S25 Süd: Planungen zum möglichen S-Bahnanschluss für Stahnsdorf erreichen nächste Stufe

Blick Richtung Osten auf die künftige Trasse an der Sputendorfer Straße in Stahnsdorf, Foto DB InfraGO AG, Hertzer

S25 Süd: Planungen zum möglichen S-Bahnanschluss für Stahnsdorf erreichen nächste Stufe

26. November 2025

Für die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf wurde die Vorplanung durch die DB InfraGO AG abgeschlossen. Dabei haben sich die i2030-Projektpartner – die Länder Berlin und Brandenburg zusammen mit der Deutschen Bahn und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) – auf einen Variantenentscheid für den Ausbau geeinigt. Derzeit laufen die Gespräche zu den Vorplanungsergebnissen mit den Anliegerkommunen Teltow und Stahnsdorf, bevor im nächsten Schritt die Öffentlichkeit Anfang 2026 umfassend informiert wird.

Innerhalb des Infrastrukturprojektes „i2030 – Mehr Schiene für Berlin und Brandenburg“ wird die S-Bahnverlängerung der S25 Süd von Teltow Stadt nach Stahnsdorf geplant. Die Finanzierung des Projektes ist aktuell bis zum Abschluss der Entwurfs- und Genehmigungsplanung aus Finanzmitteln der Länder Brandenburg und Berlin abgesichert. Das Land Brandenburg finanziert die Planung für den Brandenburger Abschnitt von Teltow Stadt nach Stahnsdorf einschließlich der Genehmigungsplanung mit einem Anteil von 27,9 Mio. Euro. Das Land Berlin finanziert für den gleichen Planungszeitraum einen Anteil von 18,8 Mio. Euro für den Berliner Abschnitt von Südende bis Lichterfelde Ost. Für die Finanzierung der anschließenden baulichen Umsetzung ist eine Bundesförderung im Rahmen des GVFG (Gemeindeverkehrs­finanzierungsgesetz) mit Kofinanzierung durch die Länder geplant.

Die Zeitpläne für die weitere Projektumsetzung werden aktuell vor dem Hintergrund des jetzt final abgestimmten Variantenentscheids auf Basis der Vorplanung und Beauftragung der Leistungsphasen 3+4 neu aufgestellt. Der Beginn des Planfeststellungsverfahrens ist für Ende 2027 vorgesehen. 

Beim vorliegenden Variantenentscheid für den Ausbau haben sich die i2030-Projektpartner auf folgende Eckpunkten verständigt:

    • Die Strecke zwischen Teltow Stadt und Stahnsdorf soll durchgehend zweigleisig errichtet werden. Dies ermöglicht auch für diesen Abschnitt einen 10-Minutentakt und bietet die Grundlage für eine stabile Betriebsqualität.
    • Auf dem Gebiet der Stadt Teltow quert die geplante S-Bahnstrecke den Bereich der Ruhlsdorfer/Whitehorsestraße in Teltow mit einer offenen Trasse unterhalb des bestehenden Straßenniveaus. Die Führung des Individualverkehrs wird an dieser Stelle durch die neue Bahnstrecke nicht verändert.
    • Die Iserstraße in Teltow wird nahezu auf Straßenniveau gequert. Hierdurch werden die Eingriffe in das Stadtbild und die Auswirkungen auf die Nachbarschaft minimiert, z.B. durch die Vermeidung einer Errichtung von Stützbauwerken. Personen, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad auf der Iserstraße unterwegs sind, können die S-Bahnstrecke auch zukünftig an dieser Stelle mittels einer Unterführung queren. Der motorisierte Individualverkehr wird künftig über die Biomalzspange geleitet. Diese wird mit einer Überführung die zukünftigen S-Bahngleise überqueren.
    • Zwischen der Iserstraße und der Biomalzspange wird eine S-Bahnstation – vorläufiger Name „Iserstraße“ – errichtet, die von beiden genannten Straßen barrierefrei erreicht werden kann. Durch diese Lage wird ein maximales Fahrgastpotenzial erschlossen.
    • Weiterhin wird in Stahnsdorf als Endpunkt der Streckenverlängerung eine zweite neue Station – vorläufiger Name „Sputendorfer Straße“ – entstehen. Die Gestaltung steht in Einklang mit den Zielen der Gemeinde für die Entwicklung des künftigen Bahnhofsbereichs.
    • In Verbindung mit dem Projekt werden weitere Verbesserungen für die Linie S25 umgesetzt: In Stahnsdorf werden zusätzliche Abstellgleise für vier S-Bahnzüge entstehen. Der gegenwärtig noch eingleisige Berliner Streckenabschnitt zwischen den Stationen Berlin Südende und Berlin-Lichterfelde Ost wird zweigleisig ausgebaut, um eine höhere Betriebsqualität für die S25 / S26 zu ermöglichen.

Derzeit werden die Planungsergebnisse aus der Vorplanung mit den Anliegerkommunen besprochen. Im nächsten Schritt wird die Öffentlichkeit in mehreren Informationsveran­staltungen über die Planungen und das weitere Vorgehen im Detail informiert. Die Termine sind im Februar/März 2026 geplant. Einladungen zu diesen Terminen werden rechtzeitig über www.i2030.de, das Bauinformationsportal der DB sowie den Informationskanäle der Kommunen veröffentlicht.

Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin feierlich eröffnet – Zweiter VBB-RadPark aus Pilotprojekt ist fertig

Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB

Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin feierlich eröffnet – Zweiter VBB-RadPark aus Pilotprojekt ist fertig

14. November 2025

Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB
Eröffnet haben den VBB-RadPark v.l.n.r. Stephan Willhelm, Bahnstadt, Christoph Heuing, VBB-Geschäftsführer, Arne Herz, Staatssekretär SenMVKU, Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Ansgar Scharnke, Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin und Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo © VBB

Das neue Fahrradparkhaus am Süd-Ausgang des S-Bahnhofs Neuenhagen wurde heute feierlich eröffnet. Es bietet den Pendlerinnen und Pendlern ab sofort über 264 neue komfortable, wettergeschützte Stellplätze für ihre Fahrräder. Mit dem „VBB-RadPark“ in Neuenhagen bei Berlin folgt ein weiterer Schritt für die Verknüpfung von ÖPNV und Radverkehr in Brandenburg – weitere Projekte sind bereits im Bau und werden bis Ende 2026 umgesetzt. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Sicherheit gelegt. 

Die gesamte Anlage am S-Bahnhof Neuenhagen wurde mit einer Videoüberwachung und moderner LED-Beleuchtung ausgestattet. Darüber hinaus befinden sich 84 der Stellplätze in gesicherten Fahrradgaragen (sog. Sammelschließanlagen). In diesen können Pendler*innen ihr Rad nicht nur zugangsgesichert abstellen, sondern finden auch Schließfächer für Fahrradhelm und Co. Die Stellplätze in den Fahrradgaragen können durch das app-basierte System „ParkYourBike“ gebucht und geöffnet werden. Es wurde vom Land Berlin bzw. der GB infraVelo GmbH für Berlin entwickelt und für Brandenburg angepasst. Nach einer Registrierung können so Stellplätze in beiden Bundesländern gebucht werden.

Die Förderung des Fahrradparkhauses erfolgte durch

    • das Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes,
    • die Richtlinie ÖPNV-Invest des Landes Brandenburg,
    • gesonderte Projektmittel des Landes Brandenburg für das Pilotprojekt sowie
    • das Land Berlin.

Insgesamt konnten so 90 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten in Höhe von rund 990.000 Euro gefördert werden. Die darüberhinausgehenden Kosten trägt die Gemeinde Neuenhagen bei Berlin mit Eigenmitteln.

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister: „In Neuenhagen haben Bürgerinnen und Bürger ab sofort die Möglichkeit, ihr Fahrrad oder E-Bike sicher am Bahnhof abzustellen und bequem mit dem öffentlichen Personenverkehr weiterzureisen. Das neue Fahrradparkhaus lässt Bahn und Rad im Alltag der Menschen näher zusammenwachsen. Das reibungslose Ineinandergreifen beider Verkehrsmittel ist ein wichtiger Schritt für die klimafreundliche Mobilität in Deutschland.“  

Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg: „Mit dem neuen Fahrradparkhaus in Neuenhagen setzen wir ein klares Zeichen für die Stärkung des Radverkehrs und die bessere Verknüpfung von Bahn und Rad im Berliner Umland. 264 moderne und sichere Abstellplätze bieten Pendlerinnen und Pendlern ein attraktives Angebot, das Umsteigen erleichtert und die umweltfreundliche Mobilität vor Ort stärkt. Die Landesregierung unterstützt das Pilotprojekt mit einem innovativen Ansatz, nachhaltiger Holzbauweise und intelligenter Zugangstechnologie – damit Brandenburg beim modularen Fahrradparken bundesweit Maßstäbe setzt. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Vorhaben in kurzer Zeit möglich gemacht haben.“

Arne Herz, Staatssekretär Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in Berlin: „Das Land Berlin finanziert seit 2023 den Ausbau von P+R- und B+R-Anlagen im Berliner Umland mit, um so einen wohnungsnahen Umstieg auf den Umweltverbund zu ermöglichen. Mehr als 500 P+R- und über 3.000 B+R-Plätze wurden bereits gemeinsam mit dem Land Brandenburg gefördert. Das ist gelebte Kooperation der Länder und ein Meilenstein für die nachhaltige Mobilität in der Hauptstadtregion. Neuenhagen ist ein realisiertes Leuchtturmprojekt, das uns auch in Berlin inspiriert.“

Christoph Heuing, Geschäftsführer VBB: „Mit dem neuen VBB-RadPark in Neuenhagen entsteht der zweite von insgesamt 13 Fahrradparkhäusern in Berlin und Brandenburg. Über 260 wettergeschützte und sichere Fahrradstellplätze in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof – dank app-basiertem Buchungssystem, Videoüberwachung und wettergeschützter Bauweise ist das Abstellen des Rads nun so einfach wie das Umsteigen in die Bahn. Als passionierter Radfahrer und ÖPNV-Nutzer freue ich mich auch persönlich, dass die Zahl der sicheren Fahrradstellplätze im VBB-Gebiet immer weiter zunimmt.“

Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo: „ParkYourBike steht für zukunftsfähiges Fahrradparken in Berlin und Brandenburg. Radfahrende können ganz einfach digital über die App buchen und ihr Rad 24/7 geschützt abstellen. Ich freue mich, dass wir mit der Stadt Neuenhagen bei Berlin nun einen weiteren Standort mit 84 gesicherten Stellplätzen aufnehmen konnten.“

Ansgar Scharnke, Bürgermeister von Neuenhagen bei Berlin: „Mit dem neuen RadPark setzen wir ein deutliches Zeichen für eine moderne, klimafreundliche und bürgernahe Mobilität. Wir schaffen hier die Verbindung zwischen Fahrrad und Bahn – und damit ein echtes Stück Zukunft für Neuenhagen.“

Fakten Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen bei Berlin

Es wurden zwei baulich getrennte Modulanlagen mit insgesamt 264 neuen Fahrradstellplätzen errichtet.

Eine Modulanlage mit einer Fahrradgarage (Sammelschließanlage) und frei zugänglichen Stellplätzen.

    • insgesamt 132 Stellplätze
    • 84 gesicherte Stellplätze, davon 2 Module mit jeweils 40 Stellplätzen in Doppelstockparkern und 4 Stellplätze an Anlehnbügeln
    • Ein Modul mit 48 frei zugänglichen Doppelstockparkern
    • 8 Schließfächer je Sammelschließanlagenmodul
    • Tür mit Zugangssicherung je Modul Sammelschließanlage

Eine Modulanlage als frei zugängliche Anlage mit 132 Stellplätzen

    • zwei Module mit 48 Stellplätzen in Doppelstockparkern
    • ein Modul mit 24 Stellplätzen in Doppelstockparkern und 12 Stellplätzen in Hoch-/Tiefeinstellung

Zum Fahrradparkhaus gehört außerdem folgende Ausstattung:

    • Dachkonstruktion vorwiegend aus Holz mit einem geringen Stahlanteil
    • Photovoltaik-Anlage mit 24 Modulen
    • LED-Beleuchtung
    • Videoüberwachung
    • Fahrradreparaturstation
    • Infostele auf dem Vorplatz
    • Infowand
    • Begrünte Außenbereiche

Pilotprojekt „Modulares Fahrradparken“

Das neue Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Neuenhagen ist Teil des vom Land Brandenburg initiierten Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken“ das vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) koordiniert wird. In dessen Rahmen entstehen an insgesamt 13 Standorten in Brandenburg hochmoder-ne Fahrradabstellanlagen, bei deren Planung der Fokus – neben der Sicherheit – auf Nachhaltigkeit und hoher städtebaulicher Qualität lag. So zeichnen sich alle Pilotanlagen durch eine innovative Holzbauweise mit begrüntem Dach und Photovoltaikmodulen sowie ein modernes Design aus, das sich perfekt in die städtische Umgebung einfügt.

Acht der 13 neuen modularen Fahrradparkhäuser in Brandenburg werden durch das Land Berlin mitfinanziert. Basis hierfür ist der 2022 geschlossene Vertrag für die Mitfinanzierung von Park+Ride- und Bike+Ride-Anlagen in Brandenburg durch das Land Berlin. Dessen Ziel: durch das bestmögliche Stellplatz-Angebot soll den Pendler*innen ein Anreiz geboten werden, ihr Auto ganz stehen zu lassen oder nur für die kurze Teilstrecke zum Bahnhof zu nutzen, um so die Straßen und Parkplätze in der Hauptstadt zu entlasten.
Weitere Informationen über die bereits fertiggestellten VBB-RadParks sind unter vbb.de/radpark abrufbar. Alle Informationen und Hintergründe zur Vernetzungsstelle Bike and Ride beim VBB unter vbb.de/radparken

Dies ist eine Pressemitteilung des VBB: https://unternehmen.vbb.de/presse/fahrradparkhaus-am-s-bahnhof-neuenhagen-bei-berlin-feierlich-eroeffnet-zweiter-vbb-radpark-aus-pilotprojekt-ist-fertig/