Bahnhof Fangschleuse eingeweiht

Offizielle Eröffnung des neuen Bahnhofs Fangschleuse, Foto: VBB/Stapf

Bahnhof Fangschleuse eingeweiht

11. September 2026

Offizielle Eröffnung des neuen Bahnhofs Fangschleuse, Foto: VBB/Stapf
Offizielle Eröffnung des neuen Bahnhofs Fangschleuse, Foto: VBB/Stapf
Neuer Bahnhof in kurzer Bauzeit • Mehr Gleise, längere Bahnsteige • Vorbereitungen für Güterverkehr auf Hochtouren
 

Der Bahnhof Fangschleuse ist heute offiziell eingeweiht worden. Vertreter der Deutschen Bahn (DB), des Bundesverkehrsministeriums, des Infrastrukturministeriums Brandenburg, des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg und der Gemeinde Grünheide enthüllten am Vormittag den Stationsnamen am Eingang. Der neue Bahnhof ist bereits Mitte August in Betrieb gegangen.

Mit längeren Bahnsteigen und neuen Gleisen ist er deutlich leistungsfähiger als die frühere Station. An den 220 Meter langen Bahnsteigen können auch achtteilige Regionalzüge halten. So lassen sich mehr Reisende befördern. Aktuell stehen zwei Gleise zur Verfügung, ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember werden vier Gleise genutzt werden können. Zusätzlich stehen dann drei weitere Gleise für den Güterverkehr bereit – eine Anbindung an das Industriegebiet. Ebenfalls bis dahin wird die Photovoltaikanlage auf den Bahnsteigdächern in Betrieb gehen. Sie leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Der Bau dauerte weniger als anderthalb Jahre. In dieser Zeit wurden für den neuen Bahnhof zwölf Kilometer Gleise verlegt, hinzu kommt die dazugehörige Technik, wie beispielsweise Oberleitungen. 40 Weichen wurden aufgebaut. 160.000 Tonnen Erde mussten bewegt werden. Auf der Baustelle galt es, 70 Planungsbüros und Baufirmen zu koordinieren.

Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für Brandenburg: „Der Bahnhof wurde in Rekordzeit fertiggestellt. Das war vor allem dank der engen Zusammenarbeit aller Partner möglich. Bahn, Bund, Land und Kommune haben gemeinsam Akzente gesetzt und damit gezeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Der neue Bahnhof mit seinen Gleisanlagen unterstreicht die Leistungsfähigkeit der Schiene.“

Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr: „Der Bahnhof Fangschleuse zeigt: Deutschland kann dringend benötigte Infrastruktur schnell errichten. Wenn Bund, Land, Kommune und Bahn an einem Strang ziehen, entstehen in kurzer Zeit leistungsfähige Lösungen für die Menschen und die Wirtschaft. Der neue Bahnhof schafft mehr Kapazität im Regionalverkehr und stärkt zugleich die Schiene als Rückgrat eines starken Industriestandorts. Genau dieses Tempo und diese Zusammenarbeit wollen wir als Standard für ganz Deutschland etablieren.“Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Ja, es ist keine Selbstverständlichkeit. Immer wieder lauern Probleme und Schwierigkeiten bei Infrastrukturprojekten. Deshalb freuen wir uns über jede Schieneninfrastrukturmaßnahme die fertig wird, ganz besonders, wenn es schnell und weitgehend problemlos gelaufen ist. Mit dem Neubau des Bahnhofs Fangschleuse und den deutlich erweiterten Kapazitäten im Personenverkehr setzen wir ein deutliches Zeichen für eine noch leistungsfähigere, moderne und nachhaltige Schieneninfrastruktur im Land Brandenburg. Drei Züge pro Stunde und Richtung sorgen für eine deutlich bessere Anbindung innerhalb des Landkreises Oder-Spree, in weitere Regionen Brandenburgs und ins benachbarte Berlin. Damit werden Arbeitsplätze schneller und komfortabler erreichbar und die Region als wichtiger Wirtschaftsstandort in Brandenburg weiter gestärkt.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB): „Die Eröffnung des Bahnhofs Fangschleuse ist ein weiteres wichtiges Puzzlestück, das sich nahtlos in das große Bild des Ausbaus der Kapazitäten im Regionalverkehr einfügt. Mit der Verlängerung der Bahnsteige in Fangschleuse und an den anderen Stationen auf der Linie RE1 kommt der Ausbau des Schienennetzes für Berlin und Brandenburg einen bedeutenden Schritt voran. Ab Dezember 2026 profitieren fast alle Fahrgäste zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von mehr achtteiligen Zügen, die neu ganztags und auch am Wochenende insgesamt 800 Sitzplätze statt bisher circa 630 bieten.“

Arne Christiani, Bürgermeister der Gemeinde Grünheide (Mark): „Mit der heutigen Einweihung des Bahnhofs Fangschleuse ist ein weiterer Meilenstein in der Vielzahl der Infrastrukturprojekte in der Gemeinde Grünheide (Mark) erreicht. Der neue Bahnhof Fangschleuse mit seinen modernen Anlagen und dem dazugehörigen Umfeld ist ein Beleg für die gute und konstruktive Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten. Die Gemeinde Grünheide (Mark) verfügt nun über einen leistungsfähigen Bahnhof mit besten Voraussetzungen für Reisende und Pendler sowie für das Bahnhofsumfeld. Der Dank der Gemeinde Grünheide (Mark) gebührt allen am Projekt ‚Bahnhof Fangschleuse‘ Beteiligten.“

Generalsanierung Hamburg – Berlin: Ersatzangebot im Regionalverkehr ab 01.08.2025

Symbolbild generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin, Foto: VBB

Generalsanierung Hamburg – Berlin: Ersatzangebot im Regionalverkehr ab 01.08.2025

Symbolbild generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin, Foto: VBB
Symbolbild generalsanierung zwischen Hamburg und Berlin, Foto: VBB

Berlin, Hamburg, 10. Februar 2025, Pressemitteilung des Verkehrsverbund Berlin Brandenburg GmbH

Die Generalsanierung der Strecke Hamburg – Berlin vom 1. August 2025 bis 30. April 2026 führt zu Änderungen im Regional- und Fernverkehr in Berlin und Brandenburg. Ab sofort sind in der VBB-Fahrinfo sowie in den VBB-Apps und auch in der Reiseauskunft auf www.bahn.de sowie in der App DB Navigator die Fahrplandaten abrufbar, so dass sich Reisende bereits ein halbes Jahr im Voraus über mögliche Verbindungen informieren können. Feinheiten und Korrekturen werden jedoch hier noch nach und nach eingearbeitet, sodass voraussichtlich ab Mitte/Ende März der vorgesehene Fahrplan abrufbar sein wird.

Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die wegen der Bauarbeiten nicht angeboten werden können, werden in Spitzenzeiten entlang der gesamten Strecke Hamburg–Berlin über 170 Busse zum Einsatz kommen. Diese verkehren auf insgesamt 26 Linien und legen täglich bis zu 86.000 Kilometer zurück.

Die Linien fahren wie folgt:

Für die Region Berlin und Brandenburg ergeben sich durch die Sperrungen umfangreiche Änderungen auf der Hamburger Bahn und darüber hinaus auch abschnittsweise bei den darauf zulaufenden Linien. So sind neben der Linie RE8 Berlin <> Wittenberge <> Schwerin <> Wismar auch die Linien RE6 zwischen Perleberg und Wittenberge, die S1 zwischen Osterburg und Wittenberge sowie die RB73 betroffen.

Um weiterhin eine schnelle Verbindung zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sicherzustellen und die Ersatzverkehre entlasten zu können, wird für die Zeit der Baumaßnahmen eine Direktverbindung von Schwerin nach Berlin als RE85 angeboten. Die Züge verkehren im 2-Stunden-Takt über Bad Kleinen, Güstrow, Neustrelitz (Halt nur in Richtung Schwerin) und Oranienburg nach Berlin.

Durch parallele Baumaßnahmen zwischen Neuruppin Rheinsberger Tor und Kremmen bzw. Velten sind auch die Linien RE6 und RB55 auf diesem Abschnitt unterbrochen. Während zwischen Neuruppin und Kremmen Ersatzbusse zum Einsatz kommen, fährt die Linie RE6 von Perleberg kommend ab Neuruppin umgeleitet über Löwenberg und Oranienburg weiterhin bis nach Berlin.

Ein Teil der zwischen Nauen und Berlin-Spandau entfallenden Regionalverkehrslinien kann auf die Bahnstrecke von Berlin-Spandau nach Dallgow-Döberitz und Wustermark umgeleitet werden. An den Stationen Wustermark, Elstal, Dallgow-Döberitz und Berlin-Staaken besteht somit ein deutlich verdichtetes Angebot für Fahrgäste aus dem Bereich Falkensee und Brieselang. Zudem kann die Kapazität der dort auch weiterhin planmäßig verkehrenden Linien RE4 und RB21 deutlich gesteigert werden.

Die Linie RE2 fährt von der Berliner Stadtbahn aus kommend über Berlin-Spandau und Dallgow-Döberitz nach Hennigsdorf. Sie ersetzt damit auch die Linie RE6 auf diesem Abschnitt.

Die Linie RE6 fährt verkürzt zwischen Perleberg und Berlin, wird jedoch wegen weiterer Baumaßnahmen zwischen Neuruppin und Berlin umgeleitet und hält neu in Löwenberg (Mark), Oranienburg und Berlin Gesundbrunnen.
Zwischen Kremmen und Hennigsdorf fährt die Linie RB55 (mit Halt an allen Stationen) und außerdem Pendelfahrten des RE6 (hält nur in Kremmen, Velten, Hennigsdorf). Zwischen Hennigsdorf und Berliner Innenstadt fährt die Linie RE2, zwischen Neuruppin und Kremmen fahren Busse als Ersatz

Die Linie RE8 fährt vom Flughafen BER kommend über die Berliner Stadtbahn, Berlin-Spandau und Dallgow-Döberitz nach Elstal.

Als weiträumige Umleitungsverbindung fährt die Sonderlinie RE85 zwischen Schwerin Hbf und Berlin Südkreuz mit Halten in Bad Kleinen, Güstrow, Waren (Müritz), Neustrelitz (nur in Richtung Schwerin), Oranienburg, Berlin Gesundbrunnen, Berlin Hbf und Berlin Potsdamer Platz.

Die Linie RB10 entfällt komplett.

Die Linie RB14 fährt vom Berliner Nord-Süd-Tunnel aus über Berlin-Spandau und Dallgow-Döberitz nach Wustermark.

Die Linie RB54 fährt weiterhin zwischen Rheinsberg (Mark) und Löwenberg (Mark), jedoch zu etwas angepassten Fahrzeiten, damit der zusätzliche RE6 auf dieser Strecke ebenfalls fahren kann.

Die Linie RB73 fährt nicht zwischen Wusterhausen (Dosse) und Neustadt (Dosse). Als Ersatz können die Ersatzverkehrslinie R sowie die Linienbusse der ORP genutzt werden.

Das Ersatzkonzept auf der Straße baut auf diesem verdichteten Zugangebot auf. Kernstück des Ersatzverkehrs im Land Brandenburg ist die überregionale Linie X4, die von Wittenberge aus über Perleberg und den Verlauf der B5 mit Halt in Kyritz und Nauen nach Wustermark fährt. Von dort aus fährt sie weiter bis Brieselang, um die Gemeinde schnell an den Bahnhof Wustermark anzubinden. Dort ist jeweils mit kurzer Umsteigezeit in die Züge eine Weiterfahrt nach Berlin möglich.

Ergänzt wird die Linie X4 um weitere regionale Angebote im Ersatzverkehr, die an zentralen Knotenpunkten mit kurzen Umsteigezeiten miteinander verknüpft werden. Durch ein dichtes Taktangebot und zentrumsnahe Haltestellen der Ersatzbusse sollen die Einschränkungen für die Fahrgäste im Rahmen der Möglichkeiten reduziert werden. Die Busse des Ersatzverkehrs binden auch den Raum Falkensee an die Station Dallgow-Döberitz an.

In Wustermark und Dallgow-Döberitz bestehen jeweils Anschlüsse von den Ersatzbussen zum Zugverkehr.
Im Raum Falkensee, Finkenkrug und Brieselang ergänzen sich Ersatzverkehr und kommunale Busverkehre

Die vollständige Übersicht über alle Bahn- und Ersatzbuslinien erhalten Sie auch im Liniennetz.

Fernzüge fahren weiterhin zwischen Hamburg und Berlin. Die Verbindung bleibt hinsichtlich Zugdichte, Fahrzeit und Preis attraktiv. Mit bis zu 65 täglichen ICE-Fahrten – davon 36 direkt – bietet die DB zwischen den beiden größten Städten Deutschlands durchgehend ein verlässliches Angebot: Stündlich mit umsteigefreien Direktverbindungen, meist als lange ICE 4-Züge für bis zu 830 Reisende. Wie bei vorherigen Baumaßnahmen fahren die Züge über Uelzen und Stendal. Die Fahrzeit zwischen Hamburg und Berlin verlängert sich um 45 Minuten. Die Fernzüge halten auch in Salzwedel und Stendal und meist stündlich wechselnd zusätzlich in Lüneburg bzw. Uelzen. Zwischen Wittenberge bzw. Ludwigslust und Hamburg verkehren zum Start der Generalsanierung direkte Ersatzbusse (IC-Busse).

Liniennetze zum Download: