwalde – Lutherstadt Wittenberg

Die Linie fährt im Berliner Nord-Süd-Tunnel und in Richtung Angermünde zu teils leicht veränderten Fahrzeiten. Aufgrund des dichten Fernverkehrsangebots aus Richtung Halle und Leipzig muss die Linie RE3 in Berlin Hauptbahnhof eine höhere Standzeit erhalten, was Fahrzeiten z.B. zwischen Potsdamer Platz und Eberswalde erhöht. Ab Angermünde Richtung Stralsund wird das Angebot durch die neue Linie RE30 zu einem täglich stündlichen Takt ergänzt. Aufgrund von zeitlichen Änderungen im Fernverkehrsangebot tauschen die Fahrten Richtung Schwedt (Oder) und Stralsund die Stunde. Somit kann weiterhin eine stündlich abwechselnde Direktverbindung ohne Umsteigen zwischen Stralsund und Berlin mit RE3 und ICE angeboten wer-den.
Im südlichen Abschnitt der Linie kommt es zu einem Haltetausch mit der Li-nie RE4. Anstelle der Linie RE4 bedient neu die Linie RE3 den Halt in Woltersdorf. Diese Änderung ist erforderlich, damit die Linien durch das dichte Fernverkehrsangebot hindurch weiterhin betrieben werden können. Gleich-wohl müssen in diesem Zusammenhang zweistündlich Züge des RE3 aus Berlin bereits in Luckenwalde enden. In den Hauptverkehrszeiten können jedoch einzelne Züge bis Lutherstadt Wittenberg fahren, sodass sich dann ein stündliches Angebot ergibt.

RE4 Stendal – Rathenow – Berlin – Jüterbog – Falkenberg (Elster)

Anstelle der Linie RE4 bedient neu die Linie RE3 den Halt in Woltersdorf. Am Morgen kann der Zug gegen 6:40 Uhr wieder von Montag bis Freitag in Trebbin Richtung Berlin halten.

RE6 Wittenberge – Neuruppin – Hennigsdorf – Berlin 

Noch bis voraussichtlich bis zum 8. Februar 2026 wird die Linie zwischen Neuruppin und Berlin über Löwenberg umgeleitet und endet abweichend in Berlin Gesundbrunnen. Danach fährt die Linie wieder von Neuruppin aus über Kremmen und Velten nach Hennigsdorf und endet bis zum Abschluss der Generalsanierung Hamburg – Berlin dort. Während dieser Zeit besteht eine Umsteigemöglichkeit zum RE2.

RE7 Dessau – Berlin Hbf – Lübbenau – Senftenberg

Die Verstärkerzüge dieser Linie fahren ab Dezember 2025 ganztägig nur noch auf dem Abschnitt Bad Belzig – Berlin-Wannsee und können außerhalb von Bauarbeiten alle Unterwegshalte bedienen. Dies stellt den ursprünglich mit der Ausschreibung des Netzes Elbe-Spree geplanten Zustand dar. Die seit Ende 2022 zwischenzeitlich umgesetzten Durchbindungen auf die Verstärkerfahrten der Linie RE2 sind nicht mehr möglich, da diese Fahrten neu als Linie RE20 in den Berliner Nord-Süd-Tunnel fahren.
Von und zu den zusätzlichen Zügen des RE7 besteht zur Hauptverkehrszeit in Berlin-Wannsee ein zeitnaher Anschluss an Regionalzüge aus und in die Berliner Innenstadt. Ganztags werden die S1 und S7 mit einer Umsteigezeit von ca. 5 Minuten erreicht.

RE8 Wismar – Wittenberge – Berlin Hbf – Elsterwerda

Die bisher geteilte Linie RE8 wird nun zu einer Linie zusammengefasst. Sie fährt nach Abschluss der Generalsanierung Hamburg – Berlin von Wismar bzw. Wittenberge ab Berlin-Spandau über Berlin Jungfernheide – Hauptbahnhof – Potsdamer Platz – Südkreuz und nach Wünsdorf-Waldstadt, Baruth und Elsterwerda.
Die Linie wird durch die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn um ca. 10 Minuten beschleunigt. Zwischen Nauen und Berlin sowie in den Hauptverkehrszeiten zwischen Berlin und Rangsdorf wird sie durch die RB10 verdichtet. In den Spitzenzeiten bestehen somit zwei schnelle Verbindungen von Rangsdorf, Dahlewitz und Blankenfelde aus in die Berliner Innenstadt.
Mit dem Ende der Tarifanerkennung von VBB-Fahrausweisen in Fernverkehrszügen der DB können die Intercity-Züge zwischen Berlin und Elsterwerda nicht mehr mit Nahverkehrsticket genutzt werden. Zur Kompensation werden die bisher von/nach Finsterwalde fahrenden Zusatzfahrten von/nach Finsterwalde neu von/nach Elsterwerda fahren. In Doberlug-Kirchhain kann bei diesen Fahrten von/nach Finsterwalde umgestiegen werden.
In Blankenfelde (TF) bestehen Anschlüsse aus Richtung Elsterwerda zur RB24 in Richtung Flughafen BER, Berlin Ostkreuz, Eberswalde und zurück.
Wegen der laufenden Generalsanierung Berlin-Hamburg beginnt die Linie RE8 noch bis Ende April 2026 in Elstal.

RE13 Cottbus – Senftenberg – Elsterwerda 

Aufgrund eines neuen Fernverkehrsangebots auf der Relation Leipzig – Elsterwerda – Ruhland – Wrocław können zwei Züge je Richtung (gegen 12 Uhr und 16 Uhr) statt bis Elsterwerda nur bis Elsterwerda-Biehla fahren. Eine Verlängerung der RB45 nach Elsterwerda-Biehla war geplant, konnte jedoch aufgrund von Konflikten mit anderen Zugfahrten nicht umgesetzt werden. Aufgrund der sehr schwachen Verkehrsnachfrage wird die jeweils letzte Fahrt der Linie zwischen Cottbus und Elsterwerda entfallen. Dies betrifft die Abfahrten 19:50 Uhr ab Cottbus nach Elsterwerda sowie 20:02 Uhr ab Elsterwerda nach Cottbus.

RE20 Berlin Hbf – Flughafen BER – Lübbenau (– Cottbus) 

Diese Linie ist ein neues Angebot in Zusammenhang mit der zweiten Betriebsstufe des Netz Elbe-Spree und verbessert unmittelbar die Anbindung des Flughafens. Der RE20 fährt neu täglich im Stundentakt von ca. 4 bis 21 Uhr zwischen Berlin Hauptbahnhof und Lübbenau. Halte sind: Berlin Potsdamer Platz, Südkreuz, Flughafen BER, Königs Wusterhausen und Lübben. Die Fahrzeit zwischen dem BER und Lübbenau beträgt ca. 50 Minuten. Aufgrund der noch eingleisigen Strecke Lübbenau – Cottbus sind im Fahrplan 2026 nur Einzelfahrten der Linie RE20 von/nach Cottbus möglich. Konkret sollen morgens die ersten drei Fahrten in Cottbus beginnen und in der Gegenrichtung die gegen nachmittags 17 Uhr sowie zwischen 19 und 21 in Berlin startenden Züge nach Cottbus fahren.
Die Linie RE20 ersetzt und erweitert die bisherigen Verstärkerfahrten des RE2. Zusammen mit den Linien RE2 und RE7 fahren zwischen Lübbenau und Berlin drei Fahrten pro Stunde, neu sogar täglich und über den ganzen Tag.
Nach dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau – Cottbus soll die Linie mit allen Fahrten weiter bis nach Cottbus fahren, sodass dort ein ca. halbstündliches Angebot in Richtung Berlin besteht.

RE30 Angermünde – Pasewalk – Greifswald – Stralsund

Die Linie wird neu eingerichtet und fährt im täglichen Zweistundentakt in Ergänzung zum RE3. Es ergibt sich damit ein stündliches Angebot zwischen Berlin und Stralsund wechselweise mit und ohne Umstieg.

RB10 Nauen – Berlin Hbf – Rangsdorf (– Wünsdorf-Waldstadt)

Die Linie RB10 wird neu durch die ODEG betrieben und zur Hauptverkehrs-zeit ab Berlin Südkreuz Richtung Wünsdorf-Waldstadt verlängert. Die Linien RE8 und RB10 ergänzen sich zu zwei Fahrten pro Stunde im angenäherten Halbstundentakt. Aufgrund von Bauarbeiten enden und beginnen die meisten Fahrten der Linie RB10 vorübergehend in Rangsdorf. Die Fahrzeit von Rangsdorf nach Berlin Hbf beträgt etwa 25 Minuten.
Bis zum 30.04.2026 fährt die Linie aufgrund der Generalsanierung Hamburg – Berlin abweichend von und nach Wustermark.

RB14 Nauen – Berlin Ostbahnhof

Die Linie RB14 fährt nach Abschluss der Generalsanierung Hamburg – Berlin wieder ab Berlin-Spandau über die Berliner Stadtbahn bis Berlin Ostbahnhof statt durch den Nord-Süd-Tunnel nach Berlin Südkreuz. Zwischen dem Fahrplanwechsel und dem 30.04.2026 fährt diese Linie temporär nicht und wird durch die RB10 in der bisherigen Lage der RB14 ersetzt.

RB20 Potsdam – Golm – Hennigsdorf – Oranienburg

Die Linie RB20 hält ab dem Fahrplanwechsel zusätzlich in Marquardt und Priort.

RB23 Golm – Potsdam – Berlin Ostbahnhof 

Die Linie RB23 fährt weiterhin montags bis freitags tagsüber zwischen Golm und Potsdam Griebnitzsee und stellt damit die Verbindung zwischen den Universitätsstandorten in Potsdam sicher. Zu den nachfragestarken Zeiten am Morgen und am Nachmittag werden wie bisher Direktverbindungen zwischen Golm und Berlin Ostbahnhof angeboten, die Weiterfahrt zum Flughafen BER entfällt jedoch. In den nachfrageschwächeren Zeiten können anstelle der RB23 zwischen Potsdam und Berlin die Züge der Linien RE1 und S7 genutzt werden. Zwischen Golm und Berlin Gesundbrunnen fahren zudem die Züge der Linie RB21 im Stundentakt über Wustermark.

RB24 Eberswalde – Berlin Ostkreuz – Flughafen BER – Blankenfelde (– Wünsdorf-Waldstadt)

Die bislang geteilte Linie RB24 wird nun zu einer durchgehenden Linie zusammengefasst. Sie fährt täglich ca. von 4 Uhr bis 22 Uhr im Stundentakt von Eberswalde über Berlin Ostkreuz und Flughafen BER nach Blankenfelde und Wünsdorf-Waldstadt – hinzu kommen einige Nachtfahrten an den Wochenenden zwischen Flughafen BER und Wünsdorf-Waldstadt. Baubedingt müssen im Fahrplanjahr 2026 jedoch tagsüber alle Fahrten dieser Linie bereits in Blankenfelde (TF) beginnen und enden.
Gemeinsam mit der Linie RB32 werden von den Halten Berlin-Hohenschönhausen (ab Februar 2026), Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide zwei Verbindungen pro Stunde direkt zu den Terminals 1+2 am Flughafen BER angeboten. Am Bahnhof Schönefeld (bei Berlin) halten keine Regionalzüge mehr.

RB26 Berlin Ostkreuz – Müncheberg – Kostrzyn

Auf der RB26 bleibt das Angebot im Halbstundentakt bis Müncheberg und im Stundentakt bis Kostrzyn grundsätzlich erhalten. Die Halte zwischen Müncheberg und Seelow-Gusow werden dabei weiterhin stündlich bedient. Lediglich am späten Abend wird eine sehr schwach nachgefragtes Fahrtenpaar zwischen Müncheberg (Mark) und Kostrzyn nicht mehr angeboten (00:14 Uhr ab Müncheberg (Mark) nach Kostrzyn sowie 23:04 Uhr ab Kostrzyn bis Müncheberg (Mark)).

RB27 Wensickendorf/Groß Schönebeck – Basdorf – Berlin

Aufgrund der geringen Nachfrage wird das Angebot der Linie zwischen Schmachtenhagen/Wensickendorf und Basdorf reduziert. Die Züge fahren nur noch während der Berufsverkehrszeiten Mo-Fr zwischen Wensickendorf und Basdorf. Der bisherige Wochenendverkehr von und nach Schmachtenhagen entfällt.
Auf den übrigen Abschnitten der Heidekrautbahn bleibt das Angebot unverändert.

RB32 Oranienburg – Berlin Ostkreuz – Flughafen BER – Ludwigsfelde

Die bislang geteilte Linie RB32 wird nun zu einer durchgehenden Linie zusammengefasst. Sie fährt täglich ca. von 4 Uhr bis 22 Uhr im Stundentakt von Oranienburg über Berlin Ostkreuz und Flughafen BER nach Ludwigsfelde – hinzu kommt eine Nachtfahrt gegen 0:30 Uhr vom Flughafen BER nach Ludwigsfelde. Wegen der baubedingten Umleitung der Linie RE6 über Oranienburg kann die Linie RB32 voraussichtlich erst ab Anfang Februar 2026 wieder nach Oranienburg fahren und endet bis dahin in Berlin-Lichtenberg.

Gemeinsam mit der Linie RB24 werden von den Halten Berlin-Hohenschönhausen (ab Februar 2026), Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide zwei Verbindungen pro Stunde direkt zu den Terminals 1+2 am Flughafen BER angeboten. Am Bahnhof Schönefeld (bei Berlin) halten keine Regionalzüge mehr.

RB35 Fürstenwalde – Bad Saarow-Pieskow

Aufgrund der veränderten Zeitlagen der Linie RE1 müssen auch die Zeitlagen der RB35 zwischen Fürstenwalde und Bad Saarow-Pieskow angepasst werden. Am Morgen können die Umsteigezeiten aus Bad Saarow-Pieskow nach Berlin wieder etwas verkürzt werden.

RB36 Königs Wusterhausen – Frankfurt (Oder)

Auf der Linie RB36 werden einzelne sehr schwach nachgefragte Züge am Abend zwischen Beeskow und Frankfurt (Oder) nicht mehr angeboten. Ab etwa 20 Uhr besteht auf diesem Abschnitt wieder ein Zweistundentakt.

RB37 Beelitz Stadt – Berlin Wannsee

Bei der Linie RB37 kommt es zu Änderungen der Abfahrtszeiten an den Stationen, sodass eine bessere Verteilung dieser Züge mit den Fahrten der Linie RE7 erreicht werden kann.

RB43 Frankfurt (Oder) – Cottbus – Falkenberg (Elster)

Einzelne nachfrageschwache Fahrten der Linie werden zwischen Cottbus und Falkenberg (Elster) nicht mehr angeboten. Dies betrifft die Fahrten ca. 3:45 Uhr (Mo-Fr) bzw. 4:45 Uhr (Sa+So) ab Falkenberg (Elster) bis Cottbus und gegen 23 Uhr ab Cottbus nach Falkenberg (Elster). Zur Kompensation besonders der morgendlichen Erreichbarkeit der Stadt Cottbus und der dortigen Arbeitsplätze wird der nunmehr erste Zug der Linie morgens aus Richtung Falkenberg (Elster) nach Cottbus zeitlich verschoben und erreicht den dortigen Bahnhof montags bis freitags neu gegen 5:30 Uhr statt bislang gegen 6 Uhr.

RB49 Cottbus – Senftenberg – Ruhland – Falkenberg (Elster)

Einzelne nachfrageschwache Fahrten der Linie werden zwischen Ruhland und Falkenberg (Elster) nicht mehr angeboten. Dies betrifft die Fahrten ca. 21:15 Uhr ab Falkenberg (Elster) bis Ruhland und gegen 22 Uhr ab Ruhland nach Falkenberg (Elster).

RB54 Rheinsberg (Mark) – Löwenberg (Mark)

Nach Abschluss der Bauarbeiten bei der Linie RE6 kann die Linie RB54 voraussichtlich ab 9. Februar wieder in ihrer angestammten Zeitlage verkehren, mit Anschluss in Löwenberg (Mark) von und zur RB12.

RB61 Angermünde – Schwedt (Oder)

Die Linie RB61 tauscht die Stunde mit den Zügen der Linie RE3. In Anger-münde besteht Anschluss zur neuen Linie RE30 von/nach Stralsund.

RB62 Angermünde – Prenzlau

Die Linie RB62 wird durch die neue Linie RE30 ersetzt.

RB63 Eberswalde – Joachimsthal

Die Zeitlage der RB63 werden über den Tag hinweg harmonisiert, so dass die Züge immer jeweils kurz vor der halben Stunde in Eberswalde ankommen und kurz nach der halben Stunde nach Joachimsthal zurückfahren. Hierdurch kann auch ein einheitlicher Anschluss von und zur RB24 Richtung Bernau (bei Berlin), Berlin Ostkreuz und Flughafen BER hergestellt werden.

Bus RB66 Angermünde – Stettin

Einzelne non-stop-Expressbusfahrten zwischen Angermünde und Stettin entfallen. Die Fahrten des Schienenersatzverkehrs der RB66 mit allen Halten werden im bisherigen Umfang beibehalten.

S-Bahn Mitteldeutschland

Die Einzelfahrten der Linien S2 und S8 zwischen Lutherstadt Wittenberg und Jüterbog entfallen. Stattdessen werden zu den Hauptverkehrszeiten einzelne Fahrten der Linie RE3 im Stundentakt von/nach Lutherstadt Wittenberg an-geboten.
Die Linie S4 fährt weiterhin von/nach Falkenberg (Elster). Durch eine neue Fahrplanlage im City-Tunnel-Leipzig können neu Anschlüsse in Falkenberg (Elster) zur RB43 von/nach Cottbus und Frankfurt (Oder) hergestellt werden.

Änderungen im Netz der Berliner S-Bahn

S3 Spandau – Stadtbahn – Erkner:

Die Takt-Abfahrtszeiten der Linie verschieben sich um zehn Minuten. Im durchgehenden Nachtverkehr in den Nächten Fr/Sa, Sa/So sowie vor Feier-tagen bleiben die Abfahrtszeiten jedoch bestehen.

S45 Flughafen BER – Schöneweide – Hermannstraße – Südkreuz

Die Linie entfällt und wird durch zusätzliche Leistungen auf den Linien S46, S47 und S85 ersetzt. Die Verbindung vom Flughafen BER zum Südkreuz wird neu vom Flughafenexpress FEX über die Dresdner Bahn angeboten.

S46 Königs Wusterhausen – Schöneweide – Hermannstraße – Südkreuz – Westend

Die Linie wird im Teilabschnitt Hermannstraße – Grünau montags bis freitags tagsüber auf einen 5/15-Minuten-Takt verdichtet. Damit werden sowohl die Leistungen der S45 als auch der S85 ersetzt, die durch ihre neue Linienführung den Abschnitt Grünau – Adlershof nicht mehr bedient.

S47 Spindlersfeld – Schöneweide – Hermannstraße – Südkreuz

Die Linie wird über Hermannstraße hinaus bis zum Bahnhof Südkreuz verlängert und verkehrt neu täglich bis 24 Uhr auf ihrer gesamten Länge. Nach Mitternacht, im Früh- und Wochenend-Nachtverkehr verkehrt die S47 weiter-hin nur zwischen Spindlersfeld und Schöneweide.

S85 Frohnau/Pankow – Bornholmer Straße – Schönhauser Allee – Ost-kreuz – Schöneweide – Flughafen BER

Die Linie erhält einen veränderten Linienweg zum Flughafen BER anstelle von Grünau. Wochentags fährt die Linie im Nordabschnitt von und nach Frohnau, abends ab 20 Uhr bis Waidmannslust, und am Wochenende sowie täglich ab 21:30 Uhr endet die Linie in Pankow. Zugleich erhält die S85 aus-gedehnte Betriebszeiten täglich bis 24 Uhr. Montag bis Samstag beginnt der Betrieb der Linie gegen 5 Uhr, sonntags und feiertags gegen 7 Uhr.

S9 Spandau – Stadtbahn – Schöneweide – Flughafen BER

Die Takt-Abfahrtszeiten der Linie verschieben sich um zehn Minuten. Im durchgehenden Nachtverkehr in den Nächten Fr/Sa, Sa/So sowie vor Feier-tagen bleiben die Abfahrtszeiten jedoch bestehen.
 

Auf allen Linien im Südosten (S46, S47, S8, S85, S9) ergeben sich neue Fahrpläne mit Änderungen in unterschiedlich starkem Umfang
Die endgültigen Fahrpläne mit den genauen Abfahrtszeiten an allen Stationen sind unter sbahn.berlin/fahren/fahrplanauskunft/linienfahrplaene/ abrufbar. 

Neue Fahrpreise im VBB ab 1. Januar 2026 
Auf Grundlage des VBB-Tarifindex steigen die Fahrpreise zum 1. Januar 2025 um durchschnittlich rund 6 Prozent. Hintergrund sind die weiterhin hohen Kosten für Kraftstoffe, Personal und Investitionen, die die Verkehrsunternehmen im VBB wirtschaftlich sehr stark unter Druck setzen. Der monatliche Preis des Deutschlandtickets steigt von 58 auf 63 Euro.

Alle neuen Tarife auf:www.vbb.de/tickets/

VBB-Fahrinfo und Liniennetze

Die neuen Fahrpläne inklusive vieler der o.g. baubedingten Fahrplanänderungen sind bereits in der Fahrplanauskunft unter vbb.de und bahn.de abruf-bar. Dies betrifft alle Apps von VBB, BVG, S-Bahn Berlin GmbH und DB AG sowie Fahrinfo-Angebote auf vbb.debvg.de und sbahn.berlin. Die Liniennetze gibt es unter www.vbb.de/ zum Download.

Alle Linien, deren Änderungen, Fahrpläne und Fahrzeuge, mit interaktiver Karte ist schnell und übersichtlich hier zu finden:
www.vbb.de/unterwegs-im-vbb/regionalbahnlinien/

 

Dies ist eine Pressemitteilung des VBB: https://unternehmen.vbb.de/presse/umfangreiche-aenderungen-im-regional-und-s-bahnverkehr-zum-fahrplanwechsel-am-14-dezember-2025/

Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin feierlich eröffnet – Zweiter VBB-RadPark aus Pilotprojekt ist fertig

Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB

Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin feierlich eröffnet – Zweiter VBB-RadPark aus Pilotprojekt ist fertig

14. November 2025

Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB
Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB

Das neue Fahrradparkhaus am Süd-Ausgang des S-Bahnhofs Neuenhagen wurde heute feierlich eröffnet. Es bietet den Pendlerinnen und Pendlern ab sofort über 264 neue komfortable, wettergeschützte Stellplätze für ihre Fahrräder. Mit dem „VBB-RadPark“ in Neuenhagen bei Berlin folgt ein weiterer Schritt für die Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr in Brandenburg – weitere Projekte sind bereits im Bau und werden bis Ende 2026 umgesetzt. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Sicherheit gelegt. 

Die gesamte Anlage am S-Bahnhof Neuenhagen wurde mit einer Videoüberwachung und moderner LED-Beleuchtung ausgestattet. Darüber hinaus befinden sich 84 der Stellplätze in gesicherten Fahrradgaragen (sog. Sammelschließanlagen). In diesen können Pendler*innen ihr Rad nicht nur zugangsgesichert abstellen, sondern finden auch Schließfächer für Fahrradhelm und Co. Die Stellplätze in den Fahrradgaragen können durch das app-basierte System „ParkYourBike“ gebucht und geöffnet werden. Es wurde vom Land Berlin bzw. der GB infraVelo GmbH für Berlin entwickelt und für Brandenburg angepasst. Nach einer Registrierung können so Stellplätze in beiden Bundesländern gebucht werden.

Die Förderung des Fahrradparkhauses erfolgte durch

    • das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes,
    • die Richtlinie ÖPNV-Invest des Landes Brandenburg,
    • gesonderte Projektmittel des Landes Brandenburg für das Pilotprojekt sowie
    • das Land Berlin.

Insgesamt konnten so 90 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten in Höhe von rund 990.000 Euro gefördert werden. Die darüberhinausgehenden Kosten trägt die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin mit Eigenmitteln.

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister: „In Neuenhagen haben Bürgerinnen und Bürger ab sofort die Möglichkeit, ihr Fahrrad oder E-Bike sicher am Bahnhof abzustellen und bequem mit dem öffentlichen Personenverkehr weiterzureisen. Das neue Fahrradparkhaus lässt Bahn und Rad im Alltag der Menschen näher zusammenwachsen. Das reibungslose Ineinandergreifen beider Verkehrsmittel ist ein wichtiger Schritt für die klimafreundliche Mobilität in Deutschland.“  

Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg: „Mit dem neuen Fahrradparkhaus in Neuenhagen setzen wir ein klares Zeichen für die Stärkung des Radverkehrs und die bessere Verknüpfung von Bahn und Rad im Berliner Umland. 264 moderne und sichere Abstellplätze bieten Pendlerinnen und Pendlern ein attraktives Angebot, das Umsteigen erleichtert und die umweltfreundliche Mobilität vor Ort stärkt. Die Landesregierung unterstützt das Pilotprojekt mit einem innovativen Ansatz, nachhaltiger Holzbauweise und intelligenter Zugangstechnologie – damit Brandenburg beim modularen Fahrradparken bundesweit Maßstäbe setzt. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Vorhaben in kurzer Zeit möglich gemacht haben.“

Arne Herz, Staatssekretär Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in Berlin: „Das Land Berlin finanziert seit 2023 den Ausbau von P+R- und B+R-Anlagen im Berliner Umland mit, um so einen wohnungsnahen Umstieg auf den Umweltverbund zu ermöglichen. Mehr als 500 P+R- und über 3.000 B+R-Plätze wurden bereits gemeinsam mit dem Land Brandenburg gefördert. Das ist gelebte Kooperation der Länder und ein Meilenstein für die nachhaltige Mobilität in der Hauptstadtregion. Neuenhagen ist ein realisiertes Leuchtturmprojekt, das uns auch in Berlin inspiriert.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer VBB: „Mit dem neuen VBB-RadPark in Neuenhagen entsteht der zweite von insgesamt 13 Fahrradparkhäusern in Berlin und Brandenburg. Über 260 wettergeschützte und sichere Fahrradstellplätze in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof – dank app-basiertem Buchungssystem, Videoüberwachung und wettergeschützter Bauweise ist das Abstellen des Rads nun so einfach wie das Umsteigen in die Bahn. Als passionierter Radfahrer und ÖPNV-Nutzer freue ich mich auch persönlich, dass die Zahl der sicheren Fahrradstellplätze im VBB-Gebiet immer weiter zunimmt.“

Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo: „ParkYourBike steht für zukunftsfähiges Fahrradparken in Berlin und Brandenburg. Radfahrende können ganz einfach digital über die App buchen und ihr Rad 24/7 geschützt abstellen. Ich freue mich, dass wir mit der Stadt Neuenhagen bei Berlin nun einen weiteren Standort mit 84 gesicherten Stellplätzen aufnehmen konnten.“

Ansgar Scharnke, Bürgermeister von Neuenhagen bei Berlin: „Mit dem neuen RadPark setzen wir ein deutliches Zeichen für eine moderne, klimafreundliche und bürgernahe Mobilität. Wir schaffen hier die Verbindung zwischen Fahrrad und Bahn – und damit ein echtes Stück Zukunft für Neuenhagen.“

Fakten Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin

Es wurden zwei baulich getrennte Modulanlagen mit insgesamt 264 neuen Fahrradstellplätzen errichtet.

Eine Modulanlage mit einer Fahrradgarage (Sammelschließanlage) und frei zugänglichen Stellplätzen.

    • insgesamt 132 Stellplätze
    • 84 gesicherte Stellplätze, davon 2 Module mit jeweils 40 Stellplätzen in Doppelstockparkern und 4 Stellplätze an Anlehnbügeln
    • Ein Modul mit 48 frei zugänglichen Doppelstockparkern
    • 8 Schließfächer je Sammelschließanlagenmodul
    • Tür mit Zugangssicherung je Modul Sammelschließanlage

Eine Modulanlage als frei zugängliche Anlage mit 132 Stellplätzen

    • zwei Module mit 48 Stellplätzen in Doppelstockparkern
    • ein Modul mit 24 Stellplätzen in Doppelstockparkern und 12 Stellplätzen in Hoch-/Tiefeinstellung

Zum Fahrradparkhaus gehört außerdem folgende Ausstattung:

    • Dachkonstruktion vorwiegend aus Holz mit einem geringen Stahlanteil
    • Photovoltaik-Anlage mit 24 Modulen
    • LED-Beleuchtung
    • Videoüberwachung
    • Fahrradreparaturstation
    • Infostele auf dem Vorplatz
    • Infowand
    • Begrünte Außenbereiche

Pilotprojekt „Modulares Fahrradparken“

Das neue Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen ist Teil des vom Land Brandenburg initiierten Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“ das vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert wird. In dessen Rahmen entstehen an insgesamt 13 Standorten in Brandenburg hochmoder-ne Fahrradabstellanlagen, bei deren Planung der Fokus – neben der Sicherheit – auf Nachhaltigkeit und hoher städtebaulicher Qualität lag. So zeichnen sich alle Pilotanlagen durch eine innovative Holzbauweise mit begrüntem Dach und Photovoltaikmodulen sowie ein modernes Design aus, das sich perfekt in die städtische Umgebung einfügt.

Acht der 13 neuen modularen Fahrradparkhäuser in Brandenburg werden durch das Land Berlin mitfinanziert. Basis hierfür ist der 2022 geschlossene Vertrag für die Mitfinanzierung von Park+Ride- und Bike+Ride-Anlagen in Brandenburg durch das Land Berlin. Dessen Ziel: durch das bestmögliche Stellplatz-Angebot soll den Pendler*innen ein Anreiz geboten werden, ihr Auto ganz stehen zu lassen oder nur für die kurze Teilstrecke zum Bahnhof zu nutzen, um so die Straßen und Parkplätze in der Hauptstadt zu entlasten.
Weitere Informationen über die bereits fertiggestellten VBB-RadParks sind unter vbb.de/radpark abrufbar. Alle Informationen und Hintergründe zur Vernetzungsstelle Bike and Ride beim VBB unter vbb.de/radparken

Dies ist eine Pressemitteilung des VBB: https://unternehmen.vbb.de/presse/fahrradparkhaus-am-s-bahnhof-neuenhagen-bei-berlin-feierlich-eroeffnet-zweiter-vbb-radpark-aus-pilotprojekt-ist-fertig/

Schienenersatzverkehr auf der Hamburger Bahn wird angepasst

Schienenersatzverkehr Richtung Kyritz abfahrend vom Bahnhof Wustermark © VBB

Schienenersatzverkehr auf der Hamburger Bahn wird angepasst

10. Oktober 2025

Schienenersatzverkehr Richtung Kyritz abfahrend vom Bahnhof Wustermark © VBB
Schienenersatzverkehr Richtung Kyritz abfahrend vom Bahnhof Wustermark © VBB

Nach zwei Monaten Generalsanierung auf der Hamburger Bahn passen das Land Brandenburg und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg das Angebot im Ersatzverkehr an. Ziel ist es, zusätzliche Fahrmöglichkeiten im stark genutzten Bereich rund um Nauen und Falkensee bereitzustellen und sehr schwach nachgefragte Verbindungen zu reduzieren.

Der Schienenersatzverkehr hatte zuvor sowohl in den Sommerferien als auch nach Schuljahresbeginn die Mobilität in den betroffenen Landkreisen und Städten zuverlässig gesichert. Grundlage für die jetzt beschlossenen Änderungen sind die kontinuierlichen Nachfrageauswertungen des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg.

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg:
„Wir wollen, dass die Fahrgäste in dieser herausfordernden Zeit verlässlich ans Ziel kommen. Deshalb haben wir das Ersatzangebot genau analysiert und steuern jetzt nach: Wo Busse kaum genutzt werden, entfallen unnötige Fahrten. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass genug Kapazitäten auf stark nachgefragten Strecken erhalten bleiben und erhöht werden.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB):
„Die Anpassungen machen den Schienenersatzverkehr insgesamt effizienter und umweltfreundlicher. Indem wir die verfügbaren Kapazitäten bewusst und aktiv entsprechend der bestehenden Nachfrage anpassen, können wir die begrenzten Ressourcen genau dort einsetzen, wo sie am meisten gebraucht werden.“

Seit heute wird das Fahrplanangebot im Bereich der Orte Falkensee, Wustermark und Nauen ausgeweitet, so dass insgesamt drei stündliche Fahrten im Ersatzverkehr der Linie R stattfinden. Gemeinsam mit der in diesem Bereich unveränderten Linie X4 werden fünf Fahrten pro Stunde zwischen Nauen und Wustermark, einem der zentralen Umsteigepunkte zum Schienenverkehr, angeboten. Die zusätzlichen Fahrten der Linie R stellen in Wustermark einen Anschluss zur Linie RB21 in der Relation von Nauen nach Potsdam Hauptbahnhof und umgekehrt her. Zudem entstehen in Dallgow-Döberitz neue kurze Anschlussverbindungen in der Relation Berlin <> Falkensee. Die Fahrpläne sind in den Auskunftssystemen bereits abrufbar.

In Zusammenhang mit der äußerst schwachen Nachfrage werden die Fahrten der Linie X4 zwischen Kyritz und Quitzow bzw. Wittenberge ab diesem Datum lediglich mit einem statt bislang mit zwei Bussen bedient. Das Fahrplanangebot wird somit auf der Linie X4 im bisherigen Umfang beibehalten. Ab 1. November 2025 wird zudem die Linie P zwischen Ludwigslust und Quitzow eingestellt, da sie kaum genutzt wurde. Die besser nachgefragte Linie X9 fährt weiterhin zuverlässig und bietet in Ludwigslust einen direkten Anschluss an die Linie P von/nach Parchim. Gemeinsam mit der Linie X8 besteht zwischen Ludwigslust und Quitzow auch weiterhin ein halbstündliches Angebot.

Mit diesen Anpassungen steht den Fahrgästen ein noch besser auf ihren tatsächlichen Bedarf abgestimmtes Ersatzangebot zur Verfügung – ohne unnötige Leerfahrten und mit gesichertem Platz auf den wichtigen Linien. Das Land Brandenburg und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg werden den Schienenersatzverkehr weiterhin hinsichtlich der Verkehrsnachfrage und der Qualitätsmerkmale beobachten und – sofern nötig – erneut Anpassungen im Sinne der Fahrgäste vornehmen.

Hintergrund
Generalsanierung: Die vielbefahrene Strecke zwischen Hamburg und Berlin wird bis Ende April 2026 durch die DB InfraGO umfassend erneuert. Ziel sind mehr Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und moderne Bahnhöfe. Während der Streckensperrung sorgt ein eng getakteter Schienenersatzverkehr mit Bussen und ein angepasstes Zugangebot für Mobilität in den betroffenen Ländern, Landkreisen und Kommunen.

Dies ist auch eine Pressemitteilung des MIL und des VBB. Quellen:  https://mil.brandenburg.de/mil/de/presse/detail/~10-10-2025-sev-generalsanierung-hamburger-bahnhttps://unternehmen.vbb.de/presse/schienenersatzverkehr-auf-der-hamburger-bahn-wird-angepasst/

Alter Bahnübergang an der RE1 weicht neuer Brücke – Spatenstich für Umgestaltung der L 23 am Bahnhof Fangschleuse

Spatenstich für Umgestaltung der L 23 am Bahnhof Fangschleuse entlang der RE1, Foto: Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Alter Bahnübergang an RE1-Strecke weicht neuer Brücke – Spatenstich für Umgestaltung der L 23 am Bahnhof Fangschleuse

06. Oktober 2025

Der Auftakt ist gemacht: Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, setzte heute gemeinsam mit Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, und dem Bürgermeister der Gemeinde Grünheide (Mark), Arne Christiani, den Spatenstich für die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs der Landesstraße L 23 am Bahnhof Fangschleuse. Um der verkehrlichen Entwicklung auf Straße und Schiene gerecht zu werden und damit verbundenen Schrankenschließzeiten entgegen zu wirken, wird über die Bahnstrecke Berlin – Frankfurt (Oder) eine Straßenüberführung mit integriertem Geh- und Radweg gebaut.

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die Region wächst und somit auch die Anforderungen an die Infrastruktur im Land Brandenburg. Der alte Bahnhof Fangschleuse und der beschrankte Bahnübergang auf der L 23 haben ausgedient, leistungsfähigere Lösungen und Investitionen für mehr Flexibilität und Komfort für die Bürgerinnen und Bürger folgen. Ich bin stolz darauf, heute in diesem dynamischen und zukunftsweisenden Umfeld den nächsten großen Schritt für eine moderne Straßenplanung einzuleiten. Die neue, östlich gelegene Straßenüberführung der L 23 bietet uns auch eine neue Perspektive und ist ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmenden – unabhängig davon, ob wir mit der Bahn oder zu Fuß unterwegs sind, oder ob wir das Fahrrad oder das Auto nutzen.“ 

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Im Projekt Fangschleuse arbeiten alle Akteure unkompliziert und lösungsorientiert zusammen. Die Bauarbeiten für den Personen- und Güterbahnhof liegen im Zeitplan.“ 

Arne Christiani Bürgermeister der Gemeinde Grünheide (Mark): „Im Zuge des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur für den Industriestandort Freienbrink, ist der heutige Spatenstich von großer Bedeutung für Grünheide (Mark). Der gestiegene Verkehr soll über eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur verträglich für die Gemeinde und ihre Bewohner abgewickelt werden. Die mit dem Brückenbau einhergehende barrierefreie Überquerung der Gleisanlagen ist auch von Vorteil für die Feuerwehr und den Rettungsdienst.  Lange Schrankenschließzeiten spielen zukünftig keine Rolle mehr. Beeindruckend ist nach wie vor, in welcher Geschwindigkeit vom Land Brandenburg und der DB geplant und gebaut wird.“

Für das Projekt der Bahnübergangsbeseitigung auf der L 23 müssen viele Rädchen ineinandergreifen. Gestartet wird im Oktober 2025 mit dem Bau der Brücke sowie einer Stützwand. Sie schaffen die Grundlage für die Verlegung des neuen Straßenverlaufs. Die vier Gleise unter der Brücke, die im Rahmen des Bahnhofumbaus Fangschleuse vorgesehen sind, können dann sowohl vom motorisierten Verkehr als auch von allen, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, bequem ohne Wartezeiten überquert werden.

Die begleitenden Straßenbauarbeiten sind ab Januar 2026 geplant. In dem Zuge wird die südliche Rampe der L 23 mit der neu zu errichtenden L 386, die als Netzergänzung zwischen der Autobahn A 10 und der L 23 verlaufen soll, verknüpft. Die DB InfraGo übernimmt die Gleis-, Oberleitungs- und Kabelarbeiten und wird den alten Bahnübergang ab Ende Juli 2026 zurückbauen. Sämtliche Arbeiten erfolgen unter Beachtung umweltfachlicher Maßgaben.

Gebaut wird der 735 Meter lange Gesamtabschnitt hauptsächlich während des laufenden Betriebs auf Straße und Schiene. Spezielle Arbeiten im Bahnbereich werden im Rahmen der Sperrzeiten der Bahnstrecke Berlin – Frankfurt (Oder) ausgeführt. Ab Ende Juli 2026 wird die L 23 dann bis zur Verkehrsfreigabe voll gesperrt. Grund ist der Rückbau des Bahnübergangs sowie die parallel dazu stattfindende Fertigstellung der neuen Straßenüberführung. In der Zeit wird der Verkehr umgeleitet. Der Landesbetrieb Straßenwesen wird darüber rechtzeitig informieren.

Die Verkehrsfreigabe für die Gesamtbaumaßnahme ist für Dezember 2026 geplant.

Für die Gesamtbaumaßnahme werden 11,3 Millionen Euro investiert. Davon betragen die Kosten für die geplante Straßenüberführung 2,8 Millionen Euro. Der Bund, das Land Brandenburg und die DB InfraGO beteiligen sich zu gleichen Teilen.

Feierliche Eröffnung: Fahrradparkhaus Eichwalde setzt neuen Standard für nachhaltige Mobilität

Beleuchteter VBB-RadPark in Eichwalde © Gemeinde Eichwalde

Feierliche Eröffnung: Fahrradparkhaus Eichwalde setzt neuen Standard für nachhaltige Mobilität

26. September 2025

Beleuchteter VBB-RadPark in Eichwalde © Gemeinde Eichwalde
Beleuchteter VBB-RadPark in Eichwalde © Gemeinde Eichwalde

Nach rund einem halben Jahr Bauzeit wurde heute das neue Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Eichwalde feierlich eröffnet. Mit 340 komfortablen Stellplätzen – darunter Sammelschließanlagen, sicheren Abstellmöglichkeiten für Lastenräder und Kinderanhängern und modernen Doppelstockparkern – bietet die Anlage Pendlerinnen und Pendlern ab sofort einen attraktiven Service für den Alltag.

Das Fahrradparkhaus Eichwalde setzt in mehrfacher Hinsicht neue Maßstäbe: Es verbindet den modularen Ansatz und eine innovative Holzbauweise mit einem begrünten Dach und Photovoltaikmodulen. Die Anlage bietet vielseitige Abstellmöglichkeiten, von klassischen Fahrradständern bis hin zu einem speziellen Abteil für Lastenräder. Sicherheit und Komfort werden durch Videotechnik, einem digitalen Zugangssystem und einen hell und freundlich gestalteten Vorplatz gewährleistet. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren macht den „RadPark“ zu einem Vorzeigeprojekt.

Das Vorhaben ist Teil des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“ und wurde gemeinsam von Bund, Land, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), infraVelo und der Gemeinde Eichwalde umgesetzt. Die Finanzierung erfolgte überwiegend aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) übernimmt bis zu 90 % der förderfähigen Gesamtkosten und stellt eine Fördersumme von insgesamt rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Darüberhinausgehende Kosten tragen die Gemeinde Eichwalde und ÖPNV-Invest des Landes Brandenburg.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagte anlässlich der Eröffnung: „Fahrradparken ist ein zentraler Bestandteil moderner Mobilität. Sichere und wettergeschützte Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen machen vor allem das Kombinieren von Zug und Fahrrad auf dem täglichen Arbeitsweg einfach und bequem. Um die Mobilität deutschlandweit spürbar zu verbessern, braucht es schnell umsetzbare Lösungen. Das in Eichwalde erprobte serielle System ermöglicht es, Fahrradparken in der Fläche schnell auszubauen – zugleich kann die Anlage flexibel auf die individuellen Bedürfnisse in den Kommunen vor Ort zugeschnitten werden. Ich begrüße daher ausdrücklich, dass von dieser innovativen Lösung nicht nur die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer Eichwaldes, sondern zeitnah auch viele Bürgerinnen und Bürger in zwölf weiteren Kommunen Brandenburgs profitieren werden.“

Zitat Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg:
„Mit dem „VBB-RadPark“ in Eichwalde setzen wir neue Maßstäbe für nachhaltige Mobilität in Brandenburg. Die Kombination aus modularer Holzbauweise, begrüntem Dach, Photovoltaik und innovativen Serviceangeboten macht das Fahrradparkhaus zu einem echten Vorbild für künftige Projekte. Unser Ziel ist es, komfortable, sichere und klimafreundliche Radinfrastruktur im ganzen Land zu etablieren.“

Zitat Christoph Heuing, Geschäftsführer VBB:
„Eine gute Verknüpfung von Bus und Bahn mit dem Fahrrad ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Die VBB-RadParks entstehen genau an dieser wichtigen Schnittstelle, im engen Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und den Kommunen. Damit all das ineinandergreift, unterstützt die VBB-Vernetzungsstelle Bike & Ride die Projektpartner bei der Planung und Umsetzung, berät zu Fördermitteln und hält die Fäden in der Hand. Die Fahrradfahrenden in Eichwalde können ihr Rad jetzt wettergeschützt und sicher am Bahnhof abstellen und bequem umsteigen.“

Zitat Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo:
„Unsere selbst entwickelte App ParkYourBike ist ein wirklich innovatives Mobilitätsangebot: Sie ist der Schlüssel für alle öffentlichen, gesicherten Fahrradabstellanlagen in Berlin und immer mehr in Brandenburg. Mit Eichwalde haben wir den zweiten Standort in Brandenburg angebunden und fördern mit unserer digitalen Infrastruktur den Radverkehr in unserer Region. Und andersherum werden wir die neue Modulbauweise der Anlage Eichwalde in Berlin Mahlsdorf einsetzen.“

Zitat Jörg Jenoch, Bürgermeister von Eichwalde: 
„Eichwalde ist schon lange eine Pendler- und Radfahrergemeinde, deshalb war es vollkommen klar, dass wir uns um moderne Radabstellanlagen an einem jetzt attraktiven Bahnhof bemühen müssen. Dieses Pilotprojekt zeigt, wie die Verkehrsinfrastruktur auch modernisiert werden kann: die Bedürfnisse der Bürgerinnen aufgreifend und durch Bündelung schnell und kostengünstig. Besonders stolz macht uns, dass nun auch andere Kommunen von unserer Vorarbeit, unseren Erfahrungen und den entstehenden Synergieeffekten profitieren können. Solche Projekte sind aus unserer Sicht unerlässlich, um nachhaltige Veränderungen flächendeckend in die Kommunen zu bringen.“

Mit dem „VBB-RadPark“ in Eichwalde wurde ein wichtiger Schritt zur Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr gemacht – weitere Projekte im Land Brandenburg sind bereits im Bau und werden bis 2026 umgesetzt. 8 der 13 neuen modularen Fahrradparkhäuser in Brandenburg werden zusätzlich mit Mitteln des Landes Berlin mitfinanziert. Außerdem wird das Berliner Zugangssystem “ParkyourBike“, das extra auf die Anforderungen des Landes Brandenburg angepasst wurde, an allen Brandenburger Radmodulanlagen zum Einsatz kommen.

Beschreibung Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Eichwalde

Es entsteht eine B+R Anlage, die aus insgesamt 12 Modulen besteht und Platz für insgesamt 340 B+R Stellplätze bietet.

In den Sammelschließanlagen:

    • 126 Stellplätzen (3 Module mit 42 Stellplätzen) in Doppelstockparker
    • 6 Abstellplätze für Lastenfahrräder an Bügeln (1 Modul)
    • Drehtür mit Zugangssicherung je Modul
    • 8 Schließfächer je Sammelschließanlagenmodul

In einem überdachten frei zugänglichen Teil der Anlage:

    • 176 Stellplätze in Doppelstockparker (7 Module)
    • 32 Stellplätze an Hoch-Tief-Reihenbügeln

Zur B+R-Anlage gehört außerdem folgende Ausstattung:

    • Dachkonstruktion besteht vorwiegend aus Holz mit einem Stahlanteil
    • Gründach mit Photovoltaik-Anlage (Fläche von 6 Modulen)
    • Infostelle auf dem Vorplatz
    • Fahrradreparatursäule
    • Informationswand mit Umgebungskarte
    • Videoüberwachung

Die Außenbereiche und der Vorplatz am Zugang zum Bahnhof erhalten:

    • Befestigte Flächen mit Betonsteinpflaster für Vorplatz und Zuwegungen
    • Begrünung und Bepflanzung der angrenzenden Flächen
    • Versickerungsbecken
    • Aufenthaltsbereiche mit Sitzbänken 

Dies ist auch eine Pressemitteilung des MIL. Quelle: https://mil.brandenburg.de/mil/de/presse/detail/~26-09-2025-radpark-eichwalde-eroeffnung

Alle Informationen und Hintergründe zur Vernetzungsstelle Bike and Ride beim VBB unter vbb.de/bikeandride.

Forschungsprojekt „Wasserstoffschiene Heidekrautbahn“: Deutschlandweit einzigartiges Projekt erfolgreich auf die Schiene gebracht

Präsentation der fertigen Wasserstofftankstelle für die Züge der NEB, Foto: NEB, Reichardt

Forschungsprojekt „Wasserstoffschiene Heidekrautbahn“: Deutschlandweit einzigartiges Projekt erfolgreich auf die Schiene gebracht

Präsentation der fertigen Wasserstofftankstelle für die Züge der NEB, Foto: NEB, Reichardt
Präsentation der fertigen Wasserstofftankstelle für die Züge der NEB, Foto: NEB, Reichardt

20.08.2025

    • Wasserstoffzüge rollen seit Dezember 2024
    • Anfangsschwierigkeiten sind überwunden
    • Umsetzung der finalen Ausbauphasen in Sicht 

Noch vor wenigen Jahren war es unvorstellbar, dass auf der Heidekrautbahn einmal etwas anderes als die typischen Talent-Dieseltriebwagen unterwegs sein würden. Doch im Dezember 2024 fuhr tatsächlich der erste nagelneue Zug vom Typ Mireo Plus H, der seine Energie für den Elektro-Antrieb aus einer Wasserstoff-Brennstoffzelle bezieht, auf der Traditionsstrecke. Die Umstellung der Regionalbahn RB27 auf Wasserstoffzüge ist Teil eines größeren Projektes, das mit einer Vielzahl an Partnern umgesetzt wird. Kern des vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg geförderten und wissenschaftlich begleiteten Pilot-Verbundprojektes ist der Aufbau einer regionalen, nachhaltigen Wasser­stoffinfrastruktur – und damit die Umsetzung der gesamten Wertschöpfungs­kette: von der Produktion des grünen Wasserstoffs mit Hilfe von lokal erzeugtem Strom aus Wind- und Sonnenenergie bis zu dessen Verbrauch durch regional agierende Unternehmen, wie beispielsweise der Nieder­barnimer Eisenbahn mit der Heidekrautbahn. Für die Projektkoordination sowie den Bau der Tankstelle sind die Kreiswerke Barnim verantwortlich. Das Wasserstoffwerk wird von Enertrag unweit der Bahnstrecke gebaut. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.

Nun, nach mehr als einem halben Jahr Zugbetrieb auf der Heidekrautbahn, können die Akteure auf eine erfolgreiche erste Projektumsetzung zurückblicken. Skeptiker hatten im Vorfeld mit ähnlichen Problemen wie bei anderen deutschen Wasserstoffprojekten im Regionalverkehr gerechnet. Doch beim Projekt Wasserstoffschiene Heidekrautbahn gab es nur zum Start Mitte Dezember kleinere Anlaufschwierigkeiten, die aber lediglich logistischer und nicht technischer Natur waren. Seitdem läuft der Betrieb mit den neuen Fahrzeugen stabil. Auftretende Herausforderungen wurden von den Verantwortlichen mit großem Engagement bewältigt. Mit der Überführung der errichteten Tankstelle in den Probebetrieb und dem Spatenstich zum Bau des Wasserstoffwerkes am 12. September 2025 konnten bzw. können noch weitere Meilensteine erreicht werden. Damit befindet sich das Projekt insgesamt auf einem guten Weg.

Selbstverständlich interessiert sich auch die Brandenburger und Berliner Landespolitik, die dieses Projekt seit Langem begleitet und fördert, für den Zwischenstand dieses in Deutschland einzigartigen Forschungsprojekts. Am Mittwoch, dem 20. August, besuchten die Brandenburger Landes­minister Detlef Tabbert (Infrastruktur und Landesplanung) und Robert Crumbach (Finanzen und Europa) sowie der Berliner Staatssekretär für Mobilität und Verkehr, Arne Herz, und der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, Christoph Heuing, das Betriebs­gelände der Niederbarnimer Eisenbahn und die neue Wasserstofftankstelle in Basdorf (Gemeinde Wandlitz). Nach einer Zugfahrt ab Gesundbrunnen – natürlich mit einem Wasserstoffzug – gab es vor Ort die Gelegenheit, die Tankstelle zu besichtigen und sich mit den Beteiligten über das Projekt auszutauschen.

Start des Probetriebs für die Wasserstofftankstelle in Basdorf für die NEB-Züge, Foto NEB
Start des Probetriebs für die Wasserstofftankstelle in Basdorf für die NEB-Züge, Foto NEB

 

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die Inbetriebnahme der Wasserstoffzüge und die neue Tankstelle auf der Heidekrautbahn sind ein wichtiger Meilenstein für eine klimafreundliche und innovative Mobilität in Brandenburg. Mit dieser Technologie gestalten wir den Verkehr nicht nur nachhaltiger, sondern stärken auch die regionale Wertschöpfung und machen uns unabhängiger von fossilen Energien. Unser Ziel ist klar: Brandenburg soll Vorreiterregion bei der emissionsfreien Mobilität werden – die Wasserstoffschiene Heidekrautbahn ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.“

Robert Crumbach, Minister der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg: „Wichtig für so ein Projekt ist es, dass der Kraftstoff, also der Wasserstoff, in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Hier wird mit der Zug-Tankstelle eine nächste Stufe erreicht. So ein Alltagstest kann auch zum Ergebnis kommen, dass zunächst nicht ausreichend grüner Wasserstoff zur Verfügung steht, dass auch aus konventionellem Strom erzeugter Wasserstoff notwendig ist. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse dieses Projektes.“

Arne Herz, Staatssekretär für Mobilität und Verkehr in der Senatsverwal­tung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in Berlin:  „Ich freue mich, dass die Niederbarnimer Eisenbahn in der Region Vorreiter beim Umstieg auf moderne Antriebsformen im Schienenpersonennahverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken ist. Mit dem Wasserstoffbetrieb erproben wir – neben den Elektro-Triebwagen mit Batteriespeicher – eine weitere Antriebsart und gewinnen Erkenntnisse, ob diese Technologie möglicherweise auch für andere Strecken geeignet sein könnte.“

Daniel Kurth, Landrat des Landkreises Barnim:  „Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand zeigt, dass wir gemeinsam Großes bewegen können. Ich bin überzeugt, dass die Wasserstoffschiene Heidekrautbahn ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Region ist und weit über die Grenzen des Landkreises Barnim hinaus als Vorbild für eine nachhaltige Verkehrswende dienen wird. In diesem Sinne freue ich mich darauf, diesen Weg mit unseren Partnern weiterzugehen und die Zukunft der klimafreundlichen Mobilität aktiv mitzugestalten.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB):  „Unser Ziel steht: Bis 2037 wollen wir im gesamten Verbundgebiet dieselfrei unterwegs sein. Das Wasserstoffprojekt der NEB auf der Heidekrautbahn bringt uns dem Ziel der Dekarbonisierung einen großen Schritt näher und leistet einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz in der Region.“

Christian Mehnert, Geschäftsführer der Kreiswerke Barnim, Projektkoordinator Wasserstoffschiene Heidekrautbahn:  „Beim Aufbau einer funktionierenden Wasserstoffinfrastruktur sowie dem Einsatz von Wasserstoff handelt es sich um ein einzigartiges, wenn gleich auch herausforderndes Projekt. Dank dem Zusammenspiel aller Projektbeteiligten konnten in der Vergangenheit Hürden gemeistert und vor allem Fortschritte erzielt werden.“

Dr. Gunar Hering, Vorstandsvorsitzender, Enertrag SE:
„Mit der Eröffnung der Wasserstofftankstelle ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Heidekrautbahn erreicht. Ab 2026 werden wir sie mit grünem Wasserstoff aus unserem neuen Werk in Wensickendorf versorgen – und so eine vollständig regionale, klimafreundliche Wertschöpfungskette schließen.“

Gerhard Greiter, CEO für die Region Nordosteuropa bei Siemens Mobility: „Wir freuen uns, dass sich unsere Wasserstoffzüge Mireo Plus H auf der Heidekrautbahn im täglichen Betrieb bewähren und damit einen wichtigen Beitrag zum lokalen emissionsfreiem Regionalverkehr in Berlin-Brandenburg leisten. Mit einer Reichweite von bis zu 1.200 km, höherer Beschleunigung zur Fahrplanstabilisierung und einem Brennstoffzellensystem der neuesten Generation bietet der Wasserstoffzug eine zukunftsgerichtete, nachhaltige und leistungsstarke Alternative zu Dieseltriebzügen.“

Sebastian Achtermann, Geschäftsführer der Niederbarnimer Eisenbahn: „Das Projekt Wasserstoffschiene Heidekrautbahn ist ein echter Gewinn für die Fahrgäste, die Regionen Barnim und Oberhavel und die Umwelt. Wir können stolz darauf sein, was wir mit unseren Projektpartnern Kreiswerke Barnim und Enertrag, sowie unserem Fahrzeuglieferanten Siemens Mobility geschafft haben – nämlich einen inzwischen sehr stabilen und zuverlässigen Betrieb auf die Beine zu stellen. Das ist herausragend und wegweisend – und in Deutschland derzeit einzigartig.“

 (Namen der Personen auf dem Gruppenfoto von links nach rechts:
S. Achtermann (NEB), C. Heuing (VBB), Minister D. Tabbert (MIL),Minister R. Crumbach (MDFE), Staatssekretär Arne Herz (Sen. F. Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt)

Neue ÖPNV-Anbindung zum Flughafen BER ab dem 14. Dezember 2025

Neue ÖPNV-Anbindung zum Flughafen BER ab dem 14. Dezember 2025, Foto: VBB GmbH

Neue ÖPNV-Anbindung zum Flughafen BER ab dem 14. Dezember 2025

Neue ÖPNV-Anbindung zum Flughafen BER ab dem 14. Dezember 2025, Foto: VBB GmbH

18.08.2025

Mit dem Fahrplanwechsel am 14.12.2025 wird die Dresdner Bahn auf Berliner Gebiet für die Nutzung von Regional- und Fernzügen freigegeben. Damit wird eine wichtige Lücke im Schienennetz von Berlin und Brandenburg geschlossen, so dass die Fahrzeiten auf vielen Relationen deutlich verkürzt und Takte verdichtet werden können.

Besonders die SPNV-Anbindungen zum Flughafen BER können nun, wie ursprünglich seit Inbetriebnahme des BER geplant, umgesetzt werden. Dadurch kann ab Dezember eine schnelle Shuttle- Verbindung zwischen Berlin Hbf und dem Flughafen BER im 15-Minuten-Takt und einer deutlich reduzierten Fahrzeit von nur noch 23 Minuten angeboten werden. Mit der Inbetriebnahme der Dresdner Bahn tritt auch die zweite Betriebsstufe im Netz Elbe-Spree in Kraft. Durch die zusätzliche Infrastruktur können Linien neu geordnet und weitere direkte Zugverbindungen aus der Region zum Flughafen im Taktverkehr umgesetzt werden. Alle Informationen zur An- und Abreise, FAQs, eine interaktive Liniennetzkarte mit allen Änderungen auf einen Blick, sowie Fahrpläne und grafische Liniennetze finden Sie unter: www.vbb.de/ber.

Die wichtigsten Änderungen und Verbesserungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 des Schienenverkehrs zum Flughafen BER:

    • Neue Linienführung der Flughafenexpresslinie FEX: Doppelter Takt und deutlich reduzierte Fahrzeit vom Berliner Hauptbahnhof.
      Durch die direkte Linienführung über die Dresdner Bahn kann die Fahrzeit ab Berlin Hbf zum Flughafen BER von heute 39 Minuten auf etwa 23 Minuten nahezu halbiert werden.
      Vom Potsdamer Platz werden sogar nur etwa 19 Minuten benötigt und ab Südkreuz nur noch 14 Minuten.
    • Die regionale Erreichbarkeit des Flughafens wird durch Direktverbindungen von Lübbenau (RE20), Eberswalde (RB24) und Oranienburg (RB32) verbessert. Die bestehenden Direktverbindungen aus Ludwigsfelde, Zossen, Potsdam und Königs Wusterhausen bleiben erhalten.
    • Es ergeben sich bessere Verbindungen aus den nördlichen und östlichen Berliner Stadtbezirken durch die neuen Linienführungen der RB24 und RB32 und die Verlängerung der S85 zum Flughafen BER. 

Flughafenanbindung 

Da bislang auf der sog. Anhalter Bahn und auf der Berliner Stadtbahn keine ausreichenden Kapazitäten für den Flughafenexpress zur Verfügung stehen, müssen die FEX-Züge bislang den Umweg über den nördlichen Innenring nehmen. Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Dresdner Bahn kann die Flughafenanbindung ab Dezember 2025 neu geordnet werden. Für den Regionalverkehr bedeutet das

    • mehr Fahrten und eine Halbierung der Fahrzeit vom Berliner Zentrum durch die neue Linienführung des FEX über Berlin Südkreuz: Die Fahrzeit ab Berlin Hbf zum Flughafen BER wird von heute 39 Minuten auf künftig etwa 23 Minuten nahezu halbiert. Vom Potsdamer Platz werden sogar nur etwa 19 Minuten benötigt und ab Südkreuz bloß noch 14 Minuten
    • eine gute Verknüpfung des FEX mit den Regional- und Fernverkehrszügen sowie den S-Bahnen auf der Berliner Stadtbahn am Hauptbahnhof, mit den S-Bahnen im Nord-Süd-Tunnel am Potsdamer Platz sowie mit der Ringbahn am Südkreuz
    • eine Verbesserung der regionalen Erreichbarkeit durch neue Direktverbindungen zum Beispiel von Lübbenau und Lübben (RE20), Eberswalde und Bernau (RB24) sowie Oranienburg (RB32) zu den Terminals 1+2
    • eine bessere Anbindung der östlichen Stadtbezirke und weiterhin gute Umsteigemöglichkeiten am Ostkreuz zu zwei schnellen Verbindungen pro Stunde mit RB24 und RB32 direkt zu den Terminals 1+2
    • Neue schnelle Direktverbindung: Vom Umsteigeknoten Schöneweide zwei Mal pro Stunde ohne Zwischenhalt in ca. 12 Minuten zum BER

Die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn und die daraus resultierenden Anpassungen im Regionalverkehr führen auch zu Änderungen im S-Bahn-Netz. Für die S-Bahn bedeutet das:

    • Neue Direktverbindung von Frohnau (Montag-Freitag) bzw. Pankow (Samstag-Sonntag) über Ostkreuz zum Flughafen BER mit der Linie S85
    • Verlängerung der Linie S47 von Spindlersfeld bis Südkreuz
    • Verdichtung der Linie S46 zwischen Grünau und Hermannstraße auf 5/15-min-Takt
    • Übernahme der bisherigen Leistungen der S45 durch die anderen Linien

Die einzelnen Linien des Regionalverkehrs und der S-Bahn erschließen damit viele Berliner Bezirke und umliegende Kommunen in Brandenburg direkt. Darüber hinaus profitieren viele weitere Orte in Berlin, Brandenburg und auch überregional von der neu eingerichteten Shuttle-Verbindung mit dem FEX ab Berlin Hbf, da von vielen Fernverkehrs-, Regionalverkehrs- und S-Bahn-Linien nur ein Umstieg zum FEX erforderlich ist. Durch den 15-Minuten-Takt ist zeitnah auch immer eine Weiterfahrt zum Flughafen möglich.

Weitere Verknüpfungen bestehen mit den U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen der BVG, z.B. am Hauptbahnhof, am Potsdamer Platz, in Lichtenberg oder Schöneweide. Bei einigen Relationen besteht zudem die Wahl zwischen einer Direktverbindung mit der S-Bahn oder einer schnellen Umsteigeverbindung mit dem FEX, wie z.B. ab Spandau, dem Olympiastadion, dem Messegelände bzw. ab Frohnau oder Bornholmer Straße.

Christoph Heuing,
Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB):
„Von Beginn an hat der VBB das Verkehrskonzept zur Anbindung an den Flughafen BER mitgestaltet. Mit der Inbetriebnahme der Dresdner Bahn profitieren die Fahrgäste von deutlich schnelleren und häufigeren Verbindungen – im Brandenburger Südosten, nördlich von Berlin und vom Hauptbahnhof zum Flughafen BER im 15-Minuten-Takt. Eine solche Flughafenanbindung ohne Aufpreis im regulären VBB-Tarif ist im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen außergewöhnlich.“

Ute Bonde,
Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin:
„Mit Entfall der Umleitung wird der Flughafenexpress nun zu einer echten Expresslinie. Durch die kluge Anbindung der wichtigen Umsteigknoten können fast alle Berlinerinnen und Berliner von den neuen kurzen Fahrtzeiten profitieren. Das stärkt die Hauptstadt als Standort und den Flughafen BER.“

Detlef Tabbert,
Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Der BER ist für die beiden Bundesländer Brandenburg und Berlin von außerordentlicher Bedeutung. Deshalb freue ich mich, dass die wichtige Optimierung für die An- und Abreise zum Flughafen nun umgesetzt werden kann und ab dem nächsten Fahrplanwechsel wirksam wird. Mit der neuen Strecke in Berlin wird insbesondere die Anbindung des RE 8 für die Landkreise Teltow-Fläming und Elbe-Elster nach Berlin schneller und im Berliner Umland auch häufiger. Das sind für alle Fahrgäste spürbare Entlastungen und Verbesserungen.“

Aletta von Massenbach,
Vorsitzende der Geschäftsführung des Flughafens Berlin Brandenburg:
„Mit der Inbetriebnahme der Dresdner Bahn werden Reisende aus der Hauptstadtregion und dem Umland noch besser und schneller an den Flughafen Berlin Brandenburg angebunden. Fluggäste und Beschäftigte werden ab dem 14. Dezember von erheblich kürzeren Fahrzeiten und erhöhten Frequenzen profitieren. Damit verbessert sich die landseitige Anbindung des BER nochmals deutlich.“

Alexander Kaczmarek,
Konzernbevollmächtigter der DB für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: „Mit der neuen Linienführung über die Dresdner Bahn verbessert sich die Anbindung an den BER zum Fahrplanwechsel im Dezember wesentlich. Durch die hohe Takt-Dichte und die kürzere Fahrzeit ist der FEX der ideale Zubringer zum Hauptstadt-Flughafen.“

Die Änderungen im Detail durch die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn und die Aufnahme der 2. Betriebsstufe im Netz Elbe-Spree im Regionalverkehr 

Linien zum Flughafen BER 

FEX Berlin Hbf – Flughafen BER

Der Flughafen-Express fährt mit neuer direkter Linienführung ab Berlin Hauptbahnhof über Berlin Potsdamer Platz und Berlin Südkreuz zum Flughafen BER. Vom bisherigen Halt Ostkreuz fahren künftig die Linien RB24 und RB32 zum Flughafen BER (vgl. dort) und ab Gesundbrunnen können die S-Bahnen zum Potsdamer Platz und ab dort der FEX genutzt werden.

Der FEX fährt rund um die Uhr, dabei ca. zwischen 4 Uhr und 0:30 Uhr alle 15 Minuten. Die Fahrzeit zwischen Südkreuz und BER beträgt 14 Minuten. Gemeinsam mit dem RE20 werden zwischen den Stationen Berlin Hauptbahnhof, Potsdamer Platz sowie Südkreuz und BER fünf Fahrten je Stunde und Richtung angeboten.

Zur verbesserten Einbindung des FEX in den Stadtverkehr verkehrt die Linie im Nachtverkehr über die Berliner Stadtbahn. 

RE20 Berlin Hbf – Flughafen BER – Lübbenau (– Cottbus)

Diese Linie ist ein neues Angebot in Zusammenhang mit der zweiten Betriebsstufe des Netz Elbe-Spree und verbessert unmittelbar die Anbindung des Flughafens. Der RE20 fährt neu täglich im Stundentakt von ca. 4 bis 21 Uhr zwischen Berlin Hauptbahnhof und Lübbenau. Halte sind: Berlin Potsdamer Platz, Südkreuz, Flughafen BER, Königs Wusterhausen und Lübben. Die Fahrzeit zwischen dem BER und Lübbenau beträgt ca. 50 Minuten. Aufgrund der noch eingleisigen Strecke Lübbenau – Cottbus sind im Fahrplan 2026 nur Einzelfahrten der Linie RE20 von/nach Cottbus mit Halt in Vetschau möglich. Nach aktuellem Planungsstand sollen morgens die ersten drei Fahrten in Cottbus beginnen und nachmittags die zwischen 17 und 20 Uhr in Berlin startenden Züge nach Cottbus fahren.

Die Linie RE20 ersetzt und erweitert die bisherigen Verstärkerfahrten des RE2. Zusammen mit den Linien RE2 und RE7 fahren zwischen Lübbenau und Berlin drei Fahrten pro Stunde, neu sogar täglich und über den ganzen Tag.

Nach dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Lübbenau – Cottbus soll die Linie mit allen Fahrten weiter bis nach Cottbus fahren, sodass dort ein ca. halbstündliches Angebot in Richtung Berlin besteht.

RB22 Potsdam – Flughafen BER – Königs Wusterhausen

Die Linie RB22 fährt unverändert im Stundentakt von Potsdam über Golm und den Flughafen BER nach Königs Wusterhausen. Die Landeshauptstadt Potsdam und der Universitätsstandort Golm sind somit weiterhin direkt an den Flughafen BER angebunden. In Königs Wusterhausen bestehen Anschlüsse von und zum RE2 Richtung Lübben, Lübbenau und Cottbus. Auch die Fahrzeiten bleiben konstant. 

RB24 Eberswalde – Berlin Ostkreuz – Flughafen BER – Blankenfelde  (– Wünsdorf-Waldstadt)

Die bislang geteilte Linie RB24 wird nun zu einer durchgehenden Linie zusammengefasst. Sie fährt täglich ca. von 4 Uhr bis 22 Uhr im Stundentakt von Eberswalde über Berlin Ostkreuz und Flughafen BER nach Blankenfelde und Wünsdorf-Waldstadt – hinzu kommen einige Nachtfahrten an den Wochenenden zwischen Flughafen BER und Wünsdorf-Waldstadt. Baubedingt müssen im Fahrplanjahr 2026 jedoch tagsüber alle Fahrten dieser Linie bereits in Blankenfelde (Teltow-Fläming) beginnen und enden.

Gemeinsam mit der Linie RB32 werden von den Halten Berlin-Hohenschönhausen (ab Februar 2026), Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide zwei Verbindungen pro Stunde direkt zu den Terminals 1+2 am Flughafen BER angeboten. Am Bahnhof Schönefeld (bei Berlin) halten keine Regionalzüge mehr. 

RB32 Oranienburg – Berlin Ostkreuz – Flughafen BER – Ludwigsfelde

Die bislang geteilte Linie RB32 wird nun zu einer durchgehenden Linie zusammengefasst. Sie fährt täglich ca. von 4 Uhr bis 22 Uhr im Stundentakt von Oranienburg über Berlin Ostkreuz und Flughafen BER nach Ludwigsfelde – hinzu kommt eine Nachtfahrt gegen Mitternacht von Ludwigsfelde zum Flughafen BER und zurück. Wegen der baubedingten Umleitung der Linie RE6 über Oranienburg kann die Linie RB32 voraussichtlich erst ab Februar 2026 wieder nach Oranienburg fahren und endet bis dahin Berlin-Lichtenberg.

Gemeinsam mit der Linie RB24 werden von den Halten Berlin-Hohenschönhausen (ab Februar 2026), Berlin-Lichtenberg, Berlin Ostkreuz und Berlin-Schöneweide zwei Verbindungen pro Stunde direkt zu den Terminals 1+2 am Flughafen BER angeboten. Am Bahnhof Schönefeld (bei Berlin) halten keine Regionalzüge mehr.

S85 Frohnau/Pankow – Bornholmer Straße – Ostkreuz – Schöneweide – Adlershof – Flughafen BER

Die Linie S85 wird im südlichen Abschnitt neu bis zum Flughafen BER geführt. Von Montag bis Freitag fährt sie im 20-Minuten-Takt von Frohnau über Ostkreuz zum Flughafen BER, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen beginnt sie in Pankow. Dadurch ergeben sich neue Direktverbindungen mit der S-Bahn zum Flughafen BER u.a. ab Frohnau, Wittenau (jeweils Mo-Fr) bzw. Pankow (Sa-So), Bornholmer Straße, Schönhauser Allee, Greifswalder Straße und Ostkreuz.

S9 Spandau – Berlin Hbf – Schöneweide – Flughafen BER

Die Linie S9 stellt unverändert die Direktverbindung von Spandau über Olympiastadion, Messe Süd und die Berliner Stadtbahn einschließlich Charlottenburg, Zoologischer Garten, Friedrichstraße, Hackescher Markt, Alexanderplatz, Ostbahnhof und Warschauer Straße zum Flughafen BER her. Sie verkehrt im 20-Minuten-Takt, im Nachtverkehr an Wochenenden im 30-Minuten-Takt.

Zwischen Treptower Park, Schöneweide, Adlershof, Schönefeld und dem Flughafen BER überlappen sich die Linien S9 und S85 tagsüber zu sechs Verbindungen pro Stunde. 

Größere Änderungen in Berlin und/oder Brandenburg auf weiteren Linien 

RE2 Nauen – Berlin Hbf – Cottbus

Durch die Einführung der neuen Linie RE20 entfallen die bisherigen Verstärkerfahrten des RE2 zwischen Berlin und Lübbenau
(Cottbus). 

RE7 Dessau – Berlin Hbf – Lübbenau – Senftenberg

Die Verstärkerzüge dieser Linie fahren ab Dezember 2025 ganztägig nur noch auf dem Abschnitt Bad Belzig – Berlin-Wannsee. Dies stellt den ursprünglich mit der Ausschreibung des Netzes Elbe-Spree geplanten Zustand dar. Die seit Ende 2022 zwischenzeitlich umgesetzten Durchbindungen auf die Verstärkerfahrten der Linie RE2 sind nicht mehr möglich, unter anderem da diese Fahrten neu als Linie RE20 in den Berliner Nord-Süd-Tunnel fahren (vgl. dort).

Von und zu den Verdichterzügen des RE7 besteht zur Hauptverkehrszeit in Berlin-Wannsee ein zeitnaher Anschluss an Regionalzüge aus und in die Berliner Innenstadt. Ganztags werden die S1 und S7 mit einer Umsteigezeit von ca. 5 Minuten erreicht.

RE8 Wismar – Wittenberge – Berlin Hbf – Elsterwerda

Die bisher geteilte Linie RE8 wird nun zu einer Linie zusammengefasst. Sie fährt von Wismar bzw. Wittenberge ab Berlin-Spandau über Berlin Jungfernheide – Hauptbahnhof – Potsdamer Platz – Südkreuz und nach Wünsdorf-Waldstadt, Baruth und Elsterwerda. Die Linie wird durch die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn um ca. 10 Minuten beschleunigt. Zwischen Nauen und Berlin sowie in den Hauptverkehrszeiten zunächst zwischen Berlin und Rangsdorf wird sie durch die RB10 verdichtet (vgl. dort). In den Spitzenzeiten bestehen somit zwei schnelle Verbindungen von Rangsdorf, Dahlewitz und Blankenfelde aus in die Berliner Innenstadt.

Nach der einseitigen Kündigung der Tarifanerkennung von VBB-Fahrausweisen in Fernverkehrszügen durch die DB können die Fernverkehrszüge aus Berlin nach Elsterwerda nicht mehr mit Nahverkehrstickets genutzt werden. Zur Kompensation werden die bisher von/nach Finsterwalde fahrenden Zusatzfahrten von/nach Finsterwalde neu von/nach Elsterwerda verkehren. In Doberlug-Kirchhain kann von/nach Finsterwalde umgestiegen werden.

In Blankenfelde (Teltow-Fläming) bestehen Anschlüsse aus Richtung Elsterwerda zur RB24 in Richtung Flughafen BER, Berlin Ostkreuz, Eberswalde und zurück.

Wegen der laufenden Generalsanierung Berlin-Hamburg beginnt die Linie RE8 bis Ende April 2026 noch in Elstal.

RB10 Nauen – Berlin Hbf – Rangsdorf (– Wünsdorf-Waldstadt)

Die Linie RB10 wird neu durch die ODEG betrieben und zur Hauptverkehrszeit ab Berlin Südkreuz Richtung Wünsdorf-Waldstadt verlängert. Die Linien RE8 und RB10 ergänzen sich zu zwei Fahrten pro Stunde im angenäherten Halbstundentakt. Aufgrund von Bauarbeiten enden und beginnen die meisten Fahrten der Linie RB10 vorübergehend voraussichtlich in Rangsdorf. Die Fahrzeit von Rangsdorf nach Berlin Hbf beträgt etwa 25 Minuten. 

RB14 Nauen – Berlin Ostbahnhof

Die Linie RB14 fährt wieder ab Berlin-Spandau über die Berliner Stadtbahn bis Berlin Ostbahnhof statt durch den Nord-Süd-Tunnel nach Berlin Südkreuz. 

RB23 Golm – Potsdam – Berlin Ostbahnhof

Die Linie RB23 fährt weiterhin montags bis freitags tagsüber zwischen Golm und Potsdam Griebnitzsee und stellt damit die Verbindung zwischen den Universitätsstandorten in Potsdam sicher. Zu den nachfragestarken Zeiten morgens und am Nachmittag werden wie bisher Direktverbindungen zwischen Golm und Berlin Ostbahnhof angeboten, die Weiterfahrt zum Flughafen BER entfällt jedoch. In den nachfrageschwächeren Zeiten können anstelle der RB23 zwischen Potsdam und Berlin die Züge der Linien RE1 und S7 genutzt werden. Zwischen Golm und Berlin Gesundbrunnen fahren zudem die Züge der Linie RB21 im Stundentakt über Wustermark. 

S-Bahn

S45

Die heutige S45 Südkreuz – Schöneweide – Flughafen BER entfällt. Die Leistungen werden abschnittsweise von den Linien S46, S47 und S85 übernommen.

S46 Königs Wusterhausen – Schöneweide – Südkreuz – Westend

Die Linie wird Mo-Fr in der Zeit ca. 6-19 Uhr im Abschnitt Grünau – Hermannstraße auf sechs Fahrten pro Stunde und Richtung verdichtet (~ 5/15-min-Takt). Die Linie S46 verbindet unverändert Königs Wusterhausen über Schöneweide, den Südring und Berlin Südkreuz mit dem S-Bahnhof Westend.

S47 Spindlersfeld – Schöneweide – Neukölln – Hermannstraße – Südkreuz

Die Linie S47 fuhr bislang von Spindlersfeld über Schöneweide und Neukölln bis zur Station Hermannstraße. Die Linie wird über Hermannstraße hinaus bis Südkreuz verlängert.

Die endgültigen Fahrpläne ab 14. Dezember 2025 sind derzeit noch in Erstellung und werden im dritten Quartal 2025 in den Fahrplanauskunftsmedien veröffentlicht.

Generalsanierung der Metropolen-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin startet

Start der Generalsanierung Berlin - Hamburg in Ludwigslust, Foto: Deutsche Bahn AG

Generalsanierung der Metropolen-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin gestartet

Start der Generalsanierung Berlin - Hamburg in Ludwigslust, Foto: Deutsche Bahn AG

01.08.2025

Bauteams bündeln alle Arbeiten an Strecke und Bahnhöfen • Fern- und Güterzüge fahren auf Umleitungsstrecken • Umfassendes Ersatzangebot für Reisende im Regionalverkehr mit Bussen auf 28 Linien

Die Deutsche Bahn (DB) beginnt mit der umfassenden Erneuerung und Modernisierung der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Ulrich Lange, geben heute Vormittag in Ludwigslust auf einer von rund 130 Baustellenflächen das offizielle Startsignal. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die neunmonatige Bauphase beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs fahren bis 30. April kommenden Jahres auf Umleitungsstrecken. Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die während der Bauphase nicht angeboten werden können, kommen mehr als 170 Busse zum Einsatz.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Neue Gleise und Weichen, moderne Signal- und Stellwerkstechnik sowie attraktivere Bahnhöfe: Wir machen Deutschlands wichtigste Städte-Direktverbindung zum Stabilitätsanker für einen zuverlässigen Eisenbahnverkehr. Nach der erfolgreichen Generalsanierung der Riedbahn folgt nun die Strecke Hamburg–Berlin. Mit dem Konzept der gebündelten Erneuerung und Modernisierung leisten wir in der Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zum Sanierungsprogramm S3, das die Bahn Schritt für Schritt zurück auf Kurs bringen wird. Uns ist bewusst, dass wir Fahrgästen und Unternehmen viel Geduld abverlangen. Aber ich bin überzeugt davon, dass sich dieser Kraftakt für alle auszahlt.“  

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Nach dem Pilotprojekt Riedbahn wird die Sanierung der Strecke Hamburg–Berlin zum Gradmesser für das Korridorsanierungskonzept. Bei aller Notwendigkeit der Sanierung des Netzes dürfen wir nie vergessen, für wen wir das Ganze machen: Die Vollsperrung verlangt den Pendlerinnen und Pendlern und auch den Güterverkehrskunden viel ab. Die Erwartungen an einen funktionierenden Ersatz- bzw. Umleitungsverkehr und anschließend weitestgehende Baufreiheit sind daher zu Recht hoch. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das enorme Baupensum der kommenden Jahre nur erfolgreich abarbeiten und die Schiene insgesamt verbessern können, wenn die Sanierungen nicht zu Lasten des Flächennetzes gehen und wir die Menschen in den betroffenen Regionen nicht im Regen stehen lassen. Wir werden daher in enger Abstimmung mit der Branche und den betroffenen Regionen das Konzept noch einmal anpassen, um den Mobilitätsbedürfnissen von Wirtschaft und Bevölkerung auch während der Bauphasen gerecht zu werden.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin: „Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist eine der bedeutendsten Strecken Deutschlands, sowohl im Fernverkehr als auch als wichtige Pendlerachse im Stadt-Umland. Gemeinsam mit dem VBB und dem Land Brandenburg haben wir intensiv an der Ausgestaltung des Ersatzverkehrskonzepts in der Hauptstadtregion gearbeitet. So kann bspw. durch die Anbindung der Ersatzbusse an die Lehrter Bahn auf zusätzliche Busse auf den ohnehin stark ausgelasteten Straßen in Berlin verzichtet werden, wodurch Fahrzeitersparnisse erzielt werden sollen. Mit der neunmonatigen Totalsperrung der 278 km langen Strecke kommen natürlich trotzdem einschneidende Einschränkungen auf die Fahrgäste zu. Umso mehr erwarte ich, dass nach der Generalsanierung ein deutlich stabilerer Betrieb mit weniger Verspätungen Realität wird.“

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin ist ein bundesweit bedeutendes Infrastrukturprojekt. Als Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg begrüßen wir das Ziel, die Betriebsqualität und Zuverlässigkeit dieser zentralen Bahnverbindung zu erhöhen. Die intensive Planung und die enge Abstimmung mit allen beteiligten Ländern und Akteuren waren im Vorfeld ein wichtiger Schritt, um die Auswirkungen des Vorhabens möglichst gering zu halten. Vor diesem Hintergrund bin ich besonders dankbar, dass es uns vor wenigen Tagen gemeinsam gelungen ist, mit einer zusätzlichen Buslinie die Verbindung des Wittenberger Raumes via Stendal mit Berlin herzustellen und die Folgen für Berufspendlerinnen und -pendler etwas abzufedern. Es gilt nun, den Betrieb des Schienenersatzverkehrs in der Region insgesamt aufmerksam zu beobachten und nachzujustieren, wo es erforderlich sein sollte.“

Ines Jesse, Staatssekretärin im Landesministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Die Generalsanierung ist eine Maßnahme des Bundes zur Modernisierung der Schieneninfrastruktur. Die Investition in die Infrastruktur ist notwendig – die Auswirkungen der Baumaßnahmen auf die Menschen und unsere Wirtschaft müssen dabei aber immer im Fokus bleiben. Für die Generalsanierung braucht es also verlässliche Konzepte, bestmögliche Koordination und einen Zeitplan, der eingehalten wird: Die Einschränkungen für Pendlerinnen und Pendler und alle anderen Reisenden müssen so gering wie möglich bleiben. Dafür setzt sich Mecklenburg-Vorpommern ein – und dabei muss der Bund seiner Verantwortung gerecht werden.“

Susanne Henckel, Staatssekretärin für Verkehr und Arbeit im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein: „Die Sanierung des Korridors Hamburg–Berlin ist ein zentraler Schritt, um die Qualität und Zuverlässigkeit im Bahnverkehr zu verbessern und die Schiene zukunftsfähig zu machen – im Sinne unserer Fahrgäste, unserer Wirtschaft und unserer Klimaziele. Für den Erfolg des Vorhabens ist es aus unserer Sicht daher entscheidend, dass alle geplanten Verbesserungen nun konsequent umgesetzt werden und der Ersatzverkehr gleichzeitig zuverlässig organisiert und kommuniziert wird.“

Martin Bill, Staatsrat der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende in Hamburg: „Die Bahnverbindung Hamburg–Berlin ist eine echte Erfolgsgeschichte! Es ist heute kaum denkbar, dass es früher Linienflüge zwischen beiden Städten gab. Die Generalsanierung ist ein notwendiger Kraftakt für ein leistungsfähiges und zukunftssicheres Bahnnetz. Dabei haben wir das Konzept des Schienenersatzverkehrs bewusst neu gedacht – mit schnellen Anschlüssen an U- und S-Bahn, und zwar nicht nur am Hauptbahnhof, sondern schon an der Landesgrenze, zum Beispiel in Wandsbek und nahe Glinde. So holen wir für die Reisenden das mögliche Maximum raus.“

Information rund um die Generalsanierung und die Ersatzverkehre finden Sie hier auf den Seiten des VBB.

Auch langfristig ist die Strecke von hoher Bedeutung. Darum laufen aktuell die Planungen im Projekt i2030 für den Ausbau der Infrastruktur.  Auf der 23 Kilometer langen Bahnverbindung zwischen Berlin-Spandau und Nauen treffen Regional-, Fern- und Güterverkehre aufeinander und es wird eng auf der Schiene. Deswegen sollen mit i2030 zusätzliche Gleise entstehen, um für die steigenden Pendlerzahlen das Regional- und S-Bahnangebot auszubauen. Parallel wird die Erweiterung des Bahnhofs Spandau geplant. Als wichtiger Meilenstein wurde die Strecke im Projektbündel Berlin – Wittenberge – Hamburg Ende 2023 im vordringlichen Bedarf des Bundesschienenwegeausbaugesetzes (BSWAG) platziert. Die Abstimmungen (Länder, Deutsche Bahn) mit dem Bund befinden sich in Vorbereitung.

ÖPNV-Fahrgastzahlen in Berlin und Brandenburg erreichen 2024 annähernd Vorkrisen-Rekordniveau

Fahrgastzahlen erreichen 2024 annähernd Vorkrisen-Rekordniveau, Foto: VBB GmbH, Stapf

ÖPNV in Berlin und Brandenburg auf hohem Niveau stabil – Fahrgastzahlen erreichen 2024 annähernd Vorkrisen-Rekordniveau

16.05.2025

Die Fahrgastzahlen im VBB-Verbundgebiet 2024 lagen nur knapp unter dem bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2019:

    • 2024 nutzten rund 1,56 Milliarden Menschen den öffentlichen Nahverkehr in Berlin und Brandenburg – 43 Millionen mehr als im Vorjahr. 
    • Damit waren täglich rund 4,3 Millionen Fahrgäste im VBB-Land unterwegs. 
    • Die Verkehrsunternehmen erreichen somit 99,4 % des vorpandemischen Rekordniveaus von 2019. 
    • Der Nahverkehr in der Metropolregion ist damit nahezu zurück auf Vorkrisenstand. 

Infrastrukturausbau und Streiks schlagen sich in der Statistik nieder 

Auf fast allen Verkehrsträgern konnten Zuwächse der Fahrgastzahlen verzeichnet werden. Nur bei der S-Bahn Berlin gab eseinen Rückgang um 3,6 Prozent, das entspricht rund 17 Millionen Fahrgästen weniger. 
Baumaßnahmen und vor allem die Streiks sind hier die Gründe. Eine Trendwende in dieser Entwicklung ist allerdings absehbar.

“Verschobene” Nachfrage wegen neuer Ticket-Angebote

Die Verkaufszahlen beim Deutschlandticket sind im Vergleich zu 2023 im Durchschnitt des Jahres 2024 leicht gesunken. Ein Zeichen dafür, dass die Tarifvielfalt greift. Rückgänge beim Deutschlandticket im Verbundgebiet im Jahr 2024 lassen sich u. a. durch das neue Deutschlandsemesterticket (seit April 2024) und das Berlin-Abo für 29 Euro (seit Juli 2024, erwerbbar bis Anfang Dezember 2024) erklären. Beide Angebote haben zu einer Verlagerung geführt – vom Deutschlandticket hin zu zielgruppenspezifischen und günstigeren Alternativen. Insgesamt bleibt die Nachfrage im ÖPNV stabil und auf hohem Niveau.